Verein
Sehr geehrte Geschichtsfreunde,
liebe Vereinsmitglieder und Förderer,
mit eigener Homepage ist der Heimatverein ARATORA seit 27. April 2010 im Internet präsent. Der Vorstand freut sich, Ihnen Informationen und Material mittels ansprechender Netzseiten präsentieren zu dürfen. Pflege und Aktualisierung unseres Webauftrittes wurden in kompetente, fleißige und verantwortungsvolle Hände gelegt, sodass Sie sukzessive und zeitnah mit ständiger Erweiterung unseres Angebotes, unter anderem an heimatgeschichtlichem Material als PDF-Dateien, rechnen dürfen.
Der Arterner Heimatverein ARATORA sieht sich als Kommunikationspartner und Dienstleister auf lokal- und regionalgeschichtlichem Gebiet und möchte besonders Interessierte, Heimatforscher bzw. Genealogen ansprechen. Seit Bestehen unseres Vereins konnten bereits ungezählte Anfragen, die Geschichte der Stadt Artern und ihres Umfeldes betreffend, beantwortet werden. Soweit möglich, unterstützen wir Sie gern! (Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass betreffs Familienforschung
nur mit Hinweisen bzw. mittels im Vereinsarchiv befindlichen Unterlagen und
Bildern geholfen werden kann; genealogische Untersuchungen in Kirchenbüchern
oder Akten des Stadtarchivs können unsererseits nicht vorgenommen werden.
Nach Vereinsneugründung im Jahr 1990 blicken Vorstand und Mitglieder heute auf eine fast zwanzigjährige ehrenamtliche Arbeit zurück, die geprägt ist von zahlreichen Kontakten, Bekanntschaften und Freundschaften. Verbindendes Element zwischen Mitgliedern und Interessierten sind die bislang zwanzig Jahrbücher der Zeitschrift ARATORA sowie zahlreiche Sonderausgaben und Bildbände. Auch damit führt unser Verein nahtlos die Tradition des 1911 gegründeten und nach Ende des Zweiten Weltkrieges aufgelösten Heimatvereins ARATORA, dessen 100. Gründungsjubiläum dieses Jahr mit einer großen Festschrift zur Stadtgeschichte begangen wird, fort.
Die von Gustav Poppe, Ewald Engelhardt, Emil Thierbach, Louis Zange und weiteren Forschern damals niedergeschriebenen Ergebnisse bilden noch heute wichtige Grundlagen der heimischen Geschichtsforschung. Trotzdem diese Forscher scheinbar bereits das Meiste an Vergangenem untersucht und analysiert haben, finden sich auch heute noch hochinteressante Themen aus unserer Stadtgeschichte, die bislang nicht bekannt waren. Besonders in diese bislang unbeachteten Inhalte möchte die aktuelle Arterner Stadtgeschichtsforschung Licht bringen und darüber auch veröffentlichen.
Liebe Geschichtsfreunde, Hilfe und Unterstützung für Heimat- und Familienforscher erfolgen ehrenamtlich und ziehen nach wie vor keine oder kaum Kosten nach sich. Anders verhält es sich mit der Publizierung von Forschungsergebnissen. Um die Jahresschrift ARATORA auch künftig auf solide monetäre Basis zu stellen, braucht unser Verein Mitglieder und Förderer. Der Jahresbeitrag beträgt nur 26 Euro. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und werden Sie Mitglied! Falls Sie spenden möchten, freuen wir uns ebenfalls; in diesem Fall erhalten Sie umgehend einen Spendenbescheid. Bereits im Voraus ganz herzlichen Dank für Ihre freundliche Unterstützung!
Doch nun viel Freude auf unserer neuen Homepage. Über Ihre Meinungen und Anregungen sind wir gespannt!
