Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Versteinerter Baum

Sanierungsprojekt 2018/2019: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung des preußischen Provinzsteins sowie der Errichtung einer Kopie desselben im März 2018 wird postwendend vom Heimatverein ARATORA ein weiteres Denkmalprojekt in Artern angegangen: die Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche. Das übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Nichtsdestotrotz wird für die die Wiederherstellung dieses schönen Denkmals bereits jetzt um Spenden gebeten!


Alte Heimat Artern

Bildband „Alte Heimat Artern“ kurz vor dem Ausverkauf!

Bei der Suche nach einem attraktiven Geschenk mit fairem Preis-Leistungsverhältnis ist der Heimatverein ARATORA erneut gern behilflich! Deshalb bieten wir hier unsere jüngste Buchveröffentlichung „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ an! Auf 128 Seiten nimmt dieser alte Arterner Handwerker und Lokalpatriot, vormals Leipziger Straße 12, die Interessenten auf eine bildliche Reise durch die Stadtgeschichte mit, die zeitlich zwischen den 1880er und den 1950er Jahren anzusetzen ist. Auf 124 Fotografien in Schwarzweiß wird Bekanntes und weniger Bekanntes aus der Vergangenheit Arterns gezeigt, sei es die Grundsteinlegung des Rathauses, der Markt, der Weinberg, das Industrieviertel, der Bahnhof (auch Kleinbahnhof West), die Innenstadt, die Kirchen, Schulen, Saline-Park, Mühlgraben und Unstrut, die Altstadt mit Saline, der Friedhof sowie Stadtansichten in der Totalen. – Der attraktive Band ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit Blick vom Weinberg auf die Stadt. Nach Auslieferung wird „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ im „Guten Buch“ Artern und über den Heimatverein ARATORA erhältlich sein. Der Verkaufspreis beträgt 12,00 Euro. Die Auflage beläuft sich auf gerade einmal 300 Exemplare! Interessenten mögen bitte deshalb nicht allzu lange warten, weil eine zweite Auflage in absehbarer Zeit nicht vorgesehen ist.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Orgelweihe

Spendenaufruf auch 2018: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten so bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 wird der Heimatverein ARATORA weiter für diesen Zweck sammeln: zu Veranstaltungen und bei Anlässen. Bitte helfen auch Sie mit, die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Unterhof Keßler

Dienstag, 22. Mai 2018

Der Name Keßler verbindet sich in der Geschichte Arterns vor allem mit der Bewirtschaftung des Unteren Hofes in der Ritterstraße (unser Bild). An der Ostseite des alten Guthauses kündet noch immer das Familienwappen über der Eingangstür von dieser Zeit (18./19. Jahrhundert). Der bekannteste Namensträger der Familie war allerdings kein Landwirt, sondern arbeitete im Montanwesen: Der Sohn von Johann Christoph Keßler, Gutsbesitzer und Domänenpächter in Artern, Johann Gottfried Keßler (1854-1830), der zuvor als Rentamtmann in Clingen und danach als Bergwerks- und Kommissionsassessor in Mägdesprung (Anhalt-Bernburg) tätig war. Trotz relativer geografischer Distanz zwischen dem Harz und unserer Region verbindet  sich mit dem späteren Bau- und Bergrat ein wichtiges Bauwerk im Bereich der Hainleite. Dieses Faktum war bislang hier nicht bekannt und wurde erst im vergangenen Monat während eines Vortrags im Rahmen des 13. Tages der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis von Dr. Ulrich Hahnemann, Leiter des Regionalmuseums Bad Frankenhausen, im dortigen Festsaal mitgeteilt. Demnach war es Johann Gottfried Keßler, unter dessen Ägide der im Mittelalter von Mönchen (wahrscheinlich Benediktiner des Klosters Göllingen) angelegte, unterirdische Verlauf der Kleinen Wipper unter dem Hanfenberg eine neuzeitliche Ausmauerung erhielt. Der wohl um 1200 künstlich angelegte Verlauf zwischen Göllingen und Bendeleben (Mönchstunnel) ist eines der wichtigsten Kulturdenkmäler unserer Region und zugleich ein Meisterwerk des Wasserbaus im Mittelalter! Bei 497,5 Meter findet sich die Jahreszahl 1804, die sehr wahrscheinlich mit dem neuzeitlichen Tunnelausbau mit Werkstein (1801-1804) in Verbindung zu bringen ist. Der Ex-Arterner Johann Gottfried Keßler war mit dem Entwurf und der Ausführung der Arbeiten beauftragt. Er wirkte damals als Bernburger Baurat in Harzgerode, drei Jahre später 1807, wurde er in den Ruhestand versetzt. – Da Johann Gottfried Keßler darüber hinaus an weiteren Bauobjekten tätig war und sich auch schriftstellerisch thematisch breitgefächert betätigte, wäre eine nähere biografische Beschäftigung mit ihm wünschenswert, natürlich auch im Kontext mit dem Wirken seiner Familie in der Landwirtschaft um Artern und anderswo, z. B. Schaafsdorf (Heygendorf), wo gleichfalls früher Keßlers ansässig war (allerdings mit anderem Familienwappen).


