Artern

Zur freundlichen Beachtung & aktuelle Meldungen

TDoD 2011

Donnerstag, 21. April 2011

Das Landratsamt Kyffhäuserkreis informiert über den diesjährigen Tag des offenen Denkmals, der am 11. September 2011 stattfindet und unter dem Thema „Romantik Realismus Revolution – Das 19. Jahrhundert“ steht. Die Untere Denkmalschutz-behörde ruft deshalb wieder alle Denkmaleigentümer auf, sich aktiv am Tag des offenen Denkmals 2011 zu beteiligen. Die Teilnahmebögen können unter http://www.thueringen.de/denkmalpflege/pdf/meldebogen.pdf heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist Freitag, 13. Mai 2011 über Untere Denkmalschutzbehörde in Sondershausen oder Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Erfurt. – Auch der Heimatverein ARATORA beteiligt sich in diesem Jahr am Tag des offenen Denkmals und ist bereits mit den Eigentümern im Gespräch. Nur soviel: Das ins „Visier“ genommene Bauwerk in Artern war noch nie zu einem Tag der offenen Tür zugänglich und wird deshalb bestimmt viel Interesse wecken. - Zum selben Thema meldet die Homepage http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/: „Ab sofort kann man historische Baudenkmale zum Tag des offenen Denkmals am 11. September anmelden. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert". Gezeigt werden sollen die stilistische Vielseitigkeit, der rasante technische Fortschritt und der sich in der Architektur widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel dieser Epoche. Von der Romantik und ihrer am Mittelalter und Klassizismus orientierten Formensprache bis zum Beginnen der Architektur der Moderne. Auch technische und industrielle Denkmale sowie die Anfänge der Archäologie im 19. Jahrhundert können Thema sein. Eine Anmeldung erfolgt unter genannter Homepage oder schriftlich bei der Stiftung. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Die Stiftung stellt für die Werbung vor Ort kostenfrei Plakate und weitere Materialien zur Verfügung. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Mit ihm werden einmal im Jahr selten oder nie zugängliche Kultur-denkmale einem breiten Publikum geöffnet. 2010 erlebten bundesweit rund 4,5 Millionen Besucher mehr als 7.500 offene Denkmale.“


Dienstag, 19. April 2011

Mehr als fünfzig Mitglieder und Gäste des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde, des Geschichtsvereins Sangerhausen sowie weiterer regionaler Heimatvereine, darunter ARATORA e.V. Artern, trafen sich am vergangenen Samstag in Sangerhausen (unser Bild). Ehe der Harzverein am Nachmittag seine Jahreshauptversammlung in der Gaststätte „Herrenkrug“ am Rosarium durchführte, waren Interessierte zu drei sehr interessanten Vorträgen über historische Themen unserer ehemaligen Kreisstadt Sangerhausen gebeten worden: Helmut Loth, Vereinsvorsitzender unseres Partnervereins, brachte mit sehr vielen Stadtplänen, historischen Ansichten und Detailaufnahmen geschichtlich bedeutsamer Stätten einen Abriss zur Entwicklung der Stadt Sangerhausen seit dem Mittelalter nahe. Er demonstrierte das Wachsen und Gedeihen von der ersten Siedlung über Burg- und Kirchenbau, Ausweitung des städtischen Siedlungsgebietes hin zur neuzeitlichen Stadterweiterung. – Ein weiterer Vortrag widmete sich den achtwöchigen Grabungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Bereich des Alten Schlosses (Musikschule) in Sangerhausen. Dort kam u. a. ein mittelalterliche Keller nebst sehr breiter Treppe und andere Fundamente ans Tageslicht, weiterhin Kleinfunde, so ein Tonköpfchen, ein Miniaturreiter, diverse Gefäße und zerscherbte Keramik. Besonderes Interesse wurde tiergestaltigen Gießgefäßen gewidmet. - Abschließend kam das heutige Europa-Rosarium in einem Vortrag zu Ehren, aus dessen Geschichte und botanischen Beständen berichtet wurde. – Wieder einmal haben es die Freunde vom Sangerhäuser Geschichtsverein geschafft, eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stellen; dafür herzlichen Dank, auch für die zahlreichen sehr aufschlussreichen Gespräche am Rande der Tagung. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Termine in der Rosenstadt: 4. bis 6. Mai: Jutta-von-Sangerhausen-Tage sowie 17. Juni: Vortrag über die Ergebnisse der aktuellen Bauforschung in der Ulrichkirche. Zudem wurde auf der vergangenen Tagung Kontakt für einen weiteren interessanten regionalhistorischen Vortrag im Herbst dieses Jahres in Artern geknüpft.


Artikel

Sonntag, 17. April 2011

Unser nächster Familiengeschichtlicher Abend findet am Freitag, 27. Mai 2011 um 18.30 Uhr statt. Dies ergab ein kürzlich geführtes Gespräch mit Dr. Axel Römer aus Pulheim (NRW), den wir dazu als Referenten begrüßen dürfen. Familienforscher und heimat-geschichtlich Interessierte mögen sich bitte diesen Termin vormerken. Angedacht ist, dass Dr. Römer - selbst aus Artern stammend und mit seinen Forschungen u. a. Artern, Voigtstedt, Brücken, Katharinenrieth und Schönfeld tangierend - einen Lichtbildervortrag zur Familienforschung hält, der unsere Besucher bis in die Zeit der Reformation führt. Immerhin ist einer seiner Ahnen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Pfarrer Cyriacus Kramer, als erster lutherischer Geistlicher in Voigtstedt verbürgt. Weitere Nachweise von Familienmitgliedern finden sich in Orten der Umgebung. Darüber hinaus beschäftigt sich Dr. Axel Römer mit der Erforschung der Pfarrer und weiterer Geistlicher in Artern und Umgebung, gleichfalls seit der Reformation. (Unsere Abbildung zeigt den Kopf eines umfangreichen und gehaltvollen Artikels über den Dekan und Magister Daniel Bäumchen aus Artern.) Unser Familiengeschichtlicher Abend wird diesmal in Voigtstedt stattfinden, verbunden  mit Besichtigung der dortigen Marienkirche ab 17.45 Uhr. Das Veranstaltungslokal in unserer Nachbargemeinde steht noch nicht fest und wird nachgereicht. Für Interessierte aus Artern ohne PKW wird ein kostenloser Fahrdienst eingerichtet. – Doch zuvor sei noch einmal an unseren Vortragsabend in diesem Monat erinnert: Am Freitag, 29. April 2011 widmet sich Tommy Pfennig aus Erfurt um 18.30 Uhr in der Volkshochschule Artern dem Thema „Arbeiten und Forschen in Archiven“ und gibt Einblicke in das lokale und regionale Archivwesen Mitteldeutschlands.


Freitag, 15. April 2011

Die Einladung nach Oberröblingen zu einer sehr interessanten Buchpräsentation mit orts- und heimatgeschichtlichem Flair nahm der ARATORA-Vorsitzende am vergangenen Dienstag an. Nachdem bereits im vorigen Jahr das umfang- und detailreiche Heimatbuch „Oberröblingen an der Helme. Aus der Geschichte eines Dorfes in der Goldenen Aue“ veröffentlicht worden war, folgte nun die Präsentation der Fortsetzung dieser Chronik. Immerhin wurde seit fast dreißig Jahren keine größere Veröffentlichung zur Geschichte dieses interessanten Dorfes mehr veröffentlicht. (Die letzte heimatgeschichtliche Broschüre stammt noch aus der Feder des längst verstorbenen Ortschronisten Rudolf Möncher anlässlich der 1100-Jahrfeier 1981). Bereits im Juni 2010 hatten die Autoren Winfried Holzlehner (unser Bild), Oswald Holzlehner sowie Hartmut Müller eine 176seitige Schrift veröffentlicht, die dem Leser zahlreiche Aspekte aus Dorf- und Familiengeschichte sowie Volkskunde unserer Nachbargemeinde nebst zahlreichen, sehr attraktiven Abbildungen nahebringt. Leider ist die schöne Chronik als Druckexemplar bereits ausverkauft; als Datei auf CD-ROM ist diese aber noch erhältlich. Seit Vorstellung eben dieses Buches ist Neues hinzugekommen, sodass sich die Autoren entschlossen, eine Fortsetzung folgen zu lassen (60 Seiten, fast 50 Abbildungen), die u. a. über die Wiederentdeckung des historischen Dorfarchives, über Ahnenforschung, alte Flurnamen, Flugzeugabstürze, historische Trinkwasserversorgung und die Zuckerfabrik Oberröblingen berichtet. Zwischenzeitlich sind auch weitere Fotos hinzugekommen, u. a. von Familie Kurt Hamatschek, vormals Siedemeister in der Zuckerfabrik. Und Anke Hoffmann aus Grillenberg hat aktuelle Luftbilder von Oberröblingen, die sie während einer Ballonfahrt aufgenommen hat, zur neuen Publikation zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch unter SONDERSCHRIFTEN - Aktuelle Veröffentlichungen von Vereinsmitgliedern & Freunden). Umrahmt mit Rezitationen und unterhaltenden Präsentationen fügten sich diese Einzelteile zu einem schönen heimatlichen Abend. Am Rande der Veranstaltung wurden auch wichtige Daten und Unterlagen zur Heimat- und Familiengeschichte der Stadt Artern und der Gemeinde Oberröblingen ausgetauscht. Ortsgeschichts- und Familienforscher Hartmut Müller wurde zudem als Referent eines Vortrags im Rahmen einer unserer Familiengeschichtlichen Abende im Herbst nach Artern eingeladen.


