Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (zweimal wöchentlich)

Hochwasserbuch

Freitag, 8. Februar 2019

Der erste regionalgeschichtliche Vortrag des Heimatvereins ARATORA im neuen Jahr widmet sich historischen Hochwasserereignissen in Thüringen, wobei speziell Hochwassermarken als Zeugnisse außergewöhnlicher Wasserhöhen von Flüssen und Bächen im Fokus stehen. Zu dieser umfangreichen Thematik wurde Anfang erst dieser Woche ein Buch des Erfurter Umwelthistorikers Dr. Mathias Deutsch veröffentlicht, auf dessen Grundlage ein interessanter Vortrag entstanden ist. Am Donnerstag, 7. März 2019 kommt Mathias Deutsch nach Artern, um ab 18.30 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum, Harzstraße 16 darüber zu referieren und zahlreiche Bilddokumente zu präsentieren. Hierzu wird sehr herzlich eingeladen! – Bereits vor zehn Jahren war unter seiner Autorenschaft bzw. in Zusammenarbeit mit Prof. Karl-Heinz Pörtge das Buch „Hochwassermarken in Thüringen“ erschienen. Diese Untersuchung liegt nun in stark überarbeiteter und aktualisierter Form vor. Aus hunderten Nachweisungen landesweit, also auch entlang der Unstrut, wurden für diese Neuerscheinung mit dem Titel „Hochwasser in Thüringen. Hochwassermarken und Hochwassergedenksteine“ (unser Bild) ausgesuchte Objekte aus dem Gesamtkatalog des Hochwassermarken-Katasters Thüringen veröffentlicht. Herausgeber des Buches ist die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG), seit 1. Januar 2019 Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN). – Aus diesem Komplex wird sich Dr. Deutsch in Artern den Hochwassermarken und -gedenksteinen in Thüringen unter besonderer Berücksichtigung der Unstrut widmen. Weiterhin wird er im Vortrag auf das schwere Hochwasser zu Anfang Februar 1909 eingehen, als auch an der Unstrut schwere Fluten mit Eisgang einsetzten. Zum Abschluss werden erst jüngst eruierte historische Fotos präsentiert, die für die in Arbeit befindliche Fortsetzung des Buches „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss zwischen Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ vorgesehen sind. – Um möglichst zahlreiche Teilnahme am Vortrag wird gebeten. Eintritt wird nicht erhoben, hingegen um Spenden zugunsten der Sanierung der Orgel in der Marienkirche Artern gebeten. Interessenten können das oben angesprochene Buch von Dr. Deutsch am Rande der Veranstaltung erwerben.


Blick zum Weinberg

Dienstag, 5. Februar 2019

Dieser Tage wurden die letzten Arbeiten für den im späten Frühjahr 2019 erscheinenden Bildband „Damals in Artern“ vollzogen. Dessen Inhalt wird sich auf überwiegend zwei Jahrzehnte bildlicher Wiedergabe von insgesamt 125 Stadt- und Einzelansichten aus Artern fokussieren, nämlich die 1930er und 1960er Jahre. Von den im Original vorliegenden Motiven konnten fast alle Bilder für dieses Buch genutzt werden, nur einige wenige waren qualitativ nicht reproduktionswürdig bzw. von den Ansichten her doppelt. Aufgrund dessen die genutzten Bilder aus zwei Privatsammlungen stammen, sind diese überwiegend auch noch nie veröffentlicht worden, was den Lesern neue alte Ansichten beschert! – Was werden nun die hoffentlich wieder zahlreichen Interessenten in diesem, erneut A5-querformatigen Bildband vorfinden: verschiedene Stadtansichten vom Weinberg aus bzw. Blicke zum Westhang des Weinberges (unser Bild), das Rathaus und die damalige Ausstattung des Ratssaales, zwei zuvor noch nie gesehene Fotos vom Absturz eines Kleinflugzeuges in den Kindergarten Magdalenenstraße im April 1934, Blicke vom Rathaus auf den Markt und in die Wasserstraße, Volksfest mit Rummel an der Marienkirche, Harzstraße, Brücke über den Mühlgraben, Johannisstraße, Bismarckplatz, Altstadt, Bau der Karl-Liebknecht-Straße, Friedhof, Solebach, Unstrut, Weinberg, Bahnhof und ein Zeppelin über Artern. Weiterhin werden abgebildet: Zuckerfabrik, Veitskirche, Abriss des Geschäfts Raue am alten Hotel, AWG-Wohnblocks am Weinberg, Mühlgraben und Friedhof. Vom zweiten Bildgeber werden publiziert: Ansichten des Stadtbildes aus der Ferne, diverse Straßenzüge und Häuser in der Innenstadt, Friedhof, Aratora-See, Unstrut und Altstadt. – Die digitalen Unterlagen für das neue Buch werden nun zum Layouten gebracht, um anschließend drucken und binden zu können. Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle über den weiteren Fortgang der Herstellung berichtet. Die Freude an der Arbeit zum nächsten Buch ließ „ganz nebenbei“ auch die Wahrscheinlichkeit steigen, dass es nicht bei einer Arterner Bildband-Trilogie blieben könnte, denn noch zu umfangreich sind die beim Heimatverein ARATORA vorliegenden kleineren und kleinen Sammlungen sowie bildlichen Einzelbelege, deren Motive ebenso danach drängen, publiziert zu werden. Vorsichtshalber wurde bereits ein Arbeitstitel dafür erdacht. Doch wird über dieses Vorhaben erst verbindlich entschieden, wenn die erhoffte positive Resonanz von „Damals in Artern“ in viereinhalb Monaten in diesem Sinne interpretiert werden kann.


Orgelweihe 1984

Freitag, 1. Februar 2019

Kantor Pascal Salzmann in Artern informiert aktuell über das kirchenmusikalische Festjahr 2019 mit einem Jubiläum sowie hochkarätigen Veranstaltungen: „35 Jahre Kühn-Orgel in der Marienkirche Artern – das soll gefeiert werden. Nach aufwendigen Kirchenbaumaßnahmen in den 1970er Jahren war es der Gemeinde erst 1984 (unser Bild) vergönnt ein neues Instrument für diese schöne Kirche zu bekommen. Neu war vieles nicht: die Orgel der St.-Nicolai-Kirche in Eisleben zog in unser historisches Orgelgehäuse ein. Orgelbauer [Gerhard] Kühn [aus Merseburg] hat in der über sechs Jahre andauernden Bauzeit in Hinblick auf die Materialknappheit das Maximum herausgeholt. Einige Baugruppen sind daher unaufgearbeitet von Eisleben direkt in unsere Orgel gekommen. Nach 35 Jahren sind wir nun leider an einem Punkt angekommen, an dem ich und die Regionalgemeinde Artern/Heldrungen erst in 60 Jahren stehen würden: Wir müssen eine grundsätzliche Überholung der Orgel in Angriff nehmen. Einerseits haben wir also Grund zum Feiern und zur Freude, aber der Blick fällt auch auf die Überholung unserer Orgel. Kosten von 300.000 € sind aufzubringen. Ganz besonders möchte ich Sie auf die 1. Arterner Orgelnacht [am 1. August 2019] hinweisen: Ab 19.00 Uhr werden Organisten aus unserer Region jeweils für 40 Minuten ein Konzert spielen. Neben dem breitgefächerten Orgelrepertoire von Barock bis Neuzeit wird es auch ein Improvisationskonzert mit den von Ihnen gegebenen Themenwünschen geben. Für das leibliche Wohl am Abend wird gesorgt sein. Ich freue mich auf dieses Jahr und bin mir sicher: Wir werden Großes schaffen! Ihr Kantor Pascal Salzmann.“ – Nachstehend die zum Orgeljahr relevanten Termine der Kirchengemeinde: 05.02.: Vortrag mit Rückblick auf den Tag der Orgelweihe 1984 um 19.00 Uhr in der Kirche, 10.03.: Orgelkonzert am Orgelpositiv in der Chorkapelle, 30.06.: Sommerserenade mit Chor und Orgelmusik, 17.08.: Erste Arterner Orgelnacht, 01.12.: Adventliches Orgelkonzert sowie 31.12.: Orgelkonzert zum Jahresschluss. – Nachdem sich erst kürzlich ein Förderkreis zur Wiederherstellung der großen Orgel in der Marienkirche gebildet hat, wird sich der Heimatverein ARATORA auch 2019 bei der Unterstützung der Sanierung dieses Instruments beteiligen. Geplant sind drei heimathistorische Vorträge in der Kirche, in deren Anschluss um Spenden für die Orgel gebeten wird. Im Oktober werden dann, wie schon in den Vorjahren, vom (N)Ostalgie-Kalender 2020 pro verkauftem Exemplar zwei Euro zugunsten der Orgel an die evangelische Gemeinde weitergeleitet. Zu öffentlichen Veranstaltungen soll gleichfalls für diesen Zweck gesammelt werden! – Der aktuelle Stand zur Beibringung des Eigenanteils an der Sanierung beträgt 13.000 Euro – viel Geld und doch angesichts der veranschlagten Kosten von 300.000 Euro lediglich ein besserer Anfang. Bitte helfen deshalb auch Sie mit, die schöne Arterner Orgel zu erhalten. Vielen Dank!


Aussichtsturm

Dienstag, 29. Januar 2019

Besonders in der Weihnachtszeit kommt immer wieder gern das Kind im Manne durch, ausnehmend wenn kleinformatige Eisenbahnen mit im Spiel sind. So erst im vergangenen Monat geschehen in Weißwasser, wo aus Liebe sowohl zum Modellbau als auch zur alten Heimatstadt Artern unserer langjähriges Vereinsmitglied Hans-Joachim Büchner wieder einmal lokale Motive in detailgetreuer Handarbeit hergestellt und auf seiner Eisenbahnlandschaft in Miniatur platziert hat. Nachdem er bereits vor knapp zwei Jahren (siehe unsere aktuelle Meldung von 25. April 2017) seine Anlage mit Modellen des damals im Original gerade vom Heimatverein ARATORA frisch sanierten Luther- und Friedenssteins verschönerte, sind es aktuell der Aussichtsturm von 1863 und die hohe Futtermauer an der Unstrut, gleich westlich der Bahnbrücke. Besonders der Turm auf dem Weinberg hat längst Symbolstatus als einer der fünf in den Himmel ragenden Bauwerke Arterns inne; neben dem Rathaus, der Marien- und Veitskirche sowie dem Saline-Schornstein. Nicht zuletzt wird mit dem hübschen Modell auf ein Jubiläum des Sponsors und Initiators dieses Turmes aufmerksam gemacht, denn der Rittergutsbesitzer Hermann Jüngken (1816-1890) aus Reinsdorf begann 1859, also vor mittlerweile 160 Jahren, seine politische Karriere als Landtags- und später Reichstagsabgeordneter der Nationalliberalen. – Die gleichfalls neu auf der Modellanlage von Hans-Joachim Büchner verewigte hohe Mauer unterhalb der Brauerei wird in absehbarer Zeit mit einem eigenen Kapitel in der Fortsetzung des Buches „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ behandelt. Die Dampflokomotive im Vordergrund mag nicht zuletzt daran erinnern, dass noch Restexemplare unserer erst Anfang Dezember 2018 erschienenen und definitiv letzten Nachauflage der Broschüre „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ erhältlich sind!


Heimatblätter 2019

Freitag, 25. Januar 2019

Eine erneut interessante und inhaltlich mannigfaltige Bereicherung der Literatur zur historischen Regionalforschung in der Landschaft zwischen Südharz, Kyffhäuser und Goldener Aue liegt seit wenigen Tagen mit der dritten Ausgabe der Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue e.V. vor. Die kurz und prägnant mit „Heimatblätter“ titulierte Veröffentlichung ziert auf der Umschlagseite eine Zeichnung (Schnitt) des Steintors zu Wallhausen (vormaliges Stadttor) und beinhaltet auf 94 Seiten sechs Artikel, die mit 62 Abbildungen und Faksimiles illustriert sind. Schwerpunkt diesmal ist Wallhausen an der Helme. – Den Auftakt macht ein reich bebilderter Artikel, der sich mit der vormaligen Stadtbefestigung von Wallhausen beschäftigt und damit einen wichtigen Baustein zur lokalen Fortifikationstechnik und Mittelalter-Archäologie leistet. Die Darstellung historischer Bezüge Kaiser Ottos III. mit den Gemeinden Berga und Wallhausen im späten 10. Jahrhundert sowie relevanter Urkundenübersetzung schließen sich danach an. Himmelskundliche Untersuchungen und Deutungen von historischen Häusernamen im Kerndorf von Wallhausen, deren Schildzeichen ausschließlich astronomische Relationen (Tierkreiszeichen, Sonne und Mond) aufweisen, stehen im dritten Artikel im Mittelpunkt. Anschließend werden auf einer heimatkundlichen Wanderung Ort und Flur Wallhausen historisch beleuchtet. Den umfangreichsten Artikel zu stellen, hatte diesmal der Heimatverein ARATORA die Ehre, und zwar mit der Abhandlung „Braunkohlenbergbau am Hutdeckel während des 19. Jahrhunderts: Quellentextliche Beiträge zur Montangeschichte der südöstlichen Goldenen Aue (Erster Teil: 1724-1858)“. Diese historischen Aufzeichnungen lehnen sich thematisch eng an die schon seit Jahren ausverkaufte Broschüre „Braunkohlen-Bergbau um Artern – Beiträge zur heimischen Montangeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts“ an und verstehen sich zugleich als Ergänzung des dort bereits 1995 veröffentlichten Datenmaterials. Somit dürften diese 28 Seiten besonders für Heimatfreunde in Artern, Voigtstedt, Edersleben, Borxleben und Kachstedt von Interesse sein. Die Fortsetzung dieses Berichts zur Montangeschichte soll dann 2020 erscheinen. – Als Schlussartikel, hier mit militärhistorischen Bezügen, wurde eine Analyse zur Einquartierung brandenburgischer Truppen 1677 und 1678 in der Grafschaft Stolberg veröffentlicht. Ein bebilderter Jahresrückblick der Aktivitäten des Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue in 2018 rundet die neue, nicht nur für regionalgeschichtliche interessierte Leser sehr empfehlenswerte Jahresschrift ab, die für 9,95 Euro im Buchhandel oder beim Verlag Harald Rockstuhl in Bad Langensalza erworben werden kann (ISBN: 978-3-95966-392-2).


Schleuse bei Bretleben

Dienstag, 22. Januar 2019

Die beiden Vorschläge des Heimatvereins ARATORA vom Herbst 2018 zur Neubenennung von Straßen, die aufgrund der ideo dicitur freiwilligen Gemeindefusion von Roßleben und Wiehe nebst deren Ortsteilen nötig wurde, haben leider keine Berücksichtigung gefunden. Ins Spiel gebracht worden sind damals zwei historische Personen, deren mit der Schiffbarmachung bzw. der Regulierung der Unstrut verbundenes Lebenswerk durchaus mit Straßennamen hätten geehrt werden sollen: Friedrich Mende (1743-1798) und Hermann Wurffbain (1804-1889). Beide Männer hatten mit ihren ingenieurtechnischen Leistungen wesentlichen Anteil an der darauf folgenden ökonomischen Nutzung des Flusses durch die Schifffahrt bzw. beim modernen Hochwasserschutz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. – Seltsam ist, dass von beiden Koryphäen keine Porträts bekannt sind! Umso wichtiger wäre es gewesen, diese Techniker und deren Leistungen wenigstens in der öffentlichen Erinnerung zu bewahren und deren Namen für die Benennung von Straßenzügen zu nutzen. Hinzu gekommen wäre der lokale und regionale Bezug besonders in Orten der neugebildeten Stadt Roßleben-Wiehe. Doch es kam anders, aber dennoch ist ein weiteres „Eisen im Feuer“, denn vorausahnend wurde wenigstens Hermann Wurffbain als Vorschlag noch einer anderen Gemeinde unterbreitet, die historisch mit selbigem in direktem Kontext steht und gleichfalls von Umbenennungen einiger Straßen betroffen ist. Vielleicht klappt es ja dort mit der Ehrung mit einem Straßenamen. – Unser Bild zeigt die Einlassschleuse zum Unstrut-Flutkanal bei Bretleben. Beide Bauwerke erinnern augenscheinlich an das Wirken von Ingenieur Hermann Wurffbain an der Unstrut vor mehr als anderthalb Jahrhunderten.


Pläne Kleinbahn

Freitag, 18. Januar 2019

Unverhofft kommt oft, und längst nicht immer nur im negativen Sinne! So geschehen am vergangenen Dienstag, als die Postfrau klingelte und ein zuvor nicht angekündigtes, in Brandenburg abgeschicktes Paket übergab. Lange und schmale Verpackung, das roch bereits im ersten Moment nach Landkarten oder großen Plänen. Und richtig, schon beim Auspacken war unübersehbar, dass der Inhalt historischen Charakter trug. Ein bislang unbekannter Adressat hatte sich von Teilen seiner Sammlung getrennt und Unterlagen zur Eisenbahngeschichte unserer Region als Schenkung und zum Verbleib nach Artern versendet. Die Freude war entsprechend groß, als sieben Zeichnungen und Risse zur Vergangenheit der Deutschen Reichsbahn und besonders der Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra entrollt werden konnten. Vorbehaltlich der näheren Sichtung dieser Unterlagen in der kommenden Zeit, verbunden mit der Kontaktierung von regionalen Eisenbahn- und Heimatfreunden sowie der beabsichtigten hochauflösenden Digitalisierung mit 1:1-Ausdrucken, sollen hier vorab kurz die Akten benannt werden, die uns im Original, teils in Plakatgröße, vorliegen. In chronologischer Reihenfolge sind dies: Normalzeichnung eines gewölbten Durchlasses aus Bruchsteinmauerwerk für „Bahnlinien untergeordneter Bedeutung“ (1887), Grundriss und Schnitt der Drehscheibe am Arterner Bahnhof (1910), Skizze für eine Überfahrt der Kyffhäuser-Kleinbahn bei Artern an der Schönfelder Chaussee (1912), Entwurf für Plattendurchlasse der Kyffhäuser-Kleinbahn (1914), Plan der gemeinnützigen Bau- und Kleinsiedlungs-Gesellschaft „Sachsen“ zu Merseburg mit Darstellung eines Teils der Ortslage von Kelbra mit Gleisführung der Kyffhäuser-Kleinbahn ebendort (1919) und Gleisplan des Arterner Westbahnhofes der Kyffhäuser-Kleinbahn (1926). – Der Heimatverein ARATORA sagt besonders herzlich Dankeschön für diese Schenkung und wird hoffentlich schon in absehbarer Zeit Möglichkeiten schaffen können, wenigstens einen Teil dieser Objekte öffentlich zugänglich zu machen. Unser Bild zeigt die kleine Sammlung, als entrollte Auflage der Plan der Arterner Drehscheibe.


JHV

Dienstag, 15. Januar 2019

Das erste Wiedersehen mit langjährigen Heimatfreunden im neuen Jahr bescherte der vergangene Samstag, als fast vierzig Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue im Saal des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz in Roßla ihre Jahreshauptversammlung abhielten. Nach reibungsloser Absolvierung der hierzu notwendigen obligatorischen Punkte der Tagesordnung sowie einstimmiger Entlastung des Vorstandes für das Vorjahr waren Präsentationen und Vorträge über heimatgeschichtliche Themen aus der Landschaft zwischen Südharz, Kyffhäuser und der Goldenen Aue an der Reihe. Gastgeberin und Hausherrin Christiane Funkel eröffnete die Ausführungen mit Neuigkeiten aus dem Biosphärenreservat, ehe Sophie Rohland aus Bennungen einen reich illustrierten Jahresrückblick zum Vereinsleben 2018 gab. Manfred Schröter aus Berga und Uwe Kramer vom Biosphärenreservat blickten anschließend auf anderthalb Jahrzehnte Grenzsteinwanderungen um Breitenstein zurück. Heinz Noack aus Bennungen präsentierte sein kürzlich publiziertes Buch „Die historischen Grenzsteine der ehemaligen Schwarzburg-Rudolstädter Grenze bei Uftrungen und Breitungen“ und Hartmut Müller aus Oberröblingen/H. referierte zur Geschichte der ehemaligen Kalkhütte in Gonna/Harz. Brigitte Schaumkeller aus Großleinungen berichtete dann über die 1527 zum ersten Male erwähnten Zober-Brüderschaft in ihrem Heimatort, eine vormalige Dorfgesellschaft aus Landbesitzern mit eigenen internen Regeln und Vorschriften. Einem ebenso so spannenden wie hypothetischen Thema nahm sich Jürgen Sander aus Sangerhausen mit „Die Schildzeichen von Wallhausen astronomisch betrachtet“ an, wobei die dortigen historischen Häusernamen und deren relevante „Wappen“ himmelskundlich untersucht wurden (bemerkenswerterweise stimmt die Lage der nach den Tierkreiszeichen benannten Gebäude im Ortsbild von Wallhausen, übertragen auf den jahreszeitlich relevanten Sternenhimmel, mit deren Richtung bzw. Position überein – Zufall oder Absicht?). Zuvor hatte bereits Enrico Kalb aus Tilleda das dritte Heft der Vereinsschriftenreihe „Heimatblätter“ vorgestellt, die jüngst publiziert worden ist (Besprechung hierüber in ein paar Tagen an dieser Stelle). Ausblicke auf Veranstaltungen, Vorhaben und Ideen im Jahr 2019 beendeten eine zeitlich zwar recht ausgedehnte, jedoch durchweg kurzweilige und informative Versammlung unserer Freunde und Partner vom Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue. Danke für einen schönen Tag in Roßla und auf ein Neues im Jahr 2019! – Unser Bild zeigt Sophie Rohland beim Jahresrückblick der Vereinsaktivitäten in 2018, rechts Vorstandsmitglied Heinz Noack und Vorsitzenden Michael Richter im Präsidium.


Grabenstraße

Freitag, 11. Januar 2019

Eine der leichteren Übungen von zahlreichen, über die vergangenen Feiertage angefangenen bzw. erledigten Tätigkeiten war die Erarbeitung, Komplettierung und Fertigstellung des (N)Ostalgie-Kalenders für das Jahr 2020, der diesmal essentiellen Bezug nimmt auf die bevorstehende dreißigste Wiederkehr der Einheit Deutschlands und deshalb unter dem Titel „Artern zu Beginn der 1990er“ steht. In den nächsten Wochen wird der Kalender vom Layouter digital gesetzt, danach nochmals korrekturgelesen und für den Druck vorbereitet. Das Erscheinungsbild des Kalenders wird analog denen der vergangenen fünf Jahre sein: also erneut 24 Kalenderblätter, für jeden Monat deren zwei. Zur Bebilderung genutzt wurden diesmal ausschließlich Fotos, die der spätere Ehrenbürger Walter-Wilhelm Funcke aus Einbeck bei Besuchen in genanntem Zeitraum in Artern erstellt hat (unser Bild zeigt die untere Gabelstraße mit Blick zum Salzdamm). Insgesamt sind dann 32 historische Abbildungen zu sehen, die das komplette Kalendarium schmücken. – Wenngleich erneut nur beispielhafte Augenblicke und Situationen aufgezeigt werden können, war es nur allzu notwendig, auch Motive abzubilden, die den heutigen Ansprüchen der Attraktivität und vorteilhaften Präsentation einer Kommune nicht (mehr) genügen. Besonders dadurch sollen aber die Augen geöffnet werden, welche Fortschritte sich seither im Stadtbild vollzogen und damit die Lebensqualität in Artern verbessert haben. – Zu gegebener Zeit wird an dieser Stelle erneut über den Kalender für das kommende Jahr zu sprechen sein, dann werden auch die zur Publikation ausgesuchten Motive näher vorgestellt. Die Erstveröffentlichung findet am 5. und 6. Oktober 2019 zum Zwiebelmarkt in Artern statt. Wie immer wird die Auflage nicht allzu hoch angesetzt. Im Verkaufspreis ist erneut ein Spendenbetrag zugunsten der Sanierung der Orgel in der Arterner Marienkirche eingegliedert.


Graf Hermann

Dienstag, 8. Januar 2019

Ein Ende vergangenen Jahres zugestellter Brief der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen in Erfurt macht einen ersten Anlauf zur Schaffung einer längst überfälligen, arbeitsintensiven und inhaltlich interessanten Institution: Es soll ein thüringisches Sagenarchiv entstehen! Da ein solches bislang fehlt, steht man noch am Anfang. Geschaffen werden sollen deshalb zunächst ein aussagefähiger Materialfundus sowie eine zeitgemäße Verzeichnung der Quellen aus Thüringen. Aufgrund des Umfangs dieses Vorhabens sind zunächst fünf Jahre vorgesehen. Erster Schritt ist die Sammlung und Zusammenstellung von Biografien der Sagensammler und -herausgeber. Hierzu sollen zunächst sämtliche erreichbaren Editionen sowie Zeitschriften- und Zeitungsartikel katalogisiert, weiterhin Bestände in öffentlichen und privaten Archiven sowie Museen durchforstet, Porträts, Gedenktafeln und Begräbnisstätten von Sagensammlern eruiert werden. Die Manuskriptfassung zu diesen Aufgaben wird von der Volkskundlerin Dr. Gudrun Braune in Erfurt übernommen. Um Wortmeldungen zu diesem Projekt seitens der Heimatvereine, von Ortschronisten und Interessierten wird bis zum 31. März 2019 erbeten an: gudrun.braune[at]web.de. – Es wäre für obiges Projekt eine große Unterstützung, wenn auch aus unserer Gegend möglichst viele Unterstützer teilnehmen würden, denn auch in der Kyffhäuserlandschaft haben einst Sammler alte Sagen zusammengetragen und oft auch veröffentlicht.  Der Heimatverein ARATORA wird sich diesbezüglich besonders um die Sammler Gustav Poppe und Ewald Engelhardt bemühen und sich deren Sagenwerk annehmen. – Unser Bild zeigt den geköpften Grafen und Raubritter Hermann von Stolberg-Voigtstedt, der als spukende Sagengestalt nachts auf dem alten Feldweg zwischen Artern und Voigtstedt umhergehen soll.


Nutzgarten

Freitag, 4. Januar 2019

Herzlich willkommen bei den aktuellen Meldungen, die nach der Pause zum Jahreswechsel heute wieder aufgenommen werden. Zuvor unsere besten Wünsche für das neuen Jahr an unsere hoffentlich wieder zahlreichen Besucher. Die erste Meldung beschäftigt sich mit einem 2019 besonders in den Fokus gestellten Thema: die historische Kultur der Nutzgärten. – Der Bund Heimat und Umwelt Deutschland e.V. ist der Bundesverband der Heimat- und Bürgervereine. Erhalt, Vermittlung sowie Entwicklung der Vielfalt des Kultur- und Naturerbes sind dessen zentrale Aufgaben. Hierzu wird jährlich auf ein besonders gefährdetes Element in der Landschaft aufmerksam gemacht und dieses zum Kulturdenkmal des Jahres erklärt. Hierzu schreibt der BHU: „Bundesweites Kulturdenkmal des Jahres 2019 sind historische Nutzgärten. Nutzgärten stellen die Urform der Gärten dar und haben eine lange Tradition. Ebenso vielseitig wie ihre Erscheinungsformen, beispielsweise Bauern-, Schloss-, Amts-, Pfarr- oder Arzneigärten, sind die in ihnen angebauten und kultivierten Nutz- und Zierpflanzen. Mit Arten- und Sortenvielfalt der Nutzpflanzen, aber auch mit der begleitenden Fauna sind die Gärten Orte hoher biologischer Vielfalt. Das Wissen um Anbautechnik und Sortenvielfalt ist immaterielles Kulturerbe, das über Generationen hinweg weitergegeben wird. Nutzgärten spiegeln in Gestaltung und Nutzung regionale Besonderheiten wider und sind so Zeugen einer jahrhundertelangen Garten- und Ernährungskultur. In den letzten Jahrzehnten sind Nutzgärten jedoch seltener geworden. [...] Historische Nutzgärten sind als Teil unseres Kultur- und Naturerbes besonders erhaltenswert.“ – Auch in unserer Heimat finden sich noch zahlreiche solcher Gartenanlagen, überwiegend aus dem späten 19. sowie dem 20. Jahrhundert. Auch diese werden somit in 2019 im Mittelpunkt bundesweiten Interesses stehen. Zugleich wird auf deren Gefährdungen hingewiesen (brachliegende Gärten durch Mitgliederschwund in Gartenvereinen, Desinteresse an der Eigenversorgung infolge Überangeboten im Handel, mangelnde vorausschauende Vorsorge für potentielle Notzeiten usw.). – Unser Bild zeigt einen noch immer bestehenden Nutzgarten in der Karl-Hühnerbein-Straße in Artern, wohl zur Mitte der 1930er Jahre. Im Hintergrund zieht sich der westliche Abhang des Weinbergs mit Kirschplantagen zu Tal.


Winternacht

Freitag, 21. Dezember 2018

Weihnachten, das schönste Fest der Christenheit, ist traditionell verbunden auch mit dem wohligen Gefühl von Heimat und Zuhause. Das ist heute noch genauso wie früher, auch wenn derzeit wieder einmal die Heimat als Begrifflichkeit und in ihrer althergebrachten Definition infrage gestellt, inhaltlich aufgeweicht bzw. umgedeutelt werden soll. Wie einhellig war die Ansicht darüber noch im 19. Jahrhundert! Wenngleich nicht unbedingt weihnachtlich, so doch um so mehr heimatlich, soll deshalb zum Jahresausklang nachstehender Text aus der Feder des Autors August Trinius (1851-1919) wiedergegeben werden. Er widmet sich darin dem schönsten Begriff, den deutsche Zunge je hervorgebracht hat: „Heimat“ und ist somit ein würdiges Zitat zum Ende des Jahres 2018! Trinius, der große Verehrer und Schriftsteller der Natur, Kultur und Landeskunde Alt-Thüringens, schreibt dazu: „Dieses wundersame Wort gehört uns Deutschen ganz allein, ist eine Perle in dem reichem Wortschatze unserer Sprache, die so herrlich zu malen weiß, die mit allen Wurzeln aus deutscher Erde herausgesprossen ist, aus der es uns heraufklingt wie Abendsäuseln und dann wieder wie einherbrausendes Sturmeswetter. Kein Volk dieser Erde besitzt ein gleiches Wort, es ahnt aber auch nicht, was aus ihm für das deutsche Gemüt hindurchzittert. Alle versonnene Innigkeit, die ganze Verträumtheit unseres eigensten Wesens, das Bodenständige, die heiße Liebe zur Scholle, die uns geboren, dies alles flutet in diesem kleinen Worte zusammen: Heimat! Jauchzen und Wehmut, Mutterliebe und verhallendes Abendgeläut, so umweht es uns, wenn dieses Wort an unser Ohr schlägt.“ – Beigefügtes Bild versucht, Heimatgefühle und Weihnachtsstimmung miteinander zu verbinden! Es zeigt die Wassermühle an der Unstrut bei Oldisleben, aufgenommen in einer Winternacht um 1960. Rechts erstreckt sich das Gelände des sich südlich anschließenden Parkgeländes, vorn fließt der Mühlgraben entlang. – Unseren Vereinsmitgliedern und Freunden, allen Interessierten sowie den zahlreichen Besuchern dieser Homepage ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen fröhlichen Jahreswechsel. Die aktuellen Meldungen aus der Vereinsarbeit, zur Arterner Ortsgeschichte sowie über die Vergangenheit unserer Heimat werden am Freitag, 4. Januar 2019 wieder aufgenommen.


AiD

Dienstag, 18. Dezember 2018

Ob es schon im vierten Jahrtausend vor Christus, ähnlich wie im Mittelalter, ein „Berggeschrey“ gab, als man zwischen dem später (Arterner) Weinberg benannten Hügel und dem Tal der Helme fündig geworden war, kann heute nicht mehr gesagt werden. Allerdings gab in der Fachwelt durchaus als überrascht freudige Aufschreie zu bezeichnende Bekundungen, als ebendort 2016 archäologische Grabungen stattfanden und aufsehenerregende, weil völlig unerwartete Funde zutage kamen. Das Resultat: Östlich von Artern, das es damals natürlich noch nicht gab, wurde während der Jungsteinzeit Bergbau nach Feuersteinen betrieben. Eine wissenschaftliche Sensation! Vorträge u. a. in Artern und Bad Frankenhausen sowie Präsentationen wichtiger Funde brachten diese großartigen Ergebnisse auch populärwissenschaftlich „unters Volk“. – Indessen wird fachspezifisch und interdisziplinär intensiv an diesen montanarchäologischen Funden weitergearbeitet. So müssen z. B. die Art und Weise der Auffindung dieser glazial abgelagerten Rohstoffe oder die Organisation und der Ablauf des Abbaus noch detailliert geklärt und in Kontext mit anderen Fundstellen (so auch bei Helfta/Eisleben) gesetzt werden. Zudem dürfte in der Nähe der Abbaustellen eine Siedlung mit zugehörigem Friedhof bestanden haben, die beide aber noch nicht aufgefunden worden sind. – Eine erste größere und bebilderte Publikation über den Altbergbau bei Artern war bereits Anfang dieses Jahres als sechsseitiger Artikel in der Fachzeitschrift „Archäologie in Deutschland“ Nr. 1/2018 unter dem Titel „Jungsteinzeitliche Bergleute in Nordthüringen“ von Dr. Mario Küßner, Karin Schwerdtfeger und Jan Novacek erschienen. In derselben Zeitschriftenreihe, hier in der aktuellen Ausgabe Nr. 6/2018 (unser Bild), werden auch diese Funde und Befunde im Titelthema „Bergbau in der Steinzeit“ wieder aufgegriffen sowie weitere Aspekte aus der Gesamtthematik der neolithischen Feuersteingewinnung beleuchtet. Interessierte melden sich bei diesbezüglichem Interesse bitte beim Heimatverein ARATORA, bzw. es können oben genannte Zeitschriften unter aid-magazin.de bestellt werden. – Noch zeichnet sich die archäologische Bedeutung der jungsteinzeitlichen bergbaulichen Gruben bei Artern nur schemenhaft ab, doch ist bereit jetzt klar, dass diese Befunde sehr bedeutsame Stellenwerte in der modernen Urgeschichtsforschung und Montanarchäologie einnehmen werden!


Radpartie Schönfeld

Freitag, 14. Dezember 2018

Während eines Besuchs im Vorfeld der Erstellung des nächstjährigen Bildbandes „Damals in Artern“ vor einigen Tagen in Sangerhausen wurde das bislang für dieses Buch vorgesehene fotografische Material durch unerwarteten Zuwachs erweitert (unser Bild). Nach Begutachtung und bereits erfolgter Digitalisierung eines überlassenen, dicken Briefumschlages voll mit Arterner Fotos aus den 1930er Jahren muss die mental bereits umrissene Gestaltung für besagtes Buch nun jedoch geändert bzw. erweitert werden, weil dies die Qualität der neuen Motive erfordert, die unbedingt veröffentlicht werden sollen. Urheber ist ein Angestellter der Stadt Artern, der damals als Amateurfotograf wirkte. Neben zahlreichen, aus dieser Tätigkeit resultierenden Bildern, die bereits seit längerem vorliegen, wird „Damals in Artern“ nun voraussichtlich um folgende Wiedergaben ergänzt: Büroarbeiten im Rathaus, Ausstellung von Bildern Otto Engelhardt-Kyffhäusers im Sitzungssaal des Rathauses, Rummelplatz (!) um die Marienkirche, Blick in die Harzstraße, Brücke über den Mühlgraben, Häuserzeile am Markt, Blick von den Weinbergtreppen auf Artern, Stadtansicht von Schönfeld aus, Friedhof und Solebach, Voigtstedter und Harz-Straße sowie weitere. Als ganz besondere historische „Leckerbissen“ zu bezeichnen sind zwei bislang unbekannte Bilder vom Absturz eines Flugzeuges in den Kindergarten Magdalenenstraße sowie die bildliche Wiedergabe eines offenen Durchflusses des Solebaches in einem gemauerten Graben an der Schönfelder Straße hin zur Unstrut. – Der avisierte Bildband „Damals in Artern“ wird aus zwei großen Fotosammlungen bestehen, die Motive während der 1930er und 1960er Jahre zeigen. Gegebenenfalls könnten bei noch freier Platzkapazität einige weitere Fotos dieser Zeit aus einer anderen Kollektion hinzukommen. Als Termin der Veröffentlichung ist der Sommer 2019 geplant.


Versand Kleinbahn

Dienstag, 11. Dezember 2018

Nachdem auch in diesem Jahr erfreulich hohes Interesse an aktuellen Erzeugnissen zur publizierten Stadtgeschichte verzeichnet werden konnte, war der Weihnachtsmarkt in Artern am vergangenen Wochenende eine erneute Bestätigung dessen. So lauerten die ersten Käufer am Sonnabend bereits eine Dreiviertelstunde (!) vor Markteröffnung ungeduldig an unserer Verkaufsbude, die natürlich noch geschlossen war. Und so ging's beide Nachmittage munter weiter: viel Publikum trotzdem Wind und Regen! Im Mittelpunkt stand natürlich die erst einen Tag zuvor ausgelieferte Neuveröffentlichung der inzwischen sechsten Auflage der Broschüre „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern – Berga/Kelbra 1916-1966“ als definitiv letzte Charge, die gedruckt wird. – Während sich auf dem Weihnachtsmarkt die Mehrzahl der Käufer aus Artern und der näheren Umgebung rekrutierten, waren etliche auch aus dem Kreis Mansfeld-Südharz und von anderswoher gekommen, um Broschüren zu erwerben. Seit gestern kann die „Kleinbahn“ nun auch im Guten Buch in Artern sowie über den Heimatverein ARATORA zum Preis von 7,00 Euro erworben werden. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – War der Handverkauf am Wochenende schon sehr beachtlich, war die bisherige Anzahl der Besteller via Telefon und Internet (teilweise im Stundentakt und kürzer) beinahe überwältigend. Deshalb war prozentual schon vor Erscheinen ein Drittel der Gesamtauflage reserviert und mittlerweile zur Postverschickung gegeben worden (unser Bild)! – Die auf dem Arterner Weihnachtsmarkt häufig gestellte Frage, ob die proklamierte letztmalige Auflage der „Kleinbahn“ nur ein Werbetrick sei, muss verneint werden. Grund ist, dass die bisherige Herstellungsweise modernen Anforderungen im Druckwesen nur noch sehr bedingt entspricht. Mit Schließung der Druckerei Möbius in Artern zum Jahresende 2018 kann deshalb dieses Buch mit der bislang benutzten Vorlage nicht mehr weiterverwendet werden. Hierzu müssten ein kompletter Neusatz sowie auch textliche und bildliche Erweiterungen erfolgen, wozu aber mittelfristig die Kapazitäten fehlen. Deshalb ist die aktuelle Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn“ definitiv leider die letzte! So, wie sich aktuell Nachfragen, Bestellungen und Verkauf präsentieren, wird auch diese Charge in absehbarer Zeit schnell wieder ausverkauft sein!