Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Chronik der Familie Stecher

Dienstag, 9. Januar 2024

Eine Überraschung familiengeschichtlicher Art traf vor wenigen Tagen aus Hamburg mit einer bislang unbekannten Veröffentlichung ein: die „Chronik der Familie Stecher“ (unser Bild) aus dem Jahr 1881. Der Privatdruck umfasst zehn Seiten und nimmt sich der Genealogie dieser alten Arterner Färberfamilie an, die seit 1723 in der Wasserstraße ansässig war. Erste punktuelle Abgleiche mit der beim Heimatverein ARATORA vorliegenden großen Sippentafel zahlreicher heimischer Geschlechter konnten bereits vorgenommen werden, zumal die Familie Stecher wie auch verwandtschaftlich bedingt u. a. Romeiß und Hülsen dort längst verzeichnet sind. In Bälde sind intensivere Forschungen beabsichtigt, um die Sippentafel komplett mit den nun vorliegenden neuen Daten erweitern und ergänzen zu können. – In diesem Kontext hilfreich ist die bereits vorhandene „Chronik der Familie Hülsen 1580-1788“. Zudem ist infolge angestrebter künftiger Zusammenarbeit mit dem Spender des Manuskripts Chronik der Familie Stecher“ bestimmt mit neuen familiengeschichtlichen Erkenntnissen zu rechnen.


Kalender 2025 Titelbild

Dienstag, 2. Januar 2024

Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel waren angefüllt mit der Aufarbeitung zahlreicher liegengebliebener Verpflichtungen sowie der Vorbereitungen neuer Vorhaben. Beinahe fertiggestellt ist so bereits der Nostalgie-Kalender für das Jahr 2025, der zum Zwiebelmarkt veröffentlicht wird. Diesmal werden das Kalendarium allerdings keine alten Fotos zieren, sondern erstmals Zeichnungen, die aus dem sehr umfänglichen Nachlass von Erich Gebhard (1931-2023) stammen. Dort fanden sich etliche Bleistiftzeichnungen, die Ansichten der Stadt Artern in sehr realistischer Wiedergabe zeigen. Um diese wirkungsvoll präsentieren zu können, muss das Layout des Kalenders noch geringfügig geändert werden, was aber den gewohnten Gesamteindruck nur sehr wenig beeinflusst. - Zu sehen sein werden ab Herbst 2024 bzw. Januar 2025 u. a. diese Motive: Gasthaus zum goldenen Anker, Ankerallee, Goethe-Ahnenhaus, Gaststätte Goethehaus, Harzstraße, neues Hotel, Johannisstraße, Kirchstraße, Gasthaus zur Krone, Geschäft Meyer in der Johannisstraße, Mühlgraben, ehemaliges Napptor in der Harzstraße, altes Rathaus in verschiedenen Phasen, neues Rathaus, Schäfer an der Sole, abgerissenes Geschäft Ziehme in der Leipziger Straße. - Im Laufe der Jahres wird über den Fortgang der Herstellung des neuen Nostalgie-Kalenders 2025 an dieser Stelle berichtet. Unser Bild zeigt eine undatierte Skizze von Erich Gebhardt mit dem Weichbild der Stadt Artern und deren markanten Hochbauten, die als Titelbild des Kalenders dienen wird,


CG 4-2023

Dienstag, 19. Dezember 2023

Mit einem omnipräsenten Leitthema aus der jüngeren Zeitgeschichte präsentiert sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Computergenealogie" des Vereins für Computergenealogie (unser Bild) und widmet sich mit sieben Berichten den "Spuren der Vorfahren 1933-1945". Schon der erste Artikel stellt die provokante Frage "Wie „braun” war meine Familie?" und wird selbst "Über die schwierige Recherche zu einem schwierigen Thema" untertitelt. Im Anschluss werden die "Arolsen Archives" als Internationales Zentrum über NS-Opfer vorgestellt, gefolgt von einem Artikel über die Möglichkeiten zur Auffindung von Dokumenten zum Widerstand gegen das NS-Regime. Historische Akten über Entnazifizierungen stehen danach im Fokus, um ggf. die Frage "Gab es Nazis in meiner Familie" erhellen zu können, ehe zu Beständen über Personen der NS-Zeit im Bundesarchiv Informationen gegeben werden und zudem die Frage "Warum sich im Bundesarchiv keine Ahnenpässe finden lassen" erläutert wird. - Nach dem monothematischen Hauptteil richtet sich ein Aufsatz an Interessierte an der DNA-Genealogie und behandelt die Triangulation von DNA-Matches. Mental und optisch greifbarer wird die anschließend vorgestellte Online-Software Photodater, mit deren Hilfe elektronische Altersschätzungen von Fotografien vorgenommen werden können. Danach werden Vorzüge und Mängel der aktuellen Version des Genealogie-Programms Heredis aufgedeckt. Die sich anschließenden aktuellen Meldungen zeigen wiederum interessante Details aus der Arbeit des Vereins sowie aus der Welt der Familienforschung auf. Ein weiterer Bericht widmet sich der Familienforschung in Italien, danach ein Artikel zum Anschlag auf das Melderegister in Amsterdam 1943. Als Familienerbstück wird diesmal ein Gemälde und dessen Geschichte vorgestellt. - In der nächste Ausgabe der Zeitschrift "Computergenealogie" wird als Schwerpunktthema die Künstliche Intelligenz behandelt bzw. wie KI die Familienforschung unterstützen bzw. beeinflussen könnte.


