Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

TdoD 2018

Dienstag, 11. September 2018

Die Spannung im Vorfeld des Tages des offenen Denkmals in Artern war bei den der evangelischen Kirchengemeinde und dem Heimatverein ARATORA nicht gering, da erstmalig am vergangenen Donnerstag und Sonnabend aus eben diesem Anlass eine gemeinsame zweiteilige Veranstaltung in der Marienkirche stattfand. Mehr als 600 farbige Bildaufnahmen wurden vorgestellt, die unsere Stadt in den frühen und mittleren 1990er Jahren zeigen. Dank der freundlichen Überlassung seiner Privatsammlung mit Aufnahmen Arterner Motive aus eben dieser Zeitspanne hatte Ehrenbürger Walter Wilhelm Funcke aus Einbeck diese beiden Präsentationsabende möglich werden lassen. Zusammen rund achtzig Personen wollten sich dies nicht entgehen lassen (unser Bild) – eine für Artern erfreuliche Beteiligung, auch zugunsten der Orgel, für deren Sanierung Spenden erbeten worden sind. – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Besagte Fotos zeigten in der mentalen Gegenüberstellung zu heute die seither zahlreich umgesetzten Verbesserungen im Stadtbild auf, wenngleich sich an manchen Stellen seit damals eben immer noch nicht allzu viel geändert hat! Generell konnte aber festgestellt werden, dass die Stadt Artern zu Anfang und Mitte der 1990er Jahre das oftmals noch innegehabte DDR-Grau zu großen Teilen abzustreifen gewillt war. Die rege kommunikative Teilnahme der Besucher unterstrich deren großes Interesse an den bislang noch nie gezeigten Fotos. Bei dem einen oder anderen Bild kam man betreffs der Örtlichkeit sogar ins Rätseln! – Als am weitesten angereister Gast weilte unser Vereinsmitglied Dr. Axel Römer aus Köln unter den Besuchern. Dieser erhielt für seine intensiven stadt- und familiengeschichtlichen Forschungen eine größere Arterner Ratsakte von 1673/1674 (sehr rar, da vor dem großen Stadtbrand von 1683) sowie den zweiten, gleichfalls sehr seltenen Teil der Schönfelder Chronik von Johann Gottfried Schäffer (1770-1852) auf Leihbasis überreicht. Am Sonnabend weilten dann mit Walter Funcke und Hellmut Hainski zwei Mitglieder des befreundeten Einbecker Geschichtsvereins in der Marienkirche. Ausdrücklich wurde nochmals für die freundliche Überlassung der Arterner Fotosammlung gedankt, die ggf. auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal öffentlich gezeigt werden könnte. – Besonders angenehm waren die Gespräche nach beiden Fotoabenden beim Imbiss, den gleichfalls Walter Funcke gesponsert hatte. Es wurde angeregt, noch öfter Veranstaltungen dieser Art in der Marienkirche anzubieten, was umso leichter fällt, als die Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde sehr angenehm ist bzw. dort beste Voraussetzungen gegeben sind. Historische Bilder zur Präsentation dafür bzw. zu weiteren Anlässen wären jedenfalls noch zur Genüge vorhanden! Besonderer Dank für vorzügliche Vorbereitungen unserer gemeinsamen Veranstaltung ergeht an Pastorin Lena Burghardt, Annerose Kurz, Gemeindebeirat Jürgen Puchta, Albrecht Grüneisen und Bernd Müller. – Auch die ehrenamtliche Betreuung der St. Veitskirche zum Denkmalstag am vergangenen Sonntag war mehr als erfolgreich: zahlreiche und interessante Gäste, informative Gespräche sowie unerwartet wichtiges und umfangreiches regionalhistorisches Material!