Ihr Andreas Schmölling, Vereinsvorsitzender
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Vorstand
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Vorsitzender |
Verantwortliche für Koordination |
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Verantwortliche für Finanzen |
Schriftführer Wolfgang Hecker Hüttenstraße 4 06556 Artern Tel. 0 34 66 / 31 93 81 |
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Unser Dank für Ihre Spende
Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten wird unsere ehrenamtliche
Tätigkeit von einheimischen und auswärtigen Mitgliedern bzw. Freunden gewürdigt
und durch Spenden unterstützt. Ohne diese freundlich zugedachten Gaben - neben
den Mitgliedsbeiträgen natürlich - hätte manche inzwischen durchgeführte Maßnahme
der vergangenen Jahre nicht umgesetzt werden können.
Unsere aktuelle Danksagung an die Spender (berücksichtigt wurden Zuwendungen bis 31. August 2011) wurde in der jüngsten
Veröffentlichung des Heimatsvereins ARATORA, dem am 11. September 2011
erschienenen Reprint „Wichtige Ereignisse in unseres Gemeindeleben“ (Arterner Stadtchronik
des 19. Jahrhunderts), veröffentlicht.
Wir hoffen natürlich auch künftig auf Unterstützung und Freigiebigkeit unserer Mitglieder und Freunde, deren Namen dann an dieser Stelle veröffentlicht werden bzw. später in der Spenderliste der nächsten Publikation erscheinen. Bitte helfen Sie mit, weitere Bücher zur Geschichte der Stadt Artern und Umgebung veröffentlichen zu können!
Seit 1. September 2011 spendeten zugunsten des Vereins und zur Förderung der Heimatgeschichtsforschung:
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PD Petra Blazejewski Dörfel, Flensburg (2x) Jürgen Bolde, Grimmen Fritz Bornemann, Donndorf Otfried Braune, vormals Artern Gabriele Breuckmann, Düsseldorf Gudrun Dauer, Heringsdorf (2x) Dr. Mathias Deutsch, Erfurt Eckart Eckermann, Bad Honnef Dr. Joachim Eifert, Halle/S. Dr. Rolf Engelmann, Artern Raymond Fidler, Karlsruhe, Walter-Wilhelm Funcke, Einbeck Ursula Gerbet, Geising Annelie Goethe, Cottbus Fritz Keßler, Stuhr-Moordeich Uschi Kibach, Frankfurt/M. (2x) Friedrich Kilian, Heiligenstadt (2x) Werner Kluge, Berlin |
Marianne Kohl, Göttingen Irmtraud G. Korittke von Lepel, Marburg (2x) Volkmar Künne, Artern, Annerose Ladicke, Neustadt/Weinstraße Dr. Peter Loth, Saalfeld Tommy Pfennig, Erfurt Dr. Axel Römer, Pulheim (2x) Herbert Schirmer, Wilnsdorf Dieter Schirrling, Rudolstadt Dr. Christa Scholtka, Berlin Achim-Dieter Schorg, Eisenach Irmgard Vorsatz, Schwarzenbruck Dietrich Walter, Frankfurt/M. (2x) Harry Weiß, Windberg Barbara und Bobby Witschew, Berlin Christine Zimmer, Artern Frank Zimmer, Artern |
Weiterhin halfen bei unserer Vereinsarbeit nachstehende Mitglieder und Freunde, z. B. durch Übernahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten oder großzügiger bzw. umfangreicher Überlassung von Unterlagen, Material und Fotos:
Horst Arndt, Dessau - Christa Brandt, Bonn - Dipl.-Museologe Michael Brust, Steinthaleben - Marina Curth, Das Gute Buch, Artern - Dipl.-Ing. Steffen Döhring, Sangerhausen - Doreen Erfurt, Das Gute Buch, Artern - Regina Haftendorn, Artern - Wolfgang Hecker, Artern - CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe, Donndorf - Dipl.-Ing. Walter Kawe, Artern - Katrin Kirsten, Rudolstadt - Nadine Kissmann, Artern - Edda Kraft, Artern - Josef Lauer, Artern - Heinrich Liebe, Bretleben - Henning von Lindeiner-Wildau, Einbeck - Silvia Lippold, Artern - Charlotte Loeschmann, Stadtarchiv Artern - Volker Lörke, Bad Frankenhausen - Edelgard Neubert, Artern - Martina Oswald, Stadtverwaltung Artern - Roland Rückriegel, Artern - Herbert Schaeffer, Artern - Dieter Schirrling, Rudolstadt - Hans Sommerburg, Roßleben - Eila Stedtler, Dortmund - Heinz Wagner, Artern - Monika Wölk, Artern
Wenn auch Sie gern spenden möchten, um unsere heimatgeschichtliche Arbeit zu unterstützen, hier unsere Bankverbindung:
Heimatverein Aratora
Kyffhäuser-Sparkasse
BLZ 820 550 00
Kto. 3400011818
Stichwort: Spende
Ganz herzlichen Dank! Sie erhalten natürlich ein Spendenquittung per Post zugesandt.
