Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (einmal wöchentlich)

Grabstein saniert

Über 170jähriges Grabdenkmal saniert und neu errichtet!

Die bereits seit längerem seitens des Heimatverein ARATORA vorgehabte Sanierung des Grabdenkmals der an Cholera verstorbenen Marie Sophie Elisabeth Walter (1796-1850) auf dem Arterner Friedhof wurde am 3. Mai 2023 mit dessen Neusetzung beendet. Nachdem 2019 Erdbewegungen über der Erbbegräbnisstätte Romeiß die Umsetzung des Grabsteins von Marie Sophie Elisabeth Walter nötig machten, lag das ca. zwei Tonnen schwere Denkmal zunächst über längere Zeit in drei Einzelteilen auf dem Bauhof, ehe der Heimatverein ARATORA die Aufarbeitung und Wiederherstellung im Steinmetzbetrieb vom Marko Gödicke in Artern initiierte. Dort wurde das Denkmal gereinigt und verfestigt sowie die teils völlig verkrusteten bzw. verwitterten Schriftzüge wieder lesbar gemacht und farblich hervorgehoben. Der Stein fand danach an anderer, besser als zuvor einsehbarer Stelle auf dem Arterner Friedhof einen neuen Platz, nämlich auf halber Wegstrecke zwischen Haupteingang und Feierhalle. - Das wiederhergestellte Grabmal der Marie Sophie Elisabeth Walter, Gattin des Schiffseigners sowie Pächters des Ziegelwerks in der Unstrutstraße Christian Wilhelm Walter, ist ein beredtes Denkmal bürgerlicher Sepulkralkultur der späten Biedermeierzeit und zugleich eines der wenigen noch erhaltenen Gedenksteine aus der Frühzeit des Friedhofs in Artern (Einweihung 9. Juni 1833). Mit dessen Rettung wurde nun ein wichtiges Einzelelement aus dem historistischen Kontext des Friedhofes für die Zukunft erhalten. Die im Zuge der Sanierung und Wiederaufstellung dieses Kulturdenkmals entstandenen Kosten übernahm der Heimatverein ARATORA komplett aus Eigenmitteln.


Unterwegs in Artern

Neuer historischer Bildband über die Stadt Artern veröffentlicht!

Kaum ist der neue Nostalgie-Kalender 2024 „Artern in Ansichten vor drei Jahrzehnten“ mit sehr eindrucksvollem Verkaufserfolg auf dem vergangenen Zwiebelmarkt zu zahlreichen dankbaren Interessenten gelangt, stand bereits die nächste Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA an. Am Montag, 20. November 2023 erschien der mittlerweile sechste Bildband mit historischen Darstellungen unter dem Titel „Unterwegs in Artern - Reise durch die Stadtgeschichte anhand historischer Fotos“ (unser Bild). Auf 128 Seiten und geordnet nach Straßen werden darin zeitlich definierte Abschnitte der Stadtgeschichte seit Beginn des 20. Jahrhunderts bildlich mit 126 Fotos dokumentiert. Besonderen Wert wurde darauf gelegt, möglichst noch nie publizierte Abbildungen zu veröffentlichen, wobei diesmal zwei Dutzend Damen und Herren aus Artern, der Umgebung und von außerhalb mit Leihgaben und Schenkungen aus Privatsammlungen mithalfen. Entstanden ist auch deshalb ein attraktiver Bildband mit oft einmaligen Einblicken in das Leben unserer Vorfahren während der vergangenen 120 Jahre sowie noch nie gesehenen Ansichten und Schnappschüssen. Der Preis des Buches konnte konstant niedrig gehalten werden und beträgt zwölf Euro. Erhältlich ist der neue Bildband (wie auch noch wenige Restexemplare des Kalenders für 2024) im Spielzeugladen, Wasserstraße 1 in Artern sowie beim Heimatverein ARATORA (Tel. 03466 320139).


Kleinbahn

Broschüre „Kyffhäuser-Kleinbahn 1916-1966“ nur noch in Restexemplaren!

Ein publizistischer Dauerbrenner des Heimatvereins ARATORA seit über einem Vierteljahrhundert ist wieder da! Aufgrund zahlloser Nachfragen und Bitten aus Nah und Fern erschien die bislang erfolgreichste Sonderschrift mit dem Titel „Die Kyffhäuser-Kleinbahn Artern-Berga/Kelbra 1916-1966“ nun bereits in sechster Auflage, nachdem unsere zuletzt 2016 nachgedruckte Charge (als einzige Bucherscheinung zum damaligen Doppeljubiläum dieser Bahnstrecke!) binnen nur einer Woche komplett ausverkauft war. Ähnliches deutet sich jetzt schon wieder an, da bereits eine sehr beachtliche Zahl von bestellten Exemplaren per Post verschickt bzw. in Artern und Umgebung in den Direktverkauf gekommen ist. Allerdings wird die Ausgabe von 2018 auch definitiv die letzte sein, denn aus produktionstechnischen Gründen können weitere Auflagen nun leider nicht mehr folgen! – Seit dem 8. Dezember 2018 ist das im Manuskript unveränderte und lediglich im Farbfototeil leicht modifizierte Büchlein (88 Seiten mit 67 Abbildungen) in einer wiederum nur mäßig hohen Auflage erschienen. Diese ist beim Heimatverein ARATORA in Artern erhältlich. Andere Bezugsmöglichkeiten gibt es nicht! – Auswärtige Eisenbahn- und Heimatfreunde können gern telefonisch oder per Email bestellen, der Versand mit Rechnungslegung. Das Buch kostet 7,00 Euro, die Kosten für Porto und Verpackung betragen 2,00 Euro. Bitte jedoch zu beachten, dass das Buch nicht in größeren Mengen (max. drei Exemplare) an private Interessenten verkauft wird, auch erfolgt keine Abgabe an Händler oder Wiederverkäufer!


Unstrutbuch

„Die Unstrut“ – Buch zur Flussgeschichte als Nachauflage erhältlich!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Reprint

Drei alte Arterner Namenregister jetzt kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung des Versteinertes Baums vor der Arterner Veitskirche erbeten!


Sanierungsobjekt 2024: Wiederherstellung des versteinerten Baums!

Nach erfolgreicher Sanierung eines spätbiedermeierzeitlichen Grabdenkmals auf dem Arterner Friedhof wird vom Heimatverein ARATORA das dafür unterbrochene Denkmalprojekt zur Restaurierung des versteinerten Baumes an der Veitskirche wieder aufgenommen. Dieses übermannshohe Denkmal besteht aus dutzenden größeren Einzelstücken von Kieselhölzern aus der Kyffhäuser-Region. Viele dieser Fossilien sind leider nicht mehr am Platz, und vor Jahren schon wurden die entstandenen Lücken lediglich provisorisch geflickt (unser Bild). Zudem ist der Fuß des Denkmals hinüber. Seinen Ursprung hat der versteinerte Baum in Aktivitäten im Vorfeld der Eröffnung des Heimatmuseums in der St. Veitskirche im Sommer 1937. Quasi als botanisches Zeugnis aus dem Erdaltertum sollte dieses Denkmal an die regionale Erdgeschichte erinnern. Der jetzige, etwas abseitige Standort an der Veitskirche wird später dahingehend verändert, dass der versteinerte Baum optisch auffälliger auf dem Rasengrundstück vor dem Langschiff der Kirche steht. Aufgrund des Umfangs der Arbeiten und der damit verbundenen und nicht unerheblichen Kosten wird von vornherein mit einer etwas längeren Zeit gerechnet, um Spenden zu einzuwerben, brauchbare Originalstücke versteinerter Hölzer zu besorgen und die Sanierung als solche durchzuführen. Zur Wiederherstellung dieses schönen Denkmals wurden bislang 11.462,23 Euro (Stand vom 20. Februar 2024) von Vereinsmitgliedern, Freunden und Interessierten gespendet! Vielen herzlichen Dank für diese großartige Hilfe!


Schild Saline

Diebstahl in der Saline Artern – Bitte um Mithilfe!

Vermutlich am Freitag, 24. September 2021 kam es auf dem Gelände der ehemaligen Saline in Artern zu einem Diebstahl. Am dortigen Schornstein, aus etwa sechs Meter Höhe, wurde ein etwa 1936/38 angebrachtes Schild der Firma „J. A. TOPF & SOEHNE ERFURT“ (unser Bild) entwendet. Dieser Verlust wurde bereits am Folgetag bekannt, wobei bereits erste Erkundigungen eingeleitet worden sind, nachdem die dort tätige Sanierungsfirma ausgeschlossen werden konnte, das Objekt vorsorglich abgenommen zu haben. Zwischenzeitlich hat die Stadt Artern Anzeige bei der Polizei erstattet. – Um die Ermittlungen zu unterstützen, werden unsere Homepage-Besucher gebeten, diese Nachricht sowie das beigefügte Foto des alten Firmenschildes in den sozialen Netzwerken zu publizieren, damit der Täter hoffentlich ermittelt bzw. die Veräußerung des Schildes verhindert werden kann. Angesprochen, soll der mutmaßliche Dieb geäußert haben, dass der Saline-Schornstein demnächst abgetragen werde und das Schild deshalb abkommen müsse – eine ebenso dümmliche wie falsche Ausrede! - Also bitte: Augen und Ohren auf!


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen. Bei Veröffentlichungen erfolgt unsererseits Namensnennung der Leihgeber.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere Bücher!

Auch für unsere derzeit in Arbeit befindlichen bzw. geplanten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fast 30 Jahren Publikationstätigkeit mit rund fünfzig Veröffentlichungen über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden bereits zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Bitte helfen Sie deshalb auch künftig bei der Motivfindung mit und stellen Sie uns besonders die „Schätze“ aus privaten Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen festgehalten und erhalten bleiben! – Aus Erfahrung nachstehend noch folgender wichtiger Hinweis: Alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. auch der komplette Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Bücher und Webpräsenz sind somit keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Internetauftritten und besonders in den sog. sozialen Netzwerken mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Kenntnisnahme und Beherzigung!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die unerwartet aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer i. R. Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (im Pfarrhaus gestohlen, zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1769-1821 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!) und
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurück gegeben!)


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: Eine zuvor auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung und Digitalisierung übergegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die alles anderen als geringen Kosten für die Komplettsanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist dieser Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. – Und im Februar 2018 wurde nach fast einjähriger Wiederherstellung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig bzw. wiederum bei Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub in Halle eine rundum erneuerte Kirchen-Agenda von 1580 an die evangelische Gemeinde Artern übergeben. Dieses zuvor im aufgelösten, hiesigen Pfarrarchiv befindlich gewesene Buch diente Arterner Pfarrern lange Zeit als Leitlinie zur Umsetzung der lutherischen Lehre und für das Gemeindeleben. – Zudem wurde durch den Heimatverein ARATORA ein größerer Teil der jährlichen Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern aus Privatbesitz erworben. Die zugesagte Schenkung an das zuständige Kirchenarchiv in Kindelbrück (Superintendentur) steht noch aus, da die Akten zuvor noch gesichtet und ausgewertet werden sollen. – Weitere Unterstützungen beim Erhalt wertvoller alter Bücher aus dem Bestand der Kirche Artern wird es auch in Zukunft geben!


Artern

Fotosammlung

Dienstag, 20. Februar 2024

Zwei-, dreimal im Jahr finden sich im Briefkasten des Heimatvereins ARATORA Sendungen der besonderen Art, nämlich in Form von „Wundertüten“, d. h. von Briefumschlägen oder Klarsichthüllen mit meist bunten Mischungen historischer Fotos, Ansichtskarten und weiteren alten Dokumenten aus Artern und Umgebung. So auch Mitte diesen Monats, als eine solche Tüte dem Postkasten entnommen werden durfte (unser Bild). Rasch klärte sich auf, dass die darin befindlichen Abbildungen aus dem Nachlass einer hiesigen Handwerkfamilie stammten. Die lose Sammlung besteht aus über fünfzig privaten Fotos mit Arterner Ansichten, überwiegend aus den 1950er bis 1970er Jahren. Motivische Schwerpunkte sind Wettkämpfe der heimischen Ringer auf der Freilichtbühne. Darüber hinaus hatte der Urheber diverse Ansichten fotografiert, die den damaligen Zustand des Stadtbildes dokumentieren: Demonstrationen zum 1. Mai, Motive entlang der Unstrut, Häuser in der Wasserstraße, Abriss des südlichen und östlichen Flügels der Domäne sowie Stadtansicht von der Schönfelder Kreuzung aus. Ein historischer Bonbon sind zwei Fotos vom Rosenmontagsumzug 1958 durch Artern, zumal sich dieser Brauch mangels Interesse und Humor hier nicht durchsetzen konnte. - Besagte Fotos sind nicht nur eine schöne Bereicherung des Vereinsbilderarchiv, sondern werden auch bei der in Arbeit befindlichen Erstellung eines neuen Bildbandes mit alten Bildern sehr gern berücksichtigt. Dank an die bisherigen Stifter der „Wundertüten“ und besonders auch an die künftigen für deren Bilderspenden.


HP-Schalendach

Dienstag, 13. Februar 2024

Es war das Prestigeobjekt der Stadt Artern in den ausgehenden 1960er Jahren: das Kultur- und Versorgungszentrum als Erweiterungsbau des 1964 errichteten Hotels Stadt Artern. Zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR wurde das Gebäude fertiggestellt und am 25. September 1969 feierlich der Nutzung übergeben. Am 3. Oktober, kurz vor dem Nationalfeiertag der DDR, gab es dann die Festveranstaltung zur Einweihung auf Ebene des Kreises Artern. - Für ungezählte Veranstaltungen bot seither der große Saal eine passende Räumlichkeit: Konzerte, Tanzveranstaltungen, Discos, Betriebsfeiern, Tagungen usw. Bekannte einheimische Künstler von Klassik bis Rockmusik gaben sich dort die Ehre. Der heute reiferen Jugend sind sicherlich noch die Auftritte u. a. der Puhdys, von City, Karussell und electra, aber auch Sänger Holger Biege und viele andere Granden der damals modernen Kulturszene in Erinnerung. - Ein Brand zur Mitte der 1990er Jahre beendete die bislang intensive kulturelle und gastronomische Nutzung dieses Gebäudetrakts, sodass dort in der Folge Geschäfte ein- und wieder auszogen. - Nach Abzug eines renommierten Elektronikfachgeschäfts im vergangenen Jahr ist es aktuell die Stiftung Finneck, die Bauarbeiten ausführen lässt, um das Gebäude künftig für soziale und pflegerische Dienste nutzen zu können. Dies wurde vorige Woche zum Anlass genommen, den vormaligen großen Saal in Augenschein zu nehmen, zumal die bis dato bestandenen Trockenbauten und Zwischendecken abgerissen worden sind und den Blick auf die Bausubstanz freigaben. Dieser Termin wurde tatsächlich zu einem Besuch in einem lost place, und das im Herzen von Artern! Hinter den Trockenbaufassaden der bisherigen Geschäfte hatte sich nach der Entkernung fast unverändert die alte Bausubstanz von vor einem halben Jahrhundert erhalten. Gut nachvollziehbar sind heute noch u. a. die Maurerarbeiten mittels Hohlblocksteinen und Ziegeln. Über eine kleine Treppe ging es vom großen Saal auf die Bühne, wo noch Reste des Vorhangs sichtbar waren. Sogar die damalige Steuertechnik war noch in Form verschiedener Schaltkästen vorhanden. Ein letzter Rest des Saalfußbodens, bestehend aus länglichen Holzelementen, konnte auch noch ausfindig gemacht werden. Das umfangreiche Kellerlabyrinth durfte nur zum Teil begutachtet werden.In den nächsten Tagen wird die fotografisch dokumentierte Situation allmählich baulich umgestaltet und den neuen Erfordernissen angepasst. Sicherlich werden die noch immer sichtbaren Reste des großen Brandes im Inneren des alten Saalbereichs  auch verschwinden. Dann werden nur noch jene Fotos von Anfang Februar 2024 als Erinnerung bleiben, ehe neues Leben in das alte Gemäuer einzieht. - Unser Bild zeigt das HP-Schalendach über dem aktuell noch von einer modernen hohen Zwischenwand getrennten, ehemaligen großen Saal.


Arterner Siegel

Dienstag, 6. Februar 2024

Ein historisches Unikat zur lokalen Sphragistik (Siegelkunde) konnte vergangene Woche mittels tätiger Mithilfe eines auswärtigen Vereinsmitgliedes auf einem großen Online-Marktplatz ersteigert werden. Wenngleich die meisten anderen dort angebotenen Artikel, die geschichtliche Bezüge zur Stadt Artern bzw. der näheren Umgebung innehaben, teils astronomisch hohe und durch nichts zu rechtfertigende Preise aufweisen, war das ins Auge gefasste Objekt der Ersteigerung relativ preiswert. - Um was geht es: Ein massiver Bildrahmen von etwas mehr als A3-Format mit Glasscheibe, dahinter 22 historische Siegelabdrücke auf Wachs bzw. Stempelschläge - sämtlich aus Artern (unser Bild). Den meisten historisch Interessierten sind die 21 Zeichnungen Arterner Innungssiegel aus dem Heimatbuch von Ewald Engelhardt (1913, S. 350) bekannt. Hier nun lagen etliche dieser abgebildeten Siegel im Original vor; möglich dass die Sammlung hinter Glas als Vorlage der erwähnten Zeichnungen von Engelhardt diente. Im Einzelnen sind diese Siegel zu sehen: Drechsler-Innung, Stadt Artern 1803, Der Magistrat zu Artern, Lohgerber-Innung Artern, Magistrat zu Artern, Königlich Preußische Stadt Artern, Standesamt Artern, Seifensieder-Siegel Artern 1712, Der Rat zu Artern, Magistrat zu Artern, Maurerstein-Handwerk Artern, Töpfer-Innung zu Artern 1735, Hutmacher-Innung Artern, Siegel des Gerichts zu Artern, Tuchmacher-Siegel zu Artern 1762, Weißgerber-Innung Artern, Weißbäcker-Siegel zu Artern 1692, Leinen- und Zeugweber zu Artern, Weißbäcker-Innung zu Artern, Seiler-Innung Artern 1672, Posamentierer-Siegel zu Artern und Weißbäcker-Siegel zu Artern 1692. - Schon auf dem ersten Blick bzw. beim Lesen der mitgeteilten Details ist erkennbar, dass es sich beim Neuerwerb um einen wichtigen stadthistorischen Baustein zur Dokumentation der Verwaltungs- und Handwerksgeschichte handelt. Die 22 Siegel werden die nächsten Zeit einzeln bildlich dokumentiert und näher untersucht. Entsprechende Erkenntnisse werden hier gern mitgeteilt.