Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

JHv Goldene Aue

Dienstag, 21. Januar 2014

Den ersten, allerdings sehr angenehmen „Pflichttermin“ im neuen Jahr nahmen zwei Vorstandsmitglieder bereits am 11. Januar wahr und weilten zur mit über fünfzig Besuchern und Gästen sehr gut frequentierten Jahresversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Goldene Aue in Sangerhausen. Dieses erste Treffen in 2014 bescherte zugleich ein Wiedersehen mit alten Mitstreitern der Heimatkunde und vor allem Bekanntwerden mit neuen Heimatfreunden. Vereinsvorsitzender Manfred Schröter aus Berga freute sich über rege Teilnahme und verlas zunächst den Jahresbericht, es folgte der Finanzbericht. Dem schlossen sich Vorträge an: Christiane Funkel berichtet über die Partnerschaft des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz mit dem Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue, während Steffi Rohland aus Bennungen einen illustrierten Jahresrückblick Revue 2013 passieren ließen. Sandro Meyer aus Gudensberg stellt die mittlerweile seit einem Jahr online erreichbare Homepage www.goldeneaue.net vor und berichtete über das Digitalisierungsprojekt der Zeitschriften Heimatglocken und Heimatsklänge. In Würdigung des Botanikers Carl Haußknecht (1838-1903) sprach dann Heinz Noack über Leben und Wirken dieses in Bennungen geborenen, bedeutenden thüringischen Wissenschaftlers, der auch in Artern in die Lehre ging. ARATORA-Vorsitzender Andreas Schmölling stellte zudem das noch in Arbeit befindliche Buch „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss zwischen Sachsenburg und Wendelstein" vor, ehe Christine Stadel aus Sangerhausen ihr neues Buch „Mansfeld-Südharz. Das Handbuch der fast Unbekannten (eine Nachlese)“ präsentierte. Tommy Pfennig aus Erfurt stellte seine Zusammenarbeit mit dem ZDF über eine Zwangsarbeiterin in Artern vor, und abschließend wurde über ein neues Kleindenkmalprojekt des Landesamtes für Denkmalspflege und Archäologie Sachsen-Anhalt berichtet. – Wieder einmal reichte die Zeit kaum aus, um am Rande der Veranstaltung Informationen auszutauschen und Neuigkeit zu heimischer Geschichte und Natur zu besprechen – ein Grund mehr, auch künftig mit dem Heimat- und Geschichtsverein Goldene Aue in engem Kontakt zu bleiben.