Feilenfabrik Sangerhausen

Freitag, 7. September 2018

Einen wiederum lesenswerten heimatkundlichen Beitrag zur Wirtschafts- und Industriegeschichte veröffentlichten am vergangenen Wochenende unsere langjährigen Freunde vom Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung, nämlich die Broschüre „Die Feilenfabrik Sangerhausen – Eine über 100-jährige Industriegeschichte“ (unser Bild). Ein gutes Vierteljahrhundert nach Schließung des Werkes wird dessen Vergangenheit damit wieder greifbar und nachvollziehbar. Illustriert mit 40 Fotos wird besonders auf die Betriebsgeschichte sowie verschiedene Herstellungsprozesse eingegangen. Die Vorbereitungen und Recherchen zu dieser Neuveröffentlichung hatten mehrere Jahre in Anspruch genommen. Die Idee zur Aufarbeitung der Geschichte der Feilenfabrik kam vom mittlerweile verstorbenen Helmut Hechler, der 49 Jahre ebendort gearbeitet hatte. Die Erstellung des Manuskripts übernahm Frank Laffin aus Oldisleben, der bereits seit langem zur Geschichte der „Feile“ sammelt und forscht. Zuvor waren auch ehemalige Mitarbeiter kontaktiert sowie Archivrecherchen unternommen worden. – Die Feilenfabrik erlangte einst überregionale Bedeutung, nachdem die Herstellung von Feilen und Raspeln in Sangerhausen 1889 ihren Anfang genommen hatte. Aus dem mittelständischen Betrieb ging die Aktien-Feilen-Fabrik Sangerhausen hervor, wo bis Kriegsende 1945 überwiegend in Handarbeit produziert worden ist. In sozialistischer Zeit war die Feilenfabrik Sangerhausen in der Hüttenstraße Produzent von Werkstatt-, Nadel-, Schärf-, Kontakt-, Schlüssel-, Nadel, Diamant-Nadelfeilen sowie Raspeln, von Raspelfeilen, Feilmaschinenfeilen, Wetzstählen, Fräserfeilen und Lackhobeln. Das Ende kam 1992 mit der Schließung der „Feile“, die bis 1997 endgültig abgewickelt worden ist. – Nun erinnert eine 38-seitige Broschüre mit 40 Fotos und Faksimiles an deren lange Geschichte, die zum Preis von 5,00 Euro in Papierform nachvollzogen werden. Die neue Publikation des Sangerhäuser Geschichtsvereins schließt sich thematisch nahtlos an die 2006 und 2008 veröffentlichten Bücher zur Industriegeschichte unserer vormaligen Kreisstadt an: „Von Glasbehälter und Drehstrommotor – Streiflichter zur Geschichte der Energieversorgung in Sangerhausen seit 1869“ sowie „Zwischen Kaiser und Treuhand“ – Aufstieg und Untergang der Maschinenfabrik Sangerhausen. Damit ist „Die Feilenfabrik Sangerhausen – Eine über 100-jährige Industriegeschichte“ ein weiter wichtiger Baustein zur Aufarbeitung und Präsentation der lokalen und regionalen Wirtschaftshistorie.


Abrisshaus Fräuleinstraße

Dienstag, 4. September 2018

Leider wurde gestern eben das vollzogen, was man in Artern seit fast drei Jahrzehnten offensichtlich mit am besten kann: Ein Stück historische und zumal architektonisch schöne Bausubstanz fiel dem Abriss zum Opfer (unser Bild). Nachdem das Haus zuvor geräumt und entkernt worden war, tat ein Bagger seit Morgenmorgen sein Werk und trug das zum historischen Schulkomplex (zuvor sog. Fräulein-Gut) gehörende Eckhaus Kirch-/Fräuleinstraße (Hausnummer 20) ab. Der zweigeschossige Wohnbau aus der Zeit um 1900 stach besonders mit seiner westlichen Fassade, hin zur Fräuleinstraße, ins Auge, die aus einer gekonnten Kombination aus hellem Buntsandstein und Klinkern bestand. Eingangstür und Fenster waren mit roten Backsteinen umrahmt, unter dem Dach zog sich ein zinnenförmig anmutendes Zierwerk entlang. Der Vorbau an der Rückseite des Hauses war indes komplett aus Ziegelsteinen errichtet. Ein ähnliches oder vergleichbares Haus in Artern gab und gibt es nicht! Generationen von Schulkindern kamen an diesem optisch markanten Gebäude (früher Schuldirektion mit Sekretariat, auch Schwesternstation und Praxis des Schulzahnarztes) vorüber, wenn sie aus der Fräuleinstraße kommend zum Unterricht wollten oder mussten. Auch deshalb hat sich der Anblick eben dieses Hauses bei den meisten ehemaligen Schülern ins Gedächtnis eingebrannt. – Nun kann man sicher geteilter Meinung sein, was den Erhalt oder Abriss alter Gebäude anbetrifft, doch machte gerade dieses massive Haus alles andere als einen maroden Eindruck. Es musste weichen, um später einen Fahrstuhl an das benachbarte Schulhaus installieren zu können bzw. um einen direkten Anschluss an den am 1. September 1977 zur Nutzung übergebenen Schulerweiterungsbau der damaligen POS "Maxim Gorki" zu errichten – Vorhaben, die auch kein reiner Selbstzweck sind. Der Heimatverein ARATORA hat zumindest das Gebäude zuvor umfänglich fotografisch dokumentiert und auch den Abbruch auf zahlreichen Bildern festgehalten. Zu erwarten sind noch, voraussichtlich am Mittwoch, die unterirdische Anlage, die aus einem Gewölbekeller bestehen soll, der danach aber verfüllt wird. – Mit dem Abriss von Häusern ist es ein bisschen so, wie mit dem Sterben: Es trifft immer die Falschen! Und der nächste Kandidat wartet auch schon: der ruinöse Altbaukomplex, vormals Grundstück Poppe, in der Harzstraße (mittelalterliches Judenviertel) soll gleichfalls in absehbarer Zeit platt gemacht werden. Relativierend zum ersten und letzten Satz dieser Meldung muss hingegen lobend erwähnt werden, dass zum Erhalt des Siedehauses der Saline Artern von 1928 in absehbarer Zeit eine nicht unerhebliche Summe zur Sicherung des Daches dieses Industrie-Denkmals eingesetzt werden soll.