Mittwoch, 13. April 2011

In Vorbereitung des Buches „Die Unstrut – Ein Fluss und seine Geschichte(n)“ wurde während der ersten schönen Frühlingstage zunächst „Feldarbeit“ geleistet: Die Friedhöfe und Kirchplätze zwischen Sachsenburg und Wendelstein – dem Arbeitsgebiet der beiden Autoren – wurden besucht und in stundenlanger Arbeit Grabsteine und Denkmale in Augenschein genommen und dokumentiert. Der Erfolg dieser Suchaktion kann sich durchaus sehen lassen, zumal historische Gräber (19. Jahrhundert und älter) oftmals längst geräumt worden sind und bei den noch existenten längst nicht immer direkte Bezüge zur Unstrut (also Berufe, Unglückfälle usw.) auf den Grabsteinen vermerkt worden sind. Trotzdem war die Suche relativ erfolgreich; so konnten z. B. ein Unstrutschiffsherr und ein in der Unstrut Ertrunkener eindeutig mittels Grabmalen nachgewiesen werden. Weiterhin durfte aus Schönewerda eine sehr umfangreiche historisch-volkskundliche Abhandlung von Hans König leihweise in Empfang genommen werden. Neben archäologischen und historischen Niederschriften wurden von diesem Schönewerdaer Heimatforscher auf rund 50 Seiten über Schifffahrt auf der Unstrut und Hochwasser geschrieben – exzellente Informationen und Daten für unser neues Buch, das 2012 erscheinen soll. Darüber hinaus haben sich weitere Mitbürger aus unseren Unstrutorten gemeldet, die mit Bild und Text mithelfen möchten. Auch auf archivalischem Gebieten hat sich bereits einiges getan, besonders hinsichtlich historischer Abbildungen und Landkarten für das Unstrut-Buch, denn immerhin möchten die Autoren Dr. Mathias Deutsch und Andreas Schmölling möglichst seltene bzw. noch nie veröffentlichte Aufnahmen und Darstellungen ins Buch bringen. Der aktuelle Vorlauf hierfür ist gleichfalls sehr verheißend. Betreffs der Resonanz auf das neue Buch scheinen die Autoren genau den Nerv getroffen zu haben, denn insgesamt sind derzeit noch mehr als 60 Personen, u. a. aus Rossleben, Oldisleben, Donndorf und Schönfeld zu befragen, zudem noch einige große Archive und Sammlungen in Mitteldeutschland „abzugrasen“. Die ursprünglich angepeilten 120 Seiten Umfang werden mit hoher Sicherheit nicht ausreichen, sodass eine Aufstockung auf mindestens 200 Seiten realistisch erscheint, ggf. sogar noch ein Ergänzungsband. – Unser Bild zeigt die Unstrut-Brücke bei Artern, Reinsdorfer Straße vor ihrer Zerstörung am 12. April 1945 sowie die Gaststätte Weise.


Montag, 11. April 2011

Heute vor 125 Jahren hätte ein Feuer, wäre es nicht rechtzeitig unter Kontrolle gebracht worden, ein seit 1728 in Artern befindliches Wahrzeichen vernichtet. An der westlichen Seite des hölzernen Saline-Kunstturmes nahe der Mühle war die Bretterverschalung auf Höhe des vierten Stockwerkes in Brand geraten. Als Ursache des Feuers wurde vermutet, dass Funken der nahen Papiermühle aus deren Schornstein entwichen und durch den zurzeit herrschenden Sturmes in Richtung Kunstturm getragen worden sind. Dort könnten die glühenden Teile auf faules Holz oder in ein Vogelnest geflogen sein und den Brand ausgelöst haben. Erst 1897 hatte der Turm ausgedient und wurde niedergelegt.


Samstag, 9. April 2011

In mühevoller Kleinarbeit haben unsere Forscherkollegen vom Luftzeugamt Kölleda http://www.luftzeugamt-koelleda.de unter Leitung von Ralf Lemser in den letzten Jahren Jahre ungezählte Dokumente über den ehemaligen Flugplatz dort sowie Luftfahrgeschichte im Raum Nordthüringen zusammengetragen. Heute startet die militärgeschichtliche Dauerausstellung "Luftzeugamt Kölleda - Gegen das Vergessen" im Backleber Tor in die neue Saison. Nach viermonatiger Winterpause, die wie immer traditionell vom Förderkreis für Heimatgeschichte für inhaltliche Umbauten der Ausstellung genutzt wurde, erwartet die Besucher in diesem Jahr eine noch größere Fülle von Fotos und Zeitzeugnissen rund um die mitteldeutsche Luftfahrt- und Militärgeschichte des Zweiten Weltkrieges, wobei das ehemalige Luftzeugamt Kölleda weiterhin im Fokus der Dokumentation steht. Hochwertige neue Flugzeugmodelle, darunter auch einer der ersten Hubschrauber der Welt - der übrigens nachweislich im Frühjahr 1945 in Kölleda und Erfurt geflogen ist - sowie Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände, Fotos und Schriftstücke wurden neu in die Ausstellung aufgenommen und werden ab sofort zu sehen sein. Eine einzigartige Sammlung von Werkzeug- und Ersatzteilkisten aus dem Bereich der Flugzeugwartung, die europaweit größte bekannte Sammlung an Ersatzteilen des Flugzeugbaumusters Dornier "Do 17" und Einzelschicksale des fliegendes Personals runden diese mannigfaltige und kurzweilige Exposition ab. Exklusiv werden auch erstmals Luftbilder der Jahre 1944/45 von der Stadt und den einstigen Flugplatzanlagen, sowie originale Zeitzeugnisse der damaligen politischen Führung von Kölleda präsentiert. Geöffnet ist die Dauerausstellung jeden Samstag in den geraden Wochen von 13.30 Uhr bis17.00 Uhr oder nach individueller Vereinbarung unter info@luftzeugamt-koelleda.de bzw. am Abend unter 03635 / 400049 (Ralf Lemser). – Unser Bild zeigt Vorstandsmitglieder des Heimatvereins ARATORA beim Besuch der Ausstellung im Sommer 2010, in dessen Nachgang Datenmaterial, Abbildungen und Dokumente u. a. Arterner Flugzeugführer an die Kölledaer Freunde weitergeleitet werden konnten.


Donnerstag, 7. April 2011

Mindestens seit dem Mittelalter verbindet der Feldweg zwischen Artern und Voigtstedt beide Ortschaften und tangierte bis ins späte Mittelalter auch die heutige Wüstung Kerstendorf (Kiefernwäldchen). Erst im Zuge des Baues der Umgehungsstraße L 1172 östlich des Weinberges wurde dieser seit dem Mittelalter wichtige Verkehrsweg zwischen beiden Orten unschön zerschnitten und eine Brücke über die neue Ortsumfahrung errichtet. Uralte knorrige Kirschbäume säumen Weg – seit nunmehr 156 Jahren, vielleicht aber auch schon viel eher. Die neuzeitliche Pflanzung von Kirschbäumen an diesem Weg fällt lt. Chronist Otto Wagner in das Frühjahr 1855 „und zwar zwischen den Domänengrundstücken seitens der Domäne und von da an seitens der Stadt. (Obgleich die Domäne ca. 25 Jahre lang den Nutzen aus ihrer Anpflanzung gezogen hatte, wurde dieses Recht, weil die Bäume auf städtischem Grund und Boden stehen, Anfang der achtziger Jahre vom Senator Apotheker Hartleb bestritten und von diesem – auf eigene Gefahr hin – die übrigen Ratsmitglieder hatten seinem Verlangen widersprochen – einen Prozeß angestrengt, welcher zugunsten der Stadt entschieden wurde. Seither steht der Stadt die Kirschennutzung an diesem Wege bis zum Gerichtsrain allein zu.)“


