Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Schild Saline Artern Topf uns Söhne

Diebstahl in der Saline Artern – Bitte um Mithilfe!

Vermutlich am Freitag, 24. September 2021 kam es auf dem Gelände der ehemaligen Saline in Artern zu einem Diebstahl. Am dortigen Schornstein, aus etwa sechs Meter Höhe, wurde ein etwa 1936/38 angebrachtes Schild der Firma „J. A. TOPF & SOEHNE ERFURT“ (unser Bild) entwendet. Dieser Verlust wurde bereits am Folgetag bekannt, wobei bereits erste Erkundigungen eingeleitet worden sind, nachdem die dort tätige Sanierungsfirma ausgeschlossen werden konnte, das Objekt vorsorglich abgenommen zu haben. Zwischenzeitlich hat die Stadt Artern Anzeige bei der Polizei erstattet. – Um die Ermittlungen zu unterstützen, werden unsere Homepage-Besucher gebeten, diese Nachricht sowie das beigefügte Foto des alten Firmenschildes in den sozialen Netzwerken zu publizieren, damit der Täter hoffentlich ermittelt bzw. die Veräußerung des Schildes verhindert werden kann. Angesprochen, soll der mutmaßliche Dieb geäußert haben, dass der Saline-Schornstein demnächst abgetragen werde und das Schild deshalb abkommen müsse – eine ebenso dümmliche wie falsche Ausrede! - Also bitte: Augen und Ohren auf!


Kalender 2023

(N)Ostalgie-Kalender für 2023 liegt jetzt vor!

Die Herstellung des nächsten (N)Ostalgie-Kalenders unter dem Titel „Artern im Jahrzehnt nach der Wende auf 24 Kalenderblättern“ ist zwischenzeitlich beendet. Doch müssen sich Interessenten noch bis zum Spätsommer bzw. Frühherbst gedulden, denn der Erstverkauf der erneut nur 200 Exemplare umfassenden Auflage ist für den Heimat-Shopping-Tag am 10. September sowie für den Arterner Zwiebelmarkt zu Anfang Oktober 2022 geplant. - Der Kalender kommt im seit 2015 gewohnten und beliebten Format einher: 28 Seiten mit 32 Abbildungen, wobei das Hauptkalendarium 24 Seiten umfasst. Der Preis bleibt wie gehabt bei 10,00 Euro! - Zur Bebilderung für das Jahr 2023 wurden erneut Motive aus der Alt- und Neustadt sowie den Randbereichen ausgewählt, die der Arterner Ehrenbürger Walter Wilhelm Funcke aus Einbeck in den 1990er Jahren fotografiert hat. Beim Anschauen der Fotos wird der aufmerksame Betrachter zahlreiche Details entdeckt, die es längst nicht mehr gibt oder in veränderter Form weiterbestehen. Die Titelseite schmückt eine Teilansicht des Bahnhofes mit Bahnsteig, Empfangsgebäude und Güterabfertigung (unser Bild). Als Hintergrundfarbe wurde diesmal ein sanftes Orange gewählt.


Kleinbahn

Letztmalige Auflage der „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ erschienen!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 2,00 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!


Sanierungsobjekt 2022: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des Juri-Gagarin-Denkmals in der Sangerhäuser Straße im Dezember 2019 wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 8.812,23 Euro (Stand vom 30. Mai 2022) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!


Orgelweihe

Spendenaufruf 2022: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Kräften mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA gern entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 hat der Heimatverein ARATORA für diesen Zweck gesammelt: Zu Vorträgen und Veranstaltungen, beim Vereinsfest im Solebad, zum Zwiebel- und Weihnachtsmarkt sowie anlässlich des Weihnachtskonzertes wurden rund 1.200,00 Euro Spenden eruiert und an die evangelische Kirchengemeinde Artern weitergeleitet. Darüber hinaus konnten 2018 auswärtige Vereinsmitglieder zu größeren Einzelspenden bzw. Patenschaften für Orgelpfeifen animiert werden. - Infolge Aktivitäten des Heimatvereins ARATORA im Jahr 2019 konnten rund 900 Euro für die Wiederherstellung der Orgel eingeworben werden. Leider fanden wegen der Pandemie 2020 und 2021 keinerlei Veranstaltungen und somit auch keine Einwerbungen von Spenden statt. Dennoch soll die Aktion weitergehen! - Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre zur Orgelweihe 1984.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die unerwartet aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer i. R. Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (im Pfarrhaus gestohlen, zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1769-1821 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!) und
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!)


