Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

Aratora

Sie suchen im Handel nicht mehr erhältliche ARATORA-Schriften?

Von den bislang zwanzig Jahrbüchern der Reihe ARATORA seit 1991 ist ein Drittel ausverkauft und somit nicht mehr im Handel oder beim Verein erhältlich. Dies betrifft die Ausgaben 2/1992, 3/1993, 4/1994, 6/1996, 8/1998, 9/1999 und 10/2000, weiterhin einige unserer Sonderschriften, so jene über den Braunkohlebergbau, die Kyffhäuserkleinbahn, das Elektrizitätswerk Bretleben, den Stadtbrand von 1683 oder über die Siegel und Wappen der Stadt Artern. – Je nach Angebotslage und Rücklauf werden diese Schriften in geringer Zahl als antiquarische Exemplare seitens des Heimatvereins ARATORA angeboten. Interessenten schauen bitte unter der Rubrik JAHRBÜCHER nach, ob dort gesuchte Ausgaben angeboten werden und melden sich telefonisch oder per Mail beim Vorstand, wenn Sie ein oder mehrere dieser gebrauchte Exemplare erwerben möchten! Gleiches gilt, wenn Sie genannte Bücher an den Verein zurückgeben möchten, um Interessierten eine Freude zu bereiten. – Hinweis: Andere als oben notierte Bücher werden nicht zurückgenommen, da diese noch vorrätig sind.


Artern 1727

Alte Dokumente gehören in ein Archiv – nicht auf den Müll!

Immer noch landen wichtigste historische Dokumente, Fotos und Bücher im Abfall. Wie viele unwiederbringliche Belege, Sammlungen und Forschungen sind so aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit endgültig den Weg alles Irdischen gegangen? Wohl leider mehr als genug! Daher die ganz herzliche Bitte um Nachricht, wenn z. B. Haushaltsauflösungen anstehen und damit für historisches Material möglicherweise Gefahr besteht entsorgt zu werden. Bitte rufen Sie uns an (Tel. 03466 /320139), wir kommen gern vor Ort und nehmen die Unterlagen in Augenschein bzw. stellen diese gern für die Nachwelt kostenlos sicher. – Wenn Sie eventuell vorhandene Einzelbelege, Bilder oder Sammlungen jedoch selbst behalten möchten, danken wir für Ihr Entgegenkommen, diese Unterlagen für unsere Forschungen bzw. die Vereinssammlung scannen, kopieren bzw. fotografieren zu dürfen.


Reprint

Drei Arterner Namenregister kostenlos anfordern!

Durch sehr viel Fleiß und Engagement liegen zwischenzeitlich drei Registraturen von Veröffentlichungen des Heimatvereins ARATORA vor, die von Walter Kawe aus Artern erstellt worden sind, so eine Aufstellung sämtlicher Namen der in den bislang veröffentlichten Zeitschriften der Reihe ARATORA, also von 1991 bis 2010, vorkommenden Personen, weiterhin ein Namenregister der im September 2011 veröffentlichten und jetzt ausverkauften Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben“ von Otto Wagner und erst jüngst eine Registratur für das Anfang Dezember 2012 erschienene und gleichfalls vergriffene Buch „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert - Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“. Alle drei Register sind als kostenfreie PDF-Datei erhältlich und können beim Vorstand des Heimatvereins ARATORA angefordert werden. Der Versand erfolgt per Email. Ausdrucke sind aufgrund des Umfangs nur in Ausnahmefällen möglich; in diesem Falle wird eine angemessene Spende für Kopierung und Porto zugunsten der Sanierung der Arterner Kirchen-Agenda von 1580 erbeten!


Unstrutbuch

Ausverkauftes Buch wieder erhältlich: „Die Unstrut“ als Nachauflage!