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Familiengeschichtsforschung
Wer sucht wen? Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen in der Familiengeschichtsforschung, so auch im 2009 ins Leben gerufenen Familiengeschichtlichen Kreis des Heimatvereins ARATORA. Nachstehend veröffentlichen wir die von unseren Vereinsmitgliedern und Forscherfreunden gesuchten historischen Personen bzw. Familiennamen aus Artern und Umgebung (Liste wird ständig erweitert). Wenn auch Sie Vorfahren in und um Artern suchen, nehmen wir gern die in Ihrer Ahnengalerie relevanten Namen in obige Liste mit auf. Zugleich bitten wir um Kontaktaufnahme, wenn Sie Funde oder Quellen zu unseren Familien ermitteln konnten. Bitte kontaktieren Sie und uns bzw. besuchen Sie die vierteljährlich stattfindenden Familiengeschichtlichen Abende in Artern (Termine rechtzeitig auf dieser Homepage sowie in der lokalen Presse). Wir freuen uns, besonders in den letzten Jahren vielen Forschern mir Informationen, Daten und Bildern geholfen zu haben – vielleicht zählen auch Sie bald dazu!
- Banse (Artern), Bärwinkel (Artern, Heldrungen), Bäum(i)chen (Artern), Bertram (Artern), Bösel (Artern), Braune (Artern), Burkhardt/Borchert (Heldrungen)
- Cäsar (Artern, Gehofen)
- Eckardt (Artern, Gehofen), Eggers/Eggert (Artern), Enke (Artern)
- Flitner (Artern), Fürstemann (Artern)
- Gänsehals (Artern u.U.), Gloger (Artern)
- Helm (Artern), Herbst (Artern), Holtze (Artern)
- John (Oldisleben)
- Kawe (Artern), Keßler (Artern), Köthe (Artern), Kra(h)mer/Cra(h)mer (Artern), Künzer (Artern)
- Liebau (Artern), Lüttich (Artern)
- May (Artern, Kelbra), Mendler (Heldrungen)
- Obstfelder (Artern), Ordnung (Artern)
- Panitzsch (Artern, Heldrungen), Pitzschel (Artern), Pösch (Maschau, Tschechien)
- Sann (Artern), Schall (Artern), Scherbe (Borxleben), Schmidt (Artern), Schmidt (Bretleben), Schmölling (Artern, Großleinungen, Oberröblingen/Helme), Springsinsfeld (Artern), Steinberg (Erfurt)
- Unger (Artern), Ungewitter (Artern), Unkrodt (Artern)
- Vigelius/Weigel (Heldrungen, Artern), Vogel (Artern)
- Weidlich (Artern), Weigel/Vigelius (Heldrungen, Artern)Wendler (Artern), Wieprich (Artern), Werder (Hohlstedt, Martinsrieth), Worbs (Artern)
- Zeise (Artern), Zelke (Artern), Züllich (Artern)
Wir sind alle Amateure und führen daher keine Auftragsrecherchen in Kirchenbüchern oder Archiven durch – angesagt ist selber forschen! Dabei haben wir aber stets ein Auge auch auf Namen, Familien und Personen, die von anderen Mitforschern gesucht werden. Bei beabsichtigten Recherchen in historischen Kirchenbüchern aus der Region Artern informieren Sie sich zuvor auf folgenden Homepages über Ansprechpartner, Verfügbarkeit der Bücher usw.:
Evangelischer Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda
http://www.kirchenkreis-eisleben-soemmerda.de
Evangelischer Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen
http://bf-s.ekmd-online.de/portal/gemeinden
Besucher des Stadtarchives Artern wenden Sie bitte gleichfalls zuvor an Archivarin Charlotte Loeschmann über Stadtverwaltung Artern, Markt 14, 06556 Artern, Telefon: 03466 / 32550, Homepage www.artern.de Öffnungszeiten: nach vorherige Terminvereinbarung, Laufzeit: 1683 bis heute, Aktenbestand: über 300 Meter.
