Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Schönfeld um 1960

Dienstag, 7. Juni 2022

Eine Fleißarbeit sondergleichen leistete die vergangenen Jahren unser langjähriges Vereinsmitglied Dr. Axel Römer. Der einst in Artern wohnhafte und nun in Pulheim ansässige Chemiker nahm sich sämtlicher Grundstücke des Dorfes Schönfeld an und wies diesen deren einstige Besitzer zu, die er aus zahlreichen Archivalien recherchiert hat. Zudem finden sich eine größere Anzahl alter und jüngerer Notizen, die aus der Geschichte der einzelnen Gehöfte berichten, gleichfalls aus historischen Quellen geschöpft. Betitelt als „Geschichte der Hofstätten von Schönfeld - Besitzerfolgen seit dem 30jährigen Krieg“ liegt nun dem Heimatverein ARATORA eine digitale Kopie dieser Sammlung, bestehend aus über fünfzig Dateien bzw. mehr als 200 A4-Seiten, vor. - Der Autor erklärt im Vorwort über sein Werk: „Die Nummerierung der Hofstätten, die dem Gebäudebuch von Schönfeld von 1910 entnommen ist, wird auch jetzt noch benutzt. Die jeweilige Nummer steht im Titel eines jeden Beitrags vor dem Namen des Besitzers von 1910. In dieser Reihenfolge werden die Höfe mit ihren Besitzerfolgen beschrieben. Die im Titel zweite Namensnennung mit nachstehender Nummerierung geben die Besitzverhältnisse von 1691 wieder. Diese Nummerierung ist im Amtsbuch von Voigtstedt von 1691 benutzt worden. Bei Besitzerwechsel folgt auf die Jahreszahl der Name des neuen Besitzers im Großdruck. Die Quelle zu einem Eintrag ist immer an dessen Ende in Klammern angegeben. Genealogische Angaben stammen alle aus den Kirchenbüchern von St. Kilian in Schönfeld.“ - Mit der „Geschichte der Hofstätten von Schönfeld“ liegt nunmehr ein wichtiges ortsgeschichtliches und genealogisches Hilfsmittel vor, das in Kombination mit dem online erreichbaren Ortsfamilienbuch von Schönfeld (siehe dort unter Amt Voigtstedt) bei der Erforschung der Geschichte des kleinen Dorfes an der Unstrut sicher noch wichtige Dienste leisten wird. Allein das Quellenverzeichnis mit 88 Einträgen stellt eine hervorragende Erschließung der Dorfgeschichte der letzten 350 Jahre dar. Deren Transkription brachte zahlreiche neue Details zu den frühen Bewohnern und Besitzverhältnissen zutage. - Sicher ist die Erforschung der Vergangenheit Schönfelds noch längst nicht abgeschlossen, dafür liebt Dr. Axel Römer „sein“ Dörfchen zu sehr, als dass er jetzt aufhören würde. Zudem warten noch viele weitere Archivunterlagen darauf, aus der Geschichte von Schönfeld zu berichten. Unser Bild zeigt die dortige Kirche St. Kilian um 1960.


Promenade zur KHA

Dienstag, 31. Mai 2022

Die vor zwei Monaten erfolgte Veröffentlichung des historischen Bildbandes „Arterner Erinnerungen“ kam bei den Leserinnen und Leser sehr gut an, was sich an den Verkaufszahlen sowie an entsprechenden Reaktionen widerspiegelt. Dieses erfreuliche Interesse bildet die solide Grundlage für einen weiteren Bildband, der im kommenden Jahr erscheinen soll und an dem bereits gearbeitet wird. Der Stand hierzu ist, dass – vorbehaltlich noch zu erwartender weiterer Abbildungen aus der Vergangenheit unserer Heimatstadt – das Gros der zur Veröffentlichung vorgesehenen Fotos bereits ausgewählt und grob vorsortiert bzw. elektronisch bearbeitet worden ist. Aktuell stammen die vorgesehenen Bilder von mehr als 25 Personen aus Artern, der Umgebung sowie von außerhalb. Mehrheitlich handelt es sich dabei um private Aufnahmen. Erstmals können 2023 als Raritäten auch Aufnahmen der Ortslage von Kachstedt aus den 1930er Jahren gezeigt werden, weiterhin Motive aus dem Industrieviertel sowie überwiegend aus dem Stadtgebiet. Die zeitliche Zuordnung der Aufnahmen wird sich diesmal auf die erste Hälfte und die Mitte des 20. Jahrhunderts konzentrieren. - Unser Bild zeigt Fahrbahn und Fußweg An der Promenade hin zur Kyffhäuserhütte zur Mitte der 1960er Jahre.