Nachdem die bislang umfangreichste Sachbuch-Veröffentlichung des Heimatvereins ARATORA „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein“ (2015) bereits seit etlichen Monaten ausverkauft ist, diesbezügliche Nachfragen jedoch weiterhin bestehen, ist nun eine zweite, durchgesehene Auflage mit 200 Exemplaren Umfang erschienen. „Durchgesehen“ heißt in diesem Fall, dass einige geringfügige Anpassungen und Änderungen vorgenommen werden mussten, so die Tilgung kleinerer Fehler in Orthografie und Ausdruck, die sich trotz aller Sorgfalt leider eingeschlichen hatten, bzw. der Austausch einiger weniger Bilder, die zwar identisch aber mit jetzt besserer digitaler Qualität übernommen worden sind. Inhalt und Layout von „Die Unstrut“ blieben von diesen Modifikationen jedoch komplett unberührt und sind deckungsgleich mit der ersten Auflage. – Der Vertrieb (auch per Post) wird wiederum ausschließlich über den Heimatverein ARATORA und „Das Gute Buch“ in Artern abgewickelt. Bestellungen über ISBN bzw. die Gewährung von Buchhändler-Rabatten sind leider nicht möglich! Der Kaufpreis bleibt mit 19,90 Euro konstant zu dem der Erstauflage. Bestellungen können ab sofort wie folgt getätigt werden: Tel. 03466 / 320139 oder Email: verein@heimatverein-aratora.de. – Noch einmal kurz zum Inhalt: Auf 290 Seiten und illustriert mit über 400, überwiegend historischen Abbildungen widmen sich die Autoren Andreas Schmölling (Artern), Dr. Mathias Deutsch (Erfurt) und Binnenschiffer a. D. Hans-Joachim Büchner (Weißwasser) historischen, volkskundlichen, geografischen, verkehrsgeschichtlichen, wasserwirtschaftlichen sowie kartografischen Themen zur Flussgeschichte der Unstrut und Unstrut-Aue. Im Fokus der Untersuchungen, die schwerpunktmäßig den Zeitraum ab ca. 1750 bis um 1950 umfassen, stehen Geschehnisse in und um die Unstrut-Ortschaften Sachsenburg, Oldisleben, Bretleben, Schönfeld, Artern, Ritteburg, Schönewerda, Bottendorf, Roßleben und Wendelstein. Nachstehende Themenblöcke werden im Buch mit mehr als hundert Kapiteln angesprochen und sind reich illustriert: Daten und Fakten zum Fluss; historische Entwicklungsphasen der Unstrut und deren Flusslandschaft; Aberglaube und Brauchtum im Unstrut-Tal; Brücken und Stege, Straßen und Wege; Landwirtschaft im Unstrut-Tal; Fischerei in der Unstrut und ihren Nebenflüssen; Unstrut-Müller und Mühlen; Hoch- und Niedrigwasser sowie Trockenjahre; Hochwassermarken und Kleindenkmale mit Flussbezug; Baden und Schwimmen im Fluss; Unglücksfälle und Selbstmorde; Schiffbarmachung, Schifffahrt, Schleusen und Treidelwesen; wasserbauliche Maßnahmen, Brücken und Wehre; Persönlichkeiten aus der Unstrut-Region; Gewässerverunreinigung bzw. Gewässerschutz; Menschen, Orte und Natur an der Unstrut.


Provinzstein

Sanierungsobjekt 2018: Der Provinzstein in der Sangerhäuser Straße

Vor drei Jahren wurde durch den Heimatverein ARATORA begonnen, wichtige städtische Denkmale fachgerecht sanieren zu lassen: der Lutherstein in der Reinsdorfer Straße (2015), der Friedensstein in der Schönfelder (2016) und der Wappenstein in der Ritterstraße (2017). Zudem konnten ein historisches Kirchenbuch der evangelischen Gemeinde (2016) und eine in Artern in Nutzung gewesene sog. Kirchen-Agenda von 1580, das ist ein Handbuch für Pfarrer der damals noch jungen evangelischen Lehre, fachmännisch in Halle/S. wiederhergestellt werden (2018). Die Kosten für all diese Projekte trug komplett der Verein, großartig unterstützt durch Spenden von vielen Mitgliedern und Freunden. – Im Jahr 2018 ist nun eine weitere Sanierung avisiert: der preußische „Provinzstein“ in der Sangerhäuser Straße. Bei diesem handelt es sich um ein sehr seltenes Kleindenkmal, das damalige Verantwortlichkeiten bei der Zuständigkeit, der Bewirtschaftung und Pflege von Abschnitten der Chaussee zwischen Sangerhausen und Kindelbrück, hier den Bereich um Artern betreffend, widerspiegelt. Deshalb auch die Aufschriften „Stadt Artern“ und „Provinz“, wobei mit letztgenannter Inskription die Preußische Provinz Sachsen als übergeordnete Verwaltungseinheit gemeint ist (und nicht etwa, dass Artern = Provinz = Niemandsland zu definieren sei). Zeitlich ist das Denkmal wohl um 1840 anzusetzen. Die Bezeichnung als „Provinzstein“ war amtlich nicht verbindlich, ist vielmehr ein modernes Konstrukt in Ermangelung der Kenntnis der historisch exakten Benennung. Voraussichtlich im ersten Quartal 2018 soll der restaurierte Stein neu gesetzt werden, wobei das benachbarte dreieckige Rasengrundstück an der Einmündung der Voigtstedter in die Sangerhäuser Straße favorisiert wird – besonders, weil bereits 1995 und 2011 verkehrsursächliche Beschädigungen des Denkmals stattgefunden haben. Am neuen Standort wäre dies dann kaum mehr möglich. Und auch für diese aktuelle Sanierung wird wiederum um finanzielle Unterstützung gebeten. Vorab wiederum herzlichen Dank für Ihre Spenden.


Alte Heimat Artern

Neuer Bildband: über zwei Drittel der Gesamtauflage verkauft!