Tänzel und AOK

Freitag, 31. August 2018

„Entdecken, was uns verbindet“ – unter diesem bundesweit einheitlichen Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz laden die evangelische Kirchengemeinde Artern und der Heimatverein ARATORA ab Ende der kommenden Woche herzlich zu zwei Veranstaltungen anlässlich des Tages des offenen Denkmals in die Marienkirche Artern ein. Am Donnerstag, 6. September und Sonnabend, 8. September 2018 wird es jeweils um 18.00 Uhr eine spannende Bilderpräsentation geben. Gezeigt wird die komplette private Fotosammlung von Ehrenbürger Walter-Wilhelm Funcke aus Einbeck mit Motiven aus Artern, aufgenommen in den frühen 1990er Jahren (unser Bild zeigt das Schreibwarengeschäft Tänzel und die Verwaltung der AOK in der alten Mühle in der Schönfelder Straße). Da besagte Kollektion mehr als 600 Bilder umfasst, ist es notwendig, diese in zwei separaten Veranstaltungen zu präsentieren; es handelt sich also nicht um die Vorstellung jeweils derselben Fotos an zwei verschiedenen Terminen! Im Anschluss an die beiden Bilderabende (gegen 19.45 Uhr) sind unsere Gäste zu einem kleinen Imbiss (Baguetten und Getränke) sowie zur Besichtigung der Marienkirche eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, um Spenden zugunsten der Wiederherstellung der Orgel in der Marienkirche wird aber sehr herzlich gebeten! – Hingewiesen wird zudem gern auf weitere historische Ziele in Artern, die zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September 2018 von hoffentlich vielen Gästen besucht werden: Villa Zahn (10.00-18.00 Uhr) sowie die Kirche St. Kilian Schönfeld mit saniertem Barock-Kanzelaltar (10.00-18.00 Uhr), Veitskirche (10.00-16.00 Uhr, dort Heimatverein ARATORA als Ansprechpartner), Sammlung zur heimischen Industriegeschichte im Fachwerkhaus Oberer Hof (12.00-15.00 Uhr) sowie Jüngkens Aussichtsturm mit heimatgeschichtlicher Ausstellung (14.00-16.00 Uhr).


Kupferhütte Bottendorf

Dienstag, 28. August 2018

Die bevorstehenden freiwilligen Gemeindefusionen in Thüringen, auch im Kyffhäuserkreis, werden zwangsläufig Umbenennungen von Straßen zur Folge haben, weil in den neu zu bildenden größeren Kommunen solche mit jeweils identischer Namensgebung vorhanden sind. Diese Situation erfordert die Neubenennung z. B. von Haupt-, Dorf-, Karl-Marx- oder Ernst-Thälmann-Straßen. In diesem Kontext hat sich der Heimatverein ARATORA kürzlich mit Namensvorschlägen eingebracht, die explizit regionalgeschichtlichen Charakter tragen. Im Einzelnen geht es um zwei historische Persönlichkeiten, die sich im zu Ende gehenden 18. sowie zur Mitte des 19. Jahrhunderts höchst verdient gemacht haben und in unmittelbarem Zusammenhang mit der Schiffbarmachung der Unstrut bzw. der Regulierung dieses Flusses zum Zwecke des Hochwasserschutzes stehen: Friedrich Mende (1743-1798), Ingenieur und Leiter der Projektierung bzw. Umsetzung der Arbeiten zur Schiffbarmachung der Unstrut und Saale zwischen 1790 und 1795 in der Kupferhütte Bottendorf sowie Hermann Wurffbain (1804-1889), Wasserbauingenieur, unter dessen Regie der Flutkanal zwischen Bretleben und Memleben sowie weitere Hochwasser-Schutzeinrichtungen entstanden, in deren Folge z. B. auch das bis dahin häufige Sumpffieber an der Unstrut stark eingedämmt worden ist. Es wäre eine hohe Anerkennung der Lebensleistungen genannter Personen, diese mit der Vergabe eines Straßennamens in einem der Ortschaften der neuen Stadt Roßleben-Wiehe zu ehren, wobei Bottendorf primär für Friedrich Mende infrage käme, bei Hermann Wurffbain indes mehr Flexibilität bei der Örtlichkeit bestünde. Beide Männer haben unmittelbare und eminent wichtige Bezüge zur Geschichte der Unstrut bzw. der Anliegerkommunen in genanntem Raum. Nicht zuletzt hätten, die verbindliche Zustimmung zu unseren Namensvorschlägen vorausgesetzt, der oder die Gemeinde(n) ein potentielles Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich avisierter neuer Straßennamen. Zu hoffen ist nun, dass die unterbreiteten Vorschläge bei den politischen Entscheidungsträgern Aufmerksamkeit, Interesse und Einvernehmen finden. Ansonsten könnten diese Namen z. B. auch in anderen Kommunen entlang der Unstrut relevant werden, so denn Doppelungen bisheriger Namen nach einer möglichen Gemeindefusion vorlägen bzw. Bezeichnungen für gänzlich neue Straßen gesucht würden! – Unser historisches Bild zeigt die Kupferhütte in Bottendorf an der Unstrut, früherer Wirkungsort von Wasserbauingenieur Friedrich Mende während der Schiffbarmachung.