Zeitschrift des Harzvereins

Dienstag, 5. April 2011

Einer der ältesten überregionalen Geschichtsvereine, der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde, lädt am Samstag 16. April 2011 zur Jahreshauptversammlung nach Sangerhausen ein. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der Rosenstadt, dem Verein für Geschichte von Sangerhausen und Umgebung, findet diese wichtige und interessante Veranstaltung ab 10.00 Uhr in der Gaststätte „Zum Herrenkrug“ Riestedter Straße 37, Sangerhausen, statt. Am Vormittag werden drei ortsgeschichtliche Vorträge gehalten: Sangerhausen im Wandel der Zeit – Stadtgrundrissentwicklung (Helmut Loth); Neue archäologische Erkenntnisse zum Alten Schloss in Sangerhausen (Dr. Matthias Soop) und zur Geschichte des Rosariums (Thomas Havel). Nach dem Mittag tagt die Jahreshauptversammlung des Harzvereins (Gäste sind willkommen), anschließend wird eine Stadtführung angeboten. Der Heimatverein ARATORA nimmt zumindest die Teilnahme an den historischen Referaten am Vormittag wahr und bietet Mitgliedern und Interessierten Mitfahrtgelegenheit an. - Der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde wurde 1868 in Wernigerode gegründet und arbeitet länderübergreifend zur Geschichte, Natur und Volkskunde des Harzes und seiner Vorlande. Die umfangreichen Veröffentlichungen stellen eine unerschöpfliche Daten- und Wissensquelle über den Harz dar (unser Bild).


Heimat Thüringen

Sonntag, 3. April 2011

Der Heimatbund Thüringen e.V. wurde 1993 als Landesverband für Natur- und Umweltschutz, Regionalgeschichtsforschung, Denkmalschutz und Kulturpflege am 6. November 1993 auf Schloss Elgersburg im Ilmkreis gegründet. Anliegen des Vereins ist es, die Kulturlandschaften Thüringens zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten. Dazu stehen Vorstand, Geschäftsstelle und Mitglied mit zahlreichen Instituionen und Vereinen, u. a. dem Heimatverein ARATORA, mit Ortschronisten, Naturfreunden, Denkmalschützern usw. in Kontakt. Näheres erfahren hierzu Sie auf der Homepage http://www.heimatbund-thueringen.de/. Neben zahlreichen Projekten, Seminaren, Tagungen und Netzwerken richtet sich der Heimatbund mit auch seiner periodischen Schrift „Heimat Thüringen“ an eine interessierte Leserschaft (unser Bild: Ausgabe 4/2004). Die noch lieferbaren, sehr lesenswerten und dabei äußerst preiswerten Ausgaben bereits erschienener Drucke sind ebenfalls auf der Internetpräsentation abrufbar. Für dieses Jahr hat der Heimatbund Thüringen folgenden Themen für seine Quartalsschrift ins Auge gefasst: Heft 1: Die Zukunft der Erinnerung, Heft 2: Kulturerbe Sprache in Thüringen - Dialektforschung und Mundartpflege, Heft 3: Tag des offenen Denkmals 2011 (Thema: "Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert") und Heft 4: Kulturprojekte im ländlichen Raum. Bereits diese Vorankündigung lässt, wie in der Vergangenheit auch, auf eine bunte Themenpalette aus Vergangenheit und Gegenwart unseres Landes hoffen. Sicherlich wird auch in diesem Jahr wieder zur aktiven Mitarbeit der Leser, d. h. zum Beisteuern von Artikeln für die Periodika „Heimat Thüringen“, aufgerufen, sodass auch künftig die regionale Vielfalt garantiert ist.