Bei der Suche nach einem attraktiven Weihnachtsgeschenk mit fairem Preis-Leistungsverhältnis ist auch in diesem Jahr der Heimatverein ARATORA wieder gern behilflich! Einerseits empfehlen wir natürlich die nach dem Zwiebelmarkt noch verbliebenen Restexemplare unseres (N)Ostalgie-Kalenders 2018 „Artern in den 60er bis 80er Jahren auf 24 Kalenderbildern“, wie auch den bereits am Freitag, 27. Oktober 2017 erschienenen Bildband „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ aufmerksam gemacht werden soll! Auf 128 Seiten nimmt dieser alte Arterner Handwerker und Lokalpatriot aus der Leipziger Straße 12 die Interessenten auf eine bildliche Reise durch die Stadtgeschichte mit, die zeitlich zwischen den 1880er und den 1950er Jahren anzusetzen ist. Auf 124 Fotografien in Schwarzweiß wird Bekanntes und weniger Bekanntes aus der Vergangenheit Arterns gezeigt, sei es die Grundsteinlegung des Rathauses, der Markt, der Weinberg, das Industrieviertel, der Bahnhof (auch Kleinbahnhof West), die Innenstadt, die Kirchen, Schulen, Saline-Park, Mühlgraben und Unstrut, die Altstadt mit Saline, der Friedhof sowie Stadtansichten in der Totalen. – Der attraktive Band ist im handlichen Querformat A5 gedruckt, unser Bild zeigt den Buchumschlag mit Blick vom Weinberg auf die Stadt. Nach Auslieferung wird „Alte Heimat Artern - Die Bildersammlung des Buchbindermeisters Wilhelm Leibnitz (1898-1983)“ im „Guten Buch“ Artern und über den Heimatverein ARATORA erhältlich sein. Der Verkaufspreis beträgt 12,00 Euro. Bitte aber zu beachten: Die Auflage beläuft sich auf gerade einmal 300 Exemplare! Interessenten mögen bitte deshalb nicht allzu lange warten, weil eine zweite Auflage kaum möglich sein wird.


Artern

Bewahrt & publiziert: Ihre alten Bilder für unsere neuen Bücher!

Auch für unsere nächsten Bücher und Broschüren bitten wir unsere Mitglieder, Freunde, Interessierte und Homepagebesucher um Mithilfe! In fünfundzwanzig Jahren Publikationstätigkeit mit mehr als dreißig Büchern über unsere Heimatstadt Artern sowie die nähere Umgebung wurden mittlerweile zigtausende Fotos und Dokumente publiziert. So interessant und aufschlussreich dieser überwiegend aus historischen Postkarten und „Standardmotiven“ bestehende Fundus auch ist, an den Reiz privater Aufnahmen kommen diese oftmals nicht heran. Für unsere jüngsten Veröffentlichungen – die Chroniken "Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben" sowie „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert“, die "Beiträge zur Geschichte der Salinen in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928" und ganz besonders für "150 Jahre Kindergarten Magdalenenstraße in Artern 1865-2015" und "Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen der Sachsenburger Pforte und dem Wendelstein" – erhielt der Heimatverein ARATORA viele hunderte Bilddokumente aus privater Hand. Dafür unser besonders herzlicher Dank, und unsere Suche zur Sicherung und Publikation historischer Bilder geht weiter, so für die Ende 2017 geplante "Nachlese" unseres Unstrut-Buches. Dafür werden wiederum altes Bildmaterial und Fotomotive aus den Gemeinden zwischen diesen alten Unstrut-Burgen gesucht. Bitte helfen Sie auch hier bei der Motivfindung und stellen Sie uns die „Schätze“ aus Ihren Fotoalben leihweise zur Verfügung. Oder sprechen Sie mit uns über das Leben Ihrer Vorfahren an und mit der Unstrut, damit diese Überlieferungen erhalten bleiben! – Den Spendern wird auf unserer Homepage sowie in den Veröffentlichungen namentlich gedankt, zudem werden deren Namen als Bildquelle bzw. Bildgeber veröffentlicht. – Trotzdem und aus leidiger Erfahrung nachstehend ein sehr ernstgemeinter Hinweis: alle unsere Veröffentlichungen, deren Inhalte und Abbildungen bzw. der Umfang dieser Homepage sind urheberrechtlich geschützt. Sie sind keine kostenlose Quelle zur Aufhübschung z. B. von Onlinepräsenzen jedweder Art mangels eigenem relevanten Bildmaterial! Die Publikation in anderen, auch elektronischen Medien setzt in jedem Fall vorherige schriftliche Zustimmung voraus. Das gilt ebenso für die Veröffentlichungen von ARATORA-Autoren in anderen Verlagen bzw. unter Regie anderer Herausgeber. Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme!


Kibu-Suche

Suche nach verschollenen Kirchenbüchern aus unserer Heimat!