Brücken in Kalbsrieth

Dienstag, 14. Januar 2014

Hundeshagen im Eichsfeld, ein Straßendorf mit gut tausend Einwohnern, bestand in alter Zeit aus einem eher agrarischen Ortsteil an einem Ende, der Dorfmitte und einem jüngeren Teil mit dem Namen Freiheit am anderen Ende. Die Grundherren, das Haus derer von Westernhagen, förderte die weitere Besiedlung der Freiheit vor allem mit Zuwanderern. Die Bewohner genossen Wohnrecht in selbstgebauten Häuschen, konnten aber keine Grundstücke erwerben. Sie nahmen Zuflucht zu Tagelöhnerei und einfachen Arbeiten, aber auch zur Abdeckerei und zum Wandermusikantentum. Das Glaubensbekenntnis war fast ausschließlich katholisch. – Unter dem Arbeitstitel „Die Hundeshagener Familien Gieseler und Sibilist im Spiegel der Kirchenbücher des 17. und 18. Jahrhunderts“ sucht Udo Jäkel aus Schleiden/ Eifel nach Vorfahren väterlicherseits auf dem Eichsfeld. Die Linie Gieseler wurde bereits bis zum ältesten Namensträger, d. h. bis in die Zeit um 1780 verfolgt. Von da ab kam es zu Eheschließungen mit Angehörigen einer älteren Linie Sibilist. Bisher ältester Namensträger dieser Linie ist der Zwiebelbauer Philipp Christian Sieblist, † 1708 in Kalbsrieth, einem von einem Rittergut derer von Kalb geprägten Ort. Sein Sohn Joh. Michael,* 1696, verbrachte Kindheit und Jugend in Kalbsrieth. Heirat und Vaterschaft, beides nicht dokumentiert, aber sehr naheliegend, erlebte er an einem anderen, noch nicht bekannten Ort. In Hundeshagen-Freiheit trat Michael, hier unter dem Namen Sibilist, erst 1734 mit einer Eintragung anlässlich der Geburt eines Sohnes in Erscheinung, wo er mit seiner ebenfalls nicht aus Hundeshagen stammenden Frau Maria Elisabeth bis zu seinem Tode i. J. 1749 lebte. Neben Joh. Michael gab es zur selben Zeit in Hundeshagen elf weitere männliche und weibliche Träger des Namens Sibilist, deren Herkunft ebenso wenig bekannt ist wie der Aufenthaltsort von Michael zwischen ca. 1715 und 1734. Die Jahre der Geburt, rückgerechnet bzw. aus sekundären Daten abgeschätzt, liegen für diesen Personenkreis zwischen 1718 und 1740. Die Untersuchung befindet hier an einem toten Punkt. Immerhin gibt es gewisse Anzeichen dafür, dass alle zwölf Namensträger miteinander verwandt sind, die elf jüngeren möglicherweise Kinder oder Enkel Michaels sind. Auf der Suche nach einer Lösung wurden nun aus „Der Geschichte des Hauses von Kalb“ (Klarmann, 1902) für die Zeit zwischen 1650 und 1750 alle Orte der Unstrut-Helme-Niederung herausgesucht, in denen die von Kalb in verschiedensten Zusammenhängen genannt werden. Dort sollen sodann die Kirchenbücher in der Zeit zwischen 1715 und 1734 gesichtet werden. Folgende Orte wurden für die erweiterte Recherche ins Auge gefasst: Donndorf / Gehofen / Hackpfüffel / Harras / Heygendorf / Kannawurf / Nausitz / Oberfarnstedt / Obhausen / Reinsdorf (Artern) / Ringleben / Ritteburg / Schönewerda / Voigtstedt / Wallhausen. Allein in Kalbsrieth kommt der Name im 18. Jahrhundert in folgenden Schreibweisen vor: Sieblist / Siebelist / Sibilist / Siebilist / Sibelist / Sibbilist / Sibbelist. – Schließlich geht es dem Autor der Untersuchung auch um die Frage, warum Personen mit agrarischem und protestantischem Hintergrund aus leidlich geordneten Verhältnissen in eine entfernte Gemeinde mit anderem Glaubensbekenntnis gezogen sind, wo sie absehbar Angehörige einer unterbäuerlichen, unterprivilegierten Schicht werden würden. Heimat- und Familienforscher aus der Region und darüber hinaus werden herzlich gebeten, bei den Recherchen von Udo Jäkel behilflich zu sein und können sich gern mit Hinweisen und Daten an den Heimatverein ARATORA werden. – Unser Bild zeigt Gewässer und historische Brücken in Kalbsrieth (Brückengasse und Chaussee nach Artern).


Schleuse Artern

Freitag, 10. Januar 2014

Ebenfalls in Vorbereitung unseres Buches Die Unstrut – Geschichte(n) von Fluss zwischen Sachsenburger Pforte und Wendelstein“ meldete sich kürzlich Vereinsmitglied Dr. Peter Loth und sandte zwanzig historische Fotos aus dem Nachlass des verstorbenen Lehrers Otfried Braune aus Artern. Im Mittelpunkt der kleinen Sammlung um 1970 (genauere Datierung wird noch recherchiert) stehen Bauarbeiten an der Schleuse Artern: In Schwarzweiß festgehalten ist ein NOBAS-Bagger aus Nordhausen bei der Ausräumung der wassergefüllten Schleusenkammer bzw. der Niederlegung hölzerner Bauteile (Schleusentore) am Ufer. Darüber hinaus hatte Otfried Braune vor mehr als vierzig Jahren die Brücke der Kyffhäuser-Kleinbahn sowie das trockenliegende Wehr der Unstrut fotografiert, weiterhin Baulichkeiten auf dem Schleusengelände und Erdarbeiten entlang der Unstrut mit Omnibus Ikarus 66 auf der Straße nach Schönfeld im Hintergrund. Besonders diese Bilder sind wichtige Zeitzeugen zum Wasserbau in der DDR und offenbaren darüber hinaus interessante Details über den Zustand der Uferlandschaft der Unstrut bei Artern um 1970. – Unser Bild zeigt angesprochenen Bagger an der Arterner Unstrut-Schleuse bei der Aushebung von hölzernen Bauteilen.