Saale-Unstrut-Jahrbuch 2024

Dienstag, 12. Dezember 2023

Diese Tage erscheint die aktuelle Ausgabe des Saale-Unstrut-Jahrbuches als wichtige und mittlerweile altgediente regionalgeschichtlich-naturkundliche Periodika, die seit 1996 vom Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde herausgegeben wird. Auch mit dieser Edition werden auf 128 Seiten kunst- und kulturwissenschaftliche Themen sowie naturkundliche Beobachtungen und Forschungen im benachbarten Burgenlandkreis vorgestellt und publiziert. - Markant in knalligem Rot grüßt diesmal von der Titelseite die Nahaufnahme einer Roten Röhrenspinne als gefährdetes und daher in Deutschland auf der Roten Liste stehendes Gliedertier (unser Bild). Im Buch wird diese Arachnide dann mit einem Artikel gewürdigt. – Die gewohnte thematische Teilung des Jahrbuches wurde auch in der neuen Ausgabe beibehalten und beginnt mit den kulturgeschichtliche Beiträgen. Deren Leitartikel geht auf das Phänomen der Mandorla (Glorienschein) als „Lichtsymbol und Kreisdiagramm - Eine geometrische Gestaltungsgrundlage mit religionsphilosophischem Hintergrund“ ein. Dem schließt sich „Das Zeitzer Stiftsgymnasium im ehemaligen Franziskanerkloster - Ein unbekannter Grundriss aus dem Jahr 1885“ an. „Vom Werden der Reichsautobahn-Strecke im heutigen Burgenlandkreis“ wird anschließend berichtet, ehe Ehrenbürger Max Kruse (1854 1942), der Ehemann von Puppenmutter Käthe Kruse, in den Fokus gerückt wird. Medizingeschichtliches wird in „Das Reichsimpfgesetz von 1874 und die Pockenimpfungen am Naumburger Domgymnasium“ mitgeteilt, ehe „Beiträge zur älteren Geschichte der Othmarskirche zu Naumburg an der Saale (1208 1699). Teil I: Die ältere Othmarskirche“ veröffentlicht werden. Als berühmter Schüler des Naumburger Domgymnasiums wird anschließend der spätere Heeresoffizier Walter Model (1891 1945), bekannt als „Hitlers Feuerwehrmann“, vorgestellt. Baugeschichtliches wird im Bericht „Instandsetzung der ersten Stahlbetonbrücke Mitteldeutschlands an der Thainburg in Naumburg“ mitgeteilt. Zum Abschluss wird „Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 1900) - Naumburger Domschüler, Philosoph, guter Europäer“ porträtiert. - Nach „Neues vom Welterbe“ folgenden noch zwei naturkundliche Beiträge: „Die Bedeutung Carl Lindners (1866-1947) auf dem Gebiet der Bryologie [Mooskunde]“ sowie ein Bericht über die Rote Röhrenspinne (Eresus kollari Rossi, 1846). „Das besondere Kunstwerk“ beschließt mit der Vorstellung der „Glasarche 3“ die aktuelle Ausgabe des Saale-Unstrut-Jahrbuches.


