Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Layout Kalender 2021

Dienstag, 19. Mai 2020

Die gesellschaftlichen bzw. öffentlichen Verhältnisse seit Anfang März, in Kombination mit notgedrungen höherer Verfügbarkeit persönlicher Zeitfonds sowie Home-Office, ermöglichten die verfrühte Fertigstellung des (N)Ostalgie-Kalenders für das kommende Jahr (unser Bild). Deshalb liegt eher als sonst der komplette digitale Satz vor, der nun der Schlusskorrektur unterzogen wird. Das heißt, es werden letzte Änderungen im Text vollzogen (Grammatik, Orthografie und Ausdruck) bzw. Bildfehler ausgemerzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Datei zum Druck gegeben; das könnte im Frühsommer geschehen. Die Herstellung des Kalenders unter dem Titel „Artern zwischen Goetheplatz und Siedlung“wird dann in Sondershausen vorgenommen. Dessen Veröffentlichung ist für Anfang Oktober 2020 zum Zwiebelmarkt angedacht. Danach wird es den Kalender im Guten Buch in Artern und beim Heimatverein ARATORA geben. - Die diesmal ausgewählten Fotos, die die Interessenten 2021 durch das Jahr begleiten, wurden in den 1970/80er Jahren aufgenommen und stellen Motive aus dem Norden der Stadt Artern dar. Damit werden erstmals durchweg Ansichten gezeigt, die nicht die Innenstadt und deren gern und oft benutzte Motive zeigen, sondern ausschließlich solche aus oben besagten, städtischen Randbereichen.


SC Artern

Dienstag, 12. Mai 2020

Nachdem die diesjährige Publikation eines historischen Bildbandes zur Arterner Stadtgeschichte – geschuldet den aktuellen und wohl auch noch weiterhin anhaltenden, widrigen Umständen – leider auf 2021 verschoben worden ist, traf jetzt ironischerweise und unerwartet eine sehr große Anzahl historischer Aufnahmen beim Heimatverein ARATORA ein. Aufbewahrt sind diese in zwei Fotoalben aus den 1920er Jahren. Das kleinere Album beinhaltet 17 Aufnahmen vom Festumzug von 1929 zur 600-Jahrfeier der Stadt Artern. Besonders interessant sind die wiedergegebenen Häuserfassaden, zwischen denen sich der Umzug bewegte. Erwähnt sei hier die schöne Ansicht des Hauses Wasserstraße 15 (damals „Hugo Schobess Bahnspediteur“). – Interessanter und vor allem umfangreicher ist das zweite Fotoalbum, das eine Bildchronik des Schwimmclubs Artern in den 1920er Jahren umfasst. Überwiegend mit Amateuraufnahmen (im besten wie im schlechtesten Sinne des Wortes) ist das Vereinsleben am und im Wasser der Unstrut nahe der beiden Eisenbahnbrücken festgehalten worden. Besonders Fotos in Größe von Streichholzschachteln riefen beim Betrachten und Scannen spontane „Begeisterung“ hervor! Aber diese Mikromaße haben nur wenige von fast 150 Bildern in Schwarzweiß und Sepia. Besonders die Fotos zu Beginn des Albums sind teils ausführlich beschriftet, sogar deren Urheber wurden notiert. Abgebildet sind überwiegend männliche Vereinsmitglieder, die sich mit mehr oder weniger muskulösen Körpern präsentieren. Aber auch einige „Wassernixen“ mit gleichfalls sehr antiquiert wirkender Badekleidung hatten sich ablichten lassen. Eher zufällig sind auf einigen Bildern Bauten und Landschaft entlang der Unstrut-Ufer bei Artern zu sehen. Aber auch Schnappschüsse, so aus dem Stadtbad in Allstedt mit Schloss im Hintergrund, sind dabei. – Resümee: Trotz material- und altersbedingt nur minderer Qualität, liegen mit diesen einmaligen Dokumenten zum früheren Schwimmsport in Artern wichtige historische Abbildungen vor, die sowohl im Bildband von 2021 als auch in der Fortsetzung unseres Unstrut-Buches von 2015 gewürdigt werden sollen. Bis dahin müssen die inzwischen digitalisierten Bilder aber noch umfänglicher Bearbeitungen am Bildschirm unterzogen werden. Aus dieser Sammlung wird hier vorab ein Foto aus der Zeit um 1925 beigefügt, das – wäre es heute entstanden – erwartungsgemäß wenigstens moralisierende Kritik hervorgerufen hätte, denn die vier Jungs des Schwimmclubs Artern im Vordergrund hatten vorsätzlich ihre Körper komplett geschwärzt. Die Knaben können aber deswegen nicht mehr moralisch zur Verantwortung gezogen werden: Die damals derart Bemalten sind längst tot!