Die Freude über die jüngst aufgetauchte Abschrift eines Arterner Taufregisters für die Jahre 1902 bis 1906 (siehe unsere aktuelle Meldung vom 29. März 2016) kann leider nicht jene Verluste aufwiegen, die den evangelischen Gemeinden in unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda infolge Diebstahls bzw. Nichtrückgabe von Archivalien entstanden sind. Aus diesem Grund werden nachstehend jene Kirchenbücher benannt, die leider abhanden gekommen sind. Zugleich wird um Mithilfe bei der Wiederbeschaffung dahingehend gebeten, bei historischen oder genealogischen Forschungen wachsam zu sein, vor allem aber, wenn Kirchenbücher oder andere kirchliche Archivalien zum Kauf angeboten werden bzw. bei Recherchen sich solche unberechtigt als in Privatbesitz befindlich herausstellen. In diesen Fällen wird um Nachricht an den Archivbeauftragten des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, Pfarrer Hans-Martin Kohlmann in Wippra (Tel. 034775 / 20348 bzw. kirche-wippra@gmx.de), oder an das Archiv der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg (Tel. 0391 / 50665990 bzw. archiv.magdeburg@ekmd.de) gebeten. Jede Mitteilung wird vertraulich behandelt! Für die Auffindung nachstehender Kirchenbücher (KB) aus unserem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda sind Belohnungen ausgesetzt worden:

Günstedt: KB 1598-1665,
Günstedt: KB 1757-1799 (aus dem Pfarrhaus gestohlen; zwei weitere verschollene Kirchenbücher sind der Kirchengemeinde als Postpaket aus Mecklenburg-Vorpommern zugeschickt worden!),
Hohlstedt: KB 1579-1700 (aus dem Pfarrhaus Wallhausen gestohlen!),
Hohlstedt: KB 1700-1768,
Hohlstedt: KB 1769-1821,
Langenroda: KB 1599-1708 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Mansfeld: KB 1571-1667 (aus dem Amtszimmer des Pfarrers gestohlen!),
Sotterhausen: KB 1659-1786 (an Ahnenforscher ausgeliehen und nicht zurückgegeben!),
Wallhausen: KB 1636-1690 (im Pfarrhaus Wallhausen gestohlen; ein weiteres verschollenes Kirchenbuch wurde von unbekannter Person wieder in den Gemeinderaum gelegt!) und
Wallhausen: KB 1749-1780.


Clerus Mansfeldicus

Auffindung & Erhalt alter kirchlicher Akten - Gegenbeispiele aus Artern!

Seit Sommer 2016 hat der Heimatverein ARATORA aufgezeigt, das es auch anders gehen kann: eine auf einem Trödelmarkt angebotene (bislang unbekannte) Abschrift aus dem Taufbuch der evangelischen Gemeinde Artern, betreffend die Jahre 1902 bis 1906 mit rund 800 Einträgen, konnte vom Anbieter erworben werden und ist dem hiesigen Pfarramt als Schenkung zur Verwahrung gegeben worden. Zudem übernahm im selben Jahr der Heimatverein ARATORA die gesamten Kosten für die komplette Sanierung eines arg zerlesenen Kirchenbuches mit den Eintragungen der Sterbefälle in der Gemeinde Artern zwischen den Jahren 1855 und 1905. In aufwendiger Handarbeit ist der Foliant in Halle/S. frisch eingebunden worden, zuvor wurden Klebungen vorgenommen sowie die Einzelseiten repariert. Derzeit in Arbeit ist die Sanierung einer sog. Kirchen-Agenda von 1580, die Arterner Pfarrern als Leitlinie zur Umsetzung der lutherische Lehre und für das Gemeindeleben diente. Diverse handschriftliche Notizen früherer hiesiger Geistlicher zeugen vom regen Gebrauch, daraus resultierend auch der derzeitige Erhalt des Buches. Nach der voraussichtlichen Wiederherstellung im Herbst 2017 wird der Heimatverein ARATORA auch diese Agenda dem Pfarramt Artern als Schenkung überlassen. Weiterhin wird noch im Jahr des Reformationsjubiläums ein größerer Teil der Kirchenrechnungen des 19. Jahrhunderts der evangelischen Gemeinde Artern, vom Heimatverein ARATORA aus Privatbesitz aufgekauft und derzeit noch beim Vereinsvorstand befindlich, an das hiesige Pfarramt übergeben und wird somit Interessierten bald wieder zugänglich sein. Diesen Unterlagen beigefügt werden zwei kirchlich relevante Akten aus dem späten 17. Jahrhundert, verfasst nur wenige Jahre nach dem großen Arterner Stadtbrand von 1683, weiterhin drei wertvolle, gedruckte Bücher mit kirchlichen bzw. regionalgeschichtlichen Inhalten aus dem 18. Jahrhundert. All diese Akten und Druckwerke stammen aus dem vor vielen Jahrzehnten aufgelösten und seither verschollenen Archiv der damaligen Superintendentur in der Nordhäuser Straße.


Orgelweihe

Spendenaufruf auch 2018: Statik bedroht Orgel der Marienkirche!