Kachstedter Brüder

Dienstag, 24. Mai 2022

Während eines Besuches in Kachstedt vor einigen Tagen wurde eine höchst interessante Mitteilung eingeholt, nachdem ein offenbar noch nicht all zulange dort befindlicher Findlingsblock neben der Bushaltestelle in Augenschein genommen worden war (unser Bild). Ein Einwohner brachte nämlich diesen Stein mit der nachfolgenden, von Ewald Engelhardt erzählten Sage in Verbindung: „Unweit von Kachstedt wollten drei Brüder Gericht abhalten, wurden aber uneins und erschlugen sich am Ende. Auf der Stelle wurden sie bestattet, und über ihren Gräbern ruhn noch jetzt drei mächtige Findlingsblöcke.“ Fehlen allerdings noch die beiden anderen großen Steine des angesprochenen Trios, die nach Aussage des Gewährsmannes während der Sanierung der Brücke bis 2018 auf Höhe des Teiches gleichfalls zutage kamen. Der kleinste dieser bislang als verschollen geglaubten Blöcke wurde von der Baustelle gerettet und im Dorf aufgestellt, die anderen beiden waren zu groß für den Transport und würden sich nun im Bett unter der Fahrbahn befinden. - Der gemutmaßte Zusammenhang dieser Steine mit zitierter Sage ist gar nicht so weit hergeholt, denn oberhalb des Kirschberges befand sich tatsächlich eine mittelalterliche Rechtsstätte (Feldgericht). Möglich, dass die Steine, die wohl als Markierung eben dieses Platzes galten, irgendwann von dort als dem Ackerbau hinderlich bergab in die Nähe des Teiches verbracht worden sind. Diesen Faden weitergesponnen ist es sogar im Rahmen des Möglichen, dass die drei Steine noch viel eher eine ganz andere Funktion innehatten. Sie könnten als Bekrönung (Menhire?) auf längst eingeebneten Hügelgräbern gestanden haben, zumal nicht selten später Gerichtsstätten an derartigen urgeschichtlichen Anlagen angelegt wurden. Potentielle Hügelgräber gab es tatsächlich in unmittelbarer Nähe, so die urkundlich erwähnten, jedoch nicht mehr vorhandenen „7 Heug“ auf dem nahen Hutdeckel. - Erstrebenswerte Untersuchungen zu den Kachstedter Steinen dürften allerdings aus heutiger Sicht schwierig sein, zumal nur einer diese Blöcke gerettet ist. Zumal müsste die Luftbildarchäologie ehemalige Hügelgräber oberhalb des Teiches nachweisen. Aber auch, wenn sich diese nicht eruieren ließen, wäre die vormalige Funktion der drei Steine als Ortsmarkierung der erwähnten Rechtsstätte durchaus plausibel.


Reichsfleischkarte

Dienstag, 17. Mai 2022

Passend zum Wonnemonat Mai bringen wir heute eine historische Meldung aus dem damaligen Kreis Sangerhausen, dem bekanntlich auch Artern als dessen zweitgrößte Stadt angehörte. In der Sangerhäuser Zeitung vom 19. Mai 1883 war folgendes zu lesen und wurde gewiss begierig von zahlreichen Hausfrauen in der Kyffhäuser-Region aufgenommen und sogleich nachgeahmt: „Maikäfersuppe. Die Maikäfer, welche jetzt massenhaft hervorbrechen, geben uns Veranlassung, an die nützliche Verwendung zur - Suppe zu erinnern. Mancher wird sich vor Abscheu schütteln, aber wenn man Krebse, die doch viel weniger appetitlich aussehen, verspeist, so sind auch die reinlichen Maikäfer nicht zu verachten. Man rechnet 30 Stück auf die Portion, befreit sie von den Flügeldecken, Füßen u.s.w., wäscht und zerstößt sie. Der Brei wird mit Butter aufgebraten und dann mit Mehl u.s.w. einer Kalbsfleischbrühe durch ein Haarsieb zugesetzt. Die Suppe wird dadurch kräftig und wohlschmeckend und gleicht der Krebssuppe, nur ist sie pikanter und nahrhafter. Uebrigens wird die Maikäfersuppe in manchen Gegenden Deutschlands, z. B. im Hannöverschen, schon vielfach genossen. Es gilt also nur ein Vorurtheil abzulegen, bei Speisen freilich eine schwierige Sache.“ - Dankeschön an Christine Stadel in Sangerhausen, die diese lukullische Spezialität aus der heimatlichen Kuriositätensammlung, die sich hier bekanntlich aber nicht durchsetzen konnte, aufgetrieben hat. Unser Bild zeigt eine Reichsfleischkarte für eine Bürgerin aus Artern vom Oktober 1916. Dieser Coupon beinhaltete ganz bestimmt keine Zuteilung heimischen Krabbelgetiers, trotz arger Notzeiten infolge des Ersten Weltkrieges.