Aus Unterwegs

Dienstag, 5. Dezember 2023

Ein großer Dank ergeht heute an die Interessenten bzw. Käufer unseres aktuellen Bildbandes „Unterwegs in Artern - Reise durch die Stadtgeschichte anhand historischer Fotos“ (unser Bild), denn nur sechs Wochen nach Verkaufsstart ist bereits weit mehr als die Hälfte der Auflage veräußert, teils verbunden mit Dankesanrufen bzw. -Emails sowie Nachbestellungen. Es ist damit zu rechnen, dass während der Zeit bis Weihnachten auch die restlichen Bände ausverkauft sein könnten! Gleiches gilt für den Nostalgie-Kalender 2024, von dem ebenso nur noch wenige Exemplare vorhanden sind. Interessenten werden gebeten, deswegen im Spielzeugladen in der Wasserstraße 1 nachzufragen, wo beide Druckerzeugnisse angeboten werden, ggf. auch beim Heimatverein ARATORA. - Vorbereitungsarbeiten für die Druckausgaben im Jahr 2024 sind bereits in vollem Gange, sodass sowohl ein neuer historischer Bildband (Arbeitstitel: Artern in alten Zeiten - Historischer Bummel durch Neu- und Altstadt, in der Saline und entlang der Unstrut) als auch ein weiterer Kalender (ggf. mit sehr schönen Zeichnungen unser Heimatstadt) zu erwarten sein werden. Aufgrund von reichhaltigen historischem Material, das insbesondere die vergangenen Wochen zum Vorstand gelangt ist, dürfte die Illustration mit abwechslungsreichen und eher seltenen Motiven aus der Vergangenheit unserer Heimatstadt Artern erneut gut gelingen. Bis zur Veröffentlichung sind zudem Vorträge avisiert, um diese neuen alten Bilder einem interessierten Publikum öffentlich zu präsentieren.


Dienstag, 28. November 2023

Nachdem, wie an dieser Stelle zum 31. Oktober vermeldet, neue historische Bildersammlungen und diverse Einzelstücke dem Archiv des Heimatvereins ARATORA zugeführt werden konnten, kam dieser Tage „Nachschub“ in Form einer großen privaten Sammlung mit Arterner Motiven. Die dankenswerterweise auf Leihbasis vorliegende Kollektion besteht aus zwei großen und zwei kleinen Alben (unser Bild). Schwerpunkt der Sammlung sind historische Postkarten, sowohl in schwarzweiß als auch koloriert bzw. farbig. Es handelt sich hierbei um eine sehr hochwertige Sammlung mit den meisten, je in Artern verlegten Ansichtspostkarten der vergangenen über hundert Jahre. Neben in größeren Auflagen erschienenen Karten sind besonderes etliche Privateditionen von Interesse! Hinzu kommen einige Ansichten auf privaten Fotos, die nicht mehr existente oder stark veränderte Örtlichkeiten in Artern zeigen, aber auch Schnappschüsse aus der Nachkriegszeit, so amerikanische GIs im Jeep auf dem Oberen Hof. - Die freie Zeit über den Jahreswechsel wird nun genutzt, diese sowie weitere Bildbelege zu scannen und bereits grob zu ordnen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ein Großteil dieser Bilder kurz- bis mittelfristig veröffentlicht, in Bildbänden oder den Nostalgie-Kalendern und bei öffentlichen Präsentationen.


Haake

Dienstag, 21. November 2023

Als ständiges Nebenprojekt wird nach wie vor an der Erweiterung einer Sippentafel gearbeitet, die sich - ursprünglich ausgehend von historisch-genealogischen Forschungen über Herkunft und Verbreitung der Familie Schmölling in Nordthüringen und dem Südharz - in den vergangenen fünf Jahren weit über diese Kernfamilie hinaus entwickelt hat. Am vergangenen Wochenende nun konnte die Marke von achttausend elektronisch erfassten Personen erreicht werden, die sämtlich verwandtschaftliche Bande aufweisen. Ausgeprägt ist besonders die Heimattreue und Bodenständigkeit, die die meisten dieser Personen und Familien aufweisen, denn nur relativ wenige haben die Landschaft zwischen Kyffhäuser, Südharz, der Goldenen Aue und dem Unstrut-Tal verlassen, wiewohl etliche einst altbekannte Namen heute längst nicht mehr existieren. - Derzeit steht die seit 1683 und bis heute in Artern genealogisch nachweisbare Familie Haake (unser Bild) im Fokus der Recherchen, deren zahlreiche Vertreter u. a. als Schmiede, Bürstenmacher, Bergleute, Salinebeschäftigte und Handarbeiter das einstige werktätige Leben in Artern mitprägten. Als herausragender Vertreter sei genannt: Otto Hermann Haake (1905-1999), Tischler und später langjähriger Building-Manager des Merchant Exchange Building, ein Bürogebäude von 1904 in der 465 California Street in San Francisco. Weiterhin: Bürstenmacher Gottfried Hermann Haake (geb. 1863 oder 1864) aus Artern, der später als Leiter der Blindenanstalt zu Bremen ein plattenloses Druckverfahren für Blindenschrift erfand. Das erste Buch, das mit dem sog. „Leipziger Schreib-Setz-Druckgerät“ (System Haake) hergestellt wurde, war 1918 pikanterweise „Vom Kampfe in der Natur. Plauderei von Dr. Adolf Heilborn“, einem Berliner Arzt, Naturforscher und Schriftsteller.


Hochwasserereignisse in Sachsen-Anhalt 1500-2022

Dienstag, 14. November 2023

Im Grenzgebiet zu Sachsen-Anhalt befindlich, ist es nur angemessen, von Artern aus auf eine neue Publikation aus dem Nachbarbundesland hinzuweisen, zumal diese von unserem langjährigen Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt in Kooperation mit seinem Forscherkollegen Dr. Tobias Reeh aus Göttingen erarbeitet worden ist - das Buch „Hochwasserereignisse in Sachsen-Anhalt 1500-2022“ (unser Bild). Ein Belegexemplar sandte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt als Herausgeber vorige Woche an den Heimatverein ARATORA. - Ähnlich wie bereits im 2017 erschienenen Werk „Hochwasser in Thüringen“ stellen die Autoren hier 15 ausgewählte Schadensereignisse aus der älteren und jüngeren Vergangenheit in Wort und Bild dar. Für ihre Nachforschungen waren beide in einem mehrjährigen Projekt gebunden, das zahlreiche Recherchen in Archiven und Vorort-Besuche umfasste. Ziel des Buches ist neben der Retrospektive auf vergangene große Hochwasser vor allem die Hinweisung zur Vorsorge für künftige Überschwemmungen. - In acht Hauptkapiteln wird sich der Thematik wie folgt angenähert bzw. diese untersucht. Nach einleitenden und reich bebilderten Vorbemerkungen und Zielsetzungen der Autoren schließen sich Beschreibungen schwerer Hochwasser auf dem Territorium des heutigen Sachsen-Anhalts an, wobei natürlich Elbe, Saale und Mulde im Fokus stehen, jedoch auch kleinere Gewässer beleuchtet werden, so u. a. solche im Harz. Aus unserer weiteren Region sind diese historischen Ereignisse von besonderem Interesse: Hochwasser 1799 u. a. an der Unstrut, Hochwasser 1909 u. a. an der Helme, Hochwasser 1944 u. a. an der Wipper. - Dem hoch informativen und mit historischen Abbildungen und Quellentexten bereicherten Hauptteil des Buches folgen Hinweise und Ratschläge zur privaten Hochwasservorsorge bzw. zum Verhalten bei und nach Starkregen und Sturzfluten, zudem ein Glossar und die genutzten historischen Quellen, ein Literaturverzeichnis sowie eine große tabellarische Auflistung der im Text erwähnten Hochwasser. - Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt explizit anmerkt, wird das 124 Seiten umfassende Buch jedoch nicht zum Erwerb angeboten, sondern „kostenfrei im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit“ abgegeben, d. h. also, dass es keine Erwerbsmöglichkeiten über den Buchhandel gibt! Interessierte können aber gern Einsicht in das Belegexemplar beim Heimatverein ARATORA nehmen. - Fazit: Das Buch „Hochwasserereignisse in Sachsen-Anhalt 1500-2022“ macht einen vorzüglichen Gesamteindruck, ist fest eingebunden und auf qualitativ hochwertigem Papier im Format A4 gedruckt. Satz und Layout bilden die Grundlage guter Lesbarkeit bzw. überwiegend optimaler Darstellung der Fotos und Faksimiles. Der Inhalt ist infolge dessen, dass nur eine begrenzte Auswahl an Hochwassern dazustellen möglich war, zwangsläufig beschränkt. Die Einzeldarstellungen enthalten indes reichhaltige Informationen bzw. aussagekräftige Bilder. Den zwei Autoren gebührt für ihre sicherlich nicht immer einfach gewesene Arbeit Lob und Anerkennung, auch und besonders weil die Darstellung der historischen Forschung stets einhergeht mit der Sensibilisierung auf zu erwartende künftige Hochwasserereignisse sowie deren Abwehr bzw. Milderung.


Vortitel

Dienstag, 7. November 2023

Der neue Bildband „Unterwegs in Artern - Reise durch die Stadtgeschichte anhand historischer Fotos“ kommt in knapp zwei Wochen, offiziell am Montag, 20. November 2023, in den Vertrieb und ist ab dann im Spielwarengeschäft idee+spiel in Artern, Wasserstraße zum Preis von 12 Euro zu erwerben. Entsprechende Pressemitteilungen werden rechtzeitig zur Erinnerung im Amtsblatt sowie der lokalen Tagespresse erscheinen. - Bereits ab sofort startet der Vorabverkauf des neuen Buches direkt über den Heimatverein ARATORA, d. h. Interessierte können nach Voranmeldung (Tel. 03466 320139) das Buch sofort kaufen. Darüber hinaus sind Bestellungen für den Postversand willkommen. Zu beachten ist jedoch, dass die gesamte Auflage lediglich 250 Exemplare umfasst. - Der neue Bildband zeigt 126 historische Abbildungen auf 128 Seiten im Querformat DIN A5. Besonderen Wert wurde erneut darauf gelegt, dass möglichst noch nie oder bislang nur selten publizierte Fotos, möglichst aus privaten Sammlungen, veröffentlicht werden. Unser Bild zeigt den Vortitel von „Unterwegs in Artern“ mit alter Ansicht des Wohn- und Geschäftshauses Leipziger Straße Nr. 19.


Anker

Dienstag, 31. Oktober 2023

Der heute zu Ende gehende Monat erbrachte eine seit langem nicht mehre erreichte Fülle an überlassenem Material aus der Vergangenheit der Stadt Artern. Aus vier verschiedenen Quellen konnten insbesondere historische Fotos akquiriert werden, die auf einem Trödelmarkt erworben wurden bzw. aus zwei Sammlungen und einem Arterner Nachlass stammen. Besonders die überlassenen Bilder aus der Erbschaft stechen durch Quantität und Qualität heraus, wobei zahlreiche Aufnahmen insbesondere heute nicht mehr existente Gebäude und Örtlichkeit zeigen. Mit diesen Fotos können bisher bestandene bildliche Lücken im Altbaubestand geschlossen werden. Der Clou an der Sammlung aber sind Zeichnungen, die diverse historische Stadtansichten darstellen. Diese wurden sämtlich mittels Bleistift hergestellt und zeigen Arterner Motive in hoher Genauigkeit und Detailtreue (unser Bild). - Aus einer weiteren Sammlung wurden etliche großflächige Gruppenfotos überlassen, u. a. die Stadtkapelle Nitze sowie Fotos Arterner Schulklassen. Die dritte angesprochene Sammlung liegt lediglich digital vor und zeigt ein buntes Allerlei von Stadtansichten, während ein auf dem Flohmarkt erworbenes Fotoalbum Artern in den 1950er Jahren zeigt. - Mit diesem enormen Fundus ist es möglich, auch künftig etliche Bildbände bzw. Kalender mit anspruchsvollen und vor allem noch nie gezeigten Aufnahmen zu füllen. Doch zunächst müssen hunderte Bilder gesichtet, sortiert, eingescannt und nachbearbeitet werden. Vermutlich ab Beginn der neuen Jahres wird dann hier berichtet, welche detaillierten Vorhaben damit initiiert werden sollen.


Dorflinde

Dienstag, 24. Oktober 2023

Im Nachgang der Tagung der Heimatforscher und Ortschronisten des Landkreise Sömmerda vom 8. September 2023 in Bachra wurde die dort vereinbarte Zusammenarbeit aufgenommen. Im Fokus steht hierbei die Erfassung von thüringischen Dorfordnungen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Diese kommunalen „Verfassungen“ regelten das Zusammenleben im Dorf, die Nutzung der Allmende (Trift und Hutung) sowie die niedere juristische Bestrafung von leichten Vergehen, z. B. Diebstahl oder Sachbeschädigungen, aber auch die Nutzung von Gemeindebackhäusern oder gemeindlichen Bau- und Badehäusern. Im Mittelpunkt der Dorfordnungen stand die Nachbarschaft, das ist die Gemeinschaft aller Bauern, die Nutzungsrechte in der Flur innehatten. Die Ämter im Dorf wurden von Nachbarn genannten Personen bekleidet, wobei den Heimbürgen die größte Bedeutung zukam. - Gesucht werden nun Hinweise auf solche Dorfordnungen in Archiven oder Quellenverzeichnissen, bestenfalls in gedruckten Ortschroniken, in denen diese Ordnungen bereits transkribiert veröffentlicht worden sind. Hierzu sind Interessierte herzlich aufgerufen! Der Arbeitsbereich ist das heutigen Thüringen, auch regionaler Sicht sind primär historische Dorfordnungen aus dem Kyffhäuserkreis interessant. Von dort konnte bislang die Existenz folgender Dorfordnungen ermittelt werden: Badra (1572-1571), Esperstedt (1558), Göllingen (1563), Günserode (1552-1598), Harras (1562-1598), Immenrode (1577/1600), Ringleben (1558), Rottleben (1563), Seega (1597), Seehausen (1558/1563), Steinthaleben (1558) und Udersleben (1558). Für Thüringen wurde das Vorhandensein von bislang knapp 100 Ordnungen ausfindig gemacht, wobei aber noch viel mehr zu erwarten sind! - Die Recherche nach den beschriebenen rechtsarchäologischen Schriftdokumenten steht darüber hinaus mit der noch immer laufenden Suche und Erfassung thüringischer Gerichts- oder Bauernsteine sowie Gerichtslinden im Kontext. Auch hierzu sind jedwede Hinweise auf verschollene oder noch existente Steine mit und ohne Linden herzlich willkommen. - Unser historisches Bild zeigt die Dorflinde in Etzleben mit zwei davor abgelagerten Blöcken, die ggf. als besagte Bauernsteine anzusprechen sind.


Schönheit, Macht und Tod II

Dienstag, 17. Oktober 2023

Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt informierte dieser Tage über die aktualisierte und deutlich erweiterte Neuauflage des längst vergriffenen Buches „Schönheit, Macht und Tod - 120 Funde aus 120 Jahren Landesmuseum für Vorgeschichte Halle“ als Begleitschrift der gleichnamigen Sonderausstellung von 2001. Angesichts der Tatsache, dass dieses Werk längst vergriffen ist und um den zahlreichen bedeutenden Neufunden der letzten 20 Jahre Rechnung zu tragen, erschien nun der neue, zweibändige Prachtband „Schönheit, Macht und Tod II“ und stellt 275+1 archäologische Highlights aus dem Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte vor, die die Menschheitsgeschichte Mitteldeutschlands vom Auftreten der ersten Menschen in der Region um 400.000 vor Christus bis in die Gegenwart repräsentieren. Kurzweilige Texte, herausragende Fotografien und ästhetische Gestaltung machen die Publikation zu einem Werk, das für interessierte Laien wie für ein Fachpublikum gleichermaßen von Wert ist. - Die zwei Bände der Neuerscheinung „Schönheit, Macht und Tod II“ vereinen weitere, bereits aus der Erstauflage bekannte Funde von weit über Sachsen-Anhalt hinausreichender Bedeutung. Anders als in der Erstauflage, die die Funde nach ihrem Entdeckungsjahr geordnet vorstellte, werden die Objekte nun in chronologischer Reihenfolge abgebildet. Auf diese Weise wird die gesamte Menschheitsgeschichte Mitteldeutschlands abgedeckt: von den Spuren der ersten Menschen in der Region, einem vor 400.000 Jahren gefertigten Faustkeil und den 370.000 Jahre alten Hinterlassenschaften des Homo erectus in Bilzingsleben, über alle Epochen der Vorgeschichte und das Mittelalter hinweg bis in die Neuzeit. Hierfür konnten über 130 Autoren gewonnen werden, überwiegend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LDA Sachsen-Anhalt, aber auch zahlreiche externe Spezialistinnen und Spezialisten, die mit ihrer Expertise zum Gelingen des Buches beitrugen. - Daneben lebt die Publikation von den herausragenden künstlerischen Fotografien des international renommierten, preisgekrönten Fotografen Juraj Lipták. Sie setzen die Funde, ganzseitig vor schwarzem Hintergrund schwebend, ästhetisch und perfekt ausgeleuchtet in Szene, so dass sie nicht nur in allen Details studiert, sondern ihr Anblick auch schlicht genossen werden kann. Abgerundet werden die beiden Bände in optischer Hinsicht durch die Lebensbilder und Rekonstruktionen des Künstlers Karol Schauer, die einzelne Funde und Befunde in ihren kulturellen Kontext einbinden, sowie die ansprechende Gestaltung, die einmal mehr Brigitte Parsche verdankt wird. In inhaltlicher Hinsicht wird die Fundpräsentation durch eine Zusammenstellung der Museumsgeschichte vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und eine kurze Darstellung der Architektur und baufesten Ausstattung des Landesmuseums für Vorgeschichte flankiert, das erste eigens als Museum für vor- und frühgeschichtliche Archäologie konzipierte Gebäude überhaupt. Ein ausführlicher Apparat mit weiterführenden Literaturhinweisen und Informationen zum Verbleib der Funde ermöglicht bei entsprechendem Interesse eine vertiefte Beschäftigung mit den Funden. - Die Kombination von allgemeinverständlichen, dabei aber wissenschaftlich fundierten Texten zu den 275+1 wichtigsten Funden und Befunden im Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte mit herausragenden Fotografien und ästhetischer Gestaltung macht „Schönheit, Macht und Tod II“ zu einem Werk, das für ein Fach- ebenso wie für ein Laienpublikum von bleibendem Wert sein wird. Der Doppelband umfasst 702 Seiten, ist durchgehend farbig bebildert und zum Preis von 79,00 Euro im Museumsshop des Landesmuseums, über den Archäologischen Fachverlag Beier & Beran sowie im Buchhandel erhältlich. - Unser Bild zeigt den Titel des ersten Bandes von „Schönheit, Macht und Tod II“. © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Foto: Juraj Lipták)


Südharz und Kyffhäuser

Dienstag, 10. Oktober 2023

Allein der Titel des vor wenigen Tagen erschienenen neuen Sach- bzw. Fachbuches lässt dem regionalgeschichtlich Interessierten das Wasser im Mund zusammenlaufen: „Südharz und Kyffhäuser - Auf den Spuren der Vorzeit“ (unser Bild), wobei hier die Vorzeit in geologischen und nicht etwa archäologischen Dimensionen zu verstehen ist. Ein Buch über die erdgeschichtliche Vergangenheit unserer Gegend also - allerdings mit offensichtlich höchst intensiven Geburtswehen, weil nämlich die erste uns bekannt gewordene Ankündigung dieses Werks immerhin schon vom Sommer 2019 (!) datiert, soeben aber erst die Publikation erfolgt ist. Doch hat sich das mehr als vierjährige Warten nun gelohnt? Schon nach dem ersten Blick ins Buch aus der Reihe „Streifzüge durch die Erdgeschichte“ im Quelle & Meyer-Verlag kann die Antwort nur lauten: Ja! Vorgestellt werden auf 93 Stationen geologische Aufschlüsse, Objekte, Phänomene und Museen entlang des Südharzrandes in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Unsere Gegend wird mit Themen aus den Kreisen Nordhausen und Mansfeld-Südharz sowie dem Kyffhäuserkreis tangiert. - Eine Landkarte mit Legende lässt die im Buch beschriebenen Ziele schnell auffinden, im Textblock werden dann entsprechende Erläuterungen hierzu gegeben. Zuvor wird anschaulich aus der Entstehungsgeschichte der Landschaft des Südharzes, Kyffhäusers und der Goldenen Aue referiert und dabei Abschnitte des Erdaltertums, des Erdmittelalters und Quartärs behandelt. - Es folgen nun die Beschreibungen von 93 geologisch relevanten Stationen aus obiger Gegend, reichhaltig illustriert mit Fotos, Landkarten, Schnitten und Skizzen. - Die drei Autoren Hans Joachim Franzke, Rainer Müller und Firouz Vladi sind Geologen. Für Leser ist es daher von Vorteil, wenn diese erdgeschichtlich interessiert bzw. bereits vorgebildet sind, ist aber nicht zwingend notwendig. Die Kombination aus Wanderführer, Lehr- und Heimatbuch, kompakt im Handbuchformat mit 273 Seiten, macht Lust, die beschriebenen Stellen aus der geologischen Vergangenheit unserer Region selbst zu besuchen, kennenzulernen und selbst zu forschen. Bestenfalls könnte das Buch sogar zum Anlass für ein Hobby werden, das einem sicherlich nicht mehr loslässt: die Erforschung der heimischen Erdgeschichte. Auf jeden Fall aber ist „Südharz und Kyffhäuser - Auf den Spuren der Vorzeit“ ein wichtiger aktueller Baustein in der regionalen Literatur und kann jedem Interessierten wärmstens ans Herz gelegt werden, zumal der Verlag ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet.