Die Summe könnte nicht deprimierender sein: 300.000 Euro! Auf diesen horrenden Betrag wird die Wiederherstellung der Statik geschätzt, die derzeit den Fortbestand der Orgel in der Arterner Marienkirche akut bedroht. Die Feststellung des Ungleichgewichts der „Königin der Instrumente“ ist das Resultat einer Untersuchung im Frühjahr 2017: die beiden Pedaltürme kippen nach innen, zudem droht das Instrument, sich auch noch nach vorn zu bewegen. Grund dieses Zustandes ist, dass die Masse der Orgel nicht mehr auf deren gesamte Standfläche abgeleitet wird, sondern sich nur noch auf lediglich zwei Punkte konzentriert! Hilfe tut Not, um die bereits in Teilen verschobene Orgel zu erhalten – und zwar sehr schnell. Der Heimatverein ARATORA wird nach Maßen mitzuhelfen versuchen, Geld zu sammeln und an die Kirchengemeinde weiterzuleiten, um diesen bedrohlichen Zustand baldmöglich abzuwenden. „Die in den Jahren 1693-1697 von dem Mechanikus Thiele aus Erfurt gebaute und im Jahre 1807 von dem Mechanikus Krug aus Merseburg reparierte Orgel in der Stadtkirche zu Artern“ bzw. deren nachfolgendes, aus Eisleben geholtes Instrument darf nicht gesperrt werden oder sich gar noch mehr verziehen! Also, bitte helfen Sie mit, dieses unsägliche Szenario abzuwenden, oder können Sie sich Heiligabend ohne die große Orgel vorstellen? Spenden dafür nimmt der Heimatverein ARATORA über dessen Bankverbindung (siehe auf dieser Homepage unter VEREIN) oder gern auch in bar entgegen. Ob Münzen oder Scheine, die dafür gegebenen Beträge werden der Kirchengemeinde Artern zur Mitfinanzierung der Abwendung des statischen Problems zugeführt. Zum Jahresende 2017 konnten so bereits 650,00 Euro Spenden an Pastorin Lena Burghardt überreicht werden, die innerhalb nur eines halben Jahres eruiert worden sind. Auch 2018 wird der Heimatverein ARATORA weiter für diesen Zweck sammeln: zu Veranstaltungen und bei Anlässen. Bitte helfen auch Sie mit, die Zeit drängt! – Unser Bild zeigt die Titelseite einer Broschüre anlässlich der Orgelweihe 1984 in Artern.


Kuhlöcher

Dienstag, 20. Februar 2018

Wie mit aktueller Meldung vom 26. Januar 2018 hier veröffentlicht, erschien kürzlich Heft 2 der „Heimatblätter“ als aktuelle Veröffentlichung des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue. Im Blickpunkt dieser Reihe stehen historische, genealogische und naturkundliche Themen aus den Ortschaften der Goldenen Aue, des Kyffhäusers und des Südharzes im Bereich des Altkreises Sangerhausen und dessen Randgebieten. Die Planung von Heft 3 der „Heimatblätter“ ist bereits im Gange, weil bekanntermaßen eine solche Schrift, an der ein Redaktionsteam sowie etliche Autoren beteiligt sind, sehr viel Geduld, Aufwand und Arbeit, noch mehr Zeit und vor allem Nerven kosten. Seitens des Heimatvereins ARATORA wurde bereits signalisiert, diesmal (und gern auch künftig) einen Artikel beizusteuern. Als Thema für 2019 wurde gewählt: „Quellentexte zum Braunkohlenbergbau am Hutdeckel in der südöstlichen Goldenen Aue im 19. Jahrhundert“. Hierzu wurden bislang fast fünfzig Quellentexte zwischen 1788 bis 1906 ermittelt. Der aufgrund dessen voraussichtlich mehr als zwanzigseitige Bericht wird zahlreiche und in diesem Zusammenhang bislang noch nicht erschlossene, gedruckte Quellen aufzeigen, die schlaglichtartig den alten Bergbau nach Kohlen in der Goldenen Aue beleuchten. In erster Linie wird der schon in Arbeit befindliche Aufsatz als Ergänzung zur 1995 veröffentlichten und längst ausverkauften Broschüre „Braunkohle-Bergbau um Artern - Beiträge zur heimischen Montangeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts“ zu werten sein. – Es ist erfreulich, dass unsere Geschichtsfreunde aus der Goldenen Aue dieses Thema in ihrer nächsten Jahresschrift aufnehmen, da dieses sicher zahlreiche Leser aus Mansfeld-Südharz und dem Kyffhäuserkreis interessieren dürfte. Und nicht zuletzt möchte der Aufsatz auch zur Kreis- und Ländergrenzen überschreitenden Geschichtsforschung in der Goldenen Aue beitragen und besonders Leser in den einst von der Braunkohlenförderung profitierenden Ortschaften Artern, Voigtstedt, Edersleben, Borxleben und Kachstedt ansprechen. Im Fokus des Artikels stehen die Gruben St. Bartholomäus, Dreißigacker, Havelsberg, Kuhlöcher, Ottilie, Segen Gottes und Zuversicht. Als Themen werden u. a. angerissen: Entstehung der Braunkohlennester am Hutdeckel, Beschreibungen des Bergwerksbetriebs, Mutung und Erschließung neuer Gruben, Fördermengen, manuelle und maschinelle Herstellung von Kohlenbriketts, soziale Verhältnisse der Bergleute, Energiegewinnung durch Kohlen in der Saline Artern, Rechtsstreitigkeiten, heimische Pflanzenfossilien aus der Braunkohlenzeit, Betrieb der Kohlenbahn zwischen Artern und Borxleben. – Weitere Autoren und Themen werden noch für Heft 3, das voraussichtlich bereits Anfang 2019 erscheint, sowie für nachfolgende Ausgaben der „Heimatblätter“ gesucht! Der Heimatverein ARATORA vermittelt gern potentielle Autoren mit historischen Themen aus der Goldenen Aue an den Herausgeber. Unser Bild zeigt den abgesoffenen Kohlentagebau der Kuhlöcher um 1978 mit starkem Uferbewuchs und Bäumen (Foto: H.-J. Büchner, Weißwasser).


