Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)
Über 170jähriges Grabdenkmal saniert und neu errichtet!
Die bereits seit längerem seitens des Heimatverein ARATORA vorgehabte Sanierung des Grabdenkmals der an Cholera verstorbenen Marie Sophie Elisabeth Walter (1796-1850) auf dem Arterner Friedhof wurde am 3. Mai 2023 mit dessen Neusetzung beendet. Nachdem 2019 Erdbewegungen über der Erbbegräbnisstätte Romeiß die Umsetzung des Grabsteins von Marie Sophie Elisabeth Walter nötig machten, lag das ca. zwei Tonnen schwere Denkmal zunächst über längere Zeit in drei Einzelteilen auf dem Bauhof, ehe der Heimatverein ARATORA die Aufarbeitung und Wiederherstellung im Steinmetzbetrieb vom Marko Gödicke in Artern initiierte. Dort wurde das Denkmal gereinigt und verfestigt sowie die teils völlig verkrusteten bzw. verwitterten Schriftzüge wieder lesbar gemacht und farblich hervorgehoben. Der Stein fand danach an anderer, besser als zuvor einsehbarer Stelle auf dem Arterner Friedhof einen neuen Platz, nämlich auf halber Wegstrecke zwischen Haupteingang und Feierhalle. - Das wiederhergestellte Grabmal der Marie Sophie Elisabeth Walter, Gattin des Schiffseigners sowie Pächters des Ziegelwerks in der Unstrutstraße Christian Wilhelm Walter, ist ein beredtes Denkmal bürgerlicher Sepulkralkultur der späten Biedermeierzeit und zugleich eines der wenigen noch erhaltenen Gedenksteine aus der Frühzeit des Friedhofs in Artern (Einweihung 9. Juni 1833). Mit dessen Rettung wurde nun ein wichtiges Einzelelement aus dem historistischen Kontext des Friedhofes für die Zukunft erhalten. Die im Zuge der Sanierung und Wiederaufstellung dieses Kulturdenkmals entstandenen Kosten übernahm der Heimatverein ARATORA komplett aus Eigenmitteln.
Neuer historischer Bildband seit 24. November 2025 im Angebot!
Nach dem grandiosen Interesse am Nostalgie-Kalender 2026, das mit dem kompletten (!) Verkauf der Gesamtauflage zum Zwiebelmarkt endete, ist nun die zweite Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA in diesem Jahr vollzogen worden. Ab dem 24. November 2025 kann der neue Bildband „Artern in alten Zeiten - Fotografische Reisen in die städtische Vergangenheit“ (unser Bild) im Querformat A5 mit über 120 Aufnahmen aus der Historie unserer Heimatstadt käuflich im Spielzeugladen Artern und bei Heimatverein ARATORA erworben werden. Gezeigt werden überwiegend seltene Fotomotive von der Kaiser-Zeit bis zur späten DDR, jeweils chronologisch geordnet nach Straßennamen.
Broschüre „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ nur noch in Restexemplaren!
Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 2,00 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!
„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!
Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.
Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!
Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!
Sanierungsobjekt 2025: Wiederherstellung des versteinerten Baums!
Nach erfolgreicher Sanierung eines spätbiedermeierzeitlichen Grabdenkmals auf dem Arterner Friedhof wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals (inklusive Zuwendungen zur Sanierung der Gedenktafel an Thomas-Müntzer in Artern) wurden bislang 14.896,93 Euro (Stand vom 4. Dezember 2025) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!
Diebstahl in der Saline Artern – Bitte um Mithilfe!
