Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Zum Kyffhäuser

Dienstag, 11. Mai 2021

Ein Anruf vergangene Woche brachte ebenso unerwarteten wie erfreulichen Kontakt nach Lübeck, von wo aus Fragen zur jüngeren Arterner Stadt- und Familiengeschichte unterbreitet und beantwortet worden sind. In diesem Zusammenhang fand auch eine kleine Dia-Sammlung mit farbigen (!) Aufnahmen aus Artern Erwähnung, die im Mai 1939 hergestellt worden sind. Diese Kollektion fand mittlerweile den Weg nach Artern und liegt nun digital vor. Leider können besagte Bilder nicht mehr in den neuesten Bildband „Arterner Momente aus einem Jahrhundert Fotografie - Ein Konvolut aus privaten Bilderalben und der Sammlung des Heimatvereins ARATORA“, der im Frühsommer 2021 erscheint, aufgenommen werden. Aber für eine Folgeveröffentlichung, vielleicht schon im kommenden Jahr, ist diese Sammlung bereits ein guter Vorlauf, zumal der überwiegende Teil der Aufnahmen reproduktionswürdig ist. Folgende Motive aus Artern sind u. a. zu sehen: Blick in die Harzstraße mit Rathausturm, historisches Wohnhaus an der Marienkirche, Bürgerschule von 1835, roter Klinkerbau der Schule in der Kirchstraße, Brücke über die Sole, Pflanzenteppich im Naturschutzgebiet Solebach, versteinerter Baum vor der Veitskirche, Gasthaus zu Krone, Ansicht des Goethe-Ahnenhauses, die Gedenktafeln ebendort, Blick vom Sumpf zum Kyffhäuser-Gebirge (unser Bild). Abgerundet werden die Arterner Aufnahmen von 1939 mit einigen Bildern aus Sondershausen, so die alte Wache, der Westflügel des Schlosses, dessen Hofbereich und Blick in einen der prächtigen Säle. - Trotz teilweise leichter qualitativer Abstriche ist die aufgeführte, über achtzig Jahre alte Kollektion eine unerwartet wichtige Bereicherung, wobei besonders die Farbigkeit der Dias die abgebildeten Motive eindrucksvoll verstärkt.


Rückhaltebecken Iberg

Dienstag, 4. Mai 2021

Extremereignisse von Flüssen werden landläufig und überwiegend mit Hochwassern in Verbindung gebracht; beeindruckende Fotos aus Vergangenheit und Gegenwart zeugen von der Zerstörungskraft der dabei bewegten Wassermassen. Doch auch die nicht weniger spektakulären Niedrigwasser gehören in die Kategorie solch extremer Ereignisse. Erfreulich daher, dass sich die jüngste Veröffentlichung des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz mit Niedrigwasser und Trockenheit in Thüringen befasst. Hierzu liegt folgende Information vor: „Trockenheit und Niedrigwasser sind im gemäßigten Klima Thüringens natürlich und regelmäßig auftretende Phänomene im Wetter- und Wasserkreislauf. Die Umwelt ist in bestimmtem Maß darauf eingestellt, solche (Extrem-)Situationen ohne bleibende Schäden zu überstehen. Jedoch kann ein über längere Zeit aufwachsendes Wasserdefizit ohne Regenerationsphasen diese Toleranzgrenze überschreiten. Deutliche Auswirkungen auf die Ökosysteme sind dann unvermeidlich. Im extremen Trockenjahr 2018 deutete sich ein derartiges Wasserdefizit bereits an. Im Folgejahr 2019, welches hinsichtlich Hitze und Niederschlagsmangel kaum weniger extrem ausfiel, manifestierten sich die Dürreprobleme flächendeckend und es wurde offensichtlich, dass der Zeitraum 2018/2019 hinsichtlich des Wassermangels eine Ausnahmestellung einnimmt und damit eine genauere wasserwirtschaftliche Analyse und Einordnung geboten war. - Das Ergebnis dieser wissenschaftlichen Analyse ist im Buch „Niedrigwasser und Trockenheit in Thüringen“ des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zusammengefasst. Der grundlegenden Auswertung der Niedrigwasserabflüsse an den Pegeln, deren flächendeckende Übertragung auf Gesamtthüringen sowie der Grundlagen der Talsperrenbewirtschaftung in Niedrigwasserzeiten schließt sich eine Analyse der Trockenperiode 2018/2019 und deren Einordnung in die Beobachtungsreihen meteorologischer und hydrologischer Größen an. Ein Rückblick auf maßgebliche Trockenjahre und Niedrigwasserereignisse in Thüringen im Zeitraum von 1500 bis 1950 rundet mit einer Prognose möglicher zukünftiger Ereignisse vor dem Hintergrund der klimatischen Entwicklung die Publikation ab: Hitzesommer wie 2018 und 2019 werden demnach in naher Zukunft die Durchschnitts-Sommer darstellen. Mit dem Temperaturanstieg geht auch eine Verschiebung des Niederschlagsregimes einher, was sich bereits jetzt schon beobachten lässt. Zukünftig ist in den Frühjahres- und Sommermonaten mit häufigeren und länger anhaltenden Dürreperioden zu rechnen. - An der Veröffentlichung, die als Schriftenreihe Nr. 120 herausgegeben wird, haben 13 Autoren mitgewirkt. Das Buch umfasst 292 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und kann zum Preis von 15 Euro unter https://tlubn.thueringen.de/service/publikationen/schriftenreihe bestellt werden." - Besonders das umfangreiche Kapitel „Anmerkungen zu herausragenden Trockenperioden und Niedrigwasserereignissen in Thüringen (1500-1950)“ aus der Feder von Dr. Matthias Deutsch und Dr. Tobias Reeh bringt zahlreiche Daten, Dokumente, Tabelle und Bilder zu besagten Naturereignissen. Diese stellen besonders auch in der Heimatforschung wichtige klimatologische Eckpunkte dar, an denen lokale oder regionale Begebenheiten und Kontexte in der Vergangenheit festgemacht und in Relation gebracht werden können. - Unser Bild aus dem Südharz zeigt die für die Lebenswelt katastrophale Situation am Rückhaltebecken Iberg zwischen Rottleberode (Kreis MSH) und Buchholz im Nachbarkreis Nordhausen am 30. Juli des Hitzesommers 2018.