Ehe 1785

Dienstag, 5. Mai 2020

Seit Beginn der zum „social distancing“ versprachpanschten Zwangspause des öffentlichen Lebens wurde der derart entstandene Zeitfonds für noch intensivere lokale und regionale Geschichtsforschung, quasi im „home researching“, genutzt - diesmal allerdings nicht ohne ganz uneigennützige Absichten! Im Fokus stand nämlich die bereits lange aufgeschobene Aufarbeitung umfänglicher genealogischer Daten und Unterlagen, die nunmehr wochenlang transkribiert, geordnet, systematisiert und mittels eines Programms zur Ahnenforschung zugewiesen worden sind (Geburten, Ehen und Todesfälle). - Im Fokus stand die Analyse der Herkunft der Familie Schmölling. Deren derzeit sieben Vertreter in Artern gehen auf einen gemeinsamen Ahn zurück, der um 1930 aus Oberröblingen/Helme hierher kam. Allerdings gab es davor schon eine ältere Zuwanderung, die mit einer Hochzeit von 1785 festgemacht werden kann. Damals ehelichte der hier garnisonierende Fahnenschmied, spätere Huf- und Waffenschmied Johann Andreas Schmölling (auf unserem Bild rot markiert) aus Hainrode im Südharz eine Arterner Witwe und begründete damit die erste Familie namens Schmölling, deren letzte Namensträgerin (Mädchenname) erst 1931 hier starb. Besagten Johann Andreas Schmöllings Werkstatt und Wohnung befanden sich übrigens im altehrwürdig Goethe-Ahnenhaus in der Harzstraße! Dessen direkte Vorfahren in Hainrode wurden ebenso ermittelt, wie unmittelbare Verwandte und Vorfahren in Großleinungen, Roßla, Morungen und Questenberg. Der bislang älteste hiesige Vertreter der Schmöllings überhaupt ist mit einer Ehe 1670, also vor mittlerweile 350 Jahren, in Großleinungen zu verorten! Dort sind sogar noch frühere Nachweise dieses in unserer Region alteingesessenen Geschlechts vorhanden, deren Zuordnung jedoch vakant ist, und die daher noch intensiver untersucht werden müssen. - Als Berufe der bislang ermittelten Personen im Stammbaum wurden ermittelt: Fahnen-, Berg-, Huf- und Waffenschmiede, Anspänner, Schullehrer, Böttcher, Stellmacher, Wagner, Ackerleute, Bergmänner, Zimmerer, Handarbeiter, auch Bürgermeister, Gerichtsschöffen und lokale kirchliche Amtsträger. Zur Illustration und Visualisierung wurden historische Darstellungen dieser Berufe ermittelt, digitalisiert und den relevanten Personen beigefügt. - Mit der Erstellung der Ahnenfolge, die aktuell noch im späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert endet, werden derzeit annähernd 450 Personen (Namensträger und Angeheiratete) mit mehr als 550 digitalen Dokumenten urkundlich angesprochen. Später wird der Ahnenstrom über wenigstens zehn oder elf Generationen hinweg dargestellt werden können. Doch ist die Arbeit längst nicht beendet, weil noch viele weitere Daten und Informationen der Aufarbeitung harren: aus Oberröblingen/H., Bennungen, Blankenheim, Bornstedt, Breitungen, Einzingen, Eisleben, Gehofen, Großleinungen, Hainrode, Hergisdorf, Heringen, Heygendorf, Ichstedt, Kannawurf, Morungen, Niederröblingen, Riethnordhausen, Roßleben, Rotha, Sangerhausen, Wimmelburg sowie in weiteren Orten zwischen südlichem Harzgebiet und Kyffhäuser bzw. deren Vorlanden in der Goldenen Aue.


Tafel Anker-Schlacht

Dienstag, 28. April 2020

Auf dem Territorium Arterns befinden sich etliche Kleindenkmale aus verschiedenen Jahrhunderten, die von Ereignissen zeugen, die sich in der örtlichen Vergangenheit abgespielt und daher hohe Relevanz zur Stadtgeschichte haben. Mithilfe von zahlreichen Spendern konnten seit 2015 unter Regie des Heimatvereins ARATORA bereits sechs solcher Denkmale wiederhergestellt werden. Das eine oder andere Denkmal harrt noch der Sanierung; als nächstes soll der versteinerte Baum an der Veitskirche runderneuert werden. – Ein spätestens mit der Schließung des Kinos am vormaligen Saal der Gaststätte „Zum goldenen Anker“ etwas in Vergessenheit geratenes Kleindenkmal ist eine Tafel, die an den örtlichen Widerstand gegen den aufkeimenden Nationalsozialismus erinnern soll (unser Bild). Deren Text lautet „Hier kämpften am 23. April 1930 die besten Söhne der Arbeiterklasse aus Artern und Umgebung in fester Aktionseinheit gegen Faschismus und Krieg, für Frieden, Demokratie und Sozialismus in ganz Deutschland“. Zweifellos sind diese Aussagen ideologisch geprägt und manipulativ, umso mehr als diese politische Rauferei später doktrinär zur „Anker-Schlacht“ mutierte bzw. der sich anschließende Prozess entsprechend in der Retrospektive politisch ausgeschlachtet worden ist. Objektiv gesehen war die „Anker-Schlacht“ aber lediglich eine wüste Gaststättenprügelei zwischen NS-Verfechtern und Anhängern der KPD. Besonders in den 1920er Jahren waren derartige Auseinandersetzungen häufig; mal griffen die Linken die Rechten an, das nächste Mal war es andersherum. So gesehen, war die Arterner Saalschlacht nur eine von vielen, allerdings mit gewisser Brisanz, weil damals der später als Reichsaußenminister bekannte Joachim von Ribbentrop hier als Redner weilte. Inwieweit dieses „fröhliche Fäustefliegen“ zur beschworenen Einheit der Arbeiterklasse beigetragen haben soll, ist jedoch fraglich. – Wie dem auch sei, das Denkmal ist da, und es kann dieser Tage auf eine immerhin schon sechzigjährige Vergangenheit zurückblicken, denn am übermorgigen Tag des Jahres 1960 wurde die Erinnerungstafel am Anker-Saal montiert. Anlass damals war der 30. Jahrestages dieser sprichwörtlich handfesten Auseinandersetzung. Die Ansprache vor der Enthüllung der Tafel oblag dem Parteiveteran Robert Hoffmann aus Artern, deren Enthüllung nahm der altgediente Rotfront-Kämpfer Alexander Reckmann aus Allstedt vor; beide waren Teilnehmer der „Anker-Schlacht“. – Trotz der ideologisch bedenklichen und sogar verfälschenden Aussagen sollte dieses Denkmal als Zeitzeugnis der DDR-Geschichte langfristig erhalten werden. Schon jetzt stellt es ein historisches Erinnerungselement im Kleindenkmal-Dreieck Provinzstein / Juri-Gagarin-Denkmal / „Anker-Schlacht“-Tafel dar. Die Entfernung der vorsätzlichen Beschmierung des Textfeldes steht allerdings noch aus.