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Aus der Geschichte des Heimatvereins ARATORA
Verbindliche Regulative zur Führungen von Ortschroniken stellen erst relativ junge Normen im Rechtswesen dar. Erste gesetzliche Regelung datieren aus preußischer Zeit und wurden kontinuierlich bis in die Gegenwart fortgeführt, inhaltlich jedoch modifiziert und den jeweiligen gesellschaftlichen Systemen angepasst, ohne jedoch das Hauptanliegen - die Darstellung von Ortsgeschichte - maßgeblich zu verändern. Oftmals waren es Pfarrer oder Lehrer, die sich früher der Führung von Chroniken widmeten, zumal die Führung von Kirchen- und Schulchroniken seit Mitte des 19. Jahrhundert verpflichtend eingeführt worden ist. (Auffällig jedoch ist, dass gerade diese beiden Berufsgruppen heute kaum noch im historisch forschenden bzw. chronistisch erfassenden Bereich in Erscheinung treten.)
Doch auch außerhalb des staatlich vorgegebenen Rahmens widmeten sich immer wieder und auch lange zuvor interessierte Bürger der Erforschung und Darstellung von Lokal- und Familiengeschichte. Nicht selten entwickelten sich seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus derartigen privaten Aktivitäten Geschichts- oder Heimatvereine. Auch in Artern ist eine derartige Entwicklung erkennbar, denn schon ein Jahrhundert vor Gründung des Heimatvereins ARATORA wurde Stadtgeschichte systematisch erfasst, niedergeschrieben und später auch veröffentlicht. Mit der Führung der Stadtchronik seit 1817 (bzw. rückwirkend ab 1800) sind folgende Personen verbunden: Johann Friedrich Müller (1801-1829), Friedrich Wilhelm Heyne (1829-1835), Heinrich Ferdinand Schäfer (1835-1850), August Gottfried Stecher (1851-1883), Richard Hülsen (1883-1887) und Ewald Engelhardt (1887-1911).
Zwar nicht Ortschronist im rechtsverbindlichen Sinne gesellt sich zu diesem Personenkreis natürlich der Arterner Apotheker Gustav Poppe (1818-1906) hinzu, dessen auch heute noch schier unüberschaubares Werk sehr wichtige Informationen zur Stadt- und Regionalgeschichte liefert. Ein Großteil seiner Aufzeichnungen liegt verstreut in Archiven Mitteldeutschlands; teilweise wurde daraus in lokalen oder regionalen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Auch die Arbeit des fünf Jahre nach seinem Tode gegründeten Heimatverein ARATORA basiert vielfach auf Poppes Sammeltätigkeit.
Insbesondere auf den Arbeiten dieser sowie weiterer Forscher bzw. Gelegenheitshistoriker aufbauend, reiften zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Artern bei einigen heimatgeschichtlichen interessierten Männer Idee und Einsicht zur Gründung eines Geschichtsvereins, um die bislang nur verstreut auffindbaren Quellen und historische Nachrichten aufzuarbeiten und zu publizieren. Bis zur Bildung eines Heimatvereins war es dann nur noch ein kleiner Schritt, der schließlich am 8. Februar 1911 vollzogen wurde. Seit dessen Gründung untrennbar und bis zuletzt mit dem Heimatverein ARATORA verbunden war Ewald Engelhardt (1879-1976) - Spiritus Rector, Allround-Genie und Mann der Tat im Dienste dieses Vereins (und weit darüber hinaus).
Seit 1911 veröffentlichte Engelhardt, der jedoch nie das Amt des Vereinsvorsitzenden bekleidete, die bis heute für Artern maßgebliche heimatkundliche Zeitschrift Aratora, weiterhin diverse Sonderdrucke, Wandbilder, Postkarten sowie anderes Material mit heimatlichem Kolorit. Ungezählte Vorträge, Ausflüge und Forschungsfahrten, Archivarbeit, Zeitungsberichte, Feste und Feiern (Stadtjahr 1929), archäologische, historische und volkskundliche Forschungen, zehntausende von Korrespondenzen usw. wurden seitdem von Ewald Engelhardt absolviert. Im zu Seite standen, neben zahlreichen ideellen Unterstützern seiner Idee, ein Schar aktiver Heimatfreunde Forscher zu Seite standen.
Als publizistischer Höhepunkt, wenngleich nicht unter der rechtlichen Ägide des Heimatvereins ARATORA (wohl aber unter dessen geistiger Obhut), erschien 1913 das Arterner Heimatbuch - Natur- und Kulturgeschichte der Stadt Artern von Urzeiten bis zur Gegenwart -, die bis heute maßgeblichste Veröffentlichung zur Stadtgeschichtsforschung. Rückblickend und nach Jahrzehnten eigner intensiver Arbeit, Quellenstudiums und -vergleichs kann dem Autor Ewald Engelhardt eine vorzügliche und pedantisch genaue Arbeit am Arterner Heimatbuch beschieden werden.
Zahlreiche Personen, die sich um die Erforschung der Ortsgeschichte verdient gemacht haben, haben zudem segensreich im Heimatverein ARATORA gewirkt, z.B. Louis Zange, Emil Thierbach, Eduard Jacobs, Friedrich Schmidt u. v. a. Einen besonderen Glanzpunkt erreichte die Vereinsarbeit unter Vorsitz von Hans Büchner (1865-1959), einem Industriellen und Bankier, der sich als Mäzen mit ungezählten Förderungen um das Wohl der Stadt Artern, der Region und auch des Arterner Heimatvereins verdient gemacht hat.
Ein weiteres großes Anliegen im Heimatwirken des Vereins ARATORA wurde - nach unendlich vieler Arbeit - gut zwanzig Jahre später Realität. Das lange angestrebte Heimatmuseum in der romanischen Veitskirche wurde am 29. August 1937 als „Gelteheim“ eröffnet. (Einen Museumsführer durch diese Ausstellung können Sie unter DOWNLOAD herunterladen). Nur ein knappes Jahrzehnt war dem Museum vergönnt, in den Mauern der Veitskirche Besucher zu empfangen, denn Nässe in den alten Kirchenräumen setzte der Ausstellung sehr zu. Kurz nach Kriegsende befanden sich die Exponate zum Teil am Markt, ehe sich die Sammlung in den Wirren der Zeit in alle Winde zerstückelte. Teile erwarb schließlich 1961 das Heimatmuseum Bad Frankenhausen auf Dauerleihbasis, viele andere Stücke gelangten auf nicht ganz legalen Wegen in Privatbesitz, wurden zerstört bzw. weggeworfen oder sind heute unauffindbar. Nur noch Inventarlisten zeugen vom einstigen Reichtum dieser Sammlung Arterner Altertümer und Zeugen unserer Stadtgeschichte.