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Artern

Handbuch Flurnamen

Dienstag, 16. August 2022

Wolfram Voigt aus Schkölen ist vielbeschäftigt; wenn er sich nicht berufsbedingt der Garten- und Landschaftspflege widmet, forscht er u. a. über Flurnamen und -denkmale, und wenn die Zeit ausreicht, wird daraus die eine oder andere Veröffentlichung. Auf sein neuestes Werk, das „Handbuch der schönsten und spannendsten Flurnamen Mitteldeutschlands“ (unser Bild), soll an dieser Stelle sehr gern hingewiesen werden. - Auf 173 Seiten werden dort in alphabetischer Reihenfolge ausgewählte Flurbezeichnungen aus den fünf ostdeutschen sowie angrenzenden Bundesländern vorgestellt. Dieser Publikation gingen jahrelange Recherchen voraus, in deren Verlauf über 15 Millionen Flur- und Straßennamen durchgesehen worden sind. Drei Personen waren an der Erfassung beteiligt. - In der nunmehr dritten, erweiterten Auflage kommen seltene, kuriose und rätselhafte Flurnamen zur Vorstellung. Sechs Verbreitungskarten zählen Belege zu Thie-Stätten auf, weiterhin die Questenberge, Sperlingsberge Kuhtänze, Schenken- und Schwiegelberge. An eigentümlichen Flurnamen, die im Buch erklärt werden, soll nachstehende Auswahl genügen: Adam und Eva, Butterberg, Drachenberg, Eierkuchenberg, Froschweide, Gansberg, Heißer Stein, Königsstuhl, Lange Else, Melm, Orlas, Pfingstanger, Sackpfeife, Spielberg, Tumirnicht, Wurmberg und Zollstock. - Der aufmerksame und in der hiesigen Flurnamenslandschaft bewanderte Heimatfreund wird nicht wenige Flurnamen wiederfinden, die auch in unserer Region zu finden sind. Vor allem in diesem Sinne spricht das Handbuch sowohl „altgediente“ Forscher wie auch Neueinsteiger ein. Besonders letztere mögen sich angeregt fühlen, sich diesem faszinierenden Forschungsbereich zu widmen, denn was gibt es schöneres, als mit alten Landkarten, Flurbüchern und Katasterakten zu arbeiten und dabei Namenforschung zu betreiben. Das Arbeitsfeld ist nach wie vor groß und alles andere als abgeschlossen. Wolfram Voigts handliches Buch zum kleinen Preis macht jedenfalls richtig Appetit, sich (wieder) diesen alten Namensdenkmälern zu widmen!


