Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Grabstein saniert

Über 170jähriges Grabdenkmal saniert und neu errichtet!

Die bereits seit längerem seitens des Heimatverein ARATORA vorgehabte Sanierung des Grabdenkmals der an Cholera verstorbenen Marie Sophie Elisabeth Walter (1796-1850) auf dem Arterner Friedhof wurde am 3. Mai 2023 mit dessen Neusetzung beendet. Nachdem 2019 Erdbewegungen über der Erbbegräbnisstätte Romeiß die Umsetzung des Grabsteins von Marie Sophie Elisabeth Walter nötig machten, lag das ca. zwei Tonnen schwere Denkmal zunächst über längere Zeit in drei Einzelteilen auf dem Bauhof, ehe der Heimatverein ARATORA die Aufarbeitung und Wiederherstellung im Steinmetzbetrieb vom Marko Gödicke in Artern initiierte. Dort wurde das Denkmal gereinigt und verfestigt sowie die teils völlig verkrusteten bzw. verwitterten Schriftzüge wieder lesbar gemacht und farblich hervorgehoben. Der Stein fand danach an anderer, besser als zuvor einsehbarer Stelle auf dem Arterner Friedhof einen neuen Platz, nämlich auf halber Wegstrecke zwischen Haupteingang und Feierhalle. - Das wiederhergestellte Grabmal der Marie Sophie Elisabeth Walter, Gattin des Schiffseigners sowie Pächters des Ziegelwerks in der Unstrutstraße Christian Wilhelm Walter, ist ein beredtes Denkmal bürgerlicher Sepulkralkultur der späten Biedermeierzeit und zugleich eines der wenigen noch erhaltenen Gedenksteine aus der Frühzeit des Friedhofs in Artern (Einweihung 9. Juni 1833). Mit dessen Rettung wurde nun ein wichtiges Einzelelement aus dem historistischen Kontext des Friedhofes für die Zukunft erhalten. Die im Zuge der Sanierung und Wiederaufstellung dieses Kulturdenkmals entstandenen Kosten übernahm der Heimatverein ARATORA komplett aus Eigenmitteln.


Nostalgie-Kalender 2027

Arterner Nostalgie-Kalender: Neue Ausgabe zum Zwiebelmarkt 2026!

Seit 2015 begleitet der Arterner Nostalgie-Kalender zahlreiche Interessenten mit historischen Bildern unserer Heimatstadt durch die Jahre. Damit dies auch 2027 der Fall sein wird, wurde kürzlich der nächstjährige Kalender fertiggestellt und befindet sich derzeit in der Herstellungsphase. Zum nächsten Zwiebelmarkt, jedoch nur am Sonnabend, 3. Oktober 2026 zwischen 9.00 und 17.00 Uhr, wird der neue Kalender dann zum Kauf angeboten. Näheres diesbezüglich zu gegebener Zeit hier und in der Presse. Das neue Druckerzeugnis steht unter dem Titel „Artern - Stadtbilder gestern und vorgestern“ und widmet sich vorrangig der ehemals reichhaltigen Geschäftswelt in der Innenstadt. Die meisten der genutzten Aufnahmen wurden vor dem Zweiten Weltkrieg hergestellt. Als Titelseite wurde eine Aufnahme des mittleren Abschnitts der Leipziger Straße um 1930 gewählt (unser Bild). - Mit dem neuen Kalender erhofft sich der Herausgeber wiederum großes Interesse und hohe Nachfrage. Zudem wird um Bereitstellung von weiteren alten Fotos gebeten, die sich ggf. noch in alten Bilderalben befinden, um auch künftige Kalenderausgaben absichern zu können.


Kleinbahn

Broschüre „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ nur noch in Restexemplaren!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 2,00 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!


Sanierungsobjekt 2026: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung eines spätbiedermeierzeitlichen Grabdenkmals auf dem Arterner Friedhof wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals (inklusive Zuwendungen zur Sanierung der Gedenktafel an Thomas-Müntzer in Artern) wurden bislang 15.913,43 Euro (Stand vom 12. April 2026) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!


Schild Saline

Diebstahl in der Saline Artern – Bitte um Mithilfe!

Vermutlich am Freitag, 24. September 2021 kam es auf dem Gelände der ehemaligen Saline in Artern zu einem Diebstahl. Am dortigen Schornstein, aus etwa sechs Meter Höhe, wurde ein etwa 1936/38 angebrachtes Schild der Firma „J. A. TOPF & SOEHNE ERFURT“ (unser Bild) entwendet. Dieser Verlust wurde bereits am Folgetag bekannt, wobei bereits erste Erkundigungen eingeleitet worden sind, nachdem die dort tätige Sanierungsfirma ausgeschlossen werden konnte, das Objekt vorsorglich abgenommen zu haben. Zwischenzeitlich hat die Stadt Artern Anzeige bei der Polizei erstattet. – Um die Ermittlungen zu unterstützen, werden unsere Homepage-Besucher gebeten, diese Nachricht sowie das beigefügte Foto des alten Firmenschildes in den sozialen Netzwerken zu publizieren, damit der Täter hoffentlich ermittelt bzw. die Veräußerung des Schildes verhindert werden kann. Angesprochen, soll der mutmaßliche Dieb geäußert haben, dass der Saline-Schornstein demnächst abgetragen werde und das Schild deshalb abkommen müsse – eine ebenso dümmliche wie falsche Ausrede! - Also bitte: Augen und Ohren auf!


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die unerwartet aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer i. R. Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (im Pfarrhaus gestohlen, zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1769-1821 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!) und
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!)


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit fast einem Jahrzehnt kümmert sich der Heimatverein ARATORA verstärkt auch um die Auffindung verschwundener historischer Kirchenakten aus Artern, um deren Aufarbeitung und Sanierung. Immerhin stellen besonders diese Objekte wichtige stadtgeschichtliche Zeugnisse dar. Erinnert sei an in diesem Kontext an die komplette Kostenübernahme der Sanierung des Kirchenbuches mit Eintragungen der Beerdigungen für den Zeitraum 1855 bis 1905. Gleichfalls im Jahr 2016 wurde für das Kirchenarchiv unseres Evangelischen Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda eine Teilabschrift des Arterner Taufbuches 1902 bis 1903 aus privater Hand erworben. Eine zuvor auf Vereinskosten sanierte Kirchenagenda von 1580 (unser Bild) wurde der evangelischen Gemeinde Artern 2018 überlassen. Ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der Kirchengemeinde Artern konnte gleichfalls zu dieser Zeit aus Privatbesitz erworben werden, harrt aber derzeit des Umfangs wegen noch immer der Aufarbeitung. Im Herbst 2024 konnten schließlich folgende drei Akten des 18. Jahrhundert erworben werden: „Neues Stuhl-Register über die Männer und Weiber Stände der Arterischen Kirchen B. Virginis aufgesetzet Anno 1768“ sowie das „Inventarium derer beyden Arterischen Stadt-Kirchen B. virginis & St. Viti 1713-1714“ nebst eine Zusatzakte (Mappe). Letztgenannte Folianten, die nicht saniert werden müssen, werden nach Digitalisierung und Auswertung dem Kirchenkreisarchiv in Eisleben zugeführt. – Wenn sich dem Vorstand gegenüber gemachte Andeutungen als wahr erweisen, wird es auch künftig möglich sein, sukzessive alte Arterner Kirchenakten zu retten.


Artern

Kalender 2027

Dienstag, 9. Juni 2026

Der Arterner Nostalgie-Kalender ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein äußerst begehrtes Druckerzeugnis. Nachdem letzte Korrekturen vorgenommen worden sind, liegt die Ausgabe für das kommende Jahr 2027 (unser Bild) in der digitalen Endfassung vor. Derzeit befindet sich der neue Kalender in der Produktionsphase, d. h. er wird gedruckt und danach mit Ringbindung versehen. - Der neue Kalender steht unter dem Motto „Stadtbilder gestern und vorgestern auf 24 Kalenderblättern“ und zeigt ausgewählte Aufnahmen mit historischen Straßenzügen und Gebäuden, vorrangig solche mit Firmen und Geschäften. Aufgrund der enormen Nachfrage im vergangenen Jahr wurde die kommende Auflage des Arterner Nostalgie-Kalenders moderat erhöht. - Zum nächsten Zwiebelmarkt erfolgt dann der Direktverkauf, allerdings nur am Sonnabend. 3. Oktober 2026 zwischen 9.00 und 17.00 Uhr. Eventuell übrige Exemplare können ab dem 4. Oktober 2026 im Spielzeugladen „idee+spiel“ in der Wasserstraße 1 erworben werden. Vorbestellungen werden entgegengenommen, allerdings nur maximal eine Woche zurückgehalten.


Bruhn Kyffhäuser

Dienstag, 2. Juni 2026

Eine opulente Sammlung, bestehend aus fast hundert Gemälden und Zeichnungen der beiden Arterner Engelhardt-Brüder, kam unerwartet aus einer Dachbodenentrümplung zum Heimatverein ARATORA und wird derzeit aufgearbeitet. Die Mehrzahl dieser Kunstwerke wurde von Ewald Engelhardt (1879-1976) geschaffen, einige wenige von dessen Bruder Otto Engelhardt-Kyffhäuser (1884-1965). Die Bilder sind mit Öl und Acryl gemalt, als Aquarelle, Bleistift- und/oder Kohlezeichnungen, Linolschnitte sowie Drucke auf Leinwand, Pappe und Papier. Dargestellt sind Landschaften, Porträts, Objekte, Blumen, Tiere, Stillleben, Architekturen sowie baukünstlerische Details. Auch Arterner Motive sowie solche aus der näheren Umgebung beinhaltet die Sammlung, so die hiesige Schweinegasse, Artern im Schneetreiben, das Kyffhäuser-Gebirge und die beiden Sachsenburgen. Als fotografisches Bonbon liegt noch ein großes Bildnis um 1850 (!) von Christian August Engelhardt (1796-1875), Bürger, Einwohner und Kaufmann in Artern, vor. Dieser war der Großvater unserer beiden Künstler. - Nach der angesprochenen inhaltlichen Erfassung und bildlichen Dokumentation kann dann auch an dieser Stelle eine detailliertere Präsentation dieses höchst spannenden Fundes gemacht werden. Immerhin ist schon jetzt schon festzuhalten, dass interessante und nicht unwichtige Einzelwerke der Gebrüder Engelhardt sichergestellt worden sind und für die Zukunft erhalten werden können. Die Sammlung mit zu verschiedensten Zeiten gemalten Kunstwerken gibt schon im Rahmen dieser überschaubaren Kollektion einen Überblick über verschiedene Maltechniken und Stile, die die zwei Künstler anwandten. Anlass der Erstellung der Sammlung bzw. die genaue Herkunft der Gemälde, die in einer großen Künstlermappe aufbewahrt waren, sind leider nicht bekannt. Über die Möglichkeiten einer öffentlichen Präsentation der Gemälde und Zeichnungen zu gegebener Zeit muss noch nachgedacht werden. - Unser Bild zeigt den Kyffhäuser, ungefähr von Artern oder Kachstedt aus. In der vorgelagerten Diamantenen und Goldenen Aue sind vier Rauchwolken (Oster-, Pfingst- oder Maifeuer evtl. bei Esperstedt, Ringleben, Borxleben und Hackpfüffel) dargestellt. Das Aquarell ist gezeichnet mit „C. Brun“. Diese Darstellung ist einzige eines anderen Künstlers in obiger Sammlung. Wer kann etwas über den Maler C. Brun mitteilen? Ggf. handelt es sich um ein Pseudonym. 


Grabstein

Dienstag, 26. Mai 2026

Im Eingangsbereich des Arterner Friedhofes befinden sich rechterhand zwei sehr alte Grabsteine, so jener walzenförmige aus Buntsandstein (unser Bild). Dessen Schriftzüge sind längst derart verblichen, dass eine Identifizierung und personelle Zuordnung schwierig erschien. Dennoch wurde kürzlich die Transkription der alten Gravuren angegangen, und mit viel Mühe, Zeit sowie dem Einsatz von Bildbearbeitungsprogrammen trat tatsächlich Erfolg ein! Mittels zurate gezogener schriftlicher Quellen konnte eruiert werden, dass der Stein an den jung verstorbenen Salinearbeiter Friedrich Christian Krause (1818-1847) und dessen Sohn Carl Friedrich Krause (1847-1848) erinnert. Friedrich Christian Krause war seit 1845 mit Karoline Magdalene, geb. Rausch (1819-1897) verheiratet. Die junge Witwe ehelichte 1851 zum zweiten Male, nämlich den Arterner Barbier und Witwer Johann August Röder (1820-1872). Auch die Grabmäler dieses Ehepaares befinden sich noch immer auf dem Friedhof (Südmauer), wobei allerdings die Inschriften auf den zugehörigen Tafeln leicht von den urkundlichen Eintragungen abweichen! - Auf jeden Fall müssen die Grabsteine Krause und Röder, wie überhaupt die ältesten bzw. alten Grabdenkmal auf dem Arterner Friedhof erhalten werden. Leider wurden viel zu viele historische Grabsteine während der vergangenen Jahrzehnte unwiederbringlich entsorgt!