Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Versteinerter Baum

Sanierungsobjekt aktuell: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des preußischen Provinzsteins sowie der Errichtung einer Kopie desselben im März 2018 wird postwendend vom Heimatverein ARATORA ein weiteres Denkmalprojekt in Artern angegangen: die Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche. Das übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 1.967,80 Euro (Stand vom 12. November 2018) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen Dank dafür!


Alt-Artern

„Alt-Artern“: Unser aktueller Bildband mit Stadtansichten!

Der jüngste, im Sommer 2018 vom Heimatverein ARATORA veröffentlichte Bildband „Alt-Artern in Bildern – Die Fotosammlung des Schlossermeisters Hans Burghardt (1897-1970)“ bietet erneut eine Zeitreise in die Vergangenheit unserer Heimatstadt, wobei etliche sehr seltene Fotos aus den 1880-1900er Jahren ins Auge stechen. Auf 128 Seiten und illustriert mit 124 historischen Schwarzweiß-Fotos wurde mit diesem Bildband eine direkte Fortsetzung des gleichfalls erfolgreichen Buches „Alte Heimat Artern“ (2017) initiiert. Als Motive im neuen Bildband können hier u.a. erwähnt werden: altes Rathaus, Marktplatz und Wasserstraße, Unstrut und Mühlgraben, alte Domäne, Schulgebäude, Johannisstraße, Sole und Saline, Industrieviertel, Franz-Schubert-Straße usw. Auch einige hübsche alte Ansichten aus Nachbardörfern als Bestandteile der genutzten originalen Sammlungen sind zu sehen. Der wiederum attraktive Bildband ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit winterlicher Stadtansicht vom Weinberg aus. Der Verkaufspreis des Buches beträgt 12,00 Euro. Die Auflage beläuft sich auf lediglich 300 Exemplare! Interessierte möchten deshalb nicht allzu langen zögern! Unser neuer Band kann ab sofort beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erworben werden. Telefonische Bestellungen für den Postversand sind möglich. – Ein dritter und vorläufig wohl letzter Bildband ist bereits in Arbeit und wird zur Mitte 2019 erscheinen. Dessen vorläufiger Arbeitstitel lautet „Damals in Artern“.


Kalender 2019

(N)Ostalgie-Kalender mit großartigem Verkaufsstart zum Zwiebelmarkt!

Mit einem aus Sicht des Heimatvereins ARATORA grandiosen Ergebnis ging der diesjährige Zwiebelmarkt zu Ende – verbunden mit ganz großem Interesse am neuen (N)Ostalgie-Kalender 2019 sowie den Bildbänden der Jahre 2017 und 2018! Neben höchst erfreulichen Absatzzahlen waren es aber vor allem zahlreiche Gespräche mit den Besuchern, hohe Spendenfreudigkeit zugunsten der Orgelsanierung sowie des Sanierungsobjektes „Versteinerter Baum“ vor der Veitskirche, die die über sechzehn Stunden am Stand sehr abwechslungsreich machten. Dankbar wurden aber auch diverse regionalhistorische „Mitbringsel“ aus drei (!) Jahrhunderten entgegengenommen.– Die verbliebenen Exemplare unseres Kalenders für 2019 mit dem Titel „Artern zwischen 1945 und 1985“ werden ab sofort im Guten Buch in Artern sowie beim Heimatverein ARATORA (auch Postversand) angeboten. – Wiederum 32 Bildmotive aus der Vergangenheit unserer Heimatstadt wurden hierfür genutzt. Das Kalendarium umfasst 24 Kalenderblätter, wobei pro Monat zwei Kalenderblätter anfallen. Das Titelblatt ziert der Parkplatz auf dem Markt. Als Monatsansichten wurden diesmal u. a. ausgewählt: Wasserturm der Deutschen Reichsbahn, Stadtansicht im Winter, altes Unstrut-Bad, Karl-Liebknecht-Straße, Geschäft Röhkel am Markt, Genex-Trabbis auf dem Königstuhl, Ruine der Veitskirche, Gaststätte Hillmer, Blick vom Hotel Weinberg, obere Wasserstraße, Bau des Schwimmbades, Sicht vom Weinberg nach Allstedt, Goetheplatz, Markt- und Geschwister-Scholl-Platz, Friedhof und vereister Mühlgraben. Die Auflage des Kalenders ist auf 300 Exemplare begrenzt worden! Der Preis beträgt 10,00 Euro. Zwei Euro pro verkauftem Exemplar werden zugunsten der Orgelsanierung in der Marienkirche Artern verwendet.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2018: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Kräften mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 wird der Heimatverein ARATORA weiter für diesen Zweck sammeln: zu Veranstaltungen und bei Anlässen. So konnten im ersten Halbjahr 2018 rund 180,00 Euro Spende für die Orgelsanierung zugeführt werden. Allein im zweiten Halbjahr 2018 kamen bislang rund 800,00 Euro zusammen. Bitte helfen auch Sie mit, die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre zur Orgelweihe 1984.


Karte

Dienstag, 20. November 2018

Eine erst kürzlich erhaltene, undatierte farbige Landkarte aus dem vormaligen Archiv der Saline Artern spiegelt die erdkundliche Situation im weiteren Umfeld der Stadt Artern wieder, so wie sie 1875 der Geologe Emanuel Kayser (1845-1927) bei Prospektionen aufgenommen hat. Offiziell lautet der Kartentitel in der Literatur „Geologische Karte von Preußen und benachbarten Bundesstaaten, Blatt Artern“, herausgegeben von der Königlich Preußischen Geologischen Landesanstalt. Bedingt durch zweifache Faltung der Karte entstanden nachstehende vier Bereiche mit geologischen Informationen: Ichstedt, Borxleben und Ringleben, Voigtstedt, Schönfeld und Artern (unser Bild), Esperstedt, Bretleben, Oldisleben und Heldrungen sowie Ritteburg, Reinsdorf und Gehofen. Anhand einer Legende am unteren Rand können die farblichen Nuancen den entsprechenden Erdzeitaltern und deren Sedimenten zugeordnet werden. Für den Bereich westlich und nördlich von Artern (sog. Arterner Hochscholle) sind demnach verschiedene Stufen des Buntsandsteins erkennbar, darin in Nestern befindlich tertiäre Ablagerungen (zwischenzeitlich ausgebeutete Braunkohlengruben), weiterhin Zechstein nördlich des Friedhofes. Der Bereich um die Gewässer Unstrut und Helme hingegen sind geprägt von glazialen und alluvialen Sedimenten. – Hochauflösend gescannt sind zahlreiche Details auf der Karte noch viel besser einsehbar: Verlauf der Pferdebahn zu den Kohlegruben am Hutdeckel, Kalksteinbruch am Friedhof bei Artern, Windmühle auf dem Weinberg, Altverlauf der Unstrut mit zahlreichen Mäandern, diverse inzwischen eingeebnete Anhöhen usw. Aufgrund des eher mangelhaften Erhaltungszustandes infolge wohl starker Nutzung bzw. unsachgemäßer Lagerung (Bruchkanten an den Faltungen) wird eine Digitalisierung im Ganzen schwierig, sodass in oben erwähnten vier Segmenten separat gescannt werden muss. Trotz dieser Einschränkungen wird das Blatt Artern der geologischen Karte von Preußen aber künftig sicherlich gute Dienste in der erdkundlichen Heimatforschung leisten.


Denkmalsweihe 1925

Freitag, 16. November 2018

Am bevorstehenden Sonntag werden wieder landauf, landab an Denkmalen, Gedenkstätten und auf Friedhöfen Veranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages stattfinden. Ob die dort gehaltenen, meist politisch korrekten Reden die Herzen der zahlenmäßig sukzessiv schwindenden Teilnehmer erreichen, sei dahingestellt! Im Gegenzug müht sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge tatkräftig um den Erhalt von zahllosen Grabstätten bzw. die würdige Umbettung der Gebeine von Gefallenen in Deutschland und Europa. – Wie völlig anders und vor allem patriotisch überzeugt wurde diese Thematik z. B. auch in Artern angegangen, so im Hochsommer 1925, kurz vor der Errichtung des Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Bismarckplatz (unser Bild). Autorin Christine Stadel aus Sangerhausen hat uns kürzlich zwei Artikel darüber aus der Sangerhäuser Zeitung vom 16. und 24. August 1925 zukommen lassen: „Artern. Aufrichtung der Heldenfigur. Sonnabend in den ersten Morgenstunden wurde die bronzene Heldenfigur „Treuschwur“ mit Lastauto nach hier gebracht und auf dem Sockel des Unterbaues aufgestellt und befestigt. Das Abladen und Aufstellen war eine ziemlich saure Arbeit, wiegt doch diese Figur über 30 Zentner. Zur Erleichterung der Arbeit hatte man aus starken Balken eine Rutsche gebaut, auf der Kolos [sic!] mittels Flaschenzug hinaufbewegt wurde. Trotz der frühen Morgenstunde sahen viele Neugierige dem schwierigen Kunststück zu. Herr Professor [Paul] Juckoff-Skopau [Schkopau] leitete persönlich diese Aufbauarbeiten. Fast den ganzen Vormittag konnte das nunmehr fertiggestellte Heldendenkmal in seiner ganzen Größe bewundert werden, es ist ein wahres Kunstwerk, wie es weit und breit nicht zu finden ist. Nachdem es noch im Auftrage der Denkmalskommission für die Herstellung von Ansichtskarten photogaphiert worden ist, wurde die Heldenfigur verhüllt. Das Denkmal wird am nächsten Sonntag der Oeffentlichkeit übergeben, den Toten zum Gedächtnis, den Lebenden zur Nacheiferung.“ – „Artern. Denkmalsweihe. Hier wird jetzt in allen Kreisen fieberhaft gearbeitet, um alles für die Denkmalsweihe gut vorzubereiten. Fuhren Grünes sind aus den nahen Wäldern geholt werden, und jeden Tag war man im Oberhof dabei, Girlanden und Kränze zu winden. Jeder darf sich Grünes zur Schmückung holen. Die Bürgerschaft will doch ihren lieben Gefallenen noch einen Ehrentag bereiten, und dazu will doch ein jeder mithelfen. Großzügig hat die Denkmalskommission alles organisiert, gilt es doch u. a. an diesem Tage mehr als zweitausend auswärtige mittrauernde Kameraden zu begrüßen und zu verpflegen. Bis in kleinste ist auch dazu alles vorbereitet, so daß zu hoffen ist, daß die Heldenfeier ohne Hemmung der Würde des Tages entsprechend verlaufen wird. Alle Fahnen in der Stadt werden an diesem Sonntag auf Halbmast gesetzt sein. Während der Feier werden Angehörige der Gefallenen, für die besondere Plätze reserviert sind, am Denkmal Kränze niederlegen; dasselbe werden auch diese hiesigen Vereine und Verbände für ihre Toten tun. Das Denkmal ist seit Sonnabend dicht verhüllt; erst morgen Sonntag wird es der Bürgerschaft vor Augen geführt werden. Doch der Name des Erbauers, des Bildhauers Juckoff-Skopau, bürgt dafür, daß ein Kunstwerk geschaffen ist, das sich sehen lassen kann und das jeden etwas zu sagen hat [...]“ – Gerade einmal zwei Jahrzehnte hob der monumentale Krieger in Artern seine Schwurhand gen Himmel, denn kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er abgeholt, um noch für den „Endsieg“ eingeschmolzen zu werden. Manche sagen, dass eben dies geschehen wäre, andere hingegen meinen, die Figur wäre nicht abtransportiert worden und läge noch irgendwo in Artern versteckt!?


Glockenvertrag

Dienstag, 13. November 2018

Als unerwartete und damit umso willkommenere Dokumente aus der Stadtgeschichte sind am Rande des Verkaufsstandes des Heimatvereins ARATORA zum vergangenen Zwiebelmarkt zwei originale Akten aus dem 18. Jahrhundert überlassen worden, die interessante Details zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Artern beinhalten. Vorbehaltlich einer noch ausstehenden Transkription der handschriftlichen Texte wäre zunächst das „Inventarium über das Kirchen=Brauhaus“ zu nennen. Hierbei handelt es sich um ein Gebäude an der Unstrut in der Reinsdorfer Straße, heute Standort des dortigen Hauses Nr. 1. Zuvor eine dem Heiligen Nikolaus geweihte Brückenkapelle, wurde dieses Gebäude (oder dessen Nachfolger) später als Brauhaus und Salpeterhütte genutzt, ehe letztere Anwendung 1821 eingestellt worden ist. Mit vorliegender, vier Seiten umfassenden Akte kann nun der Status Quo des Kirchen-Brauhauses von 1737 mit sämtlichen dortigen Mobilien festgestellt werden. Besagtes Dokument ist somit ein wichtiger Baustein zur Bier- und Brauereigeschichte Arterns, neben Nachrichten zu den vormals brauberechtigten Häusern, den Gaststättenbrauereien sowie der Werksbrauerei seit 1879. – Die zweite Akte ist umfänglicher und wurde betitelt als „Contract Wegen Gießung einer neüen Glocke. 1743 den 1. julü“ (unser Bild). Kernstück dieser Schriftstücke ist der detaillierte Vertrag mit dem Leipziger Glockengießer Martin Hentze im Vorfeld des Gusses für die Marienkirche in Artern. Als Unikum wäre ein Wiegebeleg zu erwähnen, der folgendermaßen lautet: „Gottlob! Anno 1744 den 10. Juniö in Leipzig / Für die Kirche zu Artern ist gewogen worden. Eine Neue Glocke [Zentner] 15 ¼ : [Pfund] 10 ½. 5 gr. [Groschen] Aus der Waage allhier." Ein als „Glockenarchiv“ bezeichnetes und im Archiv des Heimatvereins ARATORA befindliches historisches Schriftstück berichtet über eben diese, im Ersten Weltkrieg wieder abgegebene Glocke u. a.: „Nach Norden zu [im Glockenstuhl] die sog. Leipziger [Glocke] fast 1 Meter hoch 792 kg. [...] Sie soll einen besonders süssen Klang gehabt haben. Oberer Rand Doppelfries Blumengewinde. Durchmesser, 1,055 [Meter]. Nach unten dreifache Schnurverzierung. Eiserne Tragebänder mit Schlängellinien und Rollwerk.“


Kleinbahn

Freitag, 9. November 2018

Die Kleinbahn kommt wieder! Wegen nicht abreißendem Interesse und hoher Nachfrage wird unsere beliebte Broschüre „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ noch im Dezember 2018 in einer mäßig großen Menge veröffentlicht. Erstmals 1992 erschienen, wird auch die bevorstehende neue Auflage 88 Seiten und 67 Abbildungen umfassen, zzgl. eines leicht modifizierten Farbteils. Inhaltlich wurden keine Änderungen vorgenommen. Perspektivisch zu beachten ist allerdings, dass aus produktionstechnischen Gründen diese Auflage die letzte sein dürfte! – Als Termin der Veröffentlichung ist das zweite Adventswochenende am 8. und 9. Dezember 2018 festgelegt. Dann wird jeweils ab 14.00 Uhr die „Kyffhäuser-Kleinbahn Artern - Berga/Kelba 1916-1966“ zum Weihnachtsmarkt auf dem Arterner Marktplatz angeboten. Ab dem 10. Dezember 2018 ist die Broschüre auch im Guten Buch in Artern erhältlich. Der Preis beträgt 7,00 Euro. – Interessenten können gern ab sofort telefonisch (03466 / 320139) oder per Email reservieren. Der postalische Versand mit Rechnungslegung von vorbestellten Broschüren an auswärtige Besteller erfolgt ab der dritten Adventswoche 2018, dann zzgl. Porto und Verpackung (ca. 2,00 Euro. Großbestellungen von Einzelpersonen bzw. von Händlern oder Wiederverkäufern werden nicht berücksichtigt! Die letzte Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn“ in deren hundertsten Jubiläumsjahr 2016 war binnen nur einer Woche komplett ausverkauft!