Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Versteinerter Baum

Sanierungsobjekt aktuell: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des preußischen Provinzsteins sowie der Errichtung einer Kopie desselben im März 2018 wird postwendend vom Heimatverein ARATORA ein weiteres Denkmalprojekt in Artern angegangen: die Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche. Das übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Nichtsdestotrotz wird für die die Wiederherstellung dieses schönen Denkmals bereits jetzt um Spenden gebeten!


Alt-Artern

„Alt-Artern“: Unser aktueller Bildband mit Stadtansichten!

Über mangelndes Interesse und anerkennende Worte brauchte sich der soeben erschienene Bildband „Alt-Artern in Bildern – Die Fotosammlung des Schlossermeisters Hans Burghardt (1897-1970)“ zum Termin der Veröffentlichung am 9. Juni 2018 anlässlich des Vereinstages im Schwimmbad wahrlich nicht zu beklagen, ganz im Gegenteil! Hinzu kam ein in diesem Umfang bei weitem nicht erwartetes, hohes Interesse im „Guten Buch“ Artern. Auf 128 Seiten und illustriert mit 124 historischen Schwarzweiß-Fotos wurde mit diesem Bildband schließlich eine direkte Fortsetzung des gleichfalls sehr erfolgreichen vorjährigen Buches „Alte Heimat Artern“ (nur noch Restexemplare vorhanden!) initiiert. Als Motive im neuen Bildband mit Ansichten ab ca. 1880 stechen u. a. hervor: altes Rathaus, Marktplatz und Wasserstraße, Unstrut und Mühlgraben, Domäne, Schulgebäude, Johannisstraße, Sole und Saline, Industrieviertel, Franz-Schubert-Straße usw. Auch einige hübsche alte Ansichten aus Nachbardörfern als Bestandteile der genutzten originalen Sammlungen sind zu sehen. Der wiederum attraktive Bildband ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit winterlicher Stadtansicht vom Weinberg aus. Der Verkaufspreis des Buches beträgt 12,00 Euro. Die Auflage beläuft sich auf lediglich 300 Exemplare! Interessierte möchten deshalb nicht allzu langen zögern! Unser neuer Band kann ab sofort beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erworben werden. Telefonische Bestellungen für den Postversand sind möglich.


Kalender 2019

Arterner (N)Ostalgie-Kalender 2019 erscheint zum Zwiebelmarkt!

Bereits zum fünften Male wird zum Zwiebelmarkt der beliebte Arterner (N)Ostalgie-Kalender veröffentlicht. Der Verkauf findet am Wochenende 6. und 7. Oktober 2018 vor dem Wohn- und Geschäftshaus in der Wasserstraße 12 statt, und zwar jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr; kostenlose Tragebeutel werden bei Bedarf ausgegeben. Der neue Kalender für das kommende Jahr 2019 steht unter dem Titel „Artern zwischen 1945 und 1985“. Wiederum 32 Bildmotive aus der Vergangenheit unserer Heimatstadt wurden hierfür genutzt. Das Kalendarium umfasst 24 Kalenderblätter, wobei pro Monat zwei Kalenderblätter anfallen. Das Titelblatt ziert der Parkplatz auf dem Markt. Als Monatsansichten wurden diesmal u. a. ausgewählt: Wasserturm der Deutschen Reichsbahn, Stadtansicht im Winter, altes Unstrut-Bad, Karl-Liebknecht-Straße, Geschäft Röhkel am Markt, Genex-Trabbis auf dem Königstuhl, Ruine der Veitskirche, Gaststätte Hillmer, Blick vom Hotel Weinberg, obere Wasserstraße, Bau des Schwimmbades, Sicht vom Weinberg nach Allstedt, Goetheplatz, Markt- und Geschwister-Scholl-Platz, Friedhof und vereister Mühlgraben. Die Auflage des Kalenders ist auf 300 Exemplare begrenzt worden! Der Preis beträgt 10,00 Euro, von denen je 2,00 Euro zugunsten der Sanierung der Orgel in der Marienkirche der evangelischen Gemeinde Artern zugeleitet werden. Ab Montag, 8. Oktober 2018 wird der Kalender auch im „Guten Buch“ Artern angeboten.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2018: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 wird der Heimatverein ARATORA weiter für diesen Zweck sammeln: zu Veranstaltungen und bei Anlässen. So konnten im ersten Halbjahr 2018 hundert Euro Spende sowie eine größere Kollekte nach einem heimatgeschichtlichen Vortrag am 21. Juni für die Orgelsanierung zugeführt werden. Im zweiten Halbjahr 2018 kamen bislang dreihundert Euro im Zusammenhang mit zwei Vorträgen anlässlich des Tages des offenen Denkmals zugunsten der Orgel zusammen. Mit weiteren größeren Unterstützungen für das Instrument ist zum Zwiebelmarkt und im Dezember zu rechnen. Bitte helfen auch Sie mit, die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Buch Notgeld