Grabstein Jungmann

Dienstag, 7. Januar 2014

Nach inzwischen fünfzig absolvierten Sendungen zur mitteldeutschen Familienkunde und Genealogie startet die MDR-Serie „Die Spur der Ahnen – Jede Familie hat ein Geheimnis“ morgen Abend mit drei neuen Folgen. Wieder geht Moderator Robert Burdy Familienlegenden nach, die sich teils hartnäckig halten. Deren Aufklärung führt in Pfarrhäuser und Standesämter, unterstützt von Genealogin Martina Wermes vom Sächsischen Staatsarchiv Leipzig. Die bevorstehenden Episoden berühren die jüngere Zeitgeschichte, NS- und DDR-Zeit. Folge 51 (Mi, 8. Januar 2014, 21.15 Uhr) widmet sich „Geheimen Forschung für die Stasi“. Im Mittelpunkt steht Professor Otto Fleischer, Ordinarius des Instituts für Bergbaukunde in Freiberg, der für ein folgenschweres Grubenunglück 1952 verantwortlich gemacht worden ist. In einem stalinistischen Schauprozess wurde er als Bauernopfer verurteilt, kam aber nicht ins Zuchthaus, sondern in ein Speziallager der Stasi. Doch niemals sprach der verurteilte Gelehrte über diese Zeit! – Eine Woche später führt die Episode „Vaters Flucht vor den Nazis“ ins Dritte Reich und am Mittwoch, 22 Januar 2014 wird die heikle Frage zu klären versucht „Verwandt mit Margot Honecker?“. – Allein der Titel der letztgenannten Sendung um die als „Lila Hexe“ bzw. „Miss Bildung“ verschriene DDR-Kultusministerin zeigt auf, welch teilweise kuriose Geschichten noch heute innerhalb von Familien und Sippen kursieren. Wahr oder unwahr? Der MDR nimmt uns wieder mit auf spannende Zeitreisen und Familiensagas. – Für die Ahnenforschung im eigentlichen Sinne sind nach wie vor Grabsteine besonders wichtige Zeugnisse für Familienforscher. Unser Bild zeigt das Grabmonument von Kaufmann F. C. Jungmann (1807-1855) auf dem Arterner Friedhof.


Besuch Klaus Zeise

Freitag, 3. Januar 2014

Quasi als letzte größere Aktion des inzwischen vergangenen Jahres wurde einen halben Tag lang der Familienforschung in Artern Genüge getan, denn mit Klaus Zeise (im Bild rechts) stellte sich sehr angenehmer Besuch aus Toronto ein. Grund seines Besuches waren genealogische Recherchen, für die er Kontakte vor Ort suchte und fand. Der Vereinsvorsitzende und Forscherfreund Walter Kawe widmeten sich am Tag vor Silvester ganz ihrem Gast aus Kanada und konnten sogleich umfangreiche Hilfe leisten bzw. erhielten selbst interessantes historisches Material aus Arterns Geschichte. – Keine zwei Minuten nach Ankunft waren vergangen und ein langer Tisch im Hotel Weinberg war zur Plattform zu Familienforschung umfunktioniert worden, um Platz für Stammbäume, Datenblätter und Ahnentafeln zu schaffen. Nach nur kurzer Zeit der Sichtung war tatsächlich genalogischer „Anschluss“ gefunden worden, d. h. die Unterlagen von Klaus Zeise und Walter Kawe ergänzten sich, was künftig einen regen Informationsaustausch erwarten lässt. – Im sich anschließenden Stadtrundgang wurden auch zwei noch existierende Zeise-Häuser besucht: Wasserstraße 2 und 15. Die Familie Zeise war wenigstens seit dem 17. Jahrhundert in Artern ansässig und stellt ab Beginn des 18. Jahrhunderts mit Samuel Zeise mehrmals den hiesigen Bürgermeister. Zu Mitte des 19. Jahrhunderts verlieren sich dann die familiären Spuren in Artern. – Noch am selben Tag wurden für den kanadischen Forscher zahlreiche historische Bilder aus dem Vereinsarchiv zur weiteren Verwertung herausgesucht, u. a. vom Gasthaus zur Krone, das einst auch von einem Zeise als Wirt geführt worden ist. Künftig wird daher auch seitens des Heimatvereins ARATORA vermehrt auf relevante Daten zu Zeises zwecks genealogischer Weitervermittlung geachtet.


