Artern

Zur freundlichen Beachtung (neue Publikationen, Spendenaktionen, Archivwesen) & Aktuelle Meldungen zur heimatkundlichen Arbeit (zweimal wöchentlich)

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Familienforscher und an Geschichte Interessierte dürfen sich ab heute und dann immer mittwochs auf eine neue Staffel von „Die Spur der Ahnen. Jede Familie hat ein Geheimnis“ mir Robert Burdy auf dem MDR-Fernsehen freuen. Auch diesmal gehen der Moderator und Genealogin Martina Wermes vom Sächsischen Staatsarchiv in Leipzig Familienlegenden nach, die sich über Generationen erhalten haben. Die Suche führt erneut in Archive, Pfarr- und Standesämter, an historische Orte des Geschehens sowie auf Friedhöfe und zu Nachfahren und Verwandten. Mit der Mischung aus Ahnenforschung, Regionalgeschichte und Kriminalistik ist „Die Spur der Ahnen“ auf dem deutschen Fernsehmarkt einzigartig, dabei spannend, lehrreich und wissenschaftlich fundiert. Hier nun die neuen Folgen: Mittwoch 12.10.2011, 20:45 Uhr: Der legendäre Zoodirektor. Die 67jährige Renate Donat aus Saara im Landkreis Altenburger Land berichtet, dass ihre Großmutter immer behauptete, dass der Gründer des Leipziger Zoos, der Gastwirt Ernst Pinkert, ein Verwandter sein. Ob dem so ist? – Mittwoch, 19.10.2011, 20:45 Uhr: Der kleine Junge und die Nazis. Die britische Regierung initiierte 1938/39 mit Hilfe einflussreichen Juden eine Hilfsaktion, um jüdische Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei zu bringen. Die Aktion „Kindertransporte“ und damit viele tragische Schicksale nahmen ihren Lauf. – Mittwoch, 26.10.2011, 20:45 Uhr: Der verratene Bruder. Ein unbekannter Mann berichtet Frührentner Harald Mattke aus Erfurt, er wäre sein Cousin. Sein Vater habe den eigenen Bruder verraten und es sei zu einer Schießerei gekommen; der eine war bei der SA, der andere Kommunist. Dem Pensionär ist das nicht glaubhaft, hatten doch sein Vater und der Großvater besten Kontakt zueinander und nie war von anderen Verwandten die Rede. – Mittwoch, 02.11.2011, 20:45 Uhr: Der Räuberwald. Dorothea Hohl aus Leipzig meint, einer ihrer Vorfahren wäre ein berüchtigter Räuber und Mörder gewesen, genannt der „Schwarze Geithe“, Anführer der gefährlichsten Räuberbande Thüringens zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Sein Revier war der Wald zwischen Gera und Jena. Widerpart des Räuberhauptmanns war ein Pfarrer. Der hatte zwar keine Waffen, aber mit Gottes Wort erreichte er die Frauen der Banditen! – Forschern aus Artern und Umgebung bietet der Heimatverein ARATORA Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, z. B. im Rahmen unserer Familiengeschichtlichen Abende, einmal im Quartal. Unsere nächste Veranstaltung dieser Art wird Ende November /Anfang Dezember im Ratskeller stattfinden. – Unser Foto zeigt eine Seite aus dem Arterner Kirchenbuch mit Taufen des Jahres 1729.