Vermutlich am Freitag, 24. September 2021 kam es auf dem Gelände der ehemaligen Saline in Artern zu einem Diebstahl. Am dortigen Schornstein, aus etwa sechs Meter Höhe, wurde ein etwa 1936/38 angebrachtes Schild der Firma „J. A. TOPF & SOEHNE ERFURT“ (unser Bild) entwendet. Dieser Verlust wurde bereits am Folgetag bekannt, wobei bereits erste Erkundigungen eingeleitet worden sind, nachdem die dort tätige Sanierungsfirma ausgeschlossen werden konnte, das Objekt vorsorglich abgenommen zu haben. Zwischenzeitlich hat die Stadt Artern Anzeige bei der Polizei erstattet. – Um die Ermittlungen zu unterstützen, werden unsere Homepage-Besucher gebeten, diese Nachricht sowie das beigefügte Foto des alten Firmenschildes in den sozialen Netzwerken zu publizieren, damit der Täter hoffentlich ermittelt bzw. die Veräußerung des Schildes verhindert werden kann. Angesprochen, soll der mutmaßliche Dieb geäußert haben, dass der Saline-Schornstein demnächst abgetragen werde und das Schild deshalb abkommen müsse – eine ebenso dümmliche wie falsche Ausrede! - Also bitte: Augen und Ohren auf!
Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!
Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.
Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!
Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!
Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!
Die Freude über die unerwartet aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer i. R. Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:
Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (im Pfarrhaus gestohlen, zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1769-1821 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!) und
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!)
Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!
Seit fast einem Jahrzehnt kümmert sich der Heimatverein ARATORA verstärkt auch um die Auffindung verschwundener historischer Kirchenakten aus Artern, um deren Aufarbeitung und Sanierung. Immerhin stellen besonders diese Objekte wichtige stadtgeschichtliche Zeugnisse dar. Erinnert sei an in diesem Kontext an die komplette Kostenübernahme der Sanierung des Kirchenbuches mit Eintragungen der Beerdigungen für den Zeitraum 1855 bis 1905. Gleichfalls im Jahr 2016 wurde für das Kirchenarchiv unseres Evangelischen Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda eine Teilabschrift des Arterner Taufbuches 1902 bis 1903 aus privater Hand erworben. Eine zuvor auf Vereinskosten sanierte Kirchenagenda von 1580 (unser Bild) wurde der evangelischen Gemeinde Artern 2018 überlassen. Ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der Kirchengemeinde Artern konnte gleichfalls zu dieser Zeit aus Privatbesitz erworben werden, harrt aber derzeit des Umfangs wegen noch immer der Aufarbeitung. Im Herbst 2024 konnten schließlich folgende drei Akten des 18. Jahrhundert erworben werden: „Neues Stuhl-Register über die Männer und Weiber Stände der Arterischen Kirchen B. Virginis aufgesetzet Anno 1768“ sowie das „Inventarium derer beyden Arterischen Stadt-Kirchen B. virginis & St. Viti 1713-1714“ nebst eine Zusatzakte (Mappe). Letztgenannte Folianten, die nicht saniert werden müssen, werden nach Digitalisierung und Auswertung dem Kirchenkreisarchiv in Eisleben zugeführt. – Wenn sich dem Vorstand gegenüber gemachte Andeutungen als wahr erweisen, wird es auch künftig möglich sein, sukzessive alte Arterner Kirchenakten zu retten.