Heft 4-2013

Dienstag, 31. Dezember 2013

Die soeben erschienene aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Computergenealogie – Magazin für Familienforschung“ 4/2013 widmet sich diesmal in großen Teilen der digitalen Forschung, Datenaufbereitung und -vernetzung historisch-familiär relevanter Informationen. Damit werden diesmal besonders computer- und internetbasierende Rechercheure angesprochen und hoffentlich auch weniger digital versierte Genealogen angesprochen, moderne Medien zu nutzen. – Zunächst werden zahlreiche Hilfsmittel zum gemeinsamen Forschen als „Mitmach-Internet“ vorgestellt, danach das Projekt FaZiT (Familienzusammenführung im Team) präsentiert, das genealogische Daten erfassen, vernetzen und kartieren soll. Anhand von Datenerfassungen seitens der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde werden anschließend Wege zur Digitalisierung von Kirchenbüchern aufgezeigt. Ähnliches Thema wird behandelt in „Aus dem Archivmagazin ins Internet“, ehe zur Genealogie der Siebenbürger Sachsen referiert wird. Sehr modern wird es, wenn die Arbeit in und mit Clouds (Datenwolken) für Genealogen angeregt wird. Dem folgen Vorstellungen von Genealogiesoftware zwecks gemeinsamer Forschung sowie Hinweise zum GEDCOM-Datenaustausch ohne Verluste, weiterhin Präsentation des innovativen Programms DES (DatenErfassungsSystem) zur Registererstellung in Standesamtsunterlagen. Diverse Kurzmeldungen aus der Welt der Familienforschung runden das erneut sehr gelungene Heft des Vereins für Computergenealogie ab. Vorschau: Im ersten Quartalsheft 2014 wird dann das historisch stets aktuelle Thema „Auswanderung“ im Mittelpunkt stehen. – Nicht zuletzt unseren Mitgliedern, Freunden, Interessenten und Online-Besuchern einen guten Rutsch ins neue Jahr und verbunden damit der herzliche Dank für Treue, Unterstützung und zahlreiche historische Unterlagen und Bilder sowie für 2014 der Wunsch besonders nach Gesundheit und Wohlergehen!


Mühlenbrand 1892

Freitag, 27. Dezember 2013

Noch eine weitere unerwartete Überraschung stellte sich wenige Tage vor dem Fest ein, diesmal von der Eichsfelder Pforte, genauer aus Sollstedt. Dr. Jürgen Kürschner, vormals in der hiesigen Saline wohnhaft, überließ dem Vereinsarchiv Einzelfotos mit seltenen Arterner Motiven sowie eine CD-ROM, hauptsächlich mit Bildern, Abhandlungen und Beschreibungen der Saline Artern und deren Betriebsablauf. Das digitale Material beläuft sich immerhin auf reichlich 300 Megabyte, ungefähr 650 Fotos bzw. Dateien, und kann daher zunächst nur sukzessive gesichtet werden. Herausragendes Bild- und Datenmaterial stellen u. a. dar: Lagepläne, Polizeiverordnung 1881, Überblicke und Detailansichten von Salinengebäuden sowie Anlagen, Darstellung technischer Abläufe, Kriegsgefangene in der Arterner Saline, Ansichten von Baulichkeiten des 19. Jahrhunderts mit hölzernen Solekästen, Neubau der Saline bis 1928 mit Siedehaus und modernen Soletanks, Plattenweg, Umzüge der Saliner, Salinenmauer, Kureinrichtungen, Salinenpark und Wohnhäuser, weiterhin diverse Nachkriegsaufnahmen sowie Abbildungen aus jüngster Zeit. Besonders erfreulich, dass Kopien zahlreicher Fotos mit exakten Erklärungen versehen sind, was besonders hilfreich bei der Analyse längst nicht mehr existenter Bausubstanzen bzw. Anlagen ist. Die Digitalisate von Dr. Jürgen Kürschner, der in Vergangenheit auch mehrfach als Autor in den ARATORA-Zeitschriften aufgetreten ist, sind eine sehr gute Ergänzung zur Vereinssammlung mit hunderten Salinenabbildungen, von deren ein Teil in unserer jüngsten Buchveröffentlichung „Beiträge zur Geschichte der Saline in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928“ einem breiten Publikum zugänglich gemacht worden ist. Aufgrund dessen sowie weiterer zwischenzeitlicher Zusagen zur Überlassung von historischen Abbildungen und Texten könnte sogar eine weitere Veröffentlichung zum Thema „Salzherstellung in Artern“ mittelfristig (2015/16) umgesetzt werden, zumal sich das aktuelle Buch zur hiesigen Salzwerksgeschichte unerwartet hoher Nachfrage erfreut! – Unser Bild zeigt die Situation am hölzernen Kunstturm der Arterner Saline nach dem großen Mühlenbrand 1892, ein Beleg aus dem umfangreichen historischen Bilder- und Fotoarchiv des Heimatvereins ARATORA.