Wappen

Dienstag, 21. April 2020

Heute auf den Tag vor zehn Jahren ging diese Homepage des Heimatvereins ARATORA online und erfreut sich seither längst nicht mehr nur regionaler Beliebtheit. Unser Counter zählte bislang immerhin über 373.000 Klicks, inklusive natürlich der unvermeidbaren Robots, Crawler und Co. Bezogen auf das thematisch beschränkte Anliegen dieser Seiten und deren lediglich lokal bzw. regional begrenzte Ansprüche kann trotzdem von einer ansehnlichen Menge von reellen Besuchern ausgegangen werden. Diese machten sich mit spürbar anwachsenden Kontaktwünschen und Hilfeersuchen zu orts-, heimat- und familiengeschichtlichen Themen bemerkbar. Einen besonders hohen und unschätzbaren Stellenwert machen auch die Online-Vermittlungen und Überlassungen von ungezählten historischen Bildern und Materialien aus privaten Beständen aus. Außerdem wurden ungezählte Fotoaufnahmen von Dokumenten und Akten gemacht, die ohne diese Websites sonst wohl eher nicht in Artern „aufgetaucht“ wären. So manche Buchveröffentlichung hätte sicher gar nicht oder in nur sehr veränderter Form ohne unsere Homepage und deren Kontakte erscheinen können. – Hunderte A4-Seiten Text sind seit 2010 allein für aktuelle Meldungen geschrieben bzw. tausende Kilometer zu Tagungen, Veranstaltungen und Terminen, die hier publiziert sind, gefahren worden. Viele tausend elektronische und analoge Postsendungen sowie Telefonate wurden erledigt, die ausschließlich auf diese Internetseiten zurückzuführen sind. Zudem wurden hunderte georderte Online-Buchbestellungen erledigt und somit in der Größenordnung von vielen Zentnern per Post verschickt (Spitzenreiter: Die Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966). – Trotzdem Pflege und Aktualisierung dieser Seiten nicht wenig Zeit beansprucht, macht es noch immer sehr viel Freude, hier wöchentlich Neuigkeiten aus der Orts-, Regional- und Landesgeschichte präsentieren zu dürfen. In diesem Sinne: Auf hoffentlich weitere zehn Jahre!


Industriegebiet Artern

Dienstag, 14. April 2020

In Thüringen kam es zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer Zeitenwende. Technische Neuerungen und Veränderungen der Produktionsweisen leisteten damals wichtige Beiträge zum fundamentalen Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft, der zu veränderten Lebensumfeldern und zur Demokratisierung des politischen Systems führte. Trotz der bis heute nachwirkenden Folgen hat sich die Forschung mit dem Industrialisierungsprozess Thüringens und seinen Folgewirkungen bisher nur am Rande beschäftigt. - Gemeinsam mit der Thüringer Staatskanzlei ruft die Historische Kommission für Thüringen deshalb auf, die gesamte Breite der Industrialisierung, Industriekultur und sozialen Bewegungen insbesondere zwischen dem „langen 19. Jahrhundert“ und der Zwischenkriegszeit zu erforschen. Hierzu wird zum dritten Male der „Landesgeschichtliche Preis für Industriekultur“ in einem öffentlichen Wettbewerb ausgelobt. Mit diesem sollen neuere Forschungen im Bereich der Wirtschafts- und Sozialgeschichte, der Industriekultur und der damit unmittelbar verbundenen Nachbardisziplinen, einschließlich Soziologie, Kunstgeschichte und Architektur, die einen Bezug zu Thüringen haben, ausgezeichnet werden. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: Kategorie I mit einem Preisgeld von 3.000 EUR, Kategorie II mit einem Preisgeld von 1.500 EUR, Kategorie III mit einem Preisgeld von 500 EUR. Es können hierfür einschlägige Fachbeiträge, aber auch wissenschaftliche Qualifizierungsschriften (Dissertationen, Habilitationen) und herausragende Studienleistungen (Abschluss- und Hausarbeiten) eingereicht werden. Auswahl und Preisvergabe erfolgen durch die Historische Kommission für Thüringen auf Empfehlung einer wissenschaftlichen Jury. Einsendungen werden erbeten an: Historische Kommission für Thüringen / c/o Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena / Fürstengraben 13 / 07743 Jena. Einsendeschluss für die Bewerbungen (einschließlich zweier Exemplare der vorgeschlagenen Arbeit) zur diesjährigen Preisvergabe ist der 31. August 2020. Für Rückfragen oder weitere Informationen steht als Ansprechpartner bereit: Dr. Philipp Walter (Geschäftsführer), Tel.: 03641 / 944436 oder E-Mail: historische.kommission@uni-jena.de. - Unser historisches Bild zeigt einen Teil des Arterner Industrieviertels um 1900, sicherlich auch ein lohnendes Thema für obigen Preis und generell ohnehin!