Kohlenbahn Feldweg

Freitag, 18. Mai 2018

Das kürzlich an dieser Stelle angekündigte, zur späteren Veröffentlichung vorgesehene historische Kompendium unter dem Titel „Braunkohlenbergbau am Hutdeckel während des 19. Jahrhunderts: Quellentextliche Beiträge zur Montangeschichte der südöstlichen Goldenen Aue“ ist bereits jetzt auf gewisse Resonanz gestoßen, die unterstreicht, dass der Altbergbau noch immer ein interessierendes Thema besonders in Artern, Voigtstedt, Edersleben, Borxleben und Kachstedt ist. Trotz der selbstauferlegten Einschränkung, in der vorläufig beendeten Zusammenstellung lediglich historische Nachrichten aus gedruckten Quellen (immerhin eine Auswahl aus Dutzenden Büchern, Zeitschriften und Zeitungen) verwertet zu haben, wird der Erkenntnisgewinnung für die Leser doch nicht unerheblich sein. Vor allem soll „Braunkohlenbergbau am Hutdeckel“ aber anreizen, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen und diesbezüglich sehr vielversprechende Akten in Archiven, z. B. in Berlin und Merseburg, auszuwerten! – Wie sich diese quellentextlichen Darstellungen zur Geologie, Paläobotanik, zur Auffindung und dem Abbau der Lagerstätten sowie dem Abtransport und der Verwertung der Kohlen dann voraussichtlich in den „Heimatblättern“ für 2019 und 2020 des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue lesen werden, soll nachstehend mit einem Auszug aus einer fast 160 Jahre alten Darstellung mit erdgeschichtlichem Schwerpunkt exemplarisch mitgeteilt werden:  „Von dieser Mulde [mit Braunkohlenlager bei Edersleben] wenig entfernt, aber mit derselben kaum in irgend welchem Zusammenhange stehend, findet sich in der Nähe von Voigtstedt eine andere ziemlich beschränkte Ablagerung vor. In den mehr oder weniger tiefen, zum Theil sehr steil einsetzenden Vertiefungen des aus buntem Sandstein bestehenden Grundgebirges, welche zunächst mit einem äusserst glimmerreichen bräunlichen Formsande ausgefüllt sind, ist ein ½ bis 6 Ltr. mächtiges Kohlenflötz unregelmässig eingelagert. Dasselbe führt eine erdige formbare Kohle, die nur im Tiefsten der Mulde etwas stückhaltig, je weiter nach oben aber klar und sandig ist, häufig von tauben Mitteln, sogenannten Aschenstreifen durchsetzt wird und sich ihres Schwefelkiesgehaltes wegen leicht erhitzt. Bedeckt wird dieses Flötz zunächst von einer jedoch nicht überall auftretenden Schicht bituminösen plastischen Thones von geringer Mächtigkeit und demnächst von einem sandigen Letten, der die Unterlage der aus Lehm und Sand bestehenden Diluvialmassen bildet. Die gesammte Mächtigkeit des Deckgebirges wechselt von 3 bis 12 Ltrn. [Lachtern]. Nur durch eine sattelförmige Erhebung des liegenden Sandes ist diese Voigtstedter Mulde von einer anderen, der sogenannten Havelsberger getrennt, deren ganze Ausdehnung man bis jetzt noch nicht kennen gelernt hat, deren Zusammensetzung indessen von der zuvor betrachteten Mulde im Wesentlichen nicht abweicht.“ – Bezüglich der Bebilderung des bislang knapp 50 A4-Seiten langen Berichts werden noch historische Fotos, besonders aus Voigtstedt, Edersleben, Borxleben und Kachstedt, gesucht. Wer kann helfen? – Unser Bild zeigt einen Feldweg nördlich von Borxleben, zuvor Damm der Kohlenbahn nach Artern.