Titelseite Kalender

Freitag, 16. Februar 2018

Währenddessen der (N)Ostalgie-Kalender 2018 faktisch noch beinah druckfrisch seit Jahresbeginn in hunderten Wohnungen hängt und uns mit alten Arterner Fotos durch das Jahr begleitet, wurde diesbezüglich schon fleißig vorgearbeitet. In bewährtem Layout ist nämlich über den Jahreswechsel und im Januar 2018 bereits der (N)Ostalgie-Kalender für 2019 fertiggestellt worden! Diesmal fungiert er unter dem Titel „Artern zwischen 1945 und 1985“. Die diesmal etwas verfrühte Maßnahme der digitalen Vorbereitung wurde nötig, weil der Kalender (bereits der fünfte seiner Art) ein letztes Mal in der Druckerei Möbius am Salzdamm gedruckt werden soll, ehe Ende März dieses alte Geschäft leider geschlossen wird. – Zur Illustration des Kalenders für das nächste Jahr konnten folgende historische Fotomotive von zehn Bildgebern ausgewählt werden: Das Titelblatt ziert der Marktplatz mit Altbebauung und zahlreichen DDR-PKW (unser Bild). Auf der Seite mit dem Vorwort sind zu sehen: Westseite des Rathaus-Uhrturmes, Stillleben am Mühlgraben sowie Wohn- und Geschäftshaus Nordhäuser Straße 13. Der Jahreskalender 2019 zeigt die Kirche St. Veit in der Altstadt und den Wasserturm am Bahnhof. Der Hauptteil mit den 24 zweiwöchigen Kalenderblättern weist nachstehende alte Bildmotive auf: winterliche Stadtansicht 1933, Flussbadeanstalt an der Unstrut in Eis und Schnee, verschneite Karl-Liebknecht-Straße, prachtvolles bürgerliches Wohnhaus in der Ernst-Thälmann-Straße, vereiste Unstrut mit Wehr im Kältewinter 1962/1963, Marktplatz mit Trabant, dutzende Genex-Autos auf dem Königstuhl, Spaziergang auf dem Weinberg, Ruine der Veitskirche, Ernst-Thälmann-Straße mit Passanten vor der Gaststätte Hillmer, Aussicht von der Weinberg-Gaststätte nach Südwesten, Rathaus 1986 im Festschmuck, Geschäftswelt in der oberen Wasserstraße, Impression während des Baues des neuen Sole-Schwimmbades, Blick vom Weinberg nach Nordosten in Richtung Allstedt, Verkaufsstand in der Ernst-Thälmann-Straße, AWG-Wohnblocks in der Franz-Schubert-Straße, Mehrfamilienhaus am Goetheplatz, großbäuerliches Gebäude am Marktplatz mit Torfahrt, Wohn- und Geschäftshaus am Markt, Mahnmal der Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Scholl-Platz, verschneiter Friedhof, Schlittenpartie zum Süßwasserbrunnen am Solebach, Mühlgraben in Eis und Schnee. Der Jahreskalender 2020 schließt das neue Druckwerk ab, und zwar bildlich mit Blick vom Weinberg auf die Stadt Artern sowie mit Jüngkens Aussichtsturm. – Veröffentlicht wird der Kalender zum Zwiebelmarkt am 6. Oktober 2018. Die Höhe der Auflage ist auf 300 Exemplare begrenzt. Interessenten dürfen sich schon jetzt auf ein wiederum attraktives und abwechslungsreiches Druckerzeugnis freuen. Bis es aber in gerade mal gut sieben Monaten soweit ist, noch viel Freude mit dem aktuellen (N)Ostalgie-Kalender für 2018, von dem allenfalls nur noch Restexemplare erhältlich sind!