Braureiplakat

Freitag, 24. August 2018

Eine sehr schöne Überraschung kam vor gerade einmal drei Tagen aus Ringleben beim Heimatverein ARATORA an: Ein farbiges Reklamebild in Form eines Werbeplakates um 1910 mit den Abmaßen von rund 90 x 60 Zentimetern und Darstellung der „Vereins-Brauerei Act.Ges. Artern i. Thüringen“ – dies quasi als regionaler Beitrag zum aktuellen Jahresschwerpunkt „Industriekultur“. Das Bild hing zuvor über viele Jahre in einer Gaststätte in Ringleben und war dann privat verstaut gewesen. Es zeigt in leicht stilisierter und idealisierter Darbietung das Werksgelände der Brauerei, hier ausgewiesen als „Dampfbrauerei und Malzfabrik“, mit Produktionsgebäuden und Verwaltung sowie den großem Hofbereich. Von ebendort werden zahlreich gelagerte Fässer von Pferdefuhrwerken abgeholt. Rechterhand des Hauptmotivs verläuft die Chaussee von Artern nach Kalbsrieth. Links ist ein Teil der Unstrut sichtbar, auf der sich drei Lastkähne und ein Dampfer tummeln. Oberhalb des Flusses sind Eisenbahnschienen sichtbar, die in der Realität bis zur Saline führen. Im Hintergrund grüßen dann vereinfachte Ansichten von anderen Werksgebäuden sowie Wohnhäusern, ehe das Kyffhäusergebirge mit Kaiserdenkmal den Horizont begrenzt. – Hergestellt worden ist das Werbeplakat in Offenbach, in der lithografischen Kunstanstalt und Druckerei von Friedrich Schoembs. Historische Detailgenauigkeit wird dem Bild nicht zu eigen sein, wichtig war dem Künstler wohl mehr der Gesamteindruck eines großen und modernen Werkes. Nach rund hundert Jahren ist das Plakat aus Ringleben noch relativ gut erhalten, im Detail natürlich leicht demoliert. Es muss noch entschieden werden, ob eine Sanierung sinnvoll ist und das Kunstwerk ggf. gerahmt werden soll.


Ölgemälde Unstrut

Dienstag, 21. August 2018

Im Februar 2018 erwarb der Heimatverein ARATORA ein bislang völlig unbekanntes Ölgemälde des Arterner Heimatforschers und Malers Ewald Engelhardt (1879-1976) mit dem Titel „Die Unstrut bei Artern“ aus privater Hand. Gemalt wurde es 1944 und zeigt den Fluss mit Blick auf den Park der Saline. Früher hing das Gemälde mutmaßlich im Haus der Kaufmannsfamilie Pietzsch in Artern, Markt 2, danach in Jena. Vor einigen Wochen wurde das Gemälde zur Reinigung sowie Neueinrahmung nach Sondershausen gegeben. Vor einigen Tagen kam es nun retour. Die Ansicht des Kunstwerkes ist jetzt sichtlich aufgehellt, nachdem das Bild über Jahrzehnte in Wohnstuben hing und dort offensichtlich auf die Dauer gelitten hatte (Rauch, Qualm). Zudem wurde Firnis (farbloses Öl) als Schutzschicht aufgetragen, um es künftig noch besser zu schützen bzw. zu erhalten. Ebenso ist die bisherige Einrahmung erneuert worden: Jetzt wird das Ölbild von einem schicken Rahmen in Dunkelbraun gehalten. Die 1944 verklebten originalen Schnittmuster als Ersatz für den Bildrücken sind erhalten worden und zieren weiterhin das Revers des Gemäldes. Mit den angesprochenen Maßnahmen hat der Heimatverein ARATORA einen wichtigen künstlerischen Beleg aus dem heimatlichen Schaffen von Ewald Engelhardt gesichert. Wann und wo das „Die Unstrut bei Artern“ demnächst öffentlich zu sehen sein wird, soll u. a. mit Bürgermeisterin Christine Zimmer abgesprochen werden.