Freitag, 1. April 2011

Wie bereits kürzlich erwähnt, wurde das Bilderarchiv des Heimatvereins ARATORA im Laufe des vergangen Monats um wichtige historische Abbildungen bereichert, die in digitaler Form bzw. als fotographische Kopie vorliegen. Diese Darstellungen beziehen sich auf Personen des 18. bis 20. Jahrhunderts , die direkt oder indirekt mit den Rittergütern in der Arterner Altstadt zu tun hatten, diese also innehatten, Pächter waren oder anderwärtig damit in Zusammenhang standen (Familien Lüttich, Schall, Weidlich u. a.). Als Ergänzung zu diesen interessanten Darstellungen (Gemälde und Fotos) aus ihrer Sammlung sandte uns jetzt Familienforscherin Gabriele Breuckmann aus Düsseldorf weitere Bilder, diesmal aus einem Fotoalbum um 1920 mit Abbildungen u .a. aus Artern. Folgende schöne heimische Motive liegen nunmehr vor: Blick in die Ritterstraße auf den Unterhof, Innenhofbereich und Gutshaus des Unterhofes (unser Bild), Fachwerkgiebel des Unteren Hofes, Südseite der Veitskirche sowie Blick auf die Veitskirche vom Oberen Hof aus. Zu gegebener Zeit werden einige dieser noch nie veröffentlichen Abbildungen auch Eingang in die Schriften des Arterner Heimatvereins ARATORA finden, vermutlich bereits schon in die noch ausstehenden Jahreschrift 21 für 2011 und in das noch in Arbeit befindliche Buch „Die Unstrut - Ein Fluss und seine Geschichte(n)“, das im Jahr 2012 erscheinen soll.


Mittelfeld

Mittwoch, 30. März 2011

Im Nachgang unseres außerordentlich gut besuchten Vortrages zu jüngsten archäologischen Grabungen entlang der A 71 am 24. März und zeitgleich mit der Auslage des Bebauungsplanes Nr. 16 „Industriegroßfläche Artern Unstrut“ im Rathaus (noch bis 13. Mai 2011, siehe Amtsblatt vom 26. März 2011, Seite 5) wurden seitens des Heimatvereins ARATORA Daten über ur- und frühgeschichtliche Altfunde auf dem Areal des „Großen Feldes“ und des „Mittelfeldes“ nordwestlich von Schönfeld zusammengestellt. Diese beiden Flurstücke bilden das hauptsächliche Areal des künftigen Industriegebietes. Sehr hilfreich bei der Zusammenstellung dieser vorgeschichtlichen, leider längst verschollenen Funde war u. a. die „Schönfelder Chronik oder Beschreibung dieses Ortes durch den Einwohner und Oekonom Gottfried Schäffer sen. im Jahre 1842“. Besonders könnten bei Grabungen auf dem künftigen Gewerbegelände Reste der mittelalterlichen Landwehr sowie eines zugehörenden Wachturmes zutage kommen, dessen Steine zum Bau der heutigen Schönfelder Kirche genutzt worden sind. Weiterhin sind dort „sehr viele alte Heidnische Urnen oder Totentöpfe aufgefunten“ worden, weiterhin im Mittelfeld „allerwärts viele Heidnische Urnen oder Totendöpfe … in den Jahren 1777 bis 1800“. Zum Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis am 7. Mai 2011 in Jechaburg wird die Zusammenstellung an die dort referierenden Thüringer Archäologen überreicht; sie gibt den Forschern hoffentlich Hinweise über Fundstellen, die aufgrund ihrer lange zurückliegenden Entdeckung im örtlichen Fundregister nicht erfasst sind. – Unser Bild zeigt einen historischen Kartenausschnitt um Schönfeld. Die künftige Industriefläche befindet sich im linken oberen Quadranten.


Montag, 28. März 2011

Zur Jahreshauptversammlung lädt der Vorstand des Heimatvereins ARATORA herzlich ein und bittet die Mitglieder am Donnerstag, 14. April 2011 um 19.00 Uhr in den Ratskeller Artern. Persönliche Einladungen ergehen gesondert und fristgemäß. Um zahlreiches Erscheinen wird herzlich gebeten! Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

TOP 1 - Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung
TOP 2 - Abstimmung über die Tagesordnung
TOP 2 - Bericht der Vorstandes für das abgelaufene Vereinsjahr 2010
TOP 3 - Bericht des Schatzmeisters für 2010
TOP 4 - Bericht der Kassenprüfung für 2010
TOP 5 - Diskussion und Anfragen
TOP 6 - Entlastung des Vorstandes
TOP 7 - Jahresplanung 2011 (Tätigkeits- und Finanzplan)
TOP 7 - Vorbereitungen zu anstehender Satzungsänderung
TOP 8 - Vorbereitungen zur anstehenden Vorstandswahl
TOP 9 - Schlusswort


Samstag, 26. März 2011

Dass gerade Archäologie nach wie vor die Menschen fasziniert, stellte unser Vortrag zu Ausgrabungen entlang der Autobahn A 71 zwischen Voigtstedt und Heldrungen, gehalten am vergangenen Donnerstag von Dr. Klaus-Peter Welcher (unser Bild) vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLAD) in Weimar, eindrucksvoll unter Beweis. Fast 80 Besucher sorgten für einen beinahe vollbesetzten Rathaussitzungssaal; sie kamen u. a. aus Artern, Wiehe, Donndorf, Bottendorf, Heldrungen, Gorsleben, Voigtstedt, Sangerhausen, Schönfeld und Reinsdorf. In den letzten Jahren war Dr. Wechler als Grabungsleiter nahe Voigtstedt, Artern, Bretleben und Heldrungen tätig und brachte mit seinem Grabungsteam sowie ehrenamtlichen Helfern hochinteressierte Funde nach Jahrtausenden ans Tageslicht: Hausgrundrisse aus der Bandkeramik, Befestigungsanlagen, neolithische Gräber, Waffen und Schmuck aus Stein und Metall, ganze Schmelzöfen und sogar römische Handelsware. Neben aktuellen Grabungsbefunden aus den Fluren genannter vier Ortschaften stellt unser Referent zudem etliche Altfunde aus Artern vor, von denen viele, z. B. 1794 in der Saline entdeckte Grablegungen, leider oftmals heute verschollen sind. Eine kleinere Grabung im Stadtgebiet Artern steht indes demnächst noch an; der Heimatverein ARATORA wird darüber berichten. Für voraussichtlich 2013 kündigte Dr. Klaus-Peter Wechler eine wissenschaftliche Publikation an, die die ur- und frühgeschichtlichen Funde im Vorfeld des Autobahnbaues der A 71 im Kyffhäuserkreis vorstellen und dokumentieren wird. Wenn unser Vortrag nur ein Vorgeschmack war, dann wird das erwartete Buch das „Hauptgericht“ sein, auf das sich alle Geschichtsinteressierten sehr freuen dürfen. - Noch mehr über archäologische Forschungen in unserer Heimat (z. B. aktuelle Grabungsergebnisse auf dem Frauenberg bei Sondershausen) gibt es zum nächsten Tag der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis, der am Samstag, 7. Mai 2011 in Jechaburg stattfindet, wo sich Heimatvereine, Ortschronisten, Bodendenkmalpfleger und Geschichtsfreunde u. a. mit Mitarbeitern des TLAD bzw. des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar treffen. Demnächst wird auch eine Broschüre über die Grabungen (Frühmittelalter) auf dem Frauenberg erscheinen.


AiD

Donnerstag, 24. März 2011

Geradezu passend zum heutigen Vortrag des Heimatvereins ARATORA mit PD Dr. Klaus-Peter Wechler über Grabungen entlang der Autobahn A 71 erschien soeben im Heft 2 (März/April 2011) der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“ in deren Rubrik „Forschung“ der Artikel „6000 Jahre Siedlungsplatz. Ein Tell in Mitteldeutschland?“, wobei unter einem Tell ein prähistorischer Siedlungshügel zu verstehen ist. Das Interessante an dem Aufsatz ist natürlich der Hügel als solcher aber auch dessen Fundort in der östlichen Goldenen Aue - nur zehn Fahrminuten von Artern entfernt und gleichfalls im Zuge der Errichtung der A 71 entdeckt und ausgegraben. Dazu meldet die Homepage www.aid-magazin.de des seit 1984 im Konrad-Theiß-Verlag Stuttgart erscheinenden populärwissenschaftlichen Fachmagazins: „Im Laufe von fast 6 Jahrtausenden entstand bei Niederröblingen ein ungewöhnlich geformter Siedlungshügel. Mit 2,5 m Höhe, einem Volumen von ca. 34 000 t und einer Fläche von etwa 4,75 ha erreichte der Hügel seine maximale Ausdehnung. Älteste Besiedlungsspuren datieren in die Linienbandkeramik um 5300 v.Chr. Bis in die Römische Kaiserzeit um 400 n.Chr. setzte sich die Siedlungstätigkeit hier mit Unterbrechungen fort. Während dieser Zeitspanne wurde unbrauchbar gewordenes Baumaterial immer wieder an Ort und Stelle einplaniert, sodass sich der Hügel nach und nach vor allem aus »Bauschutt« aufgeschichtet hat (...).“ Archäologie-Interessierten sei das aktuelle Heft (unser Bild), wie die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift als solche nebst ihren Sonderausgaben, sehr empfohlen.