Montag, 10. Oktober 2011

Die Meinungen über das Thema "Archäoastronomie" sind in Wissenschaft und Amateurforschung naturgemäß geteilt und schweifen zwischen enthusiastischer Zustimmung, Ignoranz und vehementer Ablehnung. Das wurde auch bei der 9. Tagung zur (vor)geschichtlichen Himmelskunde in Questenberg und Sangerhausen am vergangenen Wochenende klar, wobei die (durchaus kritischen) Befürworter in der Überzahl waren. Veranstalter Ralf Koneckis und den Referenten ist schon klar: aufgrund mangelnder Datenlage bei den Themen „Kult und Religion, Mythologie, Kosmologie und Astronomie in vorgeschichtlichen Kulturen“ sind Vorsicht und Zurückhaltung angebracht. Doch bringt auch hier nur das Widerspiel von These und Antithese letztlich Klärung bzw. in diesem Falle Annäherung an die (vor-)historische Wahrheit. Immerhin werden oftmals in der Archäoastronomie lediglich Interpretationen präsentiert. Auch wenn der Konsens letztlich doch irgendwo Glaubenssache ist und bleibt, die kürzlich präsentierten Tagungsvorträge, Ideen und Darstellungen ur- und frühgeschichtlicher Objekte (auch aus unserer näheren Region) als mutmaßliche Zeitmessungs-, Ortungs- oder Orientierungsgeräte waren schon faszinierend. Die Vortragenden sind keine esoterischen Phantasten, sondern durchaus ernsthafte Forscher im eher grenzwissenschaftlichen Bereich, der nur allzu gern von der etablierten Forschung lediglich tangiert wird; zu schnell kann sich der Gelehrte dabei in die Nesseln setzen und seinen Ruf ruinieren. Jenes Manko können Amateure getrost aus acht und daher ihren (sachlich und fachlich fundierten) Annahmen und Vorstellungen freien Lauf lassen. Diese Erkenntnis kann aus der 9. Tagung zur (vor)geschichtlichen Himmelskunde mitgenommen werden: Auf kurz oder lang kommt besonders die etablierte Archäologie jenseits von Nebra und Goseck nicht mehr an den Erkenntnissen der astral-kosmischen und mythologischen Amateurforschung vorbei. Einiges wird sich als unrichtig, anderes als diskussionswürdig und weiteres als korrekt bewahrheiten. In diesem Sinne freuen wir uns bereits auf die 10. Tagung im kommenden Herbst, diesmal in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Archäoastronomie (siehe http://www.archaeoastronomie.org/). Bis dahin gibt es noch viel zu forschen, auch und besonders zwischen Südharz und Kyffhäuser, Goldener Aue, Hainleite und Hoher Schrecke: prähistorische Kultstätten, sagenhafte Berge und andere Örtlichkeiten, markante Horizontaufgangspunkte von Himmelskörpern, Visierlinien, Leylines und archäologische Funde, die u. U. ganz anders als bislang gedeutet werden könnten.


Samstag, 8. Oktober 2011

Das vormalige Gebäude des Amtsgerichts Artern am Markt hat sich im Frühherbst herausgeputzt. Das historische Gebäude, markant durch seine gelblich-orangenen Backsteine, erhielt einen neuen Farbanstrich. Die Fenstergewände strahlen nunmehr in frischem Weiß und die Fläche über dem (ehemals viel prächtigeren) Eingangsportal in althergebrachter oranger Farbe – wieder ein bunter Farbtupfer mehr in der Innenstadt. – Die Geschichte dieses Hauses geht in bis das 19. Jahrhundert, wo es ursprünglich das Gebäude des hiesigen Postamtes war, und zwar bis 1871. Das Amtsgericht Artern hatte zuvor seinen Sitz in der Herrenstraße gehabt, dort allerdings beengt und unzweckmäßig. Das Haus der bisherigen Post, sollte nach deren Auszug Hotel werden, was aber nicht umgesetzt werden konnte. Schließlich kaufte es der Magistrat für 30.000 Mark, um dort ein Rathaus, Amtsgericht, Schule oder Landwirtschaftsschule einzurichten. Da die Hypothekenzinsen nicht gezahlt worden waren, erwarb die Sparkasse das Gebäude und bot es dem Justizfiskus zum Kauf an – für 40.000 Mark! Der Fiskus lehnte zunächst ab, sodass andere Mieter einzogen. Mit Amtsaufnahme von Richter Ehrenberg wurden die Verhandlungen mit der Sparkasse wieder aufgenommen, die Justiz mietete sich schließlich ein und blieb dort bis zum Neubau in der Alten-Poststraße Mitte der 1990er Jahre. Damals zogen die Rechtsvertreter ins „Blaue Wunder“ in die Alte Poststraße, heute in teilweise anderer Farbgebung Sitz des Thüringischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Katasterbereich Artern. – In dem für 2012 angedachten Reprint „Artern und seine Bewohner im vorigen (19.) Jahrhundert“ als Ergänzung der seit 11. September 2011 vorliegende Stadtchronik werden auch alle Arterner Amtsrichter benannt.


Donnerstag, 6. Oktober 2011

Die „Interessengruppe Heimatgeschichte des Landkreises Sömmerda“ und das Landratsamt Sömmerda laden auch in diesem Jahr wieder zur Tagung der Heimatforscher und Ortschronisten des Landkreises Sömmerda ein. Bereits im vergangenen Jahr weilten interessierte Arterner zur Tagung, die damals in Bilzingsleben zur Thematik „Archäologie in Thüringen“ stattfand. Das bevorstehende Treffen mit den Geschichtsfreunden unseres südlichen Nachbarkreises wird in der Gaststätte „Zur Erholung“ in Kleinmölsen, Udestedter Straße 42 durchgeführt; Termin ist Freitag, 14. Oktober 2011 von 13 bis 17 Uhr. Die Tagung steht unter dem Thema „Die Separation (Flurbereinigung) im Landkreis Sömmerda - Teil der großen Agrarreformen des 19. Jahrhunderts“ und versucht neben einer Einordnung der Separation in den Kontext der großen Agrarreformen des 19. Jahrhunderts einen Überblick über die Quellenlage und den Forschungsstand für den Landkreis Sömmerda zu geben. Einer konkreten Betrachtung wird die Separation in der Gastgebergemeinde Kleinmölsen unterzogen. – Unter der Separation versteht man eine in Deutschland während des 18./19. Jahrhunderts großangelegte Flurbereinigung mit Neuverteilung sämtlicher landwirtschaftlichen Flächen. Die überkommene Dreifelderwirtschaft mit je einem Drittel Sommer- bzw. Wintergetreide und einem Drittel Brache war zum ökonomischen Hemmnis geworden. Bauern mussten vielfach zersplitterte Teilflächen bearbeiten und fehlende Wege machten die Begehung bzw. Befahrung fremder Äcker nötig. Größere Parzellen und ein neues Wegesystem mussten geschaffen werden – kurz eine Agrarreform – und die preußischen Landvermesser rückten an. – Da dieses Thema historisch auch unsere Region betrifft, werden Vertreter des Heimatvereins ARATORA an der Veranstaltung der Sömmerdaer Geschichtsfreunde teilnehmen. Mitglieder und Interessierte, die ger mitkommen möchten, melden sich bitte zuvor telefonisch (03466 /320139) an, da nur begrenzte Mitfahrgelegenheit besteht.


Dienstag, 4. Oktober 2011

Zum dritten Familiengeschichtlichen Abend in diesem Jahr lud der Heimatverein ARATORA vor gut einer Woche in das Vereinszimmer des Ratskellers ein. Den Weg dorthin fanden schließlich acht Interessierte aus Artern, Sangerhausen und Burgtonna (unser Bild). Im Mittelpunkt standen, nachdem die beiden vergangenen Veranstaltungen mit Vorträgen (Arterner Wappen sowie Genealogie in Artern von der Reformation bis zur Jetztzeit) belegt waren, reger Informationsaustausch und Gespräche zur genealogischen Forschung. Einige mitgebrachte historische Gruppenfotos (glücklicherweise mit Nennung der darauf Abgebildeten) fanden teils hohes Interesse, ebenso diverse neue zum Heimatverein ARATORA gekommene historische Unterlagen mit genealogischem Hintergrund. Zahlreiche stadt- und familiengeschichtliche Themen wurden angerissen und immer wieder Verbindungen zu eigenen Forschungsthemen gezogen. Nach interessanten Gesprächen konnten diverse Bilder an Forscherfreunde vermittelt werden, zumeist heute nicht mehr existente Häuser in Artern darstellend, in denen deren Ahnen lebten. Besonders herzlichen Dank geht an Genealogen Steffen Döhring aus Sangerhausen, der dem Heimatverein die Kopie einer großen familiengeschichtlichen Abhandlung der Familie Schmidt aus der Kyffhäuser-Goldene-Aue-Region (u. a. Rittergutsbesitzer in Oberröblingen) überließ. – Auch die neue ARATORA-Schrift „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben seit 1800“ (Arterner Chronik des 19. Jahrhunderts) - zwischenzeitlich zu zwei Dritteln verkauft und jetzt wieder erreichbar, da die ausstehende Restlieferung seitens der Buchbinderei geliefert wurde - wurde freudig aufgenommen. Die für 2012 angedachte Neuauflage der monothematischen Ergänzung dieser Chronik unter dem Titel „Artern und seine Bewohner im vorigen (19.) Jahrhundert“ (Darstellung sämtlicher Arterner Handwerker und Gewerbetreibender während des 19. Jahrhunderts) wurde begrüßt. – Im Dezember findet letztmalig in diesem Jahr ein Familiengeschichtlicher Abend statt. Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Forscher, auch aus den Orten unserer Umgebung, den Weg nach Artern finden würden. Kontaktieren Sie uns bitte, wir helfen gern!


Sonntag, 2. Oktober 2011

Ein aus historischer Sicht leider etwas aus dem Blickfeld geratener Jurist, Literaturwissenschaftler und Sammler unserer Heimat steht derzeit im Mittelpunkt der Forschungen von Dr. Dietrich Lückoff, Romanist und Autor in Berlin: Karl Hartwig Gregor Freiherr von Meusebach (1781-1847) aus Voigtstedt, wo sein Vater „Erb-, Schloss- und Gerichtsherr“ war. Der Sohn studierte in Göttingen und Leipzig, trat in den preußischen Staatsdienst und war zum Ende seines Arbeitslebens schließlich Präsident des rheinischen Kassationshofes, also des obersten Gerichtshofes für die preußischen Rheinprovinzen. Von Meusebach war mit den Brüdern Grimm befreundet und wirkte als Förderer junger Wissenschaftler und Autoren, so August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (Schöpfer des Deutschlandliedes). Als Sammler und Kenner der deutschen Literatur lag sein Forschungsschwerpunkt auf der Literatur des 17. Jahrhunderts. Die Bibliothek von Meusebachs hatte derartige Qualität, dass sie 1849 von der preußischen Regierung angekauft und der Königlichen Bibliothek zugeordnet worden ist. – Der Lyriker und Grimm-Forscher Dr. Dietrich Lückoff, Berlin fand Interesse an Leben und Wirken von Meusebachs, sodass eine Biographie im Entstehen ist, auch basierend auf dessen unveröffentlichten Tagebüchern, wo er „oft über seine Kindheit in den 80er Jahren des 18. Jh.“ schreibt. Nach Kontaktaufnahme mit dem Heimatverein ARATORA konnte ein vom Autor lange gesuchtes Bild des längst abgerissenen Schlosses in Voigtstedt (unser Bild) bereitgestellt, Kontakt zum Besitzer des Originals dieses Bildes hergestellt sowie einiges Material zur Geschichte Voigstedts und seines Schlosse zur Verfügung gestellt werden. Die Aufnahme soll in die umfangreiche Biographie von Meusebachs Einzug finden, die der Autor derzeit vollendet. Dietrich Lückoff verbindet damit auch die Hoffnung, einen großen Sohn unsere Heimat dem Vergessen zu entreißen. Sobald die Biographie des Karl Hartwig Gregor Freiherr von Meusebach veröffentlicht worden ist, wird auch auf unserer Vereinshomepage gern darüber informiert.


Freitag, 30. September 2011

Seine rund 400 Seiten umfassende Staatsexamensarbeit „Die Flurnamen von Wiehe“ stellte Germanist und Historiker Pascal Mauf aus Jena am 15. September 2011 mit einem Vortrag vor. Zu dieser sehr interessanten und lehrreichen Präsentation fanden sich ca. vierzig Heimatfreunde aus Wiehe, Donndorf, Artern, Bad Frankenhausen, Mönchpfiffel, Bottendorf und dem Weimarer Land in Donndorf ein (unser Bild). Aufbauend auf einer älteren Veröffentlichung der Heimatfreunde Wiehe e.V. zu besagtem Thema widmete sich der Autor fast ein Dreivierteljahr der Feld- und Archivforschung und investierte damit bedeutend mehr Zeit als für vergleichbare Arbeiten vorgesehen. Anhand von zehn markanten Beispielen aus der Flur Wiehe, die insgesamt ca. achtzig Flurbezeichnungen umfasst, gab Pascal Mauf Einblicke in seine Forschung- und Dokumentationstätigkeit. Dabei erwanderte der Forscher sein Arbeitsgebiet und „graste“ diverse Archive nach historischen Belegen ab, weiterhin befragte er Einheimische nach volksetymologischen Erklärungen von Flurnamen. – Nach wie vor werden noch Mitstreiter in der Flurnamenforschung gesucht, wie die gleichfalls anwesenden Dr. Barbara Aehnlich von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Barbara Umann, Geschäftsführerin des Heimatbundes Thüringen (zugleich Veranstalter in Donndorf), betonten. Die Ortschronisten aus Bottendorf und Donndorf waren daraufhin sofort bereit, ihre Sammlungen für das Thüringer Flurnamenprojekt zur Verfügung zu stellen (siehe dazu www.heimatbund-thueringen.de). Doch immer noch klaffen erhebliche Lücken in der Flurnamendokumentation in Thüringen und auch im östlichen Kyffhäuserkreis; lediglich Reinsdorf und Mönchpfiffel sowie jetzt Wiehe können derzeit akzeptable Erfassungen und Erforschungen nachweisen. – Sehr erfreulich am Rande der Veranstaltung waren wiederum zahlreiche Gespräche mit anderen Forschern. So kam auch die Vorbereitung des nächsten Tages der Heimatgeschichte im Kyffhäuserkreis am 5. Mai 2012 zur Sprache. Seitens des Heimatvereins ARATORA wurde ein Vortrag über den Braunkohlenbergbau (Vorkommen, Förderung sowie Transport via Pferdebahn nach Artern) erbeten. – In diesem (geologischen) Zusammenhang erreicht uns noch die Information des Fossilien-, Mineralien- und Bergbauvereins Steinthaleben e. V. mit Einladung zur neuen Sonderausstellung „Meteoriten“ vom 1. bis 3. Oktober 2011, jeweils von 10 bis 16 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Torstraße 164. Diese Präsentation sowie die Ausstellung „300 Millionen Jahre Mitteldeutschland“ sei unseren Besuchern empfohlen (www.fossilienwelt-online.de).


Zibbel

Mittwoch, 28. September 2011

Der diesjährige Zwiebelmarkt vom 30. September bis 2. Oktober - größtes und populärstes Volksfest der Stadt - läutet in Artern endgültig den Herbst ein. Und wiederum gilt: Nichts geht an diesem langen Wochenende ohne Zwiebel: Auf dem Kuchen, in der Suppe, als Zopf bzw. Gesteck oder bildlich auf dem neuen Zwiebelkalender. Während am Freitagabend zum Tanz geladen wird, beginnt das bunte Marktreiben am Samstagvormittag: 9 Uhr Eröffnung des 39. Zwiebelmarktes durch Bürgermeister Wolfgang Konenen im Beisein der Stadträte und der Arterner Salzprinzessin sowie anderer Hoheiten. Das Arterner Schalmeienorchester spielt auf, während die Zwiebelkrone am Rathaus emporgezogen wird. Danach beginnen Bürgermeister und Räte den traditionellen Rundgang auf dem Markt, der gleichfalls 9 Uhr beginnt. Geschäfte und Händler laden dann zum Besuch in der Innenstadt ein. Am Abend, um 21 Uhr, wird zum Tanz ins Festzelt geladen. Auch am Sonntag beginnt das bunte Treiben um 9 Uhr, die Verkaufseröffnung der ansässigen Gewerbetreibenden ist auf 13 Uhr festgelegt. – Zudem startet am Sonntag, 2. Oktober 2011 ein Städtewettbewerb von enviaM / MITGAS, an dem sich auch Artern beteiligen wird. Start ist 12 Uhr, wobei folgende Regeln gelten: Die Gesamtzeit für den Städtewettbewerb beträgt sechs Stunden. Es stehen in jeder Stadt zwei professionelle Sportgeräte zur Verfügung. Jeder Teilnehmer darf sich nur einmal an einem Sportgerät am Wettbewerb beteiligen. Alle Teilnehmer werden namentlich erfasst. Für Erwachsene ist eine Aktionszeit von maximal zehn Minuten vorgesehen. Die maximale Aktionszeit für Kinder beträgt fünf Minuten. Das Kinderfahrrad darf nur von Kindern und Jugendlichen bis zu einer Größe von 1,50 Meter genutzt werden. Die Koordination übernimmt die Stadtverwaltung Artern, Tel. Nr. 03466 / 325522 oder 325527. Anmeldungen können auch per e-Mail an bauamt@artern.de erfolgen. – Pünktlich vor dem Zwiebelmarkt traf auch die noch ausstehende zweite Teillieferung unserer Arterner Stadtchronik „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben seit 1800“ von der Buchbinderei ein. Nachdem zum vergangenen Tag des offenen Denkmals und in der kurzen Zeit danach bereits über die Hälfte der Auflage interessierte und dankbare Abnehmer gefunden hat, können unsere Geschichtsfreunde zum Zwiebelmarkt die neue Vereinspublikation im Buchladen oder direkt beim Verein erwerben.


ArchLSA

Montag, 26. September 2011

Ur- und Frühgeschichte vor unserer Haustür: „Kultur in Schichten. Ausgrabungen am Autobahndreieck Südharz (A 71)“ nennt sich die neueste Veröffentlichung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt“ (255 Seiten, zwei Karten). – Im Vorfeld der Entstehung des Autobahndreiecks Südharz fanden vom Spätsommer 2005 bis in das Frühjahr 2008 zwischen Ober- und Niederröblingen archäologische Ausgrabungen statt. Diese erfolgten im Zusammenhang mit den Vorbereitungen des Baus der A 71 durch die DEGES. Auf einer Länge von 1,2 Kilometer und einer Fläche von etwa 2,5 Hektar konnten im Bereich des künftigen Trassen- abschnitts der Autobahn 71 Einblicke in die 7.000 Jahre zurückreichende Geschichte von Niederröblingen gewonnen werden – Grund genug, der dort angetroffenen „Kultur in Schichten“ den 14. Sonderband der Reihe „Archäologie in Sachsen-Anhalt“ zu widmen. Eine regelrechte Überraschung und besonderer Höhepunkt unter den Befunden dieser Ausgrabung, dem daher auch ein eigener Abschnitt der Publikation gewidmet ist, bildet ein circa vier Hektar großer Tell: ein über viele Jahrtausende angewachsener Siedlungshügel, entstanden durch die Hinterlassenschaft der stets am gleichen Ort siedelnden Bevölkerungen. Der zweite besonders hervorzuhebende Befund ist den für Mitteldeutschland äußerst seltenen, am gleichen Ausgrabungsort aber herrschenden Feuchtbodenverhältnissen zu verdanken: Ein hölzerner Kastenbrunnen der Kultur der Linienbandkeramik (5.500–4.800 v. Chr. - „die ersten Bauern“) konnte im Block geborgen und in die Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle transportiert werden, wo die behutsame Ausgrabung unter Laborbedingungen erfolgen konnte. Die jetzt erschienene Publikation berichtet zudem über weitere seltene und interessante Zeugnisse menschlichen Lebens von der Jungsteinzeit bis zur Römischen Kaiserzeit aus der Gegend um Sangerhausen, wie Bernsteinperlen, Spondylusmuscheln und römisches Tafelgeschirr eindrucksvoll belegen, weiterhin das Grab der „Bernstein-Prinzessin“ aus der späten Römischen Kaiserzeit usw. - Der eine oder andere Heimatgeschichtsinteressierte erinnert sich noch an die gleichnamige Ausstellung „Kultur in Schichten“ im Sommer 2008 im Spenglermuseum Sangerhausen, wo zahlreiche Fundstücke aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und römischen Kaiserzeit - gefunden in der Helmeniederung bei Ober- und Niederröblingen - ausgestellt waren. Das Buch bringt nunmehr die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser einmaligen archäologischen Entdeckungen in unserer Heimat.


Histörchen

Samstag, 24. September 2011

Schon der Titel „Histörchen“ legt nahe, dass die zweite und zugleich erweiterte Auflage eines Buches von 1997 aus der Feder von Adolf Spengler, Enkel des großen Heimatforscher und Mammutausgräbers von Edersleben, eher dem heiteren Milieu zuzuordnen ist. Auf 120 Seiten brachte der Autor, der sein Buch Anfang des Monats im Spenglerhaus Sangerhausen vorstellte, kurze Geschichten, humorvolle Begebenheiten und Anekdoten zumeist aus dem Mund seines Großvaters zu Papier. Der Untertitel „Kuriositäten und Begebenheiten zwischen Harz und Kyffhäuser“ schränkt dabei die Örtlichkeiten des Geschehens aus der „guten alten Zeit“ näher ein. Leider wurden viel zu wenige Bücher diese Art wurden geschrieben, die die Schlagfertigkeit und den Humor unsere Ahnen aufzeigen. Umso schöner, dass diese Neuauflage noch mehr Geschichten dieser Art vermittelt, teils sehr authentisch, weil in Mundart geschrieben – sei der versoffene Bergknappe, der gewitzte Kaufmann oder Stilblüten und Versprecher. Die leichte Lektüre erhält besondere Aufwertung durch sehr schöne Zeichnungen, die der Vater des Autors nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen hat. Enkel Adolf Spengler fasst die Dankbarkeit gegenüber seinem Ahnherrn wie folgt zusammen: „Welch ein Glück, einen Großvater zu haben, der reich an Wissen um die Natur und die Menschen, mit seinem ganzen Herzen in unsere Heimat verwurzelt war. Welch ein Glück, einen Großvater zu haben, der erzählen konnte.“ – Mehr als fünfzig Interessierte, u. a. vom Heimatverein ARATORA, hatten sich zur Buchvorstellung im engen Hof des Spenglerhauses eingefunden, zu der unser Partnerverein, der Geschichtsverein Sangerhausen, sowie das Spenglermuseum eingeladen hatten. Der Präsentation schloss sich ein Rundgang durch das Wohnhaus des Heimatforschers an, das ein museales Kleinod mit tausenden Objekten aus Heimat, Geschichte und Natur unserer Gegend darstellt und als Besuchsziel für einen Ausflug sehr empfohlen werden kann (In der Bibliothek des Forschers finden sich auch etliche alte Ausgaben der Zeitschrift ARATORA). – Die Ausstellung im Spenglermuseum "Begegnung mit Gustav Adolf Spengler (1869-1961) - Fotoausstellung zum 50. Todestag" ist nur noch bis 29. September 2011 im Spengler-Museum am Bahnhof zu sehen. Die sehr persönlich gehaltene Exposition zeigt Einblicke in Leben, Schaffen und Wirken des berühmten Erforschers unserer Heimat zwischen Südharz, Kyffhäuser und Goldener Aue. Mehr auf www.spengler-museum.de.


Donnerstag, 22. September 2011

Unverhofft kommt oft, z. B. neues historisches Material über Artern zugunsten des Archivs des Heimatvereins ARATORA. So sandte uns Mitglied Christa Brandt aus Bonn einen sehr inhaltsreichen Briefumschlag mit vielfältigen lokalgeschichtlichen Unterlagen, vor allem über die Familie von Bankdirektor und Mäzen Hans Büchner, Ehrenbürger der Stadt Artern: diverse Fotos, Berichte, Aufsätze und eine Lebensdarstellung – geschrieben von Büchner selbst. Auch familiengeschichtlich wiederum interessante Fotos waren darunter, so ein großes Gruppenbild anlässlich des 70. Geburtstages von Hans Büchner, Friedrich Christoph Büchner mit Schulklasse als Lehrer der privaten Töchterschule Artern, Familientreffen Schäfer – Büchner - Hörning, Gotthilf und Henriette Ziehme (geb. Klemm), Beerdigung Dr. Wilhelm Kaufmann (der Schwiegersohn Hans Büchners) in Kalbsrieth und andere interessante Heimat- und Geschichtsbelege. – Auch unser Vereinsmitglied Dