Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist bereits ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den heimischen Braunkohlebergbau, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern, weiterhin die beiden Stadtchroniken des 19. Jahrhunderts von Otto Wagner. – Aus Retouren stammend, können allerdings nachstehende Exemplare antiquarisch zum Stückpreis von fünf Euro wie folgt angeboten werden. Vorrätig sind aktuell (Stand vom 1. September 2021): Jahresschrift 2/1992 (3 x), Jahresschrift 3/1992 (7 x), Jahresschrift 4/1994 (8 x), Jahresschrift 6/1996 (1 x), Jahresschrift 9/1999 (1 x) und Jahresschrift 10/2000 (2 x). - Interessierte melden sich zwecks Erwerbs bitte beim Vorstand. Es wird darauf hingewiesen, dass sich sämtliche Bücher entsprechend nicht mehr in neuwertigem Zustand befinden und teils sichtliche Nutzungsspuren aufweisen.


Bildband Arterner Momente

Zum Zwiebelmarkt: Restverkauf des (N)Ostalgie-Kalenders für 2022!

Nach grandiosem (!) Interesse am neuen (N)Ostalgie-Kalender anlässlich des 3. Arterner Heimattages am 11. September steht nunmehr der Restverkauf des diesmal unter dem Titel „Artern vor einem Vierteljahrhundert“ avancierenden Druckerzeugnisses an (unser Bild). Öffentlich angeboten wird der 28-seitige und mit 32 Abbildungen versehene Kalender für 2022 zum Zwiebelmarkt, aber nur am Sonnabend, 2. Oktober von 9.00 bis 17.00 Uhr. Dann kann der Kalender zum Preis von 10 Euro am Stand des Heimatvereins ARATORA erworben werden, der sich vor dem Grundstück Wasserstraße 12 befinden wird. Darüber hinaus kann der Kalender auch beim Heimatverein ARATORA erworben werden. Bestellungen zum Versand mit der Post werden auch gern entgegengenommen. - Abgedruckt sind diesmal Motive mehrheitlich aus dem dem Innenstadtbereich und der Altstadt, anhand derer die Entwicklung des Stadtbildes im ersten Jahrzehnt nach der Deutschen Einheit nachvollzogen werden kann. Urheber der Bilder ist unser langjähriges Vereinsmitglied, der Arterner Ehrenbürger Walter Funcke aus Einbeck.


Kleinbahn

Letztmalige Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ erschienen!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 2,00 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!


Sanierungsobjekt 2021: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des Juri-Gagarin-Denkmals in der Sangerhäuser Straße im Dezember 2019 wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 7.821,23 Euro (Stand vom 18. September 2021) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2021: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Kräften mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA gern entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 hat der Heimatverein ARATORA für diesen Zweck gesammelt: Zu Vorträgen und Veranstaltungen, beim Vereinsfest im Solebad, zum Zwiebel- und Weihnachtsmarkt sowie anlässlich des Weihnachtskonzertes wurden rund 1.200,00 Euro Spenden eruiert und an die evangelische Kirchengemeinde Artern weitergeleitet. Darüber hinaus konnten 2018 auswärtige Vereinsmitglieder zu größeren Einzelspenden bzw. Patenschaften für Orgelpfeifen animiert werden. - Infolge Aktivitäten des Heimatvereins ARATORA im Jahr 2019 konnten rund 900 Euro für die Wiederherstellung der Orgel eingeworben werden. Leider fanden infolge der Pandemie 2020 keinerlei Veranstaltungen und somit auch keine Einwerbungen von Spenden statt. Dennoch soll die Aktion weitergehen! Im aktuellen Jahr 2021 ist eine äußerst großzügige Einzelspende zu vermelden: Apothekerin Kristina Fliege von der Engel-Apotheke in Artern gab 1.000 Euro zur Orgelsanierung. - Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre zur Orgelweihe 1984.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die unerwartet aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer i. R. Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (im Pfarrhaus gestohlen, zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1769-1821 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!)


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Artern

Friedrich Georg Göthé

Dienstag, 14. September 2021

Längst hat er einen festen Leserkreis nicht nur in unserer Region um sich geschart: Autor Frank Rebitschek aus Stuttgart. Nach „Wolfsalarm“, „Feuerreiter“, „Haldenblut“, „SOKO Winckelmann“, „Die Bauernkrieger“ und „Die Bahn im Tal“ veröffentlichte er vergangene Woche seinen neuesten, den siebten und angeblich letzten (hoffentlich nicht!) Kyffhäuser-Krimi. Nach etlichen Morden und Leichen in genannten Büchern, die Kommissar Helmut Bauch aus Roßleben und seinem Assistent Volker Spiegel jede Menge Arbeit und den Lesern viel Spannung verschafften, geht das Verbrechen diesmal in der Goldenen Aue um, wie der Titel seines neuen Werkes „Die blaue Blume von Kelbra“ (unser Bild) nahebringt. - Die zugehörige Pressemitteilung bzw. Rezension von I. Kracht, Güstrow, lässt hierzu folgendes wissen: „Romantik und Krimi - wie geht das zusammen? Nach bisher sechs erfolgreichen Krimis der Kyffhäuserreihe wagt der Autor das Experiment. Auch der siebte Band spielt im Land zwischen dem Kyffhäuserdenkmal und der Himmelscheibe von Nebra; diesmal am Stausee von Kelbra. Am Ende des 18. Jahrhunderts wanderte der Dichter Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, bekannt als Novalis, von Artern nach Frankenhausen. Heute kann man dort auf einem historischen Weg seinen Spuren folgen, wie das auch der Autor getan hat. Die blaue Blume, das Symbol der Romantik, bildet den Hintergrund einer Geschichte um Sehnsüchte, Drogen und Tod. Zwei Leichen werden aufgefunden, aber wie viele Menschen sind tatsächlich für deren Tod verantwortlich? - Die blaue Blume ist kein Who-done-it-Krimi [dt.: Wer hat es getan?], was die Spannung im Buch nicht mindert. Die beiden Kommissare Volker Spiegel und Ralf Jantzen aus Nordhausen - Lesern der vorigen Bände vertraut - setzen das Werk ihres ehemaligen Chefs Helmut Bauch fort und blicken bei ihren Ermittlungen wieder einmal in die Abgründe menschlicher Schicksale. Krimi und Romantik begegnen sich in einer weiten, verträumten und immer noch wenig bekannten Landschaft. - Das Buch ist bei BoD Norderstedt erschienen. 344 Seiten, ISBN: 9-783-754333747.“


Jahreskalender 2022

Dienstag, 7. September 2021

Der Herbst steht vor der Tür, und das heißt seit 2014 in Artern, dass die Herausgabe eines neuen Nostalgie-Kalenders ansteht. Diesmal auf hellblauem Grund gedruckt, werden für das kommende Jahr erneut 32 historische Abbildungen auf 28 Seiten präsentiert, die hoffentlich zahlreiche Interessenten kalendarisch durch 2022 begleiten (unser Bild). Der Veröffentlichungstermin wurde allerdings vorverlegt, nämlich auf den Heimat-Shoppping-Tag in Artern am Sonnabend, 11. September 2021. Unser Verkaufsstand befindet sich dann zwischen 9 und 14 Uhr vor dem ehemaligen Hotel. - Nachstehende Motive wurden diesmal für den neuen Kalender ausgewählt, wobei zum zweiten Male auf Fotos zurückgegriffen worden ist, die Ehrenbürger Walter Funcke aus Einbeck zu Beginn/Mitte der 1990er Jahre erstellt hat. Daher auch der aktuelle Kalendertitel „Artern vor einem Vierteljahrhundert“: Ansicht der Harzstraße vom Kirchturm aus, Fleischerei Walter und Geschäft für Farben und Lacke in der Leipziger Straße, ehemaliger HO Bürobedarf in der Nordhäuser Straße, Schlippe zwischen Wasser- und Alter Poststraße, bauliches Detail vom Oberen Hof, Häuser in der Gabelstraße, Parkplatz in der Grabenstraße, Pfarrhaus in der Kirchstraße, Löwen-Apotheke und Dresdner Bank in der Nordhäuser Straße, Fischladen und vormals Riedels Geschäft am Geschwister-Scholl-Platz, Saalgebäude vom Hotel Stadt Artern, ehemalige Kreisdienststelle des MfS in der Puschkinstraße, Blick vom Kirchturm auf die Bäckerei Trautmann, Leipziger Straße mit Gaststätte Hillmer, das Konsum-Cafe, Wohnblock in der Ritterstraße, Wohnblocks in der Straße der Jugend, Schützenhaus, Wiegehäuschen am Geschwister-Scholl-Platz, Gebäude am Solsteg, unterer Abschnitt der Neuen Straße, Blick von der Ritterstraße zum Scholl-Platz, sanierte Veitskirche im Sonnenschein, Ansicht der Wasserstraße vom Rathaus, Blick vom Rathaus auf den Markt, Sparkasse mit Herrnstraße, Mündung der Magdalenenstraße, Unterer Hof in der Ritterstraße sowie abgerissene Gebäude südlich der Marienkirche und an der Sangerhäuser Straße. - Zudem findet zum Zwiebelmarkt-Wochenende am 2. und 3. Oktober 2021 der Restverkauf der nächstjährigen Kalender statt.


Pfingstrasen und Angergericht

Dienstag, 31. August 2021

Nachdem er in den vergangenen Jahren u. a. „Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze“, „Thüringer Berge und ihre Sagen“, „Heidnische Heiligtümer: Vorchristliche Kultstätten und Kultverdachtsplätze in Thüringen“ sowie „Sternbildsagen aus Thüringen und angrenzenden Gebieten“ ausführlich in Buchform abgehandelt hat, präsentiert Michael Köhler mit „Pfingstrasen und Angergericht: Galgen-, Gerichts- und Gemeinschaftsplätze in Thüringer Forsten und Fluren“ seine neueste, landesgeschichtlich relevante Veröffentlichung. Dieser besonders reizvolle und bislang nur sporadisch behandelte, historistische Themenkreis wird auf 248 Seiten dargestellt und wie folgt beworben: „Trotz aller moderner Veränderungen in unserer Landschaft ist die Erinnerung an zahlreiche besondere Plätze in der freien Flur erhalten geblieben, an denen im Mittelalter und der frühen Neuzeit Gerichtssitzungen stattfanden, Feste gefeiert, Versammlungen abgehalten oder Verurteilte hingerichtet wurden. Im Allgemeinen sind sie weit weniger auffällig als andere alte Denkmale wie Kirchen, Burgen oder Hügelgräber. Manchmal aber weisen alte Bäume und Baumgruppen, Steinsetzungen, Flurgrenzen und die Geländebeschaffenheit auf solche Orte hin, und häufig knüpfen sich langfristige lokale Gebräuche und Überlieferungen an solche Stellen. Diese bilden heute eine wichtige Komponente der historischen Kulturlandschaft und verdienen Aufmerksamkeit und Schutz. In diesem Buch werden Gerichts-, Hinrichtungs- und Gemeinschaftsplätze aus ganz Thüringen vorgestellt.“ - Zunächst finden schriftliche und archäologische Quellen, Ortsnamen, Forst- und Flurnamen sowie landschaftliche Relikte Beachtung. Hernach stehen Versammlungs- und Gerichtsorte in vor- und frühgeschichtlicher Zeit bzw. Volksversammlungen und Volksgerichte im frühen Mittelalter im Fokus. Dem folgt eine ausführliche typologische Auseinandersetzung: Volksversammlungsplatz (Thing), Gerichtsplätze, königliches Gericht, Gau- und Grafengerichte, adelige Hochgerichte, städtische Gerichte in der freien Flur, Nieder-, Flur- und Dorfgerichtsbarkeit, Fest- und Versammlungsplätze. Diverse Betrachtungen über langfristige platzgebundene Traditionen beenden dieses sehr interessante und abwechslungsreiche Buch. - Sicherlich können die dort erfassten Erkenntnisse und Hinweise auch für die Forschung in unserer Region angewendet werden, zumal etliche solcher Versammlungs- und Gerichtsplätze bekannt, wenngleich bislang nur äußerst marginal untersucht worden sind (Königsstuhl bei Artern, Kachstedt, Ringleben, diverse Galgenplätze, Feuerberge u. a.).