CG 1-2020

Dienstag, 7. April 2020

„Die liebe Verwandtschaft“ ist eine durchaus doppeldeutige Formulierung meist für die eigene Sippschaft, deren Mitglieder oder Gänze man sich nicht aussuchen kann. Besonders bei Schwierigkeiten kehrt sich das Adjektiv „liebe“ dann nämlich schnell ins Gegenteil. Weit emotionsloser geht es in der Familienforschung zu, die sich auf die Analyse und Darstellung von Verwandtschaftsbeziehungen und -graden beschränkt, so auch in der neuesten Ausgabe der Quartalsschrift „Computer-Genealogie“ 1/2020 (unser Bild), herausgegeben vom gleichnamigen Verein. Ein großes Hochzeitsfoto in Schwarzweiß mit Ankündigung des Schwerpunktthemas dieses Heftes „Die Verwandtschaft“ ziert die Titelseite. Mit nachstehenden vier Artikeln wird sich diesem angenähert: „Im Dschungel der Verwandtschaftsgrade – Verwandtschaftsrecht“, in dem die teils unübersichtlichen familiären Verbindungen und Relationen biologisch und juristisch erklärt werden. Speziell wird es mit „Was ist ein „second cousin twice removed“? Englische Verwandtschaftsbezeichnungen“. Besonders für Familienforscher, die mit solchen aus den USA korrespondieren, sollte besagter Artikel nützlich sein, besonders weil bekanntlich zahlreiche US-Bürger deutsche Wurzeln haben. Einen ähnlichen Ansatz nimmt sich der Aufsatz „Lateinische Verwandtschaftsbezeichnungen - Generatio præterit et generatio advenit“ an. Zum Schluss werden noch Verwandten-Ehen mit dem Beitrag „Die Ahnentafel als Ahnennetz“ untersucht. Sämtliche Artikel werden mittels höchst nötige Tabellen und Skizzen zwecks optischer Visualisierung des Geschriebenen ergänzt. - Nach dem aktuellen Schwerpunktthema wird das Landesarchiv Baden-Württemberg vorgestellt und wie dort effektiv die Suche und Ermittlung von Daten vorgenommen werden kann. Diverse aktuelle und nützliche Kurzmeldungen aus der Welt der Familienforschung schließen sich dem an, ehe der Family Tree Maker als Software, der nun eine deutsche Übersetzung verpasst bekommen hat, umfänglich präsentiert wird. Weitere Nachrichten über Software zur Genealogie folgen. Erinnert wird zudem an die Volksabstimmung in Schleswig vor hundert Jahren, als das vormalige Herzogtum teils an Dänemark, teils an Deutschland fiel. Kleine familiengeschichtliche Zufallsfunde beschließen die wieder sehr lesenswerte und informationsreiche Zeitschrift „Computer-Genealogie“, Ausgabe 1/2020. Mitte Juni erscheint dann die nächste Ausgabe, dann geht es um das wichtige Thema „Ordnung halten in familiengeschichtlichen Unterlagen“.