Bierkrug

Freitag, 17. August 2018

Ein historischer Gruß aus der Arterner Biergeschichte erreichte kürzlich aus Köln den Heimatverein ARATORA in Form des beigefügten Fotos eines Bierkruges. Trotz des Schriftzuges ist der dargestellte Humpen aber kein in unserer Region hergestelltes Gefäß, denn der 0,4 Liter fassende Seidel wurde in Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz) produziert. Die Zeit seiner Fabrikation wird auf die Spanne zwischen 1900 und 1920 geschätzt. Auf einer Online-Auktionsseite wird ein solcher Krug als „Top Rarität“ bezeichnet. Da bislang die Sortenbezeichnung „Apostelbräu Artern“ sachlich bzw. zeitlich in der hiesigen Brauereigeschichte nicht zugeordnet werden kann, wäre es von Interesse, mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Hierbei mitzuhelfen wird mit dieser aktuellen Meldung herzlich aufgerufen! Sicherlich handelt es sich um nur eine temporär hergestellte Biersorte. Ob der Name mit der 1903 erbauten katholischen Bonifatiuskirche in Artern im Kontext steht ist ungewiss. Vielleicht nimmt der Krug aber auch Bezug auf das Bonifatius-Jubiläum im Jahr 1905, d. h. anlässlich des 1150jährigen Martyriums des wichtigsten Apostels der Deutschen, der 754 oder 755 bei Dokkum von heidnischen Friesen erschlagen worden ist.


Schleusung in Schönewerda

Dienstag, 14. August 2018

Die vergangenen fünf Monate wurde äußerst intensiv an der nächsten großen Buchveröffentlichung des Heimatvereins ARATORA gearbeitet, dem Folgeband von „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ von 2015. Zwischenzeitlich konnten aufgrund zahlreicher Recherchen und Forschungen 155 Artikel verfasst werden, die gleichfalls die Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein historisch tangieren. Darüber hinaus wird auch auf Themen aus anderen Ortschaften in der Nähe der Unstrut eingegangen. – Mit aktuellem Stand, jedoch vorbehaltlich künftiger redaktioneller Änderungen, soll es zehn Hauptkapitel im neuen Buch geben: 1. Über Landschaft und Natur der Unstrut, ihrer Auen und Hügelzüge, 2. Von den Menschen in der Unstrut-Region – Leben, Arbeit und Intuitionen, 3. Auf schwankenden Planken – Über Schiffer, Flößer und Fährleute, 4. Glück zu! – Müller, Mühlen und Maltersäcke, 5. Aus der Geschichte der Unstrut-Fischerei, 6. Der nasse Tod, 7. Alarm an der Unstrut – Aus der Geschichte der Hochwasser, 8. Historischer Straßen-, Brücken- und Wasserbau entlang der Unstrut, 9. Mußestunden am Fluss – Kahnstuhlfahrer, Wasserplanscher und Paddler, 10. Katastrophen, Natur- und Umweltereignisse in der Unstrut-Region. – Noch immer aber müssen wichtige Forschungsergebnisse und Themen zu Artikeln verarbeitet werden, erst dann wird „gesiebt“, d. h. redaktionell entschieden, welche Beiträge ins Buch kommen, welche noch überarbeitet werden müssen und welche es nicht zur Veröffentlichung geschafft haben. Allein am vergangenen Wochenende wurden deshalb noch fünf Berichte verfasst und quellenmäßig belegt, so zum den Bau der ersten Beton-Aluminium-Brücke der DDR in Schönewerda, über alte Flussschlingen, Krümmungen und tote Arme der Unstrut, Bemerkungen zur Zerstörung einer historischen Uferpflasterung bei Artern, Reichsarbeitsdienst beim Einsatz an Unstrut und Helme sowie persönliche Erinnerungen eines verstorbenen Heimatfreundes an die großen Unstrut-Hochwasser von 1946 und 1947. – Noch bevorsteht die äußerst aufwendige Arbeit der Zuordnung von Abbildungen sowie die Erstellung von Bildunterschriften. Der zur Verfügung stehende Fundus mit Abbildungen zum historischen Leben am und mit der Unstrut hat inzwischen locker die magische Zahl 1.000 überstiegen, bereitgestellt von vielen Personen aus Orten entlang der Unstrut sowie aus dem Archiv des Heimatvereins ARATORA. Angestrebt wird, zwischen 450 und 500 Fotos im neuen Buch zu publizieren. Mit dessen Veröffentlichung kann, vorbehaltlich der Finanzierung, nun wohl im zweiten Halbjahr 2019 gerechnet werden. „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ ist als zweite Auflage indes noch immer im Angebot und kann für 19,90 Euro im „Guten Buch“ Artern oder beim Heimatverein erworben werden. – Unser heutiges Bild zum Thema zeigt die flussabwärts führende Schleusung eines Lastkahnes der Zuckerfabrik Roßleben in Schönewerda um 1930.