Freitag, 21. September 2018

Mit seinem kürzlich erschienenen Buch „Aus vergangenen Zeiten... Papiergeld, Notgeld, Notmünzen, betriebliches Verrechnungsgeld und Wertmarken 1850-1990“ (unser Bild) hat Vereinsmitglied Ringo Staudt aus Schlettau in Sachsen (zuvor in Reinsdorf wohnhaft) ein nicht nur für Numismatiker wichtiges regionalhistorisches Werk in Katalogform vorgelegt, das akribisch recherchiert und reich bebildert aus der jüngeren Geldgeschichte der Gebiete des heutigen Kyffhäuserkreises und des Landkreises Sömmerda berichtet. Nachdem die erste (Klein-)Auflage erwartungsgemäß in kurzer Zeit vergriffen war, steht nun eine Nachauflage an. Der Untertitel „Ein numismatischer Baustein zur Geldgeschichte Thüringens“ ist, betrachtet man das Buch intensiver, fast schon tiefgestapelt, denn der Autor hat enormes Wissen, basierend auf seiner Sammelleidenschaft sowie ungezählten Stunden während Ermittlungen, Analysen und Zusammenstellungen, zu Papier gebracht. – Den Anfang machen drei Artikel: zum Thema Notgeld allgemein, zur Einteilung sowie zur Arbeit mit dem Katalog. Dieser ist als Hauptteil in zwei Abschnitte gegliedert, jeweils identisch für die beiden genannten Kreise. Mit folgenden Überschriften wurde besagtes Inventarverzeichnis aufgebaut: Papiernotgeld 1914-1923, Orts- und Privatnotmünzen, Wert- und sonstige Marken, sonstige Belege mit Geldbezug, auswärtiges Notgeld mit Lokalbezügen, weiterhin Betriebsgeld, Wert- und sonstige Marken und sonstige Belege mit Geldbezügen. – Was sich hier vielleicht noch wie knochentrockene Speziallektüre für introvertierte Forschergreise aus der Numismatiker-Gilde liest, wird bereits beim Blättern im Buch rasch als Vorurteil hinfällig. Sicherlich beinhaltet dieses Werk Spezialthemen, nach numismatischen Gesichtspunkten beschrieben, aber: Hunderte Abbildungen in sehr erfreulicher Größe lassen das Buch zu einer Augenweide werden und erleichtern den sachlichen Einstieg in die regionale Geldgeschichte auch für bislang Unkundige, Anfänger und Laien. Für unseren Bereich besonders wichtig sind die detaillierten Beschreibungen und Darstellungen der von den Motiven her attraktiven Notgeldscheine z. B. aus Artern, (Bad) Frankenhausen, Kalbsrieth und Oberheldrungen; selbiges gilt natürlich auch für weitere Emissionen. – Ringo Staudt hat es geschafft, eine umfängliche und attraktive Monografie zu schaffen, die Numismatiker, Historiker, Heimatkundler und Interessierte gleichermaßen anspricht und begeistern wird. Zudem hat er eine bislang bestehende Lücke in der Aufarbeitung der regionalen Geldgeschichte geschlossen. Großes Kompliment ins Erzgebirge für dieses Werk – und möge die angesprochene Nachauflage nicht die letzte sein! Das 200-seitige Buch „Aus vergangenen Zeiten...“ kann beim Autor bestellt werden, der Heimatverein ARATORA vermittelt gern hierzu den Kontakt. Der Preis beträgt 25,00 Euro inklusive Versand.