Blick zum Geschwister-Scholl-Platz

Dienstag, 31. März 2020

Entgegen der Disposition, auch in diesem Jahr einen Bildband mit historischen Fotos aus Artern (es wäre der vierte in Folge) zu veröffentlichen, muss dieses Vorhaben leider in das Frühjahr 2021 verschoben werden. Einerseits aus zeitlich-organisatorischen Gründen, andererseits weil noch etliche alte Bilder zwar angekündigt sind, diese jedoch noch nicht vorliegen. Ohnehin würde die Zeit bis zur avisierten Veröffentlichung zum Tag der Arterner Vereine im Juni knapp. Aber auch die derzeitige Pandemie wäre einer Veröffentlichung und damit verbunden deren Vertrieb nicht förderlich. Als kleine Kostprobe aus der bisherigen Vorarbeit für dieses Buch zeigen wir deshalb vorab an dieser Stelle ein DDR-zeitliches Foto mit Blick auf den Geschwister-Scholl-Platz. - Trotzdem können sich Interessierte auf zwei Publikationen mit stadtgeschichtlichem Hintergrund im Jahr 2020 freuen: Zum hoffentlich stattfindenden Zwiebelmarkt Anfang Oktober erscheint der siebte (N)Ostalgie-Kalender unter dem Titel „Artern zwischen Goethe-Platz und Siedlung“ mit Aufnahmen aus den 1970er und 1980er Jahren aus dem nördlichen Bereich der Stadt. - Zu Jahresende soll dann die große Abhandlung zur Geschichte der „Krone“ und den „Kronengarten“ in Buchform erscheinen, dessen Bildumfang bereits jetzt die 200 überschritten hat! Bleibt zu hoffen, dass sich die aktuell prekäre Situation bis dahin wieder normalisiert hat! - In diesem Zusammenhang sei eine historische Nachricht mitgeteilt, die von ähnlicher Ahnungslosigkeit, Spekulation und Unbeholfenheit beim Ausbruch einer Seuche (damals auch Erkrankung der Atmungsorgane) zeugt, wie sie derzeit (noch) herrscht. Man beachte nachfolgend die abenteuerliche Erklärung des Mediziners: „So erklärte [der hiesige Arzt Dr. Ludolf] Penkert, dass in der Epidemie 1881 in der Ortschaft Artern, in welcher die dortige Schule [hinter der Marienkirche] den Ausgangspunkt der Seuche gebildet hatte, die Krankheit unter den Schulkindern zum Ausbruche gekommen sei, nachdem von dem dem Gebäude benachbarten Kirchhofe her die in Folge starken Sinkens des zuvor hochgestandenen Grundwassers in dem porösen Boden entwickelten Leichengase (einen Infectionsstoff mit sich führend) durch den Wind in die Schulräume geführt worden waren.“


Bauerngraben

Dienstag, 24. März 2020

Unter den zahlreichen geologischen Besonderheiten und Phänomenen des Kyffhäusers, der Goldenen Aue und im Südharz nimmt der Bauerngraben bei Breitungen eine Sonderstellung ein. Spätestens seit die Kyffhäuserhütte Artern ab den 1970er Jahren dort Bungalows zur Sommerfrische vermietete, ist der seltsame See auch hier bekannter geworden. Das Hauptmerkmal dieses Gewässers ist dessen unregelmäßige Periodizität, mit der sich das Seebecken füllt bzw. trocken liegt – eine Eigenschaft, die bereits früher nicht nur den Südharzern verborgen bleiben konnte und somit interessant und unerklärlich auch für Auswärtige und Besucher war. Deshalb wurden über den Bauerngraben bereits früh Darstellungen und Berichte veröffentlicht. – Nachdem bereits 2019 und 2020 in der Zeitschrift „Heimatblätter“ des befreundeten Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue der zweiteilige Bericht „Braunkohlenbergbau am Hutdeckel während des 19. Jahrhunderts – Quellentextliche Beiträge zur Montangeschichte der südöstlichen Goldenen Aue“ aus Artern beigesteuert worden war, wurde für die nächste Ausgabe seitens des Heimatvereins ARATORA in ausgewählten Druckerzeugnissen des 16. bis 18. Jahrhunderts nach Mitteilungen über den Bauerngraben geforscht. Zusammengetragen und chronologisch geordnet, werden diese Nachrichten auf zehn A4-Seiten nun mit entsprechenden Hinweisen und Ergänzungen neu abgedruckt. Insgesamt wurden hierzu neun historische Verfasser aus der Zeit zwischen 1572 und 1797 bemüht, die in dem Aufsatz „.… ein sehr curieuses Werck und merk=würdiges Wunder der Natur – Bauerngraben und Hungersee bei Breitungen in Druckwerken des 16. bis 18. Jahrhunderts“ voraussichtlich Anfang 2021 publiziert werden. – Perspektivisch ist sogar bereits für die Ausgabe der „Heimatblätter“ des Jahres 2022 geplant, dort könnte die Fortsetzung unter dem Titel „… da gesäet und geärntet werden kann, wo man sonst fischte – Bauerngraben und Hungersee bei Breitungen in Druckwerken des 19. Jahrhunderts“ erscheinen. Als jeweils passende optische Ergänzungen für beide Teile liegen neben alten Landkarten auch Bilder aus den 1970er Jahren vor (unser Bild), die den See trocken zeigen, fotografiert und zur Verfügung gestellt von unserem Vereinsmitglied Hans-Joachim Büchner aus Weißwasser.