Schleuse Schönewerda

Dienstag, 24. Dezember 2013

Mehr als fünfzig hochauflösende Bilddateien mit einmaligen historischen Motiven zur Historie der Unstrut und ihrer Nebengewässer überließ uns freundlicherweise dieser Tage Vereinsmitglied Ringo Staudt. Seine vorweihnachtliche Überraschung beinhaltet Fotos aus Reinsdorf, Schönewerda, Bretleben, vom Flutkanal, der Unstrut, Schleusen (unser Bild: Lithographie der Schleuse Schönewerda), von Hochwassern, Brücken usw. Prachtstück ist eine Landkarte aus dem späten 18. Jahrhundert mit unglaublich vielen Details, die für „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss zwischen Sachsenburger Pforte und Wendelstein“ noch ausgiebig ausgewertet wird. Ebenso attraktiv sind Flugaufnahmen um 1938 von Bretleben und Schönewerda, Bilder vom Wehr in Bretleben oder Aufnahmen innerdörflicher Gewässer von Reinsdorf. Weiterhin sind zahlreiche Textdateien überlassen worden, die noch auf Relevanz geprüft werden müssen. – Ebenfalls für das Unstrutbuch wird aus anderer Quelle noch ein Bild erwartet, das ein Unstrutboot der Flussmeisterei darstellen soll. – Besucher unserer Homepage werden nach wie vor herzlich gebeten, mit Bildern und Texten sowie Erinnerung an „Die Unstrut – Geschichte(n) vom Fluss“ mitzuarbeiten. Auch in diesem Sinne allen Vereinsmitgliedern, Freuden, Interessierten und den zahlreichen Besuchern unserer Internetpräsenz frohe Weihnachten und erholsame Feiertage!


Freitag, 20. Dezember 2013

Nicht zum ersten Male war es Heimatfreund und Familienforscher Walter Kawe aus Artern, der sich an die mühevolle Erstellung von Registraturen zur Geschichte Arterns gemacht hat. Nach relevanten Arbeiten für die Bände 1 bis 20 der Zeitschrift ARATORA sowie die Arterner Stadtchronik des 19. Jahrhunderts „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeinde seit Anfang 1800“ wurde von ihm nun auch die vorjährige Veröffentlichung „Artern und seine Bewohner im 19. Jahrhundert. Arterner Handwerker und Geschäftsleute von 1800 bis 1900“ entsprechend aufgearbeitet, wobei nicht nur zighunderte Namen den entsprechenden Buchseiten zugeordnet worden sind, sondern darüber hinaus in Kurzform auch die mit dem Haupttext verbundenen Ereignisse. Für diese mühevolle Arbeit sei Walter Kawe erneut ganz herzlich gedankt, wobei besonders Familienforscher von seinen Mühen profitieren sollten! In nächster Zeit dürfte die Registerdatei bei uns vorliegen, die dann – nach Bekanntgabe auf unserer Homepage – gern auf Anforderung kostenfrei als PDF an Interessenten verschickt wird.


Jahrbuch 2014

Dienstag, 17. Dezember 2013

Mittlerweile im 19. Jahrgang erschienen, präsentiert sich das kürzlich im Mitteldeutschen Verlag in Halle/S. publizierte neue Saale-Unstrut-Jahrbuch für 2014 in gewohnter Professionalität betreffs der Darstellung kulturhistorischer und naturkundlicher Untersuchungsergebnisse des Saale-Unstrut-Gebietes. Dieses Mal hat der Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde als Herausgeber den Fokus auf unsere südöstliche Nachbarregion, den Burgenlandkreis, und dessen regionale kulturhistorische Vielfalt, die sogar auf die Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste hofft, gerichtet. – In der Rubrik Kulturgeschichtliche Beiträge“ werden diese Themen behandelt: Die Wandmalereien im Dom zu Zeitz: Ein neues Forschungsfeld / "So hat eben unserer nation die monarchei a besten gedienet" - Julius Pflugs Ansichten zu Herrschaftsformen und Konfessionelles in seiner (Schreib-)Sprache / Vor dem "Großen Krieg" - Der Prager Hofmaler Pieter Stevens II blickt im Jahr 1612 auf die Stadt Naumburg / Bedeutende Geografen aus dem heutigen Burgenlandkreis / "Ich dichte fort, bis dieses Leben schwindet..." Zum 150. Todestag Ernst Ortlepps / Ernst Ortlepps "Fieschi" - Innenansichten eines „Terroristen“ / Was erinnert an das frühe Konzentrationslager in Weißenfels? / Zurück von Montsalvatsch - Friedrich Muck-Lamberty und Naumburg / Das Schülertheater der Landesschule Pforta in der Weimarer Republik - Ein Beitrag über den Ernst des Spiels / Das Lichtspielhaus "Capitol" in Zeitz - Ein denkmalpflegerischer Blick auf die Geschichte. – Das Kapitel „Welterbe an Saale und Unstrut“ informiert über: Archäologische Ausgrabungen in Kloster Pforte 2012 / Das beidseitig bemalte Tafelkreuz in Schulpforte. Die Restaurierungsgeschichte eines besonderen Bildwerks der mittelalterlichen Zisterzienserkunst / Der Naumburger Meister und die Renaissance / Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut. Der Prozeß der Entstehung des Antragsgebietes und das Ringen um die bestmögliche Grenze. – Es folgt ein naturkundlicher Beitrag, dann ein Bericht über den Schmerzensmann in der Klosterkirche zu Zscheiplitz sowie Buchbesprechungen. – Das Jahrbuch für Kulturgeschichte und Naturkunde der Saale-Unstrut-Region 2014 umfasst 160 Seiten, ist mit Farb- bzw. Schwarzweißabbildungen illustriert und über den Buchhandel zum Preis von 9,50 Euro erhältlich (ISBN 978-3-95462-127-9).


Kalender 2014

Freitag, 13. Dezember 2013

Auch für 2014 hat Prof. Friedrich Schneppe aus Hannover, eines unserer ältesten,  langjährigsten und aktivsten Vereinsmitglieder, mit dem Reinsdorfer Geschichtskalender einen attraktiven Wegweiser mit historischen Bildern durch das neue Jahr geschaffen und kürzlich veröffentlicht. Sowohl mit Fotos als auch Texten nimmt er sich Themen aus der Vergangenheit seines Heimatdorfes an. Übers Jahr werde folgende Motive mit Kalendarium gezeigt: Holzfahrräder (aus Reinsdorf) im Spengler-Museum Sangerhausen, Friedensfahrt 1962 am kleinen Rundteil bei Reinsdorf, Feldpost 1918 mit Reinsdorfer Soldat, Ackerpflügen am Kummerberg um 1958, Wohnhaus Kaufmann um 1900, Angergut um 1930 mit Erntekrone, Kirschblüte um 1939 am Holzweg, Obsternte um 1930, Grasmahd auf der Heide um 1958, Einweihung Weltkriegsdenkmal 1994, Gänsehüten auf der Spannstraße um 1960 sowie Garten des Blauen Hofes um 1940. – Als ergänzende Texte wurden dem Kalender 2014 folgende Abhandlungen jeweils rückseitig beigefügt: Ein hölzernes Fahrrad aus Reinsdorf, Kriegsende 1918, Kapp-Putsch 1919 in Reinsdorf, Rittergüter in Reinsdorf, Geschichte der Süßkirschen in Reinsdorf, historische Mitgliederzahlen der NSDAP, KPD und SPD im Vergleich, Bau des Ehrenfriedhofes, Stiftungen und Sammlungen in Reinsdorf. – Erfreulich, dass dem Verfasser bei Fotos und Texten wiederum freundliche Mitstreiter zur Seite standen und dadurch erneut ein sehr schönes Gemeinschaftswerk zur Heimatgeschichte entstanden ist. – Das Titelbild des Reinsdorfer Geschichtskalenders 2014 zeigt ein aktuelles Foto mit Blick vom Aschenberg auf Artern und zum Hutdeckel.