Stadel und Schmölling

Dienstag, 18. September 2018

Im Rahmen der erneut rundum gelungenen heimatgeschichtlichen Jahresveranstaltung „Zu Gast bei Spenglers“ am 31. August 2018 im musealen Grundstück der gleichnamigen Regionalforscher-Familie in der Hospitalstraße wurden vom gastgebenden Sangerhäuser Geschichtsverein zwei Neuerscheinungen vorgestellt. Neben der hier kürzlich bereits besprochenen Broschüre „Die Feilenfabrik Sangerhausen“ wurde auch die Druckschrift „Die Straßen der Stadt Sangerhausen“ von Christine Stadel erstmals präsentiert. Darin stellt die Autorin aus unserer vormaligen Kreisstadt insgesamt 448 Straßennamen vor (inklusive natürlich jener der 14 Ortsteile von Breitenbach bis Wolfsberg) und beleuchtet deren Bedeutung und Geschichte. Unser Bild zeigt die Verfasserin Christine Stadel, gemeinsam mit dem ARATORA-Vorsitzenden auf der Treppe im Innenhof des alten Spengler-Grundstücks beim ersten Blättern in der Neuveröffentlichung (Foto: Heinz Noack, Bennungen). – Die 82-seitige Broschüre (Preis: 6,00 Euro) wird eröffnet mit bildlichen Impressionen aus den insgesamt 15 Kommunen, danach werden deren aktuelle Straßennamen bzw. soweit bekannt die vormaligen Bezeichnungen alphabetisch benannt sowie kurz und prägnant erläutert. In der Regel handelt sich hierbei um Personennamen, Bezeichnungen von örtlichen Gegebenheiten sowie alte Wege- und Flurnamen. Wie anderswo gleichfalls, sind bei der Vielzahl der Benennungen auch Namen darunter, die sich aufgrund ihres hohen Alters bzw. ehemals ganz spezifischer örtlicher Gegebenheiten oder Zustände einer eindeutigen Zuordnung verschließen und daher vage bleiben müssen. Die interessante und lehrreiche Schrift von Christine Stadel ist eine Fleißarbeit, der auch insoweit Verbreitung über interessierte Kreise in der Bevölkerung hinaus zu wünschen ist, als diese Broschüre z. B. im schulischen Heimatkunde- und Geschichtsunterricht angewendet werden sollte. Auch als Grundlage für evtl. weitergehende historische, onomastische, germanistische oder philologische Forschungen bietet sich die Neuveröffentlichung an. Zudem können sich Heimatfreunde in der Umgebung, die eine ähnliche Publikation planen, inhaltlich an „Die Straßen der Stadt Sangerhausen“ orientieren. – Am Rande obiger Veranstaltung war zudem zu erfahren, dass in absehbarer Zeit ein umfangreiches und stark bebildertes Buch über Kleindenkmale im Südharz (Kreis MSH) erscheinen wird; hierzu mehr an dieser Stelle nach Veröffentlichung bzw. öffentlicher Vorstellung dieses 400-seitigen Werkes im Oktober.


Tagung Kindelbrück

Freitag, 14. September 2018

Ein alljährlich regionalhistorischer Höhepunkt, zu dem erneut Vertreter des Heimatvereins ARATORA teilnahmen, fand vorige Woche mit der Tagung der Heimatforscher und Ortschronisten des Kreises Sömmerda statt, diesmal in der Grundschule Kindelbrück. Als Ausrichter fungierten diesmal die dortige Stadtverwaltung, der Sport- und Spielverein Kindelbrück, weiterhin die Interessengruppe Heimatgeschichte sowie das Landratsamt und Kreisarchiv Sömmerda. Die Schwerpunkte dieser Tagung zur Industrialisierung schlugen zugleich eine Brücke zum aktuellen Themenjahr „Industrialisierung und soziale Bewegungen in Thüringen“. Knapp sechzig Geschichtsfreunde fanden den Weg an das freundliche Städtchen an der Wipper, um sich über die historische Industriekultur in Thüringen sowie an authentischen Orten zu informieren. – Für thematisch lokales Kolorit sorgte zunächst Klaus Günther, der seinen Heimatort im 19. Jahrhundert beleuchtete, als sich bisherige Ackerbürgerstädtchen Kindelbrück zum Industristandort entwickelte (unser Bild). Ein sehr gehaltvolles und inhaltreiches Referat hielt danach Dr. Stefan Geber von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit „Industrialisierung in Thüringen im 19. Jahrhundert“. Er hatte die Entwicklung und Komplexität dieser Prozesse in den thüringischen Kleinstaaten bzw. dem preußischen Anteil Thüringens untersucht sowie mit statistischem Datenmaterial untermauert. Ein bislang kaum erforschtes Thema brachte dann Dr. Frank Boblenz vom Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar den Gästen nahe, nämlich die Auswirkungen der Industrialisierung in Sömmerda auf das Umland im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Pendler, d. h. der aus den Nachbardörfer zur Arbeit nach Sömmerda einpendelnden Arbeiter und deren Situation (Arbeitszeit, Fahrzeiten und -wege, soziales Umfeld). Als industriegeschichtliches Paradebeispiel vor Ort stellte abschließend Hartmut Stöpel die Kofferfabrik Kindelbrück in Wort und Bild vor: ehemalige Papiermühle, seit 1888 in Besitz der Schuhfabrik Baumann und Neufeld in Sangerhausen, von 1908 Elektrizitäts-Werk an und ab 1914 Kofferfabrik mit internationalen Absatzgebieten. Noch heute kündet eine Brandruine vom Ende dieses Industriezweiges in Kindelbrück. – Zum Abschluss wurde der langjährige Ortschronist Horst Haupt aus Alperstedt für seine Arbeit als Heimatforscher geehrt. Ein Rundgang durch Kindelbrück rundet die erneut gelungene Veranstaltung ab, die im nächsten Jahr in Rudestedt Station macht. Nicht zuletzt muss erwähnt werden, dass das Kreisarchiv Sömmerdas im Herbst 2018 mit dem Thüringischen Archivpreis ausgezeichnet wird. Auch unseren herzlichen Glückwunsch zu dieser hohen und verdienten Ehrung!