Goethehaus 1886

Dienstag, 13. Februar 2018

Während der vergangenen Wochen wurden umfangreiche Vorarbeiten für einige, ab dem Frühjahr anstehende Bildervorträge zur Geschichte Arterns getätigt, diesmal mit Themen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Die umfangreichste Präsentation wird jene mit über 600 digitalisierten Dias aus der Sammlung von Ehrenbürger Walter Funcke aus Einbeck sein, die aufgrund dessen voraussichtlich in zwei Etappen absolviert werden muss. Im Mittelpunkt stehen Aufnahmen aus Artern von Anfang bis zur Mitte der 1990er Jahre. In einer anderen Veranstaltung sollen Fotos aus der Arbeit der Nationalen Front während der 1980er Jahre, die hauptsächlich den damaligen Wohnbezirk IV (u. a. Schiller- und Franz-Schubert-Straße) betreffen, gezeigt werden. Als familiengeschichtlich relevantes Thema werden in einem weiteren Referat Arterner Adress- und Einwohnerbücher vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Ebenfalls in die genealogische Kategorie fällt die geplante Buchpräsentation von „Monsieur Göthé: Goethes unbekannter Großvater“ aus Artern mit einem der drei Verfasser. Hierzu unser Bild des Goethe-Ahnenhauses als Ausschnitt einer Großaufnahme der fast kompletten Harzstraße von 1886. Die Buchvorstellung einer derzeit noch in Arbeit befindlichen Neuerscheinung mit zahlreichen, teils sehr alten Illustrationen zur Geschichte der Stadt Artern zwischen ca. 1880 und 1980 folgt nach. Ein Referent, der über Salinegründer Johann Gottfried Borlach aus Anlass dessen 250. Todestages spricht, wird indes noch gesucht. – Termine und Reihenfolge der genannten Vorträge stehen noch nicht fest und werden rechtzeitig mitgeteilt. Hingegen bereits mit Datum fixiert ist ein Vortrag unseres seit vielen Jahren sehr engagierten Vereinsmitglieds Dr. Axel Römer, und zwar am Donnerstag, 14. Juni 2018. Es wird dann um 19 Uhr in der Kirche St. Kilian in Schönfeld über neue orts- und familiengeschichtliche Erkenntnisse aus Forschungen zur Reformationszeit in Artern, Schönfeld und unserer Region referiert.


Provinzstein bei Steinmetz

Freitag, 9. Februar 2018

Unsere aktuelle Meldung vom 30. Januar 2018 über die beabsichtigte Sanierung des originalen „Provinzsteins“ (wohl um 1840) in der Sangerhäuser Straße bzw. die Option zur Errichtung eines Duplikats in der Reinsdorfer Straße als Standort eines zweiten, leider verschollenen Denkmals dieser Art, hat zwischenzeitlich erfreuliche Resonanz gefunden. Beide Varianten wurden besonders von Kleindenkmalforschern begrüßt bzw. es sind von diesen entsprechende Ratschläge gegeben worden! Hinsichtlich der seit 2015 in Artern durchgeführten drei Wiederherstellungen von historischen Gedenk- und Erinnerungssteinen fand auch der ehrenamtliche Einsatz immer wieder Lob, so kürzlich aus Oldenburg: „Ich finde das hier gezeigte Engagement für die Erhaltung von Kleindenkmalen beeindruckend.“ – Wie vielleicht bereits bekannt oder augenscheinlich schon festgestellt, wurde der originale „Provinzstein“ am 2. Februar von seinem Standort entfernt und befindet sich derzeit bei Steinmetz Marko Gödicke zur Aufarbeitung (unser Bild). Dort wurde zunächst festgestellt, dass es sich bei dem Material gar nicht um Sandstein handelt, wie angenommen, sondern um Terrazzo, also Kunststein! Bei der gestrigen Reinigung sind weitere unbekannte Details zutage getreten: Der obere Teil mit den Schriftzügen besteht demnach aus „gutem“ Terrazzo, der bislang unterirdische Teil hingegen aus eher minderwertigem Waschbeton. Beide Teile sind augenscheinlich verfugt, werden jedoch wahrscheinlich im Innern von Eisenarmierungen zusammengehalten. Wie Kleindenkmalfreunde wissen ließen, war dies bislang generell nicht bekannt bzw. dokumentiert. Die Sichtbarkeit der zwei Komponenten zeigt die Herstellungsgeschichte an und wird daher beibehalten. Trotz dieser, u. U. die Stabilität des Denkmals mittelfristig beeinflussen könnenden Tatsache wird der Stein in Gänze aufgestellt werden. Sollte der bisherige Fußteil später tatsächlich schneller korrodieren, kann man den Kopf des Denkmals mit den Schriftzügen immer noch absägen und separat platzieren bzw. einen neuen Fuß anfertigen und den alten austauschen. – Im Zuge der Wiederherstellung des Denkmals stehen jetzt noch an: Säuberung, Verklebung von Haarrissen, Behandlung der Kanten sowie Bearbeitung der Schriftzüge und deren Ausmalung mit schwarzer Farbe. Anschließend soll der wenigstens drei Zentner schwere Stein hoch aufragend auf der Rasenfläche vor dem Grundstück Sangerhäuser Straße 1 (Einmündung der Voigtstedter Straße) platziert werden. (Eine Pflasterung um das Fundament des Steins, wie mehrfach vorgeschlagen, um Grasbewuchs fernzuhalten bzw. der schöneren Optik wegen, ist nach Maßgabe der Stadtverwaltung an diesem Standort leider nicht möglich, sodass das Denkmal nun doch auf einer Grundplatte aufsitzen wird.) – Die Aufstellung des sanierten „Provinzsteins“ könnte im günstigsten Falle sogar schon in den kommenden zwei Wochen geschehen, wenn nicht der Frost einen Strich durch die Rechnung macht. Dadurch kommt die zunächst zeitgleich geplante Aufstellung einer Kopie des „Provinzsteins“ natürlich leider nicht zustande. Diese gleichfalls erfreuliche Aktion wird nun auf die wärmere Jahreszeit verschoben. Was bis dahin in diesem Zusammenhang noch alles geschehen soll, darüber wird demnächst hier berichtet.