FFW Artern 1925

Dienstag, 17. März 2020

Die erste größerer Bereicherung unserer Sammlung historischer Abbildungen aus Artern und Umgebung in diesem Jahr erreichte den Heimatverein ARATORA kürzlich aus dem Großraum Berlin: 29 heimische Motive aus der Zeit zwischen ca. 1910 und etwa 1935 (private Aufnahmen und durch Fotografen hergestellte Bilder). Der mutmaßliche Urheber bzw. einstige Besitzer der Fotos war in Artern nahe des Rathauses ansässig und hatte diese Fotos glücklicherweise aufgehoben bzw. weiter vererbt. Dessen Sohn wandte sich im Februar wegen Anfragen zur Familiengeschichte an dem Heimatverein, und so kam eins ins andere mit dem Resultat, dass für kommende Publikationen nun wieder neue alte Ansichten unserer Heimatstadt zur Verfügung stehen. Neben Motiven aus der näheren Umgebung (Einlass-Schleuse Bretleben, altes Wohnhaus vermutlich in Ritteburg) konnten außerdem nachstehende Arterner Ansichten digitalisiert werden: PKW des Brauerei-Direktors, Wohnhaus Harzstraße Nr. 8, Paddler auf der Unstrut vor der Brauerei, Flussbad an der Unstrut, Blick auf die Domäne mit Wasserschloss, Salzdamm mit längst abgerissenen Altbauten, Mühle Liebe und E-Werk, Gasse hinter dem Rathaus, Treppenaufgang auf dem Friedhof, achte Schulklasse um 1929 mit Lehrer Hubert, Landschaft an der Unstrut, Bekohlungsanlage der Zuckerfabrik, Bahnhof mit Wasserturm, alte Ziegelei in der Unstrutstraße, LKW in der Voigtstedter Straße, Musikkapelle in der Gabelstraße, Schulklasse im Jahr 1939, Dampf-Lok und Reparaturtruppe des Bahnbetriebswerks 1920, Mädchen und Jungen des Kindergartens Magdalenenstraße sowie Gruppenbild der Feuerwehr. - Unser Bild zeigt letztgenanntes Foto mit der FFW Artern anlässlich ihres 50. Jubiläums im Jahr 1925, aufgenommen an der Giebelseite des Schulhauses (roter Klinkerbau) in der Kirchstraße.


Tharandt

Dienstag, 10. März 2020

Das Städtchen Tharandt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat gemäß allgemeiner Wahrnehmung und Kenntnis aktuell keinerlei Beziehungen zur Stadt Artern. Vor gut 200 Jahren war das anders, vor allem weil der seit 1799 in Tharandt wirkende Seelenhirte Dr. Christian Friedrich Traugott Voigt (1770-1814) als erster Oberpfarrer und Superintendent von dort nach Artern berufen worden ist. Allerdings war ihm hier nur noch eine kurze Lebenszeit beschieden. Ein halbes Jahr nach seiner 1813 erfolgten Versetzung nach Artern segnete Voigt bereits das Zeitliche. Das war umso bedauerlicher, als Christian Friedrich Traugott Voigt nicht nur als außergewöhnlich tüchtiger Pfarrer in Tharandt bekannt war, er wirkte darüber hinaus u. a. in der Dichtung. Somit entging der Bürgerschaft Arterns eine Persönlichkeit, die auf geistlichem und schöngeistigen Gebiet sicher noch einiges hätte leisten können. - Doch wie es im Leben und besonders im Tode zugeht, das Lebenswerk von Voigt geriet in Vergessenheit, sogar in Tharandt. Hiergegen ist Dr. Christoph Richter, vormals wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Forstnutzung in Tharandt, während der vergangenen Jahre aktiv eingetreten und hat den großen Sohn der sächsischen Kleinstadt aus diesem historisch unhaltbaren Zustand geholt. Er veröffentlichte 2016 den nachträglich illustrierten und auch deswegen sehr eindrucksvollen Reprint „Tarants schöne Natur in geselligen Liedern gefeiert von C. F. T. Voigt“ (unser Bild) und reichte erst dieser Tage die Biografie „Christian Friedrich Traugott Voigt – ein Tharandter Dichter der Romantik – Leben und Werk anlässlich seines 250. Geburtstages“ nach. Auf 54 Seiten wird das Wirken dieses vielseitigen Mannes nachgezeichnet und mit zeitgenössischen Abbildungen illustriert (der Heimatverein ARATORA hatte vor drei Jahren Zuarbeiten für den Autor vorgenommen). Neben dem dichterischen Werk steht z. B. Voigts Eintreten als Wegbereiter der neuen Parkgestaltung in der Zeit der Aufklärung im Fokus. Der Wikipedia-Eintrag zu Christian Friedrich Traugott Voigt stammt gleichfalls aus der Feder von Dr. Christoph Richter. In einem Brief teilt uns der Verfasser mit, dass Voigts humanistische Gesinnung „eigentlich darin gipfelt, dass er sich vor die Arterner Bürger gestellt hat, als die Kosaken [hier] das Regiment nach der Völkerschlacht [1813] übernahmen.“ – Man wünscht sich viel mehr solcher Gelegenheitsschriften, die auf überschaubaren Seitenzahlen Leben und Arbeit von Persönlichkeiten präsentieren. In fast jeder Gemeinde gäbe es Männer und Frauen, die ähnlicher Schriften würdig wären.


Natur und Heimat

Dienstag, 3. März 2020

Aus einem Nachlass erhielt der Heimatverein ARATORA kürzlich eine knapp 4.000 (!) Seiten umfassende Sammlung der Zeitschrift „Natur und Heimat“ der Jahrgänge 1955 bis 1962, durchweg vorzüglich erhalten und in Leinen gebunden (unser Bild). Fast komplett aus dem Sichtwinkel der Heimatkunde und des Naturschutzes werden dort diverse Themen umfänglich behandelt, dies größtenteils noch unter mäßiger ideologischer Beeinflussung. So werden durchweg Artikel zur Ur- und Frühgeschichte, Archäologie, Kulturgeschichte, Denkmalpflege, Museums- und Archivwesen, Ausstellungen, Völker- und Volkskunde, Architektur, Dichtung, Literatur, Landschafts- und Siedlungsforschung, Industrie, Zoologe, Botanik, Astronomie, Geologie, Paläontologie, Meteorologie, Klimatologie, Hydrologie usw. in populärwissenschaftlicher Weise präsentiert. - Sämtliche Ausgaben der Zeitschrift haben ein zeitgenössisches und damit sehr ansprechendes Layout und sind mit Schwarzweißfotos, einigen Farbbildern, Zeichnungen und Skizzen reich illustriert. Etliche Artikel in den überlassenen acht Jahrgängen von „Natur und Heimat“ greifen auf Themen aus der näheren Umgebung zu, so über den Kyffhäuser, die Pfalz Tilleda, den Südharz und Nordthüringen. Entsprechend treten auch in der hiesigen Heimatforschung bekannte Namen auf, z. B. der Burgenforscher Hermann Wäscher und der Archäologe Paul Grimm; letztgenannter arbeitete zudem im Redaktionskollegium mit. - „Natur und Heimat“ ist eine Zeitschrift, die noch echte Begeisterung hervorrufen kann. Kein Wunder, denn die Redaktion hatte der bekannte DDR-Natur- und Umweltschützer, Autor und Menschenrechtsaktivist Reimar Gilsenbach (1925-2001) inne. Beinahe jeder einzelne Artikel ist lesenswert und informationsreich. Das betrifft auch jene Themen, die nicht unmittelbar mit unserer Gegend zusammenhängen. Dennoch war 1962 Schluss, und diese abwechslungsreiche Veröffentlichung des Kulturbundes wurde mit der Zeitschrift „Wissen und Leben“ vereinigt.


Karte  Kronengarten

Dienstag, 25. Februar 2020

In den vergangenen Wochen standen sehr zeitintensive Arbeiten für die bereits angekündigte Broschüre über den Arterner Kronengarten an. Zwischenzeitlich wurden fast 50Artikel verfasst, die aus der Geschichte dieses Areals zwischen Alter Poststraße, Leipziger Straße und Neuer Straße erzählen. Der historische Zeitraum der Berichterstattung umfasst schwerpunktmäßig anderthalb Jahrhunderte, von der Einrichtung des Gasthauses zur goldenen Krone 1810 bis zum Abriss zwecks Errichtung des Hotels 1964 bzw. des Kultur- und Versorgungszentrums und der Kaufhallen 1969. Mit Hilfe von Archivgut sowie Unterlagen aus privaten Beständen konnten schlaglichtartig wichtige Momente aus der Vergangenheit des Kronengartens und dessen Umfeldes ermittelt sowie Texte erarbeitet bzw. alte Bilder zugeordnet werden. Im Fokus standen vor allem Baugeschichte, Personengeschichte sowie Einzelbetrachtungen zu ausgewählten Objekten oder Zeitabschnitten. Hierbei wurde besonderen Wert auf umfängliche Illustration gelegt, um die vor einem halben Jahrhundert abgerissene Wohngegend auch Nachgeborenen so gut wie möglich visualisieren zu können. Dem Thema angemessen, wurden die Texte in einem eher lockeren Schreibstil verfasst, zugleich aber angestrebt, so viele historische Informationen wie möglich zu integrieren. - Unter anderem wurden bislang näher untersucht und sind zu Papier gebracht: Geschichte des Gasthofs zur Krone und dessen Inhaber, Verlauf und Bebauung der verschwundenen Sackgasse, alte Gartenanlagen an der Stadtmauer, Goethe-Tafel, die Krone als Rat des Kreises, das vormalige Wehrkreiskommando, diverse Bauten und Umbauten, kleine Wohnsiedlung und deren Bewohner im Kronengarten, über den legendären Kronen-Esel, Abriss des Viertels und Neubebauung bis 1969. - Besonderen Wert legen die drei Verfasser auf die Bebilderung, die möglichst großflächig reproduziert werden soll. Aus diesem Grund wird die Broschüre auch im Format A4 erscheinen. Aus heutiger Sicht wird mit einem Umfang von 100 Seiten gerechnet, wobei sicherlich mehr als 120 Abbildungen den Text veranschaulichen könnten. Als Veröffentlichungstermin wird das vierte Quartal 2020 angestrebt. Im Laufe der kommenden Monate soll an dieser Stelle über den Fortgang dieser neuesten Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA berichtet werden. Nach wie vor sind die Autoren an Informationen, Unterlagen und Fotos interessiert, die dazu dienen, die Geschichte der Krone und des Kronengartens zu veranschaulichen und bitten um entsprechende Mithilfe! Bis jetzt haben bereits fast 30 Personen und Einrichtungen an der Gestaltung des neuen Buches direkt bzw. indirekt mitgewirkt. - Unser Bild zeigt das Adressfeld einer Postkarte aus dem Jahr 1925, die aus Berlin an eine Bewohnerin des Kronengartens in Artern geschickt worden war.