Landwirtschaft bei Artern

Dienstag, 10. Dezember 2013

Eine ganz besondere Überraschung hatte Sigrid Fister aus Artern kürzlich zur Hand, als sie ein altes Familienfotoalbum aus der Zeit um 1900 bis in die 1950er Jahren auslieh, um freundlicherweise Illustrationen für das neue Vereinsbuch „Die Unstrut – Geschichte(n) von Fluss zwischen Sachsenburger Pforte und Wendelstein“ beizusteuern. Und die „Ausbeute“ hat sich gelohnt: elf Fotos vom Hochwasser der Unstrut 1939, aufgenommen von verschiedenen Standorten (Artern, Schönfeld, Ritteburg, Bretleben), weiterhin neun Abbildungen mit verschieden bäuerliche Arbeiten um Artern (unser Bild, mit Kyffhäusergebirge im Hintergrund) sowie ein undatiertes Bild eines Kartoffelfeuers auf dem Arterner Weinberg. Besonders die „neuen“ Hochwasserbilder von 1939 korrespondieren vorzüglich mit solchen vom selben Ereignis aus Artern, die den Autoren bereits vorliegen. Die Darstellung historischer landwirtschaftlicher Tätigkeiten wird auch ein Schwerpunkt in „Die Unstrut“ sein, waren es doch besonders die Landwirte, die vom Segen des Flusses lebten bzw. seine Urgewalten erdulden mussten. – Auch Sammlerfreund Dieter Schirrling aus Rudolstadt besuchte im Herbst erneut den Heimatverein ARATORA und brachte diverse heimatgeschichtliche Unterlagen mit, vorrangig familiengeschichtliches Material, und somit unsere mittelfristig avisierte Veröffentlichung „Arterner Köpfe“ betreffend. – CDU-Landtagabgeordnete Gudrun Holbe überließ dem Verein wieder historisch relevante Bücher in Form von Arbeitsheften des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, hier zu den Themen Konservierung und Restaurierung, Bauforschung und Baugeschichte sowie Denkmalpflege und -erfassung im Freistaat. – Und erst kürzlich übergab uns Autorin Christine Stadel aus Sangerhausen dankenswerterweise Kopien eines bereits 1965 von Karl-Heinz Becker aus Bitterfeld erstelltes fünfzigseitiges Namenregister für Friedrich Schmidts zweiteilige „Geschichte der Stadt Sangerhausen“ aus dem Jahr 1906. Damit ist es nunmehr viel weniger zeitaufwendig, besonders genealogische Daten aus dem über 1.500 Seiten umfassenden Standardwerk dieses Heimatforschers zu ermitteln. – Nicht zuletzt ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Besucher des Arterner Weihnachtsmarktes am vergangenen Wochenende, die am Verkaufshäuschen des Heimatvereins anhielten, dabei sehr erfreulich regen Gebrach vom Angebot unserer neuen Buchveröffentlichung machten und darüber hinaus interessantes historisches Material überließen bzw. ankündigten! Auch die Sammlung von Münzen und Scheinen zwecks Sanierung des Arterner Luthersteins war recht erfolgreich, zudem kamen die vergangenen Wochen teils großzügige Spenden von auswärtigen Mitgliedern und Freunden hinzu (derzeitiger Stand der Spendenaktion sowie Namen der Geber: siehe unter VEREIN).


Salinebuch

Freitag, 6. Dezember 2013

Zum Arterner Weihnachtsmarkt in der Leipziger Straße stellt der Heimatverein ARATORA ab heute Nachmittag seine soeben erschienene, neueste Publikation mit über 320 Seiten Umfang und illustriert mit etwa 220 historischen Fotos bzw. Faksimiles vor. Das Buch mit dem Titel „Beiträge zur Geschichte der Saline in Artern vom 15. Jahrhundert bis 1928“ besteht aus drei historisch maßgeblichen, umfangreich- und detailreichen Texten zur Geschichte der Salinen im Salztal bzw. an der Unstrut, als Konvolut und in Reprintform (Frakturschrift) neu herausgegeben. Vom 6. bis 8. Dezember 2013, jeweils von 14 bis 20 Uhr, können Interessenten dieses Buch gern auf dem Weihnachtsmarkt erwerben, ab Montag, 9. Dezember im Guten Buch, Artern. Zu beachten ist die Gesamtauflage, die sich auf lediglich 300 Exemplare beläuft, von denen bereits rund 100 Stück in den Postversand gegangen sind! – Zudem wird auf dem Weihnachtsmarkt um Spenden für die hoffentlich baldige Sanierung des Luthersteins von 1819 gebeten. Für diesen Zweck kann am Stand des Heimatvereins ARATORA z. B. für nur zehn Euro die DVD „Heimatglocken – Evangelisches Gemeindeblatt für die Ortschaften um die Sachsenburg“ erworben werden (Jahrgänge 1928-1941, insgesamt 1.054 Seiten in über 120 PDF-Dateien). Darin sind hunderte hervorragende Artikel zur lokalen und regionalen Historie sowie über Orts-, Namen- und Familienforschung nachzulesen, besonders die Vergangenheit von Bilzingsleben, Bretleben, Büchel, Etzleben, Griefstedt, Gorsleben, Harras, Hauteroda, Stadt Heldrungen, Hemleben, Kannawurf, Oberheldrungen, Reinsdorf und Sachsenburg sowie die Gegend um Thüringer Pforte, Hainleite, Hohe Schrecke, Schmücke und Finne betreffend. – Erinnert wird zudem, dass der Aufruf um Mitarbeit bei der inhaltlichen und bildlichen Gestaltung unseres nächsten Vereinsbuches „Die Unstrut - Geschichte(n) vom Fluss zwischen Sachsenburger Pforte und Wendelstein“ noch immer läuft und daher um leihweise Bereitstellung relevanter Unterlagen, Bilder und Geschichten gebeten wird.


Harzzeitschrift 2013

Dienstag, 3. Dezember 2013

Im mittlerweile 65. Jahrgang erschien bereits im vorletzten Monat die aktuelle Harz-Zeitschrift (2013) mit 214 Seiten Umfang und 66 Illustrationen (unser Bild). In gewohnt hoher Qualität werden dort erneut Aufsätze zur Geschichte der Harzregion und ihrer Vorlande präsentiert. Der Leitartikel beschäftigt sich mit der „Vorgeschichte des sogenannten Fleglerkrieges und seine Folgen in der Goldenen Aue“ (Bauernaufstand 1412-1415) und tangiert somit auch unser Gebiet. Dem schließen sich drei Aufsätze zur mittelalterlichen Wüstungskunde im Harz an, weiterhin archäologische Untersuchungen im Kloster Walkenried. Das Rathaus Wernigerode wird als mittelalterlicher Rechtsort analysiert sowie das Wirken des Zimmermeisters Andreas Bock zu Quedlinburg bzw. von diversen Bauherren und Zimmerleuten unter die Lupe genommen. Ein Aufsatz über den vergessenen Orgelbaumeister Lutz Wille schließt sich an, weiterhin Berichte über alte Eisengusskunst und zur frühen Geschichte der NSDAP in Bad Sachsa. In einer umfangreichen Literaturschau für den Harzraum werden abschließend folgende Rubriken detailliert berührt: Regionales, Archäologie, Montan- uns Münzwesen, Rechtsgeschichte, Kirche und Kultur, Zeitfolge. Zum Abschluss kann sich der Leser über das Burger Landrecht, den 10. Westerhäuser Museumstag sowie die Jahreshauptversammlung des Harzvereins in Heringen informieren. Die Harz-Zeitschrift 2013 erscheint im Lukas-Verlag in Berlin, kostet 15 Euro und kann unter ISBN 978-3-86732-159-4 in jeder Buchhandlung bestellt werden.


Handbuch Teil 2

Freitag, 29. November 2013

Dieser Tage wurde uns die Auslieferung des Folgebandes des im Vorjahr erschienenen „Handbuches des (fast) unbekannten Gelehrten“ im in Mansfeld Südharz angekündigt. Das neue Buch von Autorin Christine Stadel aus Sangerhausen heißt „Mansfeld-Südharz. Das Handbuch der (fast) Unbekannten“ und möchte als Nachlese all jene Personen vorstellen, die erst im Verlauf späterer Recherchen ermittelt worden sind. Über 400 Personen aus Altkreisen Sangerhausen und Mansfeld sowie der vormaligen Grafschaft Stolberg wurden dafür berücksichtigt und sind auf 263 Seiten mit schwarzweißen Abbildungen präsent. Aus unserer Gegend sind u.a. Ranke, von Geusau und Meusebach enthalten, auch Artern, Gehofen, Heldrungen, Heygendorf, Kalbsrieth und Wiehe werden tangiert. Das neue Handbuch im Format B5 umfasst zudem ein Ortsregister. Der neue Band wird zum Preis von 9,60 Euro vertrieben. – Grundstock beider Personenlexika ist die handschriftliche Sammlung „Menschen am Südharz. Ein kleines Gelehrtenlexikon für Freunde der Heimatkunde" von Heimatforscher Hans Ahr (1902-1975) aus Sangerhausen. Interessenten können sich betreffs beider angeführter Bücher gern an den Heimatverein ARATORA wenden.