Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Kalender 2020

Mit dem Arterner (N)Ostalgie-Kalender durch das Jahr 2020!

Pünktlich am Zwiebelmarkt-Wochenende zu Anfang Oktober 2019 erschien die inzwischen sechste Auflage des Arterner (N)Ostalgie-Kalenders mit einer Auflage von 300 Exemplaren, und die waren zum großen Volksfest außerordentlich begehrt! Statistisch wurde allein am Sonnabend, den 5. Oktober 2019 alle vier Minuten ein Exemplar verkauft! Hinzu kam noch eine erfreulich hohe Anzahl verkaufter Bilderbände „Damals in Artern“. Danke sehr für dieses große Interesse. - Wie gehabt, umfasst auch dieses Druckerzeugnis für das Jahr 2020 28 Seiten, auf denen 32 historische Abbildungen wiedergegeben sind. Unter dem Thema „Artern zu Beginn der 1990er Jahre“ werden diesmal Ansichten aus der Zeit vor, während und nach den großen Stadtsanierungen gezeigt. Diese wurden in angegebenem Zeitraum vom Arterner Ehrenbürger Walter-Wilhelm Funcke aus Einbeck während zahlreicher Besuche in Artern gemacht. – Die Titelseite des neuen Kalenders im Format A4 (unser Bild) ziert eine Aufnahme mit Blick vom Turm der Veitskirche nach Nordosten, hin zur Leipziger Straße und den Weinberg. Die weiteren Kalenderseiten zeigen im zweiwöchigen Wechsel u. a. diverse Straßenansichten in der Alt- und Neustadt sowie von den Stadträndern. – Restexemplare des neuen Kalenders können jetzt im „Guten Buch“ sowie beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA erworben werden. Der Einzelpreis des (N)Ostalgie-Kalenders beträgt zehn Euro. Verknüpft mit dem Erwerb war bzw. ist eine zuvor fixierte Spende pro gekauftem Exemplar zugunsten der Finanzierung der Orgel-Sanierung in der Marienkirche. So kamen allein während des vergangenen Zwiebelmarkt-Wochenendes 410 Euro zusammen, die für besagten Zweck der evangelischen Gemeinde zugeführt wurden!


Kleinbahn

Letztmalige Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ erschienen!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 1,50 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!


Sanierungsobjekt 2020: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des Juri-Gagarin-Denkmals in der Sangerhäuser Straße im Dezember 2019 wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 4.501,30 Euro (Stand vom 5. Mai 2020) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2020: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Kräften mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 hat der Heimatverein ARATORA für diesen Zweck gesammelt: Zu Vorträgen und Veranstaltungen, beim Vereinsfest im Solebad, zum Zwiebel- und Weihnachtsmarkt sowie anlässlich des Weihnachtskonzertes wurden rund 1.200,00 Euro Spenden eruiert und an die evangelische Kirchengemeinde Artern weitergeleitet. Darüber hinaus konnten 2018 auswärtige Vereinsmitglieder zu größeren Einzelspenden bzw. Patenschaften für Orgelpfeifen animiert werden. - Infolge Aktivitäten des Heimatvereins ARATORA im Jahr 2019 konnten rund 900 Euro für die Wiederherstellung der Orgel eingeworben werden - und die Aktion geht auch 2020 weiter! Vielen herzlichen Dank für die bisherige großartige Unterstützung! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre zur Orgelweihe 1984.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Artern

Layout Kalender 2021

Dienstag, 19. Mai 2020

Die gesellschaftlichen bzw. öffentlichen Verhältnisse seit Anfang März, in Kombination mit notgedrungen höherer Verfügbarkeit persönlicher Zeitfonds sowie Home-Office, ermöglichten die verfrüoben hte Fertigstellung des (N)Ostalgie-Kalenders für das kommende Jahr (unser Bild). Deshalb liegt eher als sonst der komplette digitale Satz vor, der nun der Schlusskorrektur unterzogen wird. Das heißt, es werden letzte Änderungen im Text vollzogen (Grammatik, Orthografie und Ausdruck) bzw. Bildfehler ausgemerzt. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Datei zum Druck gegeben; das könnte im Frühsommer geschehen. Die Herstellung des Kalenders unter dem Titel „Artern zwischen Goetheplatz und Siedlung“wird dann in Sondershausen vorgenommen. Dessen Veröffentlichung ist für Anfang Oktober 2020 zum Zwiebelmarkt angedacht. Danach wird es den Kalender im Guten Buch in Artern und beim Heimatverein ARATORA geben. - Die diesmal ausgewählten Fotos, die die Interessenten 2021 durch das Jahr begleiten, wurden in den 1970/80er Jahren aufgenommen und stellen Motive aus dem Norden der Stadt Artern dar. Damit werden erstmals durchweg Ansichten gezeigt, die nicht die Innenstadt und deren gern und oft benutzte Motive zeigen, sondern ausschließlich solche aus oben besagten, städtischen Randbereichen.


SC Artern

Dienstag, 12. Mai 2020

Nachdem die diesjährige Publikation eines historischen Bildbandes zur Arterner Stadtgeschichte – geschuldet den aktuellen und wohl auch noch weiterhin anhaltenden, widrigen Umständen – leider auf 2021 verschoben worden ist, traf jetzt ironischerweise und unerwartet eine sehr große Anzahl historischer Aufnahmen beim Heimatverein ARATORA ein. Aufbewahrt sind diese in zwei Fotoalben aus den 1920er Jahren. Das kleinere Album beinhaltet 17 Aufnahmen vom Festumzug von 1929 zur 600-Jahrfeier der Stadt Artern. Besonders interessant sind die wiedergegebenen Häuserfassaden, zwischen denen sich der Umzug bewegte. Erwähnt sei hier die schöne Ansicht des Hauses Wasserstraße 15 (damals „Hugo Schobess Bahnspediteur“). – Interessanter und vor allem umfangreicher ist das zweite Fotoalbum, das eine Bildchronik des Schwimmclubs Artern in den 1920er Jahren umfasst. Überwiegend mit Amateuraufnahmen (im besten wie im schlechtesten Sinne des Wortes) ist das Vereinsleben am und im Wasser der Unstrut nahe der beiden Eisenbahnbrücken festgehalten worden. Besonders Fotos in Größe von Streichholzschachteln riefen beim Betrachten und Scannen spontane „Begeisterung“ hervor! Aber diese Mikromaße haben nur wenige von fast 150 Bildern in Schwarzweiß und Sepia. Besonders die Fotos zu Beginn des Albums sind teils ausführlich beschriftet, sogar deren Urheber wurden notiert. Abgebildet sind überwiegend männliche Vereinsmitglieder, die sich mit mehr oder weniger muskulösen Körpern präsentieren. Aber auch einige „Wassernixen“ mit gleichfalls sehr antiquiert wirkender Badekleidung hatten sich ablichten lassen. Eher zufällig sind auf einigen Bildern Bauten und Landschaft entlang der Unstrut-Ufer bei Artern zu sehen. Aber auch Schnappschüsse, so aus dem Stadtbad in Allstedt mit Schloss im Hintergrund, sind dabei. – Resümee: Trotz material- und altersbedingt nur minderer Qualität, liegen mit diesen einmaligen Dokumenten zum früheren Schwimmsport in Artern wichtige historische Abbildungen vor, die sowohl im Bildband von 2021 als auch in der Fortsetzung unseres Unstrut-Buches von 2015 gewürdigt werden sollen. Bis dahin müssen die inzwischen digitalisierten Bilder aber noch umfänglicher Bearbeitungen am Bildschirm unterzogen werden. Aus dieser Sammlung wird hier vorab ein Foto aus der Zeit um 1925 beigefügt, das – wäre es heute entstanden – erwartungsgemäß wenigstens moralisierende Kritik hervorgerufen hätte, denn die vier Jungs des Schwimmclubs Artern im Vordergrund hatten vorsätzlich ihre Körper komplett geschwärzt. Die Knaben können aber deswegen nicht mehr moralisch zur Verantwortung gezogen werden: Die damals derart Bemalten sind längst tot!


Ehe 1785

Dienstag, 5. Mai 2020

Seit Beginn der zum „social distancing“ versprachpanschten Zwangspause des öffentlichen Lebens wurde der derart entstandene Zeitfonds für noch intensivere lokale und regionale Geschichtsforschung, quasi im „home researching“, genutzt - diesmal allerdings nicht ohne ganz uneigennützige Absichten! Im Fokus stand nämlich die bereits lange aufgeschobene Aufarbeitung umfänglicher genealogischer Daten und Unterlagen, die nunmehr wochenlang transkribiert, geordnet, systematisiert und mittels eines Programms zur Ahnenforschung zugewiesen worden sind (Geburten, Ehen und Todesfälle). - Im Fokus stand die Analyse der Herkunft der Familie Schmölling. Deren derzeit sieben Vertreter in Artern gehen auf einen gemeinsamen Ahn zurück, der um 1930 aus Oberröblingen/Helme hierher kam. Allerdings gab es davor schon eine ältere Zuwanderung, die mit einer Hochzeit von 1785 festgemacht werden kann. Damals ehelichte der hier garnisonierende Fahnenschmied, spätere Huf- und Waffenschmied Johann Andreas Schmölling (auf unserem Bild rot markiert) aus Hainrode im Südharz eine Arterner Witwe und begründete damit die erste Familie namens Schmölling, deren letzte Namensträgerin (Mädchenname) erst 1931 hier starb. Besagten Johann Andreas Schmöllings Werkstatt und Wohnung befanden sich übrigens im altehrwürdig Goethe-Ahnenhaus in der Harzstraße! Dessen direkte Vorfahren in Hainrode wurden ebenso ermittelt, wie unmittelbare Verwandte und Vorfahren in Großleinungen, Roßla, Morungen und Questenberg. Der bislang älteste hiesige Vertreter der Schmöllings überhaupt ist mit einer Ehe 1670, also vor mittlerweile 350 Jahren, in Großleinungen zu verorten! Dort sind sogar noch frühere Nachweise dieses in unserer Region alteingesessenen Geschlechts vorhanden, deren Zuordnung jedoch vakant ist, und die daher noch intensiver untersucht werden müssen. - Als Berufe der bislang ermittelten Personen im Stammbaum wurden ermittelt: Fahnen-, Berg-, Huf- und Waffenschmiede, Anspänner, Schullehrer, Böttcher, Stellmacher, Wagner, Ackerleute, Bergmänner, Zimmerer, Handarbeiter, auch Bürgermeister, Gerichtsschöffen und lokale kirchliche Amtsträger. Zur Illustration und Visualisierung wurden historische Darstellungen dieser Berufe ermittelt, digitalisiert und den relevanten Personen beigefügt. - Mit der Erstellung der Ahnenfolge, die aktuell noch im späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert endet, werden derzeit annähernd 450 Personen (Namensträger und Angeheiratete) mit mehr als 550 digitalen Dokumenten urkundlich angesprochen. Später wird der Ahnenstrom über wenigstens zehn oder elf Generationen hinweg dargestellt werden können. Doch ist die Arbeit längst nicht beendet, weil noch viele weitere Daten und Informationen der Aufarbeitung harren: aus Oberröblingen/H., Bennungen, Blankenheim, Bornstedt, Breitungen, Einzingen, Eisleben, Gehofen, Großleinungen, Hainrode, Hergisdorf, Heringen, Heygendorf, Ichstedt, Kannawurf, Morungen, Niederröblingen, Riethnordhausen, Roßleben, Rotha, Sangerhausen, Wimmelburg sowie in weiteren Orten zwischen südlichem Harzgebiet und Kyffhäuser bzw. deren Vorlanden in der Goldenen Aue.