Übergabe Agenda

Dienstag, 6. Februar 2018

Nach knapp einjähriger Sanierung in Leipzig und Halle ist ein wichtiges Buch zur Kirchen- und Stadtgeschichte der Stadt Artern heimgekehrt: die zuvor auf einem Flohmarkt (!) angebotene KirchenAgenda Darinnen Tauff, einsegen, und Trawbüchlein, Communion, sampt den teglichen Collecten, welche in der Kirchen gebraucht werden. Für die Prediger in der Graff/ vnd Herrschafft Mansfeld“. Am vergangenen Sonnabend übergab Buchkünstlerin und Restauratorin Syrta Traub (links) aus der Halloren-Stadt das vorzüglich wiederhergestellte Werk aus dem Jahr 1580 in der Arterner Marienkirche an den Heimatverein ARATORA und erläuterte zuvor detailliert ihre Arbeit. Aus den Händen des Vorsitzenden wurde das Werk an Gemeindebeirat Jürgen Puchta (rechts) weitergereicht, der es für das historische Archiv der evangelischen Kirchengemeinde in Empfang nahm (leider war Pastorin Lena Burghardt verhindert). Nun wird der alte Druck, gemeinsam mit den Kirchenbüchern, gut gesichert aufbewahrt. Aufgrund in Anwendung genommener, spezieller Japanpapiere, der Nutzung von neuem Pergament sowie nicht unerheblicher Restaurierungszeiten wurde der Kostenvoranschlag zwar voll ausgereizt, jedoch hat sich der Aufwand gelohnt. Das handliche Buch, das in eine Zeit datiert, die nur ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Tode Martin Luthers liegt, ist rundum gelungen und hat nun beste Voraussetzungen, wieder einige Jahrhunderte zu halten. Nur der originale, völlige abgegriffene und deshalb schon speckig glänzende Pergamentbezug konnte nicht mehr eingesetzt werden. Dieser zuvor sehr augenscheinliche Zustand bedeutet aber, dass das Buch einst sehr rege genutzt worden ist, immerhin ist es als Leitfaden und Handbuch für die Geistlichen des damals noch jungen Luthertums in der Städten und Dörfern der Grafschaft Mansfeld gedacht gewesen. Und so war es wohl auch in Artern, wo sich die Pfarrer immer wieder in die Seiten vertieften, um ja keine liturgischen o.a. Fehler zu machen (z. B. bei den sehr strengen Regelungen zur Eheschließung)! Diverse handschriftliche Einträge zeugen davon und können nun in aller Ruhe begutachtet und gelesen werden. Zuvor war dies wegen der zu zerbröseln drohenden Seiten unmöglich. – Das vorliegende Werk geht in seiner Entstehung fast zwei Jahrzehnte zurück, denn: „Schon vorher / nemlich Anno 1562. ist ein Manuale zum Gebrauch der Mansfeldischen Kirchen gedrucket […]. Solche Manuale ist nun hier [mit der Agenda von 1580] / wiewohl vermehret / wieder auffgelegt […].“ Nach der Urfassung und der erweiterten Auflage wurde eine weitere Agenda sogar noch 1718 veröffentlicht. – Wie angekündigt, übernahm der Heimatverein ARATORA die kompletten Kosten für die Sanierung. Pfarrer Hans-Martin Kohlmann aus Wippra (Archivbeauftragter für den Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda) und Jürgen Puchta als Gemeindevertreter freuten sich über die historische Bereicherung und dankten dem Vorstand des Heimatvereins für die erneute Sanierung eines alten Buches mit Relevanz zur Kirche in Artern. – Anschließend soll und muss besonders gern auf eine ganz außergewöhnliche Unterstützung aufmerksam gemacht werden, denn erneut zeigte unser Vereinsmitglied Dr. Axel Römer aus Puhlheim ein großes (und großzügiges) Herz für seine alte Heimatstadt. Infolge inniger Verbundenheit mit Artern und Schönfeld sowie deren Kirchen St. Marien und St. Kilian übernahm Dr. Römer sage und schreibe zwei Drittel der wahrlich nicht geringen Kosten für die Wiederherstellung der Kirchen-Agenda. Er trat damit erneut als wichtiger Mäzen für die Förderung der Heimatgeschichte sowie des lokalen Denkmalschutzes auf. Dafür (zum wiederholten Male) unser allerherzlichster Dank! Hierzu der Spender: „Mit der Spende möchte ich mich für Ihre Arbeit im Verein bedanken, die mir immer wieder zugutekommt.“