Fräuleinstraße 17

Dienstag, 7. August 2018

Die inzwischen lang anhaltende, sehr sommerliche Witterung war und ist kein Hinderungsgrund, die lokale Geschichtsforschung einzuschränken oder gar zu vernachlässigen. Auch in der Ferienzeit wurde deshalb vorgearbeitet, sind Pläne geschmiedet und Kontakte gepflegt, zudem schweißtreibende Stadtführungen unternommen worden. Zudem konnten erste Vorarbeiten für den nächsten Bildband aufgenommen werden. Anlass war, dass erst kürzlich eine sehr schöne Fotosammlung zum Heimatverein ARATORA kam: ein 53 Fotos umfassender Bildband im Format A5 mit Aufnahmen aus den 1960er und 1970er Jahren. Die Sammlung zeigt neben Stadtansichten u. a. die Schloss-, Harz-, Nordhäuser und Leipziger Straße, weiterhin Unstrut, Aratora-See, Mühle, Friedhof, Salzdamm und einige Ansichten vom Ortsteil Schönfeld. Unser hier gezeigtes Foto bringt die Fräuleinstraße zur Ansicht. – Die sehr schöne Kollektion wurde bereits digitalisiert und bildet voraussichtlich gemeinsam mit einer schon vorliegenden größeren Sammlung mit Arterner Fotos, die aus Sangerhausen zur Verfügung gestellt worden ist, das Fundament für das dritte Buch unserer Bildbandreihe, für die im Herbst dieses Jahres die redaktionelle Arbeit aufgenommen wird! Zusammen mit der erwähnten Kollektion aus Sangerhausen dürfen sich die Arterner auf einen erneut attraktiven und abwechslungsreichen historischen Bildband über ihre Heimatstadt freuen! Erscheinen soll das voraussichtlich „Damals in Artern“ betitelte Buch mit wiederum 128 Seiten und 124 Fotos im Sommer 2019, d. h. entweder zum Tag der Vereine in Artern oder anlässlich des Tages des offenen Denkmals.


Mondfinsternis

Dienstag, 31. Juli 2018

Am vergangenen Freitag war astronomisch Historisches angesagt: die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Ein Sitzplatz am Ackerrain auf dem Königstuhl mit Blick auf die Helme-Aue bot für einige ARATORA-Freunde sowie weitere Interessierte scheinbar besten Voraussetzungen auf das seltene Naturschauspiel, doch es passierte über eine Stunde überhaupt nichts! Wolkenschleier verhinderten komplett den Blick auf den Mond, der über den Bottendorfer Alm aufgegangen sein musste. Es war also wie immer: In Artern nichts los! Doch das änderte sich, nachdem zunächst der Mars in blutroter Farbe und hell glänzend zu sehen war bzw. sich nun auch der Wolkenschleier um den Mond zögerlich lüftete. Die Totalität war bereits in vollem Gange und man erahnte das Orangerot des Erdtrabanten sowie dessen markante, durch Krater und Mare gebildeten Oberflächenbilder. Noch immer auf bessere Sicht zum Mond wartend, erschien kurz nach 22.30 Uhr die Internationale Raumstation am Himmel, von Westen her kommend und hinter dem Allstedter Forst verschwindend. Die ISS flog wie auf Bestellung zwischen dem Mond und dem darunter befindlichen Mars ihre Bahn, sodass diese drei Himmelskörper binnen eines kurzen Augenblicks eine Linie und damit ein eindrucksvolles Arrangement bildeten: oben ein dunkeloranger Mond, darunter die silberne ISS und ein knallroter Mars! Dazu stand Saturn gut sichtbar im Süden. Gegen 23 Uhr, nachdem die Hoffnung auf noch bessere Sicht auf den Mond gegen Null tendierte, wurde der Heimweg angetreten und, zu Hause angekommen, zeigten sich Luna und Mars nun endlich ohne Wolken, wobei als „Leinwand“ ein dunkler Himmel mit Sternen diente. Mit einem alles anderen als für nächtliche Himmelsaufnahmen geeigneten Fotoapparat wurden immerhin freihändig einige ganz brauchbare Schnappschüsse vom Jahrhundertereignis über Artern gemacht (unser Bild: verdunkelter Mond oben, darunter der Planet Mars). Blicke durch den Feldstecher zum Mond, der als „Blutmond“ ein unheimliches rotes Licht reflektierte, waren jetzt doch noch möglich: Ein zum Abschluss doch noch versöhnlicher, sehr spät gewordener Abend des langen Wartens.


Altes Hotel

Dienstag, 24. Juli 2018

Die evangelische Kirchengemeinde Artern und der Heimatverein ARATORA werden anlässlich des Tages des offenen Denkmals in sieben Wochen zu zwei Veranstaltungen in die Marienkirche einladen. Das hat ein kürzlich stattgefundenes Gespräch mit Pfarrerin Lena Burghardt ergeben. Das diesjährige Motto des Denkmaltages lautet „Entdecken, was uns verbindet“. Und was könnte besser in diesen thematischen Kontext passen als die Vorstellung historischer Bilder? Gezeigt wird deshalb die komplette private Fotosammlung von Ehrenbürger Walter-Wilhelm Funcke aus Einbeck mit Motiven aus Artern, aufgenommen während der frühen 1990er Jahre (unser Bild zeigt das alte Hotel). Diese wurde Anfang des Jahres dem Heimatverein überlassen bzw. digitalisiert. Aufgrund des Umfangs dieser Kollektion (über 600 digitalisierte Dias) wird es zu folgenden Terminen Präsentationen in der Marienkirche (dortige Chorkapelle oder Gemeinderaum) geben: am Donnerstag, 6. September um 18.00 Uhr sowie am Sonnabend, 8. September gleichfalls um 18.00 Uhr. Jeweils im Anschluss, etwa gegen 19.45 Uhr, soll es Zeit zu Gesprächen geben, wozu Getränke und Baguettes als Imbiss angeboten werden. Ebenso kann die Kirche besichtigt werden, ggf. werden Besteigungen des Glockenturms auf eigene Gefahr ermöglicht. Eintritt für beide Veranstaltungen wird nicht erhoben, um Spenden zugunsten der Wiederherstellung der Orgel in der Marienkirche wird aber sehr herzlich gebeten. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September ist die Marienkirche diesmal nicht geöffnet. Interessierte seien deshalb besonders auf die Kirche St. Kilian in Schönfeld sowie auf die Angebote der Stadtverwaltung Artern verwiesen.


Orgel

Dienstag, 17. Juli 2018

„Eine neue Stimme für Artern – Die Orgeln der Marienkirche Artern im Porträt“ – das ist der Titel eines kürzlich gedruckten Flyers, mit dem die evangelische Regionalgemeinde Artern/Heldrungen aufmerksam macht. Doch ist dieses Faltblatt nicht nur zur Information gedacht, es ist vielmehr ein Hilferuf! Hintergrund und Anlass der Herausgabe ist der besorgniserregende Zustand der Orgel. Fünfunddreißig Jahre nach der Sanierung des Instruments ist es heute wieder stark sanierungsbedürftig, weil dessen Wiederherstellung von 1984 infolge DDR-Mangelwirtschaft den Orgelbauern hohes Improvisationstalent abverlangt hatte (unser Bild). Viele Materialien wurden damals leider falsch ausgewählt bzw. waren nur bedingt für den Orgelbau einsetzbar. Das merken Orgelspieler wie Zuhörer bis heute. Zudem macht die Statik der Orgel schwer zu schaffen. Früher ist leider wenig Rücksicht auf die Standfestigkeit des Instruments genommen worden. Dieses Manko macht sich nun wie folgt bemerkbar: Verschiebungen, Brüche und Verschränkungen. Am sichtbarsten wird dieses akute Problem an den Pedaltürmen, die seitlich und nach vorn kippen! – Die Kirchengemeinde möchte deshalb, dass die Orgel der Arterner Marienkirche zunächst gerettet, dann aber auch den modernen Anforderungen des Orgelbaus bzw. Orgelspiels gerecht wird! Neben dem dafür unvermeidlichen Geld werden zudem Ideen und Vorschläge gesucht, genanntes Ziel umzusetzen. Dass dies auch bitter nötig ist, unterstreicht die Summe, die zur Sanierung gebraucht wird: 300.000 Euro, von denen allein die Kirche ein Drittel schultern muss! – Deshalb wird um aktive und pekuniäre Hilfe gebeten. Es wird folgendes angeboten: Patenschaft für eine Pfeife (25 bis 1.000 Euro), Patenschaft für ein Registerschild (50 Euro), Foto-Feld auf dem Spendenbild (100 Euro) sowie Spenden in jedweder Höhe auf das Konto der Regionalgemeinde Artern/Heldrungen: IBAN DE17 8205 5000 3400 0036 10, BIC HELADEF1KYF. – Auch der Heimatverein ARATORA beteiligt sich an dieser Aktion und hat in 2017 bereits 600 Euro dafür aufbringen können. In diesem Jahr werden es voraussichtlich auch wieder mehrere hundert Euro sein! Die nächste Aktion unseres Vereins zur Einwerbung von Spenden werden zwei große Vorträge in der Marienkirche zum Tag des offenen Denkmals sein, weiterhin ein kleiner Aufschlag auf den Kaufpreis des (N)Ostalgie-Kalenders 2019, der zum Zwiebelmarkt veröffentlicht wird. Wir verknüpfen damit die herzliche Bitte an unsere Mitglieder, Freunde und Homepagebesucher, die Sanierung der Orgel in Artern zu unterstützen und rufen zu Spenden auf! Dieses Instrument ist ein wichtiger Teil der Kirchen- und Stadthistorie – ergreifen wir daher die Chance, damit diese rund 300jährige Geschichte weitergeht!