Dienstag, 2. Dezember 2025
Dass der Besuch eines Weihnachtsmarktes eben nicht nur lukullische Nachfragen, Sehnsucht nach Adventsfrieden und Feiertagsatmosphäre befriedigen sollte, sondern auch wichtige heimatkundliche Aspekte umfassen kann, hat der Markt in Oldisleben am vergangenen Wochenende bewiesen. Unter den zahlreichen Besuchern auf dem Schulplatz fand sich auch der Ortschronist der Gemeinde Oldisleben ein und suchte das Gespräch mit dem ARATORA-Vorsitzenden. Eher nebenbei erwähnte er, dass soeben eine ortsgeschichtliche Veröffentlichung erschienen sei und auf dem Markt angeboten würde: „Historisches Oldisleben - Geschichten und Bilder einer thüringischen Gemeinde“ (unser Bild). Der Zusatz „Band 1“ ist zwar etwas hoch gegriffen, weil die Bezeichnung „Heft“ dem Umfang mit 44 Seiten eher gerecht geworden wäre, doch inhaltlich erwartet dafür den Leser ein buntes und abwechslungsreiches Querbeet aus der Vergangenheit des großen Dorfes an der Unstrut. Zahlreiche historische Illustrationen und Faksimiles unterstreichen die einstige Bedeutung des Ortes, zu Zeiten des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenachs aber auchdavor und danach. Gezeigt werden zahlreiche Gebäude und Grundstücke im Dorf (oft in Gegenüberstellung damals und heute), Kirche, Zuckerfabrik, Mühle, Brücken sowie Altbergbau nahe des Dorfes, ebenso bedeutende Persönlichkeiten aus Oldisleben. - Ein schönes Erstlingswerk mit Ausflügen in Historie, Familienforschung und Volkskunde haben die Autoren Steffen Beil und Michael Grimmer mit Hilfe vieler Einheimischer und offenbar viel Aufwand im Vorfeld der Publikation zustande gebracht haben. Bei den hoffentlich zu erwartenden Fortsetzungen sollten aber unbedingt der Schriftgrad des Begleittextes vergrößert bzw. die Fotos in jeweils großzügigeren Abmessungen reproduziert werden. Bei den hoffentlich zu erwartenden Fortsetzungen sollten aber unbedingt der Schriftgrad des Begleittextes vergrößert bzw. die Fotos in jeweils großzügigeren Abmessungen reproduziert werden. Dann werden Lesbarkeit und besser sichtbare Details auf den Fotos den Informationsgehalt noch spürbarer erhöhen.
Dienstag, 25. November 2025
Im Vorfeld der Veröffentlichung des aktuellen Saale-Unstrut-Elster-Jahrbuches 2026 hat der herausgebende Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde e.V. den Inhalt der 31. Ausgabe des Jahrbuches bekanntgegeben. Demnach wird sich das im Dezember 2025 erscheinende Buch erneut ausgewählten Aspekten aus Vergangenheit, Gegenwart und Natur der Saale-Unstrut-Elster-Region widmen. Der renommierte Mitteldeutsche Verlag, in dem das Werk publiziert wird, bewirbt die bevorstehende Neuerscheinung wie folgt: „Auch dem zweiten Jahrgang des Jahrbuchs unter dem erweiterten Namen Saale-Unstrut-Elster gelingt ein aufgefächertes Themenspektrum zur Geschichte und Naturkunde der südlichen Region von Sachsen-Anhalt. Naumburg setzt in diesem Jahr einen biografischen Schwerpunkt mit Beiträgen zu Carl Peter Lepsius (1775-1853) - dem Nestor der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte -, Ernestine/Ernestina Mack/Schultze-Naumburg/Orlandini (1869-1965) - Künstlerin und Ehefrau des Architekten Paul Schultze-Naumburg - sowie Dorothea Buck (1917-2019) - Naumburgerin, Opfer des NS-Regimes, Künstlerin und Mitbegründerin des psychiatrischen Trialogs. Weitere Beiträge befassen sich mit der schulischen Sexualaufklärung im frühen 20. Jahrhundert sowie der Etablierung des Schulsports, der Geschichte der Naumburger Othmarskirche, der Identität der Uta von Naumburg und dem 120jährigen Jubiläum der u.a. von Max Klinger in Florenz begründeten Villa Romana. - Zeitz ist mit einem Beitrag zu den aktuellen Grabungsbefunden auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters Bosau vertreten, während ein Artikel zum Erholungspark Mondsee bei Hohenmölsen Einblicke in die Wandlungsfähigkeit einer traditionsreichen Braunkohle-Bergbaulandschaft vermittelt. - Das besondere Kunstwerk ist im aktuellen Jahrbuch der sogenannte Kistritzer Altar im Naumburger Domschatz, an dem kürzlich eine umfassende kunsttechnologische Untersuchung vorgenommen wurde. Der Beitrag zur Naturkunde widmet sich dem seltenen Hirschkäfer und seinem Vorkommen in den Wäldern bei Goseck.“ – Das neue Saale-Unstrut-Elster-Jahrbuches 2026 umfasst 128 Seiten und ist mit Farb- sowie Schwarzweißfotos illustriert. Die Bestellnummer des Buchhandels lautet ISBN 978-3-68948-104-9.