Oldisleben Niedrigwasser

Dienstag, 18. Februar 2020

Mit der heutigen aktuellen Meldung möchten möglichst zahlreiche Heimatfreunde vor allem in Thüringen angesprochen und zugleich um deren Unterstürzung gebeten werden. Um was geht es? Für eine derzeit in Arbeit befindliche Abhandlung zur Klimageschichte Thüringens, an der unser Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt arbeitet und die 2021 publiziert werden soll, fehlen noch wichtige historische Bilddokumente. Die angesprochene Arbeit behandelt extreme Niedrigwasser- bzw. Dürre-Ereignisse in Thüringen von etwa 1700 bis um 1950. Während Berichte und Quellentexte sowie Informationen über Dürrezeiten, trockene Bäche und Flüsse in ausreichendem Umfang vorliegen, sind relevante Fotografien oder grafische Darstellungen, z. B. aus den Hitzejahren 1904, 1911 oder den 1930er Jahren, 1947, zur Not auch von 1976, leider rar. Deshalb soll auch auf diesem Wege an Ortschronisten, Heimatforscher und Geschichtsvereine mit der Bitte um Unterstützung herangetreten werden. Von Interesse sind Fotos und ggf. Zeichnungen (auch Karikaturen) mit der Wiedergabe der Auswirkungen extremer Hitze, z. B. Niedrigwasser führende oder ausgetrocknete Bäche und Flüsse, Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Vegetation o. ä. in Thüringen. Bekannt ist z. B. vom Niedrigwasser der Elbe 1904, dass aus gegebenem Anlass postalische Erinnerungskarten gedruckt worden sind, teils mit Gedichten oder humorvollen Texten über die damalige Hitzebewältigung. Möglich, dass es ähnliche lokale Dokumente auch aus Orten in Thüringen gibt. - Wer rasch und unkompliziert helfen kann und will: Es werden keine Originale der Fotografien benötigt. Es reichen Scans aus, die wenigstens in Auflösung von 300 dpi vorliegen. Weiterhin sollte die jeweils korrekte Quellenangabe mitgeteilt werden. Hilfswillige nehmen bitte mit dem Heimatverein ARATORA Kontakt auf. Hinweis: Fotos der Dürren der letzten Jahre werden nicht benötigt! - Unser Bild zeigt die Niedrigwasser führende Unstrut am Wehr bei Oldisleben im Sommer 2015.


Sömmerdaer Heiamtheft 18

Dienstag, 11. Februar 2020

Wie das Kreisarchiv Sömmerda mitteilt, ist soeben die Ausgabe Nr. 18 der Sömmerdaer Heimathefte erschienen (unser Bild). Die Broschüre kostet sechs Euro und kann wie folgt bezogen werden: bei der Stadtinformation, im Schmöcker-Eck und im Kreisarchiv (alle in Sömmerda). Interessierte Heimatfreunde können Bestellungen zudem per Mail (Kontakt siehe Link unten) oder telefonisch (03634/354856) an genanntes Archiv richten. - Auch das neue Heft widmet sich historischen Themen, die das Areal unseres südlich gelegenen Nachbarkreises betreffen und zwar mit folgenden Artikeln: Zühlsdorff, Cornelia: Archäologische Grabung in Sömmerda im Gewerbegebiet „Am Unterwege“ im Jahr 2011 / Klippstein, Peter-Jürgen: Die Familien Dreyling und Bendleb und ihre Beziehungen zu Sömmerda / Schulz, Andreas: Zum Anteil der Ortschaften des Amtsgerichtsbezirks Großrudestedt an der Kartoffelversorgung der Residenzstadt Weimar im I. Weltkrieg während der Jahre 1915-1916 / Sieler, Wolfgang: Landwirtschaftliche Produktion in Weißensee (Thüringen) 1945 bis 1978, Zur Entwicklung der Landwirtschaft der DDR am Beispiel von Weißensee (Thüringen) unter heimatkundlichen Aspekten – von der LPG „7. Oktober“ zur „LPG Tierproduktion Weißensee“ / Boblenz, Frank: Vorschlag des Pfarrers Johann Rudolph Gottlieb Beyer zur Errichtung eines Salzmann-Denkmals in Sömmerda von 1812 / Lehmann, Rüdiger: Rede zur Einweihung des Gedenksteins für Thomas Maynard Draper (1920-1945) in Schloßvippach am 8. März 2019 / Boblenz, Frank: Zum Titelbild - Gedenkstein von 2014 zum Mittelpunkt des Landkreises Sömmerda / Mann, Constanze: Laudatio zur Verleihung des Archivpreises 2018 an das Kreisarchiv Sömmerda / Jacob, Klaus Jürgen(†) und Hoffmann, Wolfgang: Nachruf: Joachim Kuhles (1936-2017) / Stark, Ilona: Kreisarchiv Sömmerda stellt seine neue Internetseite für Familienforscher vor / Hildebrand, Thomas und Liebermann, Cornelia: Chronik des Landkreises Sömmerda für die Jahre 2011 bis 2014 / Boblenz, Frank: Bibliographie zur Unstrut-Finne-Region 2005. - Glückwunsch, dass es wiederum gelungen ist, ein neues Sömmerdaer Heimatheft publiziert zu haben. Wer sich über die abwechslungsreichen Inhalte der bereits erschienenen Heimathefte informieren möchte, diese sind online abrufbar auf https://www.lra-soemmerda.de/lx11332.libx.