Häuserbau Schillerstraße

Dienstag, 15. Mai 2018

Für Mitte des nächsten Monats möchten sich Heimatfreunde und Interessierte bitte schon jetzt folgende Termine für zwei interessante Vortragsveranstaltungen zu historischen Themen aus Artern vormerken. Am Donnerstag, 14. Juni 2018 um 19.00 Uhr spricht unser langjähriges und sehr aktives Vereinsmitglied Dr. Axel Römer aus Pulheim in der Kirche St. Kilian in Schönfeld. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen seine Forschungen um Geschehnisse und Abläufe, die im Zusammenhang mit der Reformationszeit in Artern und Schönfeld stehen. Anhand ausgewählter Themen werden die großen kirchlichen und kirchenpolitischen Umwälzung auf die kommunale Eben herunter gebrochen und somit Luthers Wirken und Werk sowie damit verbundene Details auf der Ebene der Städte und Dörfer nahegebracht. Dabei wird Dr. Axel Römer seine Forschungsergebnisse in gewohnt populärer und fesselnder Art und Weise vortragen. – Nur eine Woche später, am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 18.30 Uhr wird dann herzlich in den Gemeinderaum der evangelischen Kirche in der Harzstraße 16 (zuvor Kirchenverwaltungsamt) eingeladen. Dann stehen mehr als 300 Aufnahmen aus den 1970er und 1980er Jahren, die fast ausschließlich den damaligen Wohnbezirk IV und etliche seiner Bewohner sowie Arbeiten im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) zeigen, im Fokus. Diese Veranstaltung soll auch kein Vortrag im „klassischen“ Sinne werden, vielmehr werden die Besucher diesmal gebeten, die gezeigten DDR-Fotos (möglichst kurz) mit zu kommentieren. Zu sehen werden u. a. sein: Weinberg, Franz-Schubert-Straße, der „legendäre“ Konsum in der Karl-Liebknecht-Straße, die Schillerstraße, Siedlung, der Goethe- und Pestalozziplatz, Lindenstraße, Puschkinstraße u. a., zudem diverse Arbeitseinsätze und Subbotniks sowie sicherlich längst vergessene Details aus diesen Straßen zu späterer DDR-Zeit. Eintritt wird zu beiden Vorträgen nicht erhoben, Spenden sind erwünscht! – Unser Bild zeigt den Bau von „Papphäusern“ in der Schillerstraße zu Beginn der 1970er Jahre.


Alt-Artern

Freitag, 11. Mai 2018

Nachdem der im Vorjahr publizierte, sehr erfolgreiche Band „Alte Heimat Artern“ (siehe oben) zwischenzeitlich beinahe ausverkauft ist, kündigt sich bereits eine weitere Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA an. Zum Tag der Vereine am Sonnabend, 9. Juni 2018 ab 14.00 Uhr im Arterner Sole-Schwimmbad wird erstmals der neue Bildband „Alt-Artern in Bildern – Die Fotosammlung des Schlossermeisters Hans Burghardt (1897-1970)“ angeboten. In Aufmachung, Layout und Umfang wurde dieses Buch dem Bildband von 2017 fast vollständig angeglichen, sodass quasi bald eine Fortsetzung desselben vorliegt. Die dafür genutzten 124 historischen Fotos auf 128 Seiten wurden erst vor kurzer Zeit als Schenkung überlassen und sind, wie jene schon im letzten Jahr veröffentlichte, sehr wichtige Dokumente der Stadtentwicklung seit dem späteren 19. Jahrhundert. Viele der attraktiven Aufnahmen hatten zudem den Vorzug, dass sie in den originalen Fotoalben teils mit datierten Bildunterschriften versehen worden sind. Nicht wenige dieser Bilder mit fast durchweg Arterner Ansichten waren in der Ortsgeschichtsforschung bislang völlig unbekannt und werden somit erstmals veröffentlicht (Wasserschloss, alter Saal am „Anker“, Pforte zum Friedhof oder Kalkhütte in der Sangerhäuser Straße)! So umfasst z. B. das erste Drittel des Buches ausnahmslos sehr abwechslungsreiche Aufnahmen aus der Zeit der 1880er bis 1900er Jahre! – Ab Montag, 11. Juni wird unser neuer Bildband, der allerdings mit einer Auflage von lediglich 300 Exemplaren erscheint, auch im „Guten Buch“ Artern sowie beim Heimatverein ARATORA erhältlich sein. Der Preis beträgt voraussichtlich 12,00 Euro. Buchbestellungen für den Postversand werden gern entgegengenommen.


Kurfürstenbrücke

Dienstag, 8. Mai 2018

Berechtigterweise mehren sich bereits seit einiger Zeit Nachfragen, den Stand der Fortsetzung unseres sehr erfolgreichen, mittlerweile in zweiter Auflage erschienenen Sachbuches „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ von 2015 betreffend. Dies umso mehr, als zwischenzeitlich zahlreich private Fotos, Texte und Hinweise eingetroffen sind, die zur Bereicherung dieses Buches beizutragen in der Lage sind. Sogar ein Gemälde wurde eigens für dieses Buch geschaffen! Doch haben berufliche Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme, Arbeit in Vereinen sowie ehrenamtliches Engagement (gleichbedeutend mit der immer beliebter werdenden Methode der Inanspruchnahme kostenloser Arbeit zugunsten Anderer) leider zur Verzögerung bei der Veröffentlichung geführt. Nachdem sich in jüngerer Zeit wieder verstärkt dem Manuskript gewidmet worden ist und mittlerweile zig Dutzend Artikel überarbeitet, ergänzt und vollendet worden sind, kann jetzt mitgeteilt werden: Es geht definitiv weiter mit dem Unstrut-Buch, doch dauert es eben immer noch etwas bis zur Veröffentlichung, zumal eine nicht unbeträchtliche Summe für Layout, Druck und Bindung zusammen kommen muss! – Nach jetzigem Stand sind folgende Hauptkapitel geplant: Zur Landschaft und Natur der Flussauen und ihrer Hügelzüge / Leben und Arbeit der Landleute an Unstrut, Wipper und Helme / Volkskundliches aus den Unstrut-Gemeinden: Alter und neuer Aberglaube / Auf schwankenden Planken: Schiffer, Flößer und Fährleute auf der Unstrut / Müller, Mühlen und Maltersäcke / Aus der Geschichte der Unstrut-Fischerei / Unfall, Suizid und Mord: Tote aus der Unstrut / Menschen am Fluss und ihre Geschichte(n) / Alarm an der Unstrut: Aus der Geschichte der Hochwasser / Dämme, Deiche und Polder: Wasserbau- und Schutzanlagen in der Aue / Über Wehre, Schleusen und Brücken / Von den Nebengewässern, Zuflüssen und Kanälen / Orkane, Hagel, Eiseskälte: Extreme Naturereignisse in der Unstrut-Region / Freizeit am Fluss: Kahnstuhlfahrer, Wasserplanscher und Paddler. – Kapitelnamen und Reihenfolge können sich natürlich noch ändern, doch das Grundgerüst steht! Integriert in genannte Hauptkapitel sind bereits zahlreiche relevante Texte und Bilder. Von den Artikeln, als auch den Illustrationen her werden wieder etliche historische „Leckerbissen“ darunter sein. Insgesamt wird schlussendlich mit etwa 120 bis 130 Themenkapiteln zu rechnen sein. Damit werden Umfang und Bebilderung ungefähr der Ausgabe von 2015 entsprechen, eher etwas umfangreicher. Doch kann schon jetzt resümiert werden, dass sich das Warten lohnen wird! Das unserem neuen Buch entnommene und hier gezeigte Privatbild stellt die 1945 gesprengte Kurfürstenbrücke über den Mühlgraben in Artern dar.