Pfalz

Dienstag, 27. April 2021

Archäologie online, die größte deutschsprachige Internetplattform für Themen aus der Ur- und Frühgeschichte, berichtet aktuell über die Arbeit an einem besonderen Lexikon, das auch in der hiesigen Regionalforschung Beachtung finden wird, folgendes: „Ein Wissenschaftlerteam aus dem Bereich Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erstellt erstmals ein lexikalisches Nachschlagewerk zu den mittelalterlichen Königspfalzen auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts [somit auch Nordhausen, Tilleda, Wallhausen, Allstedt und Memleben]. Die Könige des ostfränkisch-deutschen Reichs regierten im Früh- und Hochmittelalter aus dem „Sattel heraus“. Das heißt, sie bereisten permanent die unterschiedlichen Regionen ihres Herrschaftsgebiets. Wichtige Stationen auf diesen Reisen waren die sogenannten Pfalzen, die sie zu den unterschiedlichsten Anlässen aufsuchten. „Magdeburg ist für die Erforschung dieses Vorhabens prädestiniert. Hier war die Pfalz einer ganz zentralen Persönlichkeit der Geschichte des 10. Jahrhunderts, Ottos des Großen“, erläutert Prof. Dr. Stephan Freund, Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters an der Universität Magdeburg. „Die Ottonen besuchten besonders oft ihre Pfalzen auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts, da sie in diesen fruchtbaren Gebieten einen Großteil ihrer Besitzungen hatten. So entstand eine dichte Königspfalzen-Landschaft mit oft nur 15 bis 20 Kilometern Entfernung zwischen den Pfalzen. Durch die Erforschung der Pfalzen bin ich selbst viel im Land unterwegs. Vor Ort habe ich viele Menschen gesprochen und Neugier bei ihnen für die eigene Region gespürt und für das, was sich an diesen Orten in der Vergangenheit zugetragen hat.“ - Das Anliegen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sei es, das mannigfaltige Spektrum und die wechselvolle Geschichte der Pfalzen sichtbar werden zu lassen und einen Überblick zu geben, wann welcher Herrscher sich zu welchem Anlass an einem Ort aufgehalten hat, was dort geschah und welche Personen ihn dabei begleiteten, führt Professor Freund aus. „Im Ergebnis unserer Forschungen wird der ‚Band Sachsen-Anhalt´ das sogenannte Repertorium der deutschen Königspfalzen ergänzen. In ihm werden die Pfalzen alphabetisch aufgeführt und die Geschehnisse jeweils chronologisch geordnet sein. Damit schließen wir eine gewaltige Forschungslücke.“ Das vom Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie Frankfurt/Main herausgegebene Repertorium verzeichnet die Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters, erfasst regional geordnet sämtliche Herrscheraufenthalte auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik und macht so die Vergleichbarkeit der Orte untereinander möglich. - Die Magdeburger Forscher und Forscherinnen untersuchen die Aufenthalte der Könige in den derzeit 38 bekannten Pfalzanlagen auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts für die Jahre 800 bis 1250. Die Aufgaben reichen dabei von der Lokalisierung der Aufenthaltsorte und deren topographischer Beschreibung über die Erfassung der Baugeschichte und Ausstattung bis hin zur Sammlung der verfügbaren Quellen und deren Interpretation. Durch die Fülle des Quellenmaterials, aber auch weil kaum noch bauliche Überreste der Pfalzen vorhanden sind, ergeben sich große methodische Herausforderungen für die Historikerinnen und Historiker der Universität Magdeburg, die sie durch eine breite interdisziplinäre Zusammenarbeit bewältigen möchten. So holen sie sich auf archäologischem Gebiet die Expertise von Kolleginnen und Kollegen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie ein, nutzen Kartenmaterial, Luftbilder sowie mit Hilfe von Laserstrahlen aufgenommene dreidimensionale Lidar-Scans des Landesamtes für Geographie und Vermessung, welche eine Modellierung der Landschaft ohne Bewuchs sichtbar werden lassen. Eine Expertin zur Namenskunde wird das Team um Professor Freund bei der Klärung von sprachgeschichtlichen Begrifflichkeiten unterstützen, denn oft ist aufgrund unterschiedlicher Schreibweisen nicht eindeutig, auf welchen Ort oder welche Person sich eine Nennung bezieht. - Die Forschungsarbeit am „Band Sachsen-Anhalt“ im Rahmen des „Repertoriums der deutschen Königspfalzen“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt in einer ersten Förderphase mit 470.000 Euro gefördert.“ - Unser Bild von 2016 zeigt ein Ritterlager auf der Pfalz Tilleda, hinten der Turm des rekonstruierten Zangentores. In absehbarer Zeit entsteht in Anlehnung an die ursprüngliche Bauweise dort die europaweit erste Komplettrekonstruktion einer Königshalle; diese soll 30 Meter lang und 8,5 Meter breit werden. Weiterhin wird demnächst in Tilleda ein mittelalterliches Badehaus errichtet.


Beiträge zur Altstraßenforschung 3

Dienstag, 20. April 2021

Nachdem mit den ersten beiden Bänden der „Beiträge zur Altwegeforschung“ die Kupferstraße in Thüringen bzw. Altstraßen in Südthüringen untersucht worden sind, wandelt der Leser des soeben erschienenen dritten Bandes „Auf den Spuren alter Straßen“. Abgedruckt sind dort Vorträge der Kolloquien zur Altstraßenforschung in Schmalkalden 2017 und Nordhausen 2019 (unser Bild). In neunzehn Aufsätzen wird über den Verlauf ehemaliger Wege und Straßen in Mitteldeutschland berichtet. Unser Region betreffend, sind folgende Berichte von besonderem Interesse: Zwei Kohlenstraßen und ihr Verhältnis zum Altwegenetz im östlichen Vorland des Harzes; Zur Bedeutung eines traditionellen Hochweide- und Nekropolenareals für das frühe Wegenetz in Nordwestthüringen; Altwege im Unterharz; Zwischen den Wegen lesen – Methodische und erkenntnistheoretische Überlegungen zur zeitlichen und inhaltlichen Bewertung von Altwegen; Die Struktur eines mittelalterlichen Weges von Quedlinburg in den Harz; Die „Alte Leipziger Straße“. Ausgrabung eines frühneuzeitlichen Fernverkehrsweges im Südharzvorland; Neue methodische Ansätze für die Erfassung und Dokumentation der Altwege im Westharz; Exkursion Altwege und Wegbegleiter am südlichen Harzrand und im Oberharz. – Seit dem Kolloquium 2012 in Meiningen hat die Altwege- bzw. Altstraßenforschung in Thüringen einen erfreulichen Aufschwung erfahren, der sich in nunmehr drei vorliegenden Bänden der „Beiträge zur Altwegeforschung“ manifestiert. Dennoch ist die Forschungsarbeit hierzu nicht ansatzweise abgeschlossen, denn vor allem im Detail fehlen noch immer viele Daten und Fakten zur vorgeschichtlichen, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Verkehrs- und Verkehrswegegeschichte, deren Bewältigung auch und besonders von der ehrenamtlichen Heimatforschung mit geschultert wird. Zahlreiche Vorarbeiten auch für unsere Gegend liegen mitunter seit hundert Jahren, verfasst von damaligen Koryphäen der Heimatkunde, vor. Wer ein erschöpfendes und befriedigendes Hobby im Gelände, in Archiven und am Computer (alte Landkarten und Luftbilder!) sucht, hätte hier lebenslange Betätigung!


Wasserstein bei Ringleben

Dienstag, 13. April 2021

Kurz nach dem bevorstehenden Sommerbeginn wird sich das große Hochwasser der Unstrut vom Juni/Juli 1871 zum 150. Male jähren! Dieses zweitgrößte Flutereignis unseres Heimatflusses verwandelte die große, seit 1858 sukzessive eingedeichte Ebene zwischen Bahnhof Heldrungen und Memleben in einen einzigen See und verursachte beträchtliche Schäden und Kosten. Vom damaligen „Land unter“ kündet auch der Wasserstein von Ringleben (unser Bild), der als seltenes und überregional bedeutsames Kleindenkmal während der vergangenen zwanzig Jahre vor allem vom Heimatverein ARATORA immer wieder in den Fokus von Veröffentlichungen gerückt worden ist. So wurden Historiker, Klimatologen und Denkmalschützer auf den Stein aufmerksam und zogen diesen in ihre Forschungen mit ein; besonders unser Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt leistete hierbei permanentes Engagement. - Nach anderthalb Jahrhunderten merkt man dem Wasserstein allerdings sein Alter an: Deutliche Verwitterungen haben am Denkmalkörper ihre Spuren hinterlassen. Wenngleich eine Komplettsanierung bzw. sogar Neuerrichtung nun leider nicht anstehen, wird der Stein dennoch in absehbarer Zeit wie folgt aufgewertet: Der mittlerweile kaum noch entzifferbare Text wird momentan auf eine separate Platte, die dann neben dem Stein platziert wird, übertragen und damit wieder lesbar sein. Eine Sitzgruppe mit Informationstafel soll es ebenfalls bald geben, womit das Umfeld des historischen Denkmals aufgewertet wird, wie uns gleichfalls kürzlich bekannt wurde. Wenn es die Umstände zulassen, könnte hoffentlich eine (mehr oder weniger) angemessene, öffentliche Übergabe zum 150. Jahrestag möglich sein. - Obgleich die geschilderten Maßnahmen lediglich den kleinsten gemeinsamen Nenner von in jüngerer Vergangenheit vorgeschlagenen Optionen zur Aufwertung des Erinnerungssteins bei Ringleben darstellen, muss man zunächst mit selbigen zufrieden sein. Zu gegebener Zeit werden hier weitere Details über die erwähnten Maßnahmen bzw. den avisierten Termin der Übergabe veröffentlicht.


Gipswand

Dienstag, 6. April 2021

Einer der ersten Besuche auf den Arterner Friedhof nach Ende der Winterruhe brachte überraschenderweise ein bislang ungekanntes Detail aus geologischer Vergangenheit wieder ins Blickfeld, trotzdem die Maßnahmen zur Umsetzung angesprochener Situation bereits in den vergangenen Herbst reichen. Gemeint ist die erfolgte Freilegung einer bislang überwuchert gewesenen, natürlichen Gipswand auf der unteren Ebene des Friedhofes, rechts vom Treppenweg zur Solequelle. Etwa sieben Meter lang und teils fast übermannshoch erhebt sich das weiße, in verschiedenen Schichtungen gewachsene Felsgestein nunmehr gut sichtbar, nachdem dort nach vielen Jahrzehnten erstmals zahlreiches Efeu sowie Gesträuch entfernt worden sind (unser Bild). Darüber folgt die oberste Schicht mit Mutterboden. – Natürlich erinnert diese Wand an die auf dem Areal des benachbarten Autohauses bis ins 19. Jahrhundert betriebene Gipshütte, wo in einem Bruch das Gestein abgebaut und danach vor Ort verarbeitet worden ist. Dieser geologische Aufschluss ist somit eines der letzten relevanten, oberirdischen Relikte Millionen Jahre alter Ablagerungen bzw. auch des Abbaus und der Nutzung des Gipses, aus dem bereits die mittelalterliche Stadtmauer errichtet worden ist. Ein entsprechend herzlicher Dank an die Verwaltung des Friedhofes für die Freilegung und Erhaltung der Felsen wurde bereits übermittelt! – Die Aufstellung einer Info-Tafel an diesem für Artern einmaligen erdgeschichtlichen Relikt wäre angebracht! Der Heimatverein ARATORA hat deshalb bereits Kontakt aufgenommen, um dies im Rahmen des GeoPfades Artern in Verwaltung des GeoParks Kyffhäuser umzusetzen. Ein Geologe, der den Text hierfür schreiben würde, ist bereits gefunden worden. - Interessierte sei in diesem Kontext auf die sehr informative Broschüre „GeoPfade – Unerwartete Begegnungen auf steinigen Wegen“ hingewiesen, wo neun Geopfade rund um den Kyffhäuser vorgestellt werden; erhältlich u. a. in der Kyffhäuser-Info Bad Frankenhausen.


Frontispiz Bildband

Dienstag, 30. März 2021

Besonders an der Arterner Stadtgeschichte Interessierte dürften sich freuen: Zwei der geplanten drei Veröffentlichungen in diesem Jahr sind bereits fertig! Für den (N)Ostalgie-Kalenders 2022 „Artern vor einem Vierteljahrhundert“ und dem Bildband „Arterner Momente aus einem Jahrhundert Fotografie - Ein Konvolut aus privaten Bilderalben und der Sammlung des Heimatvereins ARATORA“ wurden in den vergangenen Tagen die Schlusskorrekturen vorgenommen und liegen jetzt vor – zunächst aber nur in digitalen Druckfassungen! Der Bildband soll, abhängig von der perspektivischen Verkaufssituation, im späten Frühjahr oder Frühsommer veröffentlicht werden, der Kalender dann im Herbst mit dem Zwiebelmarkt als zeitlichem Ziel. - Nach umständehalber etwas längerem Zeitraum, in dem beide Produkte beiseite geschoben worden sind, kann eingeschätzt werden, dass diese in Bild und Layout wiederum sehr attraktive Druckerzeugnisse sein werden. Besonders die im Bildband verwendeten Fotos zeigen zahlreiche historische Motive und Einzeldarstellungen, die nie zuvor publiziert werden sind. Der nächstjährige Kalender ist qualitativ und optisch jenem vom 2020 ähnlich, weil für diesen erneut aus derselben Bildquelle geschöpft worden ist (Arterner Fotosammlung von Ehrenbürger Walter Funcke aus Einbeck). - Ein Wermutstropfen sei trotzdem mitgeteilt: Aufgrund der Schließung des Guten Buches in Artern und einem damit weggebrochenen wichtigen Standbein im Vertrieb wird sich die Auflage beider Schriften auf lediglich je 200 Stück beschränken! Es kann somit nicht mehr garantiert werden, dass bei verspäteter Nachfrage nach Herausgabe noch Exemplare vorrätig sind! - Unser Bild zeigt vorab das Frontispiz des neuen Bildbandes mit noch nie veröffentlichter Zeichnung der Löwen-Apotheke.


CG1-2021

Dienstag, 23. März 2021

Die aktuelle Edition der Zeitschrift „Computer-Genealogie – Magazin für Familienforschung“ (unser Bild) zieren u. a. eine Synagoge und der Davidstern; diese weisen bereits auf das Schwerpunktthema der Ausgabe 1/2021 hin: Jüdische Genealogie – im Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ auch eine Reverenz an dieses Jubiläum. Im Themenblock hierzu werden zunächst jüdische Quellen in der Familienforschung aufgezeigt, u. a. Personenstandsregister, staatliche Verzeichnisse, Archive sowie lokale Unterlagen. Die oftmals anzutreffenden Problematik jüdischer Konvertiten behandelt anschließend der Bericht „Judentaufen in Köln“. Möglichkeiten und Grenzen der DNA-Genealogie, hier hinsichtlich jüdische Ahnen, werden danach kritisch untersucht. – Es folgt eine Vereinsvorstellung: das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen, Baden-Württemberg; dieses „sammelt und archiviert Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefe und macht sie der Wissenschaft und der Allgemeinheit zugänglich.“ Eine völlig neuartige Visualisierung genealogischer Forschungen wird danach vorgestellt; diese wurde entwickelt, weil die Darstellungen in herkömmlichen Stammbäumen nur eingeschränkt Daten, Relationen und zeitliche Abläufe anzeigen können. Es folgt eine Aufsatz über „Deutsche in Australien“ als hilfreiche Handreichung für Forschungen im Ausland. Diverse Kurzmeldungen informieren dann über Aktuelles aus der Ahnenforschungen, ehe sich die Betrachtung „Onlinestammbaum oder Genealogieprogramm?“ anschließt. Ein Bericht zum Deutsch-Französischen Krieg, über ein altes Familienerbstück sowie weitere aktuelle Meldungen beschließen die neue, wie immer sehr informative und kurzweilige Zeitschrift „Computer-Genealogie“ des Vereins für Computer-Genealogie. Deren nächste Ausgabe erscheint Ende Juni 2021 und wird sich dann mit „Forschungen im Netz“ beschäftigen. Wir berichten gern auch hierüber!


Goethes Ahnenhaus

Dienstag, 16. März 2021

Mit etwas Verzögerung trafen vor wenigen Tagen die in einer großen Bibliothek bestellten Digitalisate alter Zeichnungen des Goethe-Ahnenhauses in der Harzstraße 10 beim Heimatverein ARATORA ein. Diese noch nie veröffentlichten Bilder wurden 1875 und 1894 geschaffen und zeigen das Haus noch in Fachwerkausführung (dieses wurde 1880 verputzt). Die ältere der Zeichnungen wurde von einem damals Vierzehnjährigen gemalt und ist eine offenbar äußert korrekte Wiedergabe in perspektivischer Ansicht. Nur mit der Darstellung der Straßenpflasterung hatte der junge Künstler diesbezüglich Schwierigkeiten. Äußerlich zur aktuellen Ansicht unterscheidet sich das Haus damals in erster Linie im Parterre. Damals befand sich die Eingangstür im linken Bereich des Baukörpers, rechts war ein Doppelfenster (heute ist die Tür in der Mitte sowie links und rechts davon je zwei Fenster.) - Die zweite Darstellung des Ahnenhauses ist eine Kohlezeichnung. Der Künstler hat sich mit dem Kürzel W. B. 94 verewigt; wer sich dahinter verbirgt ist noch unklar. Als Unterschrift ziert nachstehender Text die Zeichnung: „Wohnhaus des Schmiedemeister[s] Hans Christian Göthe Ur=Großvater des J. W. Göthe. 1671. zu Artern.“. Die Zeichnung ist sehr akkurat und detailreich ausgeführt, wobei der Künstler halb schräg auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand. Das geöffnete Flügeltor erlaubt einen Blick in den Innenhof. Die Darstellung eines Pferdes sowie zweier Hufschmiede, die beim Hufbeschlag tätig sind, ist weniger gelungen und erinnert an Naive Kunst. – Trotzdem das Layout des voraussichtlich Mitte 2021 erscheinenden neuen Arterner Bildbandes bereits fertig ist, wird eines der beiden Bilder noch nachgeschoben und dort erstmals publiziert, die andere Zeichnung dann später! Unser hier beigefügtes Foto zeigt das Göthe-Haus als Ausschnitt einer historischen Postkarte.


Menhir von Buttelstedt

Dienstag, 9. März 2021

Unter dem Arbeitstitel „Die Speckseite von Edersleben - Sagenhaftes und Überlieferungen zu einem verschwundenen Menhir“ wird derzeit an einer Abhandlung gearbeitet, die in der nächsten Ausgabe der Heimatblätter des befreundeten Geschichtsvereins Goldene Aue erscheinen soll; das wird voraussichtlich um den bevorstehenden Jahreswechsel der Fall sein. Im Fokus steht ein um 1860 infolge der Separation zerstörtes archäologisches Bodendenkmal aus der Jungsteinzeit. Hierzu wurden im Vorfeld Daten und Quellentexte ermittelt, die als Grundlage für eine sechsseitige Darstellung dienen. Unter anderen werden die mit diesem Langstein verbundenen Sagen, dessen vormaliger Standort und Umgebung, historische Beschreibungen des Menhirs, dessen spätere Funktion an der Flurgrenze zur Wüstung Büchen, die damit verbundenen Flurnamen und nicht zuletzt die mutmaßliche Rolle der Speckseite von Edersleben im Kontext der mittelalterlichen Rechtsprechung erklärt. Im Ausblick werden weitere erhaltene bzw. zerstörte Menhire in der näheren Umgebung zumindest benannt. - Unser Bild zeigt den Menhir von Buttelstedt im Kreis Sömmerda nach dessen Versetzung vom ursprünglichen Standort.


Grabstein

Dienstag, 2. März 2021

Die vorgesehene Wiederherstellung des historischen Grabdenkmals von Marie Sophie Elisabeth Walter (1796-1850) auf der Arterner Friedhof verzögert sich leider. Die für die zurückliegenden Wintermonate beabsichtigte Sanierung konnte nicht vonstatten gehen, weil der beauftragte Steinmetz infolge der Corona-Pandemie im Hauptgeschäft zu sehr belastet war und noch immer ist. Daher kann mit einer Erneuerung und Neuaufstellung voraussichtlich erst in der bevorstehenden schönen Jahreszeit gerechnet werden. - Derzeit befindet sich der aus drei massiven Elementen bestehende Stein noch abgelagert auf dem Gelände des Bauhofes (unser Bild). Beabsichtigt ist die Reinigung des Denkmals und die anschließende Neugravur der Texte, danach die Aufstellung an einem standfesten Ort. Zuvor befand sich das Grabmal oberhalb der Ruhestätte Romeiß nahe der Solequelle und musste 2019 infolge Instabilität des Untergrundes dort abgebaut werden. - Die auf dem Stein Verewigte war die Gattin des Besitzers der einstigen Ziegelei Walter an der Unstrut und starb mit 53 Jahren an Cholera, die 1850 in Artern wütete; als zusätzlicher Grund des Ablebens kam laut Sterbeeintrag im Kirchenbuch Nervenfieber hinzu.


Töpfer

Dienstag, 23. Februar 2021

Über das Für und Wider von Maßnahmen der Quarantäne (-verlängerung) scheiden sich seit nunmehr über einem Jahr die Geister; auch in Artern wird kontrovers darüber und besonders zu den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen diskutiert. - Einen historischen Bericht mit dem Titel „Ein Brief der Sangerhäuser Töpfer an den Arterner Stadtrat“ über Infektionsvorsorge in Artern im späten 17. Jahrhundert aus der Sangerhäuser Zeitung vom 6. Februar 1923 sandte uns kürzlich Christine Stadel aus der Berg- und Rosenstadt. Parallelen zu heute sind darin offensichtlich: „Am 10. Januar 1683, richteten die Sangerhäuser Töpfermeister an den „Ehrenfesten vorachtbaren und wohlweisen Herrn Burgemeister und Rat der gräflich mansfeldischen Stadt Artern“ ein höfliches Schreiben, man werde wohl in gutem Andenken haben, dass sie, die Meister des Töpferhandwerks, seit geraumer Zeit mit schwerer Breste [Bürde] belegt seien, d. h. da durch Sangerhausen eine Seuche, die „Pest“ schlich, war ihre Ware abgesperrt worden. Dadurch kamen sie in große Not. In Artern hätten sie aber doch ihre Töpferware jederzeit um billigen Preis verkauft, auch noch mehrere Töpferkammern gepachtet gehabt, auch seien sie mehrmals ersucht worden, mit Töpfen herüberzukommen und solche vor der Stadt abzuladen, von wo sie von Weibern in die Kammern gebracht und auf dem Markte durch Weiber verkauft werden sollten. So habe man’s auch in Allstedt getan. Denn ihre Ware sei durch’s Feuer gesäubert und gereinigt. So möchten sie denn jeden Montag zwei Karren Töpferwaren [nach Artern] herüberschicken. Am nächsten Tag schon bestätigte der Arterner Stadtrat sein Einverständnis.“ - Einerseits überrascht die fast modern anmutende Argumentation der Töpfer aus Sangerhausen betreffs der Sterilisierung ihrer Ware in den Töpferofen sowie der Einsatz heimischer Frauen für Botendienste innerhalb der Stadt Artern, andererseits die äußerst rasche Entscheidung des Arterner Rates. - Unser Foto mit Abbildung eines Töpfers wurde aus Oeser, H. L.: Deutsches Land und Deutsches Volk. Ein Bilderwerk, Berlin 1933, entnommen.


Harzzeitschrift 2020

Dienstag, 16. Februar 2021

Ein Buchklassiker der Regionalgeschichte erscheint dieser Tage im Lukas-Verlag für Kunst und Geistesgeschichte: die Harz-Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. (unser Bild). Bereits von 1868 bis 1942 erschien eine monumentale Sammlung gleichen Titels zur Vergangenheit des nördlichsten deutschen Mittelgebirges und seiner Vorlande, ehe seit den späten 1990er Jahren die neue Folge dieser Zeitschrift die Tradition der Vorgängerreihe wieder aufnahm. Die neue Ausgabe für das Jahr 2020 beinhaltet nachstehende Aufsätze zur Geschichte des Harzes: Aufstieg und Formierung der Reichsministerialität im Harz (Jan Habermann), Klosterlandschaft Sachsen-Anhalt (Ingrid Würth), Adlige Stifterkultur – Klöster und Adel im Harzraum. Die Memorialstiftungen der Grafen von Blankenburg-Regenstein bis 1300 (Nathalie Kruppa), Neue Forschungen zur Gründung des Zisterzienserklosters Michaelstein (Simon Sosnitza), Franziskaner in Quedlinburg (Franz Runst), Die evangelische Germania sacra im mitteldeutschen Raum. Ein Forschungsüberblick zu den Domkapiteln auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts (Paul Beckus). Ergänzt wird die neue Jahresschrift mit einer Literaturschau und Berichten. - Diese, wie auch die Harz-Zeitschriften ab 1998, sind beim Lukas-Verlag bestellbar, deren Inhalte können auf der Firmen-Homepage ermittelt werden. - Für Freunde der älteren Ausgaben zur Harz-Forschung ist nachstehender Hinweis bestimmt von Interesse: Auf der Universal Multimedia Electronic Library (UrMEL) der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena sind sämtliche Jahrgänge von 1868 bis 1942 nach Artikeln in digitalisierter Form abrufbar. Vor allem auch für die historische Forschung in Raum Südharz-Kyffhäuser-Goldene Aue sind dort zahlreiche interessante und maßgebliche Artikel veröffentlicht worden. Darüber hinaus werden auf rambow.de die Ausgaben der Harz-Zeitschrift von 1868 bis 1932 als komplette PDF zur Verfügung gestellt.


Kalender 2022

Dienstag, 9. Februar 2021

Wie bereits zu Anfang des Jahres hier berichtet, ist die Arbeit am (N)Ostalgie-Kalender 2022 mit dem Titel „Artern vor einem Vierteljahrhundert“ damals insoweit schon beendet gewesen, als dass Bilder und Texte zur Herstellung von Layout und Satz komplett vorlagen. Eben diese Setzarbeiten sind mittlerweile auch schon erledigt, sodass der nächste Kalender mit Motiven aus der Vergangenheit der Stadt Artern nunmehr komplett digital vorliegt (unser Bild). Nachdem letzte Korrekturen erledigt sind, könnte theoretisch mit dem Druck begonnen werden. Praktisch wird dies aber erst im Sommer vollzogen, vor allem um rechtzeitig regieren zu können, falls es auch dieses Jahr ein Heimat-Shoppen im September geben sollte. Andernfalls wird der (N)Ostalgie-Kalender 2022 planmäßig erstmals zum Zwiebelmarkt angeboten. – Hinsichtlich des Vertriebs wird es allerdings einschneidende Änderungen geben: Da es leider keinen Buchhandel mehr in Artern gibt, wurde die Auflage von 300 auf 200 Exemplare verringert! Aufgrund der hohen Nachfrage ist es also ratsam, Reservierungen bzw. Bestellungen zu initiieren. Ab wann und wie das möglich ist, wird rechtzeitig online und in der lokalen Presse mitgeteilt.


Saale-Unstrut-Jahrbuch 2021

Dienstag, 2. Februar 2021

Das Ende des Vorjahres erschienene „Saale-Unstrut-Jahrbuch 2021“ (unser Bild), editiert vom Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde e.V., behandelt auch in seiner aktuellen Ausgabe ausgewählte Aspekte zur Vergangenheit und Gegenwart der Saale-Unstrut-Landschaft. Der Herausgeber bewirbt die 160seitige Neuerscheinung zur Landes- und Regionalgeschichte, erhältlich über den Buchhandel (Preis: 10 Euro), wie folgt: „Das Saale-Unstrut-Jahrbuch trotzt der Corona-Krise und präsentiert im 26. Jahrgang seinen Lesern wie gewohnt einen bunten Reigen aus unterschiedlichen Bereichen der Kulturgeschichte und Naturkunde. Einen Schwerpunkt bildet wieder der 2018 in die UNESCO-Welterbeliste eingeschriebene Naumburger Dom mit Beiträgen zum Stiftergedenken im Mittelalter und zum Stand des geplanten Welterbe-Informationszentrums sowie einer Spurensuche nach den historischen Kirchenbänken der Domkirche, die ihren Weg bis in einen Berliner Literatursalon und die Wohnung von Wolf Biermann gefunden haben. Weitere Beiträge widmen sich dem Naumburger Schulrektor und Musiktheoretiker Heinrich Faber (um 1490–1552) und der Geschichte des Naumburger Schützenhauses an der Vogelwiese. Zeitz ist mit einem Beitrag zu den aktuellen Grabungsergebnissen am alten Benediktinerkloster Posa und einem Bericht über die neu begründete Zeitzer Bibliotheksinitiative vertreten. Beiträge zum Architekturhistoriker Christian Ludwig Stieglitz (1756–1836), den beiden Unstrutmühlen in Freyburg und Zeddenbach, der Geschichte des mitteldeutschen Verkehrsbereichs zwischen Eisenach und Leipzig und »fromme Geschichte(n)« aus dem Bistum Naumburg-Zeitz runden den kulturgeschichtlichen Themenblock ab. Die Naturkunde widmet sich in diesem Jahr der Tierwelt in den Bäumen unserer Region sowie der geschützten Haselmaus. Schließlich werden mit dem Naumburger Theologen Peter Schmidt (1932–2019) sowie dem Zeitzer Mykologen Wolfgang Schindler (1935–2020) zwei Persönlichkeiten in Nachrufen gewürdigt, die sich in den letzten Jahrzehnten um die Saale-Unstrut-Region besonders verdient gemacht haben.“