Stsammbaum

Dienstag, 10. Mai 2022

Als im Sommer 2019 erste zaghafte Versuche zur Ermittlung der Herkunft und Vergangenheit der Familie Schmölling aus der Region zwischen Südharz, Kyffhäuser und Goldener Aue vorgenommen worden sind, war nicht abzusehen, dass bis dato viele, viele hunderte Arbeitsstunden für die Erforschung geleistet werden würden. Die pandemiebedingte Internierungszeit der letzten zwei Jahre ausgiebig dafür nutzend, konnte dieser Tage die 5.000ste historische Person ermittelt und ins Genealogie-Programm eingetragen werden (Pfeil auf unserem Bild). Diese Ehre gebührte dem Arterner Bürgermeister Salomon Wagner aus dem späten 17. Jahrhundert. - Interessant ist die umfängliche statistische Auswertung der bislang vorliegenden Personensammlung, die die hierfür benutzte Software bereitstellt. Demnach beziehen sich 45 Prozent der vorliegenden genealogischen Nachweise auf die Stadt Artern, in weiterem Abstand gefolgt von den Dörfern Großleinungen, Tilleda und Oberröblingen/Helme. Insgesamt werden über 425 Jahre (1597-2022) hinweg diverse Verwandte und Vorfahren in mehr als 150 Orten in Deutschland und Mitteleuropa bzw. den USA nachgewiesen. Bemerkenswert ist jedoch die über Jahrhunderte feststellbare, relative Standorttreue der untersuchten Kernfamilie, die sich größtenteils auf die heutigen Kreise Mansfeld-Südharz und Kyffhäuserkreis konzentriert. Von Ausnahmen abgesehen (Übersee-Auswanderer) sind die am entferntesten verwandten Namensträger gerade einmal in Erfurt, Halle und Leipzig feststellbar; auch diese stammen sämtlich aus dem Südharz bzw. der Goldenen Aue. - Interessante genealogische Beziehungen ergaben sich zu Familien, die teils mehr oder weniger bedeutsame Einzelpersonen vorgebracht haben, so u. a. in Artern Barthel, Bertram, Engelhardt, Gänsehals, Göthe, Haake, Heinroth, Heintzschel, Jahn, Keßler, Leuchte, Liebau, Obstfelder, Poppe, Radecker, Teuthorn, Trautmann, Wächter, Weidler, Weise, Wicht, Ungewitter und Zeise. - Der erste Nachweis eines Schmölling in Artern resultiert aus einer Eheschließung von 1785, als die Witwe eines hiesigen Schuhmachermeisters von einem jungen Huf- und Waffenschmied aus Hainrode im Harz geheiratet wurde. Dieser übte sein Handwerk übrigens in der vormaligen Schmiede von Hans Christian Göthe in der Harzstraße aus! - Im Laufe der Forschungen wurden Kontakte zu Genealogen verknüpft, die oftmals von beiderseitigem Nutzen waren. Dass die Arbeit am Stammbaum auch künftig weitergeht, versteht sich von selbst, denn viele Daten sind vorerst nur grob vorbereitet, müssen somit noch aufgearbeitet bzw. ins System gebracht werden. Hinzu kommen mehr als genug aktuelle genealogische „Baustellen“, die es zu beheben gilt. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass noch eine große Zahl von Personen die aktuelle, bereits hohe Quantität von Verwandten und Vorfahren ergänzen wird!


Novalis

Dienstag, 3. Mai 2022

Ob Lonicerus, Goethe und seine Ahnen, Borlach, Novalis, Kunze, Krause, Geyer, Rasch, Ungewitter, Buttenstedt oder Engelhardt – die Arterner haben seit je ein distanziertes Verhältnis zu ihren historischen Prominenten. Diese sind zwar allgemein bekannt und es besteht ein gewisser Stolz über ihre Herkunft, dennoch ist die intensivere Beschäftigung mit Leben und Werk und damit den Lehren, die man aus deren Wirken ziehen könnte, eher die Ausnahme. Der gestrige 200. Geburtstag von Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg (1772-1801, unser Bild) alias Novalis wird das sicher auch nicht grundlegend ändern, im Gegensatz zu seinem Geburtsort Oberwiederstedt oder dessen Wirkungsstätte in Weißenfels, wo der Dichter omnipräsent ist. - Hardenbergs historische Unterkunft in der Saline Artern hingegen ist längst abgerissen, immerhin erinnern ein Straßenname sowie zwei Kleindenkmale im Salinepark und auf dem Friedhof an seine einstigen Verbindungen zu unserer Stadt. Mit der sich nunmehr „Novalis-Bücherei“ nennenden Stadtbibliothek kam eine weitere Würdigung in Artern hinzu! - Als Reminiszenz zum 250. Geburtstag folgt hier ein kurzer Artikel aus dem Jahrgang 1904 der Fortsetzungsreihe „Heimatsklänge“. wo über den Salinenbeamten und Dichter folgendes berichtet wird: „Der Romantiker Novalis wurde am 2. Mai 1772 zu Oberwiederstedt in der Grafschaft Mansfeld geboren. Den größten Teil seiner Jugend verlebte er in Weißenfels, wo sein Vater Salinendirektor war. Nach vollendeten Universitätsstudien begab er sich nach Tennstedt, um daselbst unter der Leitung des Kreisamtsmanns Just sich der Verwaltung zu widmen. Hier lernte er zu Grüningen Sophie v. Kühn kennen, mit der er sich 1795 verlobte, die ihn aber 1797 durch den Tod entrissen wurde. Nachdem er auf der Bergakademie zu Freiberg 1798-1799 studiert hatte, wurde er 1799 als Salinenassessor und Amtshautmann des thüringischen Kreises Weißenfels angestellt, wo er 1801 im 29. Lebensjahre starb. - Den Winter 1799-1800 verlebe Novalis auf der Saline Artern, wo er in dem westlichen Haus der untersten südlichen einstöckigen Parterre-Häuserreihe, südlich von den Kothen stehend, worin seit 1795 die „alte Kasse“ [nordöstlich des Stadions] gebaut worden war, wohnte, wo der Dirigent [Leitungsbeamter] immer seit Borlach gewohnt hatte. Hier in Artern schrieb er seinen unvollendet gebliebenen Roman „Heinrich von Ofterdingen“, welchem er die Hauptidee der romantischen Schule prophetisch verkündete und diese poetische Richtung verherrlichte.“


Partie auf dem Weinberg

Dienstag, 26. April 2022

Zu treuen Händen befand sich neulich eine sehr attraktive, umfangreiche und kostbare Privatsammlung mit historischen Abbildungen der Stadt Artern zur Sichtung beim Heimatverein ARATORA: über 600, in drei großen Fotoalben aufbewahrte historische Ansichtspostkarten aus der Zeit ab ca. 1880 bis in die Neuzeit. Erwartungsgemäß war das Gros dieser Motive bereits in der Vereinssammlung vorhanden, dennoch fanden sich einige echte Raritäten. Diese wurden zur Bereicherung des nächsten Bildbandes (erscheint voraussichtlich 2023) gescannt und bereichern nun die dafür bereits aggregierten Fotos motivisch erheblich! - Angesprochene Sammlung, bestehend aus Lithografien, schwarzweißen, kolorierten und farbigen Fotos, wurde systematisch nach Straßen und Örtlichkeiten sortiert. Allerdings wurde auch hier die Feststellung gemacht, dass – so schön die Fotos auf den historischen Postkarten auch ausschauen – sich nach deren hochauflösenden Scannen oftmals deren Unzulänglichkeiten offenbaren (Bildfehler, Verschmutzung, starke Pixelung, schwammige Details oder zu geringe Bildtiefe). Das heißt: Es steht noch viel Arbeit an, um diese Unzulänglichkeiten elektronisch auszubessern. - Noch nicht ausgewertet wurden die postalischen Angaben auf den Karten, also Poststempel, Empfänger, Nachrichteninhalte und ggf. Absender. Diese Arbeit wird einen großen zeitlichen Rahmen erfordern, soll aber noch vorgenommen werden, was dann den ortsgeschichtlichen Wert der Sammlung erheblich bereichern dürfte - Zu den angesprochenen bildlichen Raritäten zählt auch die Darstellung des Gaststättenbetriebs im Außenbereich des Hotels zur Krone, der sog. Kronengarten. Diese farbige lithografische Wiedergabe wird das noch ausstehende Buch zur Geschichte dieses Arterner Gasthauses in der Alten Poststraße und seines Umfeldes erheblich bereichern! - Unser hier beigefügtes Bild zeigt eine Partie auf dem Weinberg nahe der Gaststätte.


CG 1-2022

Dienstag, 19. April 2022

Ein Adeliger in der eigenen „Ahnengalerie“ , das dürfte die Hoffnung eines jeden Familienforschers sein, und ab und an erfüllt sich tatsächlich dieser Wunsch. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Computer-Genealogie“ (unser Bild) nimmt sich diesmal der Thematik rund um den Adel in der bürgerlichen Familienforschung schwerpunktmäßig an. Demgemäß widmet sich der Leitartikel „Kaiserliche Vorfahren“ den Dynastenübergängen in bürgerlichen Ahnentafeln. Danach wird über rechtliche Umstände der Standeserhebung und des Adelsverlusts referiert. In einem historischen Ausflug werden hernach allgemeine, juristisch und heraldisch relevante Fragen und Antworten um den Adel behandelt. Folgend wird das Gothaische genealogische Handbuch als wichtiges Adelsverzeichnis vorgestellt. Interaktiv wird es im nächsten Bericht, wo die Familienbande europäischer Adelshäuser via Internet sichtbar gemacht werden. - Über die Adelsforschung hinaus dient das Tool Exploring Family Tree, das nun vorgestellt wird, der Analyse von Verwandtschaftsverhältnissen. Es folgen aktuelle Meldungen über Software sowie die Präsentation von Apps für mobile Endgeräte, weiterhin interessante Kurzmeldung aus der Welt der Genealogie. Danach stehen Archive in Polen im Fokus, die besonders für die Familienforschung in einstmals ostdeutschen Bereichen wichtig sind. Im Vorfeld der Umstellung des GenWiki zum 1. April 2022 werden anschließend diverse Aussagen veröffentlicht, ehe wieder einmal ein Bericht über DNA-Genealogie folgt. Als historische Erinnerung kommt Friedrich der II. von Preußen zu Ehren, der vor 250 Jahren König wurde. Als genealogisch relevante Kleinode werden schließlich Brautkästen und Gedenkbilder sowie „Dachbodenfunde“ vorgestellt. - Wiedereinmal hat es der Verein für Computer-Genelaogie geschafft, eine rundum lesenswerte und hoch informative Broschüre zu publizieren, die Anfänger wie Profis in der Familienforschung gleichermaßen anspricht. Die Sommerausgabe im Juni widmet sich dann einem weiteren wichtigen Schwerpunktthema, nämlich dem genealogischen Nachlass.


Burgen und Schlösser 2021

Dienstag, 12. April 2022

Für eine gern erledigte, kleine Gefälligkeit in Sachen Quellenkunde zur Unstrut-Geschichte zeigte sich Reinhardt Schmitt, Archäologe, Denkmalpfleger und altgedienter Burgenforscher aus Halle/S. (Grabungen und Forschungen u. a. in Freyburg, Querfurt, Eckartsberga, Allstedt und Memleben), äußert großzügig und übersandte dem Heimatverein ARATORA kürzlich vier Ausgaben der Zeitschrift „Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt“ als Dankeschön. Dies soll zum Anlass genommen werden, auf diese renommierte regionalhistorische Publikationsreihe aufmerksam zu machen. - Seit 1992, somit über 30 Jahre, veröffentlicht die Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. diese wissenschaftliche Zeitschrift, die sich an Fachpublikum und interessierte Laien gleichermaßen richtet (ISSN 0944-4157). Wenngleich die Mehrzahl der Jahreshefte mittlerweile ausverkauft ist, bietet die Homepage der Landesgruppe die Inhaltsverzeichnisse sämtlicher Publikationen als PDF-Download an, um sich ggf. noch im Nachhinein informieren zu können und die gesuchten Bände antiquarisch oder über eine Bibliothek zu erlangen. - Die aktuelle Ausgabe mit der laufenden Nr. 30 (unser Bild) enthält auf knapp 500 Seiten wieder zahlreiche interessante Aufsätze namhafter Autorinnen und Autoren zu populären und auch weniger bekannten Bodendenkmälern, Burgen, Schlössern und historischen Dokumenten. Von der Umschlagseite grüßt Schloss Allstedt auf zwei Fotos, in drei Artikeln werden bekannte heimatliche Burgen aus dem Harz behandelt: Zur Geschichte, Bau- und Kunstgeschichte der Konradsburg vom 10. bis zum 15. Jahrhundert (Reinhard Schmitt); Bauarchäologische Untersuchungen im östlichen Bereich der romanischen Vorburg der Burgruine Hohnstein bei Neustadt im Unterharz (Benjamin Rudolph & Udo Hopf); Quellen und historische Ansichten zur Geschichte der Burg Questenberg im Südharz (Heinz Noack). - Angefordert werden kann das aktuelle Heft (25,60 Euro inklusive Versandkosten) per Post oder Email bei folgender Adresse: Reinhard Schmitt, 06114 Halle (Saale), Hegelstraße 73; Email: r.schmitt.halle@t-online.de. Einzelne Artikel der vergriffenen Exemplare können über die Bibliothek der Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. erbeten werden.


Nachtwächter

Dienstag, 5. April 2022

Fast auf den Tag genau vor 125 Jahren endete eine jahrhundertealte Tradition in Artern. Darüber berichtete auch die Sangerhäuser Zeitung vom 1. April 1897 wie folgt: „Artern, 2. April. („Das Alte stürzt und neues Leben blüht aus den Ruinen.“) Wieder ist ein Stück alter wohlbewährter Einrichtung in unserer Stadt zu Grabe getragen. Sie haben in der Nacht vom 31. März zum 1. April [1897] ihr Abschiedssignal gegeben – die Nachtwächter von Artern. – So lebt wohl ihr kleinen Gassen / Nun ade, du stilles Haus, / Ach wie müssen euch verlassen, / Traurig ziehen wir hinaus. – Schon in den [18]70er Jahren wurde eine Reform des Nachtwächterdienstes dadurch herbeigeführt, dass die Nachtwächter an Stelle ihrer Hörner und des Spießes [unser Bild] Pfeifen erhielten. Nun ist auch der letzte Rest dieser mittelalterlichen Einrichtung aus unserer Stadt verschwunden und neues Leben ist erstanden durch die Anstellung zweier Nachtpolizisten, die in der vergangenen Nacht zum ersten Male ihres Amtes gewaltet. Dieselben sind, wie auch die übrigen, mit Schleppsäbel ausgerüstet worden. Hoffen wir, daß unter dem Schutz der neuen Einrichtung unsere Stadt in den nächtlichen Stunden von Unglück und Ungemach befreit bleibe!“


Arterner Erinnerungen

Dienstag, 29. März 2022

Das bisherige Quartett historischer Bildbände des Heimatvereins ARATORA – bestehend aus „Alte Heimat Artern“, „Alt-Artern in Bildern“, „Damals in Artern“ und „Arterner Momente“ – erfährt in wenigen Tagen Zuwachs! Als fünftes Buch dieser erfolgreichen Reihe werden die „Arterner Erinnerungen – Streifzüge und Entdeckungen auf Fotos aus der guten alten Zeit“ erscheinen; allerdings wiederum auch nur in einer Kleinauflage von 200 Exemplaren! – Das Layout des Buches entspricht dem seiner Vorgänger, also 128 Seiten im Querformat A5 (unser Bild). Diesmal werden 124 Abbildungen aus der Vergangenheit der Stadt Artern gezeigt, von denen viele noch nie publiziert worden sind. Sage und schreibe 33 Bildgeber haben zu diesem Band beigetragen, dessen Titelseite der Blick von der Saline hin zur Veitskirche ziert. – Alphabetisch sortiert nach Straßennamen und wichtigen Örtlichkeiten wurden im Buch Aufnahmen seit ca. 1900 aneinandergereiht, d. h. von Alter Poststraße bis Zuckerfabrik. Es wurde Wert darauf gelegt, dass möglichst wenige Postkartenmotive, dafür umso mehr private Fotos zur Veröffentlichung kommen. Zwei noch nie veröffentlichte Motive zeigen eine Skizze des Goethe-Ahnenhauses von 1875 sowie ein Gemälde von 1891 mit Blick aus dem „Gasthaus zur Sonne“ auf das Rathaus und die Harzstraße. – Der Erstverkauf findet am Freitag, 1. April 2022 (kein Scherz!) zwischen 10 und 13 Uhr vor dem Arterner Ratskeller statt. Danach sind die Bücher im Spielzeugladen in der Wasserstraße 1 erhältlich (Preis 12,00 Euro). – Der Herausgeber erhofft sich vom neuen Buch ähnlich positive Resonanz wie bei den vorherigen Bildbänden, von denen nur noch Restbestände vorhanden sind. Bestellungen, auch zum Postversand, können gern telefonisch unter 03466 / 320139 vorgenommen werden. – Ausblick: Für den bereits in Vorbereitung befindlichen sechsten Bildband, der im kommenden Jahr veröffentlicht wird, werden schon jetzt alte Fotos mit Arterner Motiven zur kurzfristigen Ausleihe erbeten.


Lageplan Brauerei

Dienstag, 22. März 2022

Mit aktueller Meldung vom 1. Februar dieses Jahres konnte von der Schenkung zahlreicher Unterlagen und Fotos aus einem aufgelösten Haushalt in Artern berichtet werden. Aufgrund der argen Verschmutzung dieser Akten wird eine Sichtung in Gänze aber erst im Frühjahr, und zwar dann im Freien, möglich sein – dennoch wurden vorab bereits einige Dokumente stichprobenartig entnommen: eine Mappe mit einer Betriebschronik sowie zwei alte Fotoalben. – Eines dieser Alben ist rein privater Natur und für Veröffentlichungszwecke nur sehr bedingt brauchbar; lediglich einige Stadtansichten kommen ggf. in die engere Auswahl für spätere Publikationen. Anders sieht es mit dem zweiten Bilderalbum aus, das den Umzug zum 1. Mai 1954 zeigt – und zwar mit optischem Schwerpunkt auf die Beschäftigten der Brauerei und Malzfabrik Artern, als diese ein Jahr nach „Väterchen“ Stalins Tod klassenkämpferisch für „Frieden und Sozialismus“ durch Artern zogen. – Stadtgeschichtlich von besonderer Bedeutung hingegen sind einige Dutzend maschinenschriftliche Seiten mit der Betriebschronik der Malzfabrik; unser Bild zeigt den Grundriss des Stammbetriebes Brauerei Artern. Die einzige Krux ist, dass es sich bei dieser Chronik lediglich um ein Duplikat handelt – und dieses ist leider nicht komplett bebildert, d. h. die vollständige Illustrierung war nur für das Original, das als verschollen gelten muss, vorgesehen. Dennoch sind die vorhandenen Bilder in dieser Zweitschrift ausreichend für eine spätere Nutzung in einem unserer Bildbände. Es könnte darüber hinaus angedacht werden, diese Chronik der Malzfabrik als kleine Sonderschrift erscheinen zulassen. Das aber entscheidet sich erst, wenn ein kompletter Überblick über die große Sammlung aus besagter Haushaltsauflösung erreicht worden ist.


ZHV2021

Dienstag, 15. März 2022

Der Lukas-Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte in Berlin kündigt auf seiner Homepage die aktuelle Ausgabe der Harz-Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. an (unser Bild). Dieser 73. Jahrgang (2021) umfasst 160 Seiten, ist mit einigen Abbildungen illustriert und kostet 20 Euro. Als altgediente und bedeutsamste regionalhistorische Buchreihe des Harzes und seiner Vorlande bekannt, wird der Inhalt der jüngsten Schrift nachstehend kurz vorgestellt, wobei vor allem der Leitartikel die Landschaft des Südharzes und der Goldenen Aue tangiert. – Als Aufsätze zur Harzgeschichte sind zu lesen: Zum Zusammenhang von Markt, Münze und Münzprägung im hohen Mittelalter – dargestellt an Nordhausen und den Südharzgrafschaften (Autor Paul Lauerwald), Der Willianweg – eine mittelalterliche Harzquerung? (Autor Udo Münnich), Bauarchäologie im Kloster Ilsenburg: Das Refektorium aus dem 12. Jahrhundert – Befunde der Estriche und -Luftheizungsanlagen, Funktionskonzept des Refektoriums (Autor Heinz A. Behrens), Der Sarg im Brusttuch in Goslar (Autorin Sieglinde Bauer), Montanistische Versuche auf Zinnober/Quecksilber im Walkenrieder Forst »in der Weide am kuckkucksberge in der kleinen vnd großen Silberbache« bis 1621 (Autor Erhard Jörn) sowie Alabaster – der deutsche Marmor. Anmerkungen zum Südharzer Alabaster (Autor Fritz Reinboth). Literaturschau und Berichte beschließen das Buch, welches diesmal Themen aus Archäologie, Baugeschichte, Numismatik und Bergbau im Harz in einem Band vereint. – Notiz zum Herausgeber: Der 1868 gegründete Harzverein für Geschichte und Altertumskunde gehört zu den ältesten aktiven Geschichtsvereinen in Deutschland. Er befasst sich seit je mit der reichen Kultur- und Naturgeschichte des in den heutigen Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sich verteilenden deutschen Mittelgebirges Harz.


Damals in Sangerhausen 3

Dienstag, 8. März 2022

Bemerkenswerte Produktivität bei der Herausgabe von historischen Bildbänden hat der seit vielen Jahren befreundete Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung in den vergangenen Quartalen an den Tag gelegt, denn kürzlich erhielt der Heimatverein ARATORA ein Belegexemplar des bereits dritten Bandes aus der Reihe „Damals in Sangerhausen“ mit zahlreichen Fotografien und Faksimiles aus der Vergangenheit unserer vormaligen Kreisstadt. Das neue Buch mit dem Untertitel „Gaststätten und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand“ im Querformat A5 umfasst 206 Seiten und wird auf dem Titel von einer farbigen Künstlerpostkarte mit Motiven aus dem lokalen Schützenwesen geziert (unser Bild). Schon beim losen Durchblättern des Buches werden alte Erinnerungen nicht nur bei den Bewohnern der Stadt Sangerhausen aufgefrischt, denn auch viele Menschen aus dem Umfeld (so natürlich auch aus Artern) zog es zu DDR-Zeiten oft zum Einkauf nach Sangerhausen, das als Bergbaumetropole merklich besser im Warenangebot ausgestattet war. - Was ist im neuen Bildband, dessen bunte und schwarzweiße Fotos aus anderthalb Jahrhunderten Stadtgeschichte zeugen, zu sehen? Wie bereits in den vorherigen Bänden stehen Lokale und Gaststätten im Mittelpunkt, diesmal mit Schwerpunkt im Bereich um den Schützenplatz (Spaziergang von der Walter-Rathenau-Straße bis zur Scharfen Ecke, durch die Kylische Straße bis zum Markt und retour). Den Anfang macht das Schützenhaus, gefolgt vom Kreiskulturhaus und dem „kultigen“ Kiosk an der Brauerei. Ein Foto des Modells einer MiG 21 auf dem Thomas-Müntzer-Platz weckt Erinnerungen, ebenso Bilder vom Café West, der Bergmannsklause und der „Bemme“; das vormalige Logenhaus präsentiert sich bildlich als FDGB-Kreisvorstand. Eine interessante Beziehung zur Stadt Artern erschließt sich mit dem Foto des Bankvereins Spröngerts, Büchner & Co. am Kornmarkt, dem etliche textliche Schlaglichter beifügt worden sind. - So geht es auf dem vorgegeben Weg weiter durch die Innenstadt, und zahlreiche alte Fotos und Erklärungen machen es leicht, sich auch als Nicht-Einheimischer zu orientieren: Außenaufnahmen, Bilder von Veranstaltungen, Gegenüberstellungen von historischen und aktuellen Ansichten, untermalt von alten Werbungen und Faksimiles sowie kurzen Geschichten. - Die aktuelle Veröffentlichung „Gaststätten und Sehenswürdigkeiten am Wegesrand“ des Vereins für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung ist ein sehr ansprechendes, unterhaltendes, abwechslungsreiches und historisch lehrreiches Buch, das jedoch weit mehr als ein Bildband im herkömmlichen Sinne ist, weil man in knappen und dennoch inhaltsreichen Bemerkungen aus der Geschichte der jeweils dargestellten Objekte erfährt. Auf Folgeausgaben dieser Buchreihe darf man entsprechend gespannt sein!


1025 Jahre Rossla

Dienstag, 1. März 2022

Ohne in Superlativen zu verfallen, ist die neueste Veröffentlichung aus der Feder von Autor Heinz Noack aus Bennungen ein Meilenstein in der historischen Heimatforschung der Kyffhäuser-Region. Es erschien kürzlich in der Schriftenreihe des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz das über 500seitige Buch „1025 Jahre Roßla“ im Nachgang des Festjahres 2021 dieser Gemeinde an der Helme. Steffi Rohland von befreundeten Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“ schreibt hierüber: „Im vergangenen Jahr feierte Roßla das 1025-jährige Jubiläum seiner Ersterwähnung. Die „Geburtsurkunde“ ihres Ortes mit Erläuterungen zur urkundlichen Ersterwähnung des Ortes durch den Historiker Prof. Dr. phil. habil. Stephan Freund haben die Einwohner nun auch schriftlich vorliegen. Denn im Frühjahr 2021 entstand die Idee, zum Jubiläum von Roßla die alten Chroniken des Ortes zu publizieren. Dazu lagen die Recherchen, Transkription und Digitalisierungen von Heinz Noack aus Bennungen bereits vor. - Der Hauptbeitrag im Buch ist die Erstveröffentlichung der Chronik von Eduard Günther aus dem Jahre 1938. Eigentümer ist die Gemeinde Roßla. Sein Urenkel Andreas Schmidt hat dazu die Einführung geschrieben. - Einen weiteren interessanten geschichtlichen Einblick gibt die Pfarrchronik von Roßla. Diese wurde von der Kirchengemeinde Roßla zur Veröffentlichung freigegeben. Der dritte Chronikteil von Karl Meyer ist ein Auszug von der nur in Fragmenten erhaltenen Geschichtsbeschreibung der Grafschaft Stolberg-Roßla aus dem Pfarrarchiv Roßla. - Aber es wird nicht nur in die Vergangenheit geblickt: Pfarrer Dr. Folker Blischke veröffentlicht einen Beitrag über die heutige Kirchengemeinde Roßla. Christiane Funkel und Dr. Urte Bachmann stellen das in ihrem Beitrag ein „Biosphärenreservat im Südharz – eine Chance für Mensch und Natur“ vor. Armin Hoch, Sachgebietsleiter im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zeigt mit seinem Beitrag „Aus der Natur der Gemarkung Roßla“, wie schön der Ort in der Goldenen Aue liegt und welche Artenvielfalt in Flora und Fauna hier herrscht. - Christine Stadel berichtet über einen Sohn des Ortes, dem Freiherrn Wilhelm von Biela, der sich als Astronom und Kometenentdecker einen Namen gemacht hat. Auch die Liste der engagierten Persönlichkeiten, nämlich die „Bürger des Jahres“ und die Ehrenbürger von Roßla sind hier ebenso verzeichnet, wie die Maiköniginnen. - „Die historischen Abbildungen stammen überwiegend von Roßlaer Bürgern und privaten Sammlern“, sagt Heinz Noack, der die Gelegenheit nutzen möchte, sich für die Veröffentlichungsgenehmigung zu bedanken. Die übrigen Fotoarbeiten sind überwiegend von ihm. - Besondere Freude dürfte es den Leserinnen und Lesern bereiten, wenn sie sich auf einem oder mehreren der zahlreichen Fotos der Jahrfeiern von 1996, 2006, 2016 und 2021 wieder finden. Zudem gibt es wunderschöne aktuelle Fotos von der Kirchturmspitze der Sankt Trinitatis-Kirche.“