Amtsgerichtgebäude

Dienstag, 9. August 2022

Wer Familienforschung betreibt, kann sich in der Retrospektive glücklich schätzen, Kriminelle unter seinen Vorfahren und Verwandten zu haben. Dann nämlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Missetaten dieser Diebe, Gauner und Betrüger in historischen Zeitungen ihren Niederschlag gefunden haben, wenn Reportagen aus den Gerichtssälen publiziert wurden. Oft sind dann detailliert die begangenen Straftaten wiedergegeben und die Urteile mitgeteilt worden. Jenseits von Eintragungen in Kirchenbüchern oder auf Standesämtern bringen solche Berichte „Leben“ in die Familienforschung, bringen diese doch wichtige Details der Lebensläufe der Verurteilten ans Licht. - Aus der eigenen Familiengeschichte soll ein solcher Fall nachstehend als Paradebeispiel für ungezählte ähnliche Pressemitteilungen veröffentlicht werden; diese hier zum vorläufigen Abschluss unserer kleinen Sommerserie über historische Kriminalfälle stammt vom März 1881: „Der Arbeiter Gustav Dunse von hier [Halle/S.] und der Arbeiter Gottfried Schmelling aus Eisleben, zwei alte Zuchthäusler [!], wurden gestern Vormittag in der Dunse’schen Wohnung durch Herrn Kriminal=Kommissar Grosse verhaftet, weil sie verdächtig sind, in der Nacht zum 22. v. M. bei dem Kaufmann Riecke in Roßla einen Einbruch verübt und dabei 120 Mk. baares Geld entwendet zu haben; außerdem wird ihnen ein anderer Einbruch zu Last gelegt, der in der Nacht zum 27. Febr. zum Nachtheile der Wittwe Großstück in Breitungen verübt wurde und bei dem die Diebe ca. 20 Mk. raubten. Außer Geld wurde nichts entwendet. Schmelling war kaum 2 Tage aus dem Zuchthause, wo er 4 Jahre zugebracht hatte, entlassen, als er den obenerwähnten ersten Einbruch begangen zu haben scheint. Dunse war im Herbst v. J. vom Zuchthause entlassen.“ - Unser Bild zeigt das Gebäudes des Amtsgerichts in Artern als historische Stätte der regionalen Rechtspflege.


Reinsdorf von Süden

Dienstag, 2. August 2022

Eine andere historische Meldung aus dem Gerichtssaal soll heute im Rahmen unserer kleinen Reihe während der Sommerpause mitgeteilt werden; die relevante Verhandlung fand 1884 in Nordhausen statt. Ein ganz besonderes „Früchtchen“ war demnach der 1869 in Reinsdorf (unser Bild) geborene Karl Friedrich Knoche, damals also noch ein Schuljunge. Dessen Anklage: Urkundenfälschung und versuchter Betrug. Obwohl eine guter Schüler und aus ordentlichem Elternhaus stammend, missbrauchte er seinen darauf beruhenden Vertrauensvorschuss wie folgt. Was heute vielen ihr Smartphone als Statuszeichen ist, war damals der Besitz einer Taschenuhr, denn mit einer solchen wollte Knoche prahlen. Allerdings hatte er kein Geld, um sich einen Chronometer auf redliche Weise zu beschaffen. Also musste die krumme Tour angewendet werden, und die ging richtig schief! - Am 21. Dezember 1868 ging der Angeklagte in das Geschäft von Uhrmacher Thieme in Artern und gaukelte diesem mit einem gefälschten Schreiben vor, für seinen Lehrer Köthe eine Taschenuhr abholen zu wollen, die der Pädagoge bei nächster Gelegenheit dann bezahlte würde. In einem anderen Fall wurde Knoche von Pfarrer Reichardt in Reinsdorf beauftragt, für arme Kinder Spenden zu sammeln. Das tat der Junge auch, änderte jedoch die Summe auf der Spendenliste ab, um einen namhaften Betrag für privat abzubiegen. Davon angespornt, entwarf Knoche eine weitere Liste, um nun zu hundert Prozent auf eigenen Profit Kollekten zu sammeln. Über 22 Mark erschwindelte dieser mit besagter Aktion. Weiterhin versuchte der Angeklagte, auch bei Uhrmacher Ungewitter in der Arterner Wasserstraße eine Taschenuhr zu ergaunern. - Es kam schließlich, wie es kommen musste: Aller Schwindel flog auf und Karl Friedrich Knoche kam vor den Kadi. Er war geständig und musste trotz seiner Jugend ins Gefängnis: für sechs lange Monate, „die der Knabe sofort antrat“. - Im alten Preußen hatte demnach Recht noch mit Strafe zu tun! Also keine Glaceehandschuhe, mit denen kriminelle Wiederholungstäter von der Justiz angefasst worden sind, und vor allem keine Sozialstunden im Tierheim. Im dunklen Karzer durfte der jugendliche Mehrfachbetrüger über seine Schandtaten nachdenken und nach Besserung streben!