[Auf vielfältigen Wunsch veröffentlichen wir nachstehend informativ die Inhaltsverzeichnisse der Jahresschriften 1 (1911) bis 14 (1938) aus der Reihe ARATORA (Band 7 wird nachgereicht), zuzüglich Hinweise auf vier Sonderausgaben, als PDF-Dokumente für Ausdrucke. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Artikeln aus diesen Schriften an den Vorstand.]
Aratora 1 - 1911.pdf (595,2 kB)
Aratora 4 - 1920.pdf (166,3 kB)
Aratora 5 - 1921.pdf (217,5 kB)
Aratora 6 - 1922.pdf (156,7 kB)
Aratora 8 - 1925.pdf (233,6 kB)
Aratora 9 - 1927.pdf (310,5 kB)
Aratora 10 - 1929.pdf (425,3 kB)
Aratora 11 - 1931.pdf (252,4 kB)
Aratora 12 - 1933.pdf (181,5 kB)
Aratora 13 - 1935.pdf (662,4 kB)
Aratora 14 - 1938.pdf (230,7 kB)
Aratora 1911 - Sonderausgabe.pdf (257,4 kB)
Aratora 1917 - Sonderausgabe.pdf (302,3 kB)
Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte ein durch die Alliierten verhängtes allgemeines Vereinsverbot in Deutschland mit, von dem auch der Verein ARATORA betroffen war. Eine Neugründung bzw. Wiederaufnahme der Arbeit kam nicht zustanden; vielmehr wurden die Aktivitäten nunmehr im Juni 1945 gegründeten Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gebündelt und ideologisch kanalisiert. Auch Ewald Engelhardt musste sich den veränderten gesellschaftlichen Bedigungen anpassen und wirkte, wenngleich eingeschränkt, weiterhin u. a. als Heimat- und Bodendenkmalpfleger. Seine über Jahrzehnte regelmäßigen und zahlreich erschienenen Beiträgen in Presse und Büchern konnte er in bisheriger Quantität nicht vorsetzen. Was blieb, war ein unüberschaubarer Kreis von Wissenschaftlern, Forschern und Freunden, mit denen Ewald Engelhardt als Heimatforscher, Künstler, Dichter und Reformer in Kontakt stand. Mit ihm starb 1976 die letzte historische Koryphäe der Arterner Stadtgeschichtsforschung.
Knapp anderthalb Jahrzehnte nach seinem Tod griffen, nachdem sich 1989 die politischen Verhältnisse in der DDR zu ändern begannen, einige an Heimatforschung Interessierte die Idee der Neugründung des Heimatvereins ARATORA auf, die am 29. Oktober 1990 vollzogen wurde. Während der seitdem vergangenen zwanzig Jahre hat sich der neue Verein bemüht, das Erbe der alten ARATORA nicht nur zu pflegen, sondern zu erweitern und neue Aspekte in die Stadtgeschichtsforschung einzubringen. Seit seiner Gründung nahm sich ausnehmend Vorstandsmitglied Klaus Schmölling (1936-2008) der Förderung des Vereins an, knüpfte ungezählte Kontakte, warb Mitglieder in Nah und Fern, wirkte als unerreichter Finanzbeschaffer, war Autor und Mitherausgeber von über dreißig Heimatschriften und weiteren Veröffentlichungen. Sein Unfalltod im Sommer 2008 riss eine bis heute nur schwer zu überwindende Lücke. In seinem Sinne arbeiten Vorstand und Verein auch künftig weiter und pflegen bzw. publizieren ihre Erkenntnisse aus der Geschichte unserer Stadt Artern.
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Pressespiegel
Heimische Tages- und Wochenzeitungen berichten regelmäßig über den Heimatvereins ARATORA bzw. kündigen öffentliche Veranstaltungen an. Nachstehend einige dieser Beiträge aus dem Jahr 2011 zum Nachlesen, sortiert nach Erscheinungsterminen.