TdoD 2018

Dienstag, 11. September 2018

Die Spannung im Vorfeld des Tages des offenen Denkmals in Artern war bei den der evangelischen Kirchengemeinde und dem Heimatverein ARATORA nicht gering, da erstmalig am vergangenen Donnerstag und Sonnabend aus eben diesem Anlass eine gemeinsame zweiteilige Veranstaltung in der Marienkirche stattfand. Mehr als 600 farbige Bildaufnahmen wurden vorgestellt, die unsere Stadt in den frühen und mittleren 1990er Jahren zeigen. Dank der freundlichen Überlassung seiner Privatsammlung mit Aufnahmen Arterner Motive aus eben dieser Zeitspanne hatte Ehrenbürger Walter Wilhelm Funcke aus Einbeck diese beiden Präsentationsabende möglich werden lassen. Zusammen rund achtzig Personen wollten sich dies nicht entgehen lassen (unser Bild) – eine für Artern erfreuliche Beteiligung, auch zugunsten der Orgel, für deren Sanierung Spenden erbeten worden sind. – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Besagte Fotos zeigten in der mentalen Gegenüberstellung zu heute die seither zahlreich umgesetzten Verbesserungen im Stadtbild auf, wenngleich sich an manchen Stellen seit damals eben immer noch nicht allzu viel geändert hat! Generell konnte aber festgestellt werden, dass die Stadt Artern zu Anfang und Mitte der 1990er Jahre das oftmals noch innegehabte DDR-Grau zu großen Teilen abzustreifen gewillt war. Die rege kommunikative Teilnahme der Besucher unterstrich deren großes Interesse an den bislang noch nie gezeigten Fotos. Bei dem einen oder anderen Bild kam man betreffs der Örtlichkeit sogar ins Rätseln! – Als am weitesten angereister Gast weilte unser Vereinsmitglied Dr. Axel Römer aus Köln unter den Besuchern. Dieser erhielt für seine intensiven stadt- und familiengeschichtlichen Forschungen eine größere Arterner Ratsakte von 1673/1674 (sehr rar, da vor dem großen Stadtbrand von 1683) sowie den zweiten, gleichfalls sehr seltenen Teil der Schönfelder Chronik von Johann Gottfried Schäffer (1770-1852) auf Leihbasis überreicht. Am Sonnabend weilten dann mit Walter Funcke und Hellmut Hainski zwei Mitglieder des befreundeten Einbecker Geschichtsvereins in der Marienkirche. Ausdrücklich wurde nochmals für die freundliche Überlassung der Arterner Fotosammlung gedankt, die ggf. auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal öffentlich gezeigt werden könnte. – Besonders angenehm waren die Gespräche nach beiden Fotoabenden beim Imbiss, den gleichfalls Walter Funcke gesponsert hatte. Es wurde angeregt, noch öfter Veranstaltungen dieser Art in der Marienkirche anzubieten, was umso leichter fällt, als die Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde sehr angenehm ist bzw. dort beste Voraussetzungen gegeben sind. Historische Bilder zur Präsentation dafür bzw. zu weiteren Anlässen wären jedenfalls noch zur Genüge vorhanden! Besonderer Dank für vorzügliche Vorbereitungen unserer gemeinsamen Veranstaltung ergeht an Pastorin Lena Burghardt, Annerose Kurz, Gemeindebeirat Jürgen Puchta, Albrecht Grüneisen und Bernd Müller. – Auch die ehrenamtliche Betreuung der St. Veitskirche zum Denkmalstag am vergangenen Sonntag war mehr als erfolgreich: zahlreiche und interessante Gäste, informative Gespräche sowie unerwartet wichtiges und umfangreiches regionalhistorisches Material!