Dienstag, 18. November 2025
„Kleindenkmale mit rechtshistorischer und kultischer Bedeutung im Altkreis Sangerhausen (1952-1990) - Eine Bestandsaufnahme“, unter diesem Titel (unser Bild) veröffentlichte vorige Woche das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz in Roßla den achten Band seiner Schriftenreihe mit einer grandiosen Gesamtdarstellung. Vor Drucklegung waren allerdings vier Jahrzehnte Vorarbeiten nötig, die die Autoren Heinz Noack, Steffi und Sophie Rohland aus Bennungen, langjährige Bodendenkmalpfleger des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, gern auf sich genommen und nun ein Buch darüber publiziert haben. Dessen Umfang beträgt 516 Seiten und kommt mit sagenhaften 791 historischen und aktuellen Abbildungen einher! - Nach einer Einführung mit Vorstellung der aufgenommenen Arten und deren Forschungsgeschichte im ehemaligen Landkreis Sangerhausen schließt sich eine detaillierte Vorstellung in Text und Bild an. Aufgenommen worden sind folgende Kleindenkmalarten: Steinkreuze bzw. Kreuzsteine, Bauern- oder Dorfsteine, Gerichtssteine, Graue Steine, Blutsteine bzw. -bäume und -raine, Pranger, Halseisen, Blaue Steine, Menhire, Näpfchensteine und Wetzrillen, Nagelsteine, Bildstöcke und ausgewählte namentragende Steine. - Der Katalogteil ist alphabetisch gegliedert und enthält rezente als auch verschollene Kleindenkmale. Diese sind nach ihrer Art, Aussehen, Geschichte und Standort tabellarisch beschrieben. Der sich anschließende Bildteil wurde nach Gemarkungen gegliedert, eine Karte weist die jeweiligen Standorte der Kleindenkmale aus. Die zugehörigen Abbildungen geben den heutigen Zustand als Bild und maßstäbliche Zeichnung sowie die jeweilige Standortsituation wieder. Ergänzend wurden auch historische Bilder beigefügt. - „Kleindenkmale mit rechtshistorischer und kultischer Bedeutung im Altkreis Sangerhausen (1952-1990) - Eine Bestandsaufnahme“ ist für die Fachbehörden und Kommunen ein wichtiges Arbeitsmittel beim Schutz dieser Denkmalarten und gleichzeitig für ehrenamtliche Denkmalschützer bzw. heimatgeschichtlich interessierte Bürger ein wichtiges, umfassendes Nachschlagewerk. - Getrost könnte man diese neue Publikation, in der zehntausende ehrenamtliche Arbeitsstunden im Gelände, in Museen und Archiven, über alten Akten und Landkarten sowie am Computer stecken, als Lebenswerk des Hauptautors verstehen, wenn dieser nicht noch eine andere „Schwäche“ hätte - nämlich die Erforschung der Geschichte des Dorfes Questenberg. Die Vergangenheit dieser Gemeinde im Südharz umfänglich darzustellen, ist ein weiterer Herzenswunsch von Heinz Noack, den er sich noch vor dem Jahreswechsel erfüllen wird, weil dann sein Chronikwerk über Questenberg erscheinen wird. Dieses wird sogar noch umfangreicher als das eben kurz vorgestellte Denkmalbuch! Bis es jedoch soweit ist, bleibt noch genügend Zeit, letztere Veröffentlichung durchzuackern, um sich an den scheinbar nicht enden wollenden Fotos, Texten, Karten, Tabellen, Auflistungen, Faksimiles und Quellenverzeichnissen abzuarbeiten. - Chapeau für solch unendliches heimatgeschichtliches Engagement, das aus der tiefen Verbundenheit zur Region um den Kyffhäuser, den Südharz und die Goldene Aue resultiert!