CG 2-2018

Dienstag, 10. Juli 2018

Das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe 2/2018 der Zeitschrift „Computer-Genealogie“ (unser Bild) beinhaltet ein besonders interessantes und bedeutsames Themengebiet: historische Fotos in der Familienforschung, die in sechs Artikeln behandelt werden. Zunächst wird versucht, Möglichkeiten der zeitlichen und räumlichen Einordnung bzw. der Anlässe von Fotos zu erschließen, weiterhin die Identifizierung von Personen. Im zweiten Bericht werden Metadaten zu Bildern behandelt, d. h. die Verwendung von Bildunterschriften in bzw. auf Originaldokumenten. Anschließend wird sich der fachgerechten Digitalisierung von Fotos gewidmet. Es schließt sich ein Bericht über Bilder aus der Frühzeit der Fotografie an, während dessen dann über Optionen zur digitalen Bildbearbeitung bzw. Reparatur und Sanierung schadhafter Originalfotos berichtet wird bzw. hierzu wichtige Hinweise gegeben werden. – Diverse Kurzartikel bzw. Meldungen mit familiengeschichtlicher Relevanz schließen sich an, ehe über nützliche Software aus dem Bereich der Fotografie berichtet wird, z. B. um alte Bilder am Bildschirm zu reparieren bzw. die Beschriftung vornehmen zu können. Zur Suche nach dem „richtigen“ Genealogieprogramm werden dann wichtige Tipps gegeben, ehe weitere spannende Kurznachrichten das aktuelle Heft der „Computer-Genealogie“ beschließen. Aufgrund der äußerst nützlichen Hinweise und Ratschläge in diesem Heft zur fototechnischen und softwarebasierten Bearbeitung von Bildern soll besonders Heimat- und Familienforschern eben dieses Heft zwecks Erwerbs ans Herz gelegt werden (5 Euro, die sich lohnen)! Näheres wie immer auf der Homepage http://wiki-de.genealogy.net/Hauptseite. In der nächsten Ausgabe des Magazins im September wird dann auf alte Berufe in der Genealogie eingegangen.


Telefonbuch 1924

Dienstag, 3. Juli 2018

Letztes Wochenende auf dem Flohmarkt in Etzleben: Sonnenschein und stahlblauer Himmel lockten tausende Besucher in das schmucke Dorf an der Lossa, wo wohl über hundert Händler Nützliches und Nippes feilboten. Auf der Suche nach lokal- und regionalgeschichtlichem Material waren auch Vertreter des Heimatvereins ARATORA zugegen und wurden lange leider nicht fündig. Neben ein paar gängigen Ansichtskarten aus DDR-Zeiten waren nennenswerte Objekte nicht im Angebot. Zum Schluss erst kam der große Wurf: das „Amtliche Fernsprechbuch für den Oberpostdirektionsbezirk Halle (Saale)“. Die Schwarte vom April 1924 lässt detaillierte Einblicke in die damalige Versorgung mit Telefonanschlüssen zu, worunter auch jene der Stadt Artern und Umgebung vermerkt sind (unser Bild). Leider war das rare Buch nur als Anschauungsexemplar gedacht. Immerhin ließ es der Besitzer freundlicherweise zu, Fotos von den anderthalb Seiten mit Anschlüssen in Artern sowie u. a. in Edersleben, Borxleben, Gehofen und Ritteburg anzufertigen. Mit diesen Daten wird eine Lücke dahingehend geschlossen, dass zwar beim Verein etliche gedruckte Einwohnerbücher ab den späten 19. Jahrhundert vorliegen, allerdings alte Telefonbücher Mangelware sind. In einem nach der Sommerpause avisierten heimatgeschichtlichen Vortrag über eben diese Einwohner- und Adressbücher aus Artern wird diese Neuerwerbung von 1924 dann gleichfalls zu sehen sein. – Der Besuch in Etzleben war zudem erfolgreich, weil in der dortigen Kirche. St. Laurentius ein Kanzelaltar befindlich ist (ähnlich jenem in der Kirche St. Kilian in Schönfeld). Auch für diese spezielle Art historischer Innenbauten in Kirchen gibt es Forscher; einem solchen wurden Fotos davon für seine Unterlagen zugesandt. - In eigener Sache: Zweimal im Jahr, über Weihnachten und im Sommer, werden unsere aktuellen Meldungen von zwei auf eine pro Woche verkürzt. Mit dem Beginn der Ferien in Thüringen beginnt nun wieder diese etwas eingeschränkte Zeit auf unserer Homepage. Bis 10. August gibt es deshalb nur jeweils am Dienstag eine Meldung.