Zwiebelmarkt 1973

Dienstag, 3. Oktober 2023

Die Jubiläumsausgabe Nummer 10 des Arterner Nostalgie-Kalenders wird im Rahmen des Zwiebelmarktes am kommenden Wochenende zum Erwerb angeboten, und zwar am Sonnabend, 7. Oktober und Sonntag, 8. Oktober 2023 jeweils von 9 bis 16 Uhr am Stand des Heimatvereins ARATORA vor dem Wohnhaus Wasserstraße 12. Der neue Kalender steht unter dem Titel „Artern in Ansichten vor drei Jahrzehnten auf 24 Kalenderblättern“ und umfasst insgesamt 28 Seiten mit 32 attraktiven Abbildungen. Erneut wurden dafür Fotografien genutzt, die damals der Arterner Ehrenbürger Walter Wilhelm Funcke aus Einbeck hergestellt hat. Der Preis des Kalenders beträgt nach wie vor zehn Euro! Nach dem Zwiebelmarkt sind potentielle Restexemplare im Spielzeugladen in der Wasserstraße 1 in Artern erhältlich. Vorbestellungen werden ab sofort angenommen (Tel. 03466 320139); auch für Exemplare, die per Post verschickt werden sollen. Allerdings ist die Auflage begrenzt und beläuft sich auf 200 Exemplare. - Vor dem Besuch am Verkaufsstand werden die Besucher erneut um die Suche und leihweise Überlassung alter Fotos aus Artern gebeten, die z. B. im bereits in Arbeit befindlichen nächstjährigen historischen Bildband verarbeitet werden könnten. - Unser Bild zeigt eine hübsche Karikatur, mit der vor fünfzig Jahren für den Arterner Zwiebelmarkt in der Presse geworben wurde – mit Regenbogen-Stadtwappen (nicht Radfelgen!) und Staatssymbol der DDR mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz.


CG 3-2023

Dienstag, 26. September 2023

Die soeben erschienene Ausgabe Nr. 3/2023 des Magazins „Computer-Genealogie“ (unser Bild) schmort diesmal thematisch quasi im eigenen Saft, steht diesmal doch „CompGen – Forschen und mitmachen. Daten, Werkzeuge, Informationen“ im Fokus. Dass dieses Heft jedoch mehr als nur Eigenwerbung ist, vielmehr wichtige Handreichungen und Tipps für die Familienforschung nach althergebrachter Art sowie online preisgibt, erschließt sich dann rasch. Im Kapitel „Suchen und Vernetzen - eine Reise in der CompGen-Universum“ werden Forschungsmöglichkeiten, Informationsbeschaffung und Hilfestellungen für Familienforscher vorgestellt, wobei diese Angebote durchweg kostenfrei und meist ohne Registrierung zugänglich sind. Es folgt die Präsentation von team.genealogy.net, das ist eine Plattform mit Benutzerkonten, genealogischem Kalender und virtuellem Büro für gemeinsames Arbeiten. CompGen ist auch auf Youtube anzutreffen und gibt dort mittels Filmen wichtige Tipps für die Forschung. Dach werden 13 nützliche Details von CompGen vorgestellt, mit denen Familienforscher elektronisch unterstützt werden. - Nach dem thematischen Hauptblock folgt ein Bericht über die Messbarkeit der Verwandtschaft mittels Ahnenimplex, ehe auf Bürgerbürger als genealogische Quellen eingegangen wird. Diverse interessante und nützliche Kurzmeldung aus der Welt der Familienforschung folgen. Über den Schutz von Daten mit der Anwendung Cloudtree wird anschließend referiert, ehe der zweite und dritte Teil der CompGen-Kommunikationsumfrage ansteht. Als europäisches Thema wird „Estland - Paradies für die digitale Ahnenforschung“ vorgestellt, ehe die Auswanderung im Krisenjahr 1923 beleuchtet wird. Die abschließende Rubrik „Familienstück“ stellt diesmal eine Bibel von 1786 vor. - Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Computer-Genealogie“ scheint auf den ersten Blick thematisch introvertiert, bringt jedoch - nach gewisser Einarbeitszeit später am Computer - die umfängliche Angebotspalette von CompGen nahe, die oft eigene Forschungen direkt oder indirekt positiv beeinflusst! Am besten ist, man kombiniert diese elektronischen Offerten mit einem Abo des genannten Magazins oder der Mitgliedschaft im Verein für Computer-Genealogie, dann ist der Familienforscher stets auf dem aktuellen Stand.