Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (zweimal wöchentlich)

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Alt-Artern

„Alt-Artern“: Unser aktueller Bildband mit Stadtansichten!

Der jüngste, im Sommer 2018 vom Heimatverein ARATORA veröffentlichte Bildband „Alt-Artern in Bildern – Die Fotosammlung des Schlossermeisters Hans Burghardt (1897-1970)“ bietet erneut eine Zeitreise in die Vergangenheit unserer Heimatstadt, wobei etliche sehr seltene Fotos aus den 1880-1900er Jahren ins Auge stechen. Auf 128 Seiten und illustriert mit 124 historischen Schwarzweiß-Fotos wurde mit diesem Bildband eine direkte Fortsetzung des gleichfalls erfolgreichen Buches „Alte Heimat Artern“ (2017) initiiert. Als Motive im neuen Bildband können hier u.a. erwähnt werden: altes Rathaus, Marktplatz und Wasserstraße, Unstrut und Mühlgraben, alte Domäne, Schulgebäude, Johannisstraße, Sole und Saline, Industrieviertel, Franz-Schubert-Straße usw. Auch einige hübsche alte Ansichten aus Nachbardörfern als Bestandteile der genutzten originalen Sammlungen sind zu sehen. Der wiederum attraktive Bildband ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit winterlicher Stadtansicht vom Weinberg aus. Der Verkaufspreis des Buches beträgt 12,00 Euro. Die Auflage beläuft sich auf lediglich 300 Exemplare! Interessierte möchten deshalb nicht allzu langen zögern! Unser neuer Band kann ab sofort beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erworben werden. Telefonische Bestellungen für den Postversand sind möglich. – Ein dritter und vorläufig wohl letzter Bildband ist bereits in Arbeit und wird zur Mitte 2019 erscheinen. Dessen vorläufiger Arbeitstitel lautet „Damals in Artern“.


Kleinbahn

Letztmalige Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ erschienen!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA sowie im „Guten Buch“ in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 1,50 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Versteinerter Baum

Sanierungsobjekt 2019: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des preußischen Provinzsteins sowie der Errichtung einer Kopie desselben im März 2018 wird postwendend vom Heimatverein ARATORA ein weiteres Denkmalprojekt in Artern angegangen: die Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche. Das übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 2.268,30 Euro (Stand vom 22. Januar 2019) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen Dank dafür!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2019: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Kräften mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 hat der Heimatverein ARATORA für diesen Zweck gesammelt: Zu Vorträgen und Veranstaltungen, beim Vereinsfest im Solebad, zum Zwiebel- und Weihnachtsmarkt sowie anlässlich des Weihnachtskonzertes wurden rund 1.200,00 Euro Spenden eruiert und an die evangelische Kirchengemeinde Artern weitergeleitet. Darüber hinaus konnten auswärtige Vereinsmitglieder zu größeren Einzelspenden bzw. Patenschaften für Orgelpfeifen animiert werden. Herzlichen Dank für diese großartige Unterstützung! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre zur Orgelweihe 1984.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Artern

Schleuse bei Bretleben

Dienstag, 22. Januar 2019

Die beiden Vorschläge des Heimatvereins ARATORA vom Herbst 2018 zur Neubenennung von Straßen, die aufgrund der ideo dicitur freiwilligen Gemeindefusion von Roßleben und Wiehe nebst deren Ortsteilen nötig wurde, haben leider keine Berücksichtigung gefunden. Ins Spiel gebracht worden sind damals zwei historische Personen, deren mit der Schiffbarmachung bzw. der Regulierung der Unstrut verbundenes Lebenswerk durchaus mit Straßennamen hätten geehrt werden sollen: Friedrich Mende (1743-1798) und Hermann Wurffbain (1804-1889). Beide Männer hatten mit ihren ingenieurtechnischen Leistungen wesentlichen Anteil an der darauf folgenden ökonomischen Nutzung des Flusses durch die Schifffahrt bzw. beim modernen Hochwasserschutz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. – Seltsam ist, dass von beiden Koryphäen keine Porträts bekannt sind! Umso wichtiger wäre es gewesen, diese Techniker und deren Leistungen wenigstens in der öffentlichen Erinnerung zu bewahren und deren Namen für die Benennung von Straßenzügen zu nutzen. Hinzu gekommen wäre der lokale und regionale Bezug besonders in Orten der neugebildeten Stadt Roßleben-Wiehe. Doch es kam anders, aber dennoch ist ein weiteres „Eisen im Feuer“, denn vorausahnend wurde wenigstens Hermann Wurffbain als Vorschlag noch einer anderen Gemeinde unterbreitet, die historisch mit selbigem in direktem Kontext steht und gleichfalls von Umbenennungen einiger Straßen betroffen ist. Vielleicht klappt es ja dort mit der Ehrung mit einem Straßenamen. – Unser Bild zeigt die Einlassschleuse zum Unstrut-Flutkanal bei Bretleben. Beide Bauwerke erinnern augenscheinlich an das Wirken von Ingenieur Hermann Wurffbain an der Unstrut vor mehr als anderthalb Jahrhunderten.


Pläne Kleinbahn

Freitag, 18. Januar 2019

Unverhofft kommt oft, und längst nicht immer nur im negativen Sinne! So geschehen am vergangenen Dienstag, als die Postfrau klingelte und ein zuvor nicht angekündigtes, in Brandenburg abgeschicktes Paket übergab. Lange und schmale Verpackung, das roch bereits im ersten Moment nach Landkarten oder großen Plänen. Und richtig, schon beim Auspacken war unübersehbar, dass der Inhalt historischen Charakter trug. Ein bislang unbekannter Adressat hatte sich von Teilen seiner Sammlung getrennt und Unterlagen zur Eisenbahngeschichte unserer Region als Schenkung und zum Verbleib nach Artern versendet. Die Freude war entsprechend groß, als sieben Zeichnungen und Risse zur Vergangenheit der Deutschen Reichsbahn und besonders der Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra entrollt werden konnten. Vorbehaltlich der näheren Sichtung dieser Unterlagen in der kommenden Zeit, verbunden mit der Kontaktierung von regionalen Eisenbahn- und Heimatfreunden sowie der beabsichtigten hochauflösenden Digitalisierung mit 1:1-Ausdrucken, sollen hier vorab kurz die Akten benannt werden, die uns im Original, teils in Plakatgröße, vorliegen. In chronologischer Reihenfolge sind dies: Normalzeichnung eines gewölbten Durchlasses aus Bruchsteinmauerwerk für „Bahnlinien untergeordneter Bedeutung“ (1887), Grundriss und Schnitt der Drehscheibe am Arterner Bahnhof (1910), Skizze für eine Überfahrt der Kyffhäuser-Kleinbahn bei Artern an der Schönfelder Chaussee (1912), Entwurf für Plattendurchlasse der Kyffhäuser-Kleinbahn (1914), Plan der gemeinnützigen Bau- und Kleinsiedlungs-Gesellschaft „Sachsen“ zu Merseburg mit Darstellung eines Teils der Ortslage von Kelbra mit Gleisführung der Kyffhäuser-Kleinbahn ebendort (1919) und Gleisplan des Arterner Westbahnhofes der Kyffhäuser-Kleinbahn (1926). – Der Heimatverein ARATORA sagt besonders herzlich Dankeschön für diese Schenkung und wird hoffentlich schon in absehbarer Zeit Möglichkeiten schaffen können, wenigstens einen Teil dieser Objekte öffentlich zugänglich zu machen. Unser Bild zeigt die kleine Sammlung, als entrollte Auflage der Plan der Arterner Drehscheibe.


JHV

Dienstag, 15. Januar 2019

Das erste Wiedersehen mit langjährigen Heimatfreunden im neuen Jahr bescherte der vergangene Samstag, als fast vierzig Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue im Saal des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz in Roßla ihre Jahreshauptversammlung abhielten. Nach reibungsloser Absolvierung der hierzu notwendigen obligatorischen Punkte der Tagesordnung sowie einstimmiger Entlastung des Vorstandes für das Vorjahr waren Präsentationen und Vorträge über heimatgeschichtliche Themen aus der Landschaft zwischen Südharz, Kyffhäuser und der Goldenen Aue an der Reihe. Gastgeberin und Hausherrin Christiane Funkel eröffnete die Ausführungen mit Neuigkeiten aus dem Biosphärenreservat, ehe Sophie Rohland aus Bennungen einen reich illustrierten Jahresrückblick zum Vereinsleben 2018 gab. Manfred Schröter aus Berga und Uwe Kramer vom Biosphärenreservat blickten anschließend auf anderthalb Jahrzehnte Grenzsteinwanderungen um Breitenstein zurück. Heinz Noack aus Bennungen präsentierte sein kürzlich publiziertes Buch „Die historischen Grenzsteine der ehemaligen Schwarzburg-Rudolstädter Grenze bei Uftrungen und Breitungen“ und Hartmut Müller aus Oberröblingen/H. referierte zur Geschichte der ehemaligen Kalkhütte in Gonna/Harz. Brigitte Schaumkeller aus Großleinungen berichtete dann über die 1527 zum ersten Male erwähnten Zober-Brüderschaft in ihrem Heimatort, eine vormalige Dorfgesellschaft aus Landbesitzern mit eigenen internen Regeln und Vorschriften. Einem ebenso so spannenden wie hypothetischen Thema nahm sich Jürgen Sander aus Sangerhausen mit „Die Schildzeichen von Wallhausen astronomisch betrachtet“ an, wobei die dortigen historischen Häusernamen und deren relevante „Wappen“ himmelskundlich untersucht wurden (bemerkenswerterweise stimmt die Lage der nach den Tierkreiszeichen benannten Gebäude im Ortsbild von Wallhausen, übertragen auf den jahreszeitlich relevanten Sternenhimmel, mit deren Richtung bzw. Position überein – Zufall oder Absicht?). Zuvor hatte bereits Enrico Kalb aus Tilleda das dritte Heft der Vereinsschriftenreihe „Heimatblätter“ vorgestellt, die jüngst publiziert worden ist (Besprechung hierüber in ein paar Tagen an dieser Stelle). Ausblicke auf Veranstaltungen, Vorhaben und Ideen im Jahr 2019 beendeten eine zeitlich zwar recht ausgedehnte, jedoch durchweg kurzweilige und informative Versammlung unserer Freunde und Partner vom Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue. Danke für einen schönen Tag in Roßla und auf ein Neues im Jahr 2019! – Unser Bild zeigt Sophie Rohland beim Jahresrückblick der Vereinsaktivitäten in 2018, rechts Vorstandsmitglied Heinz Noack und Vorsitzenden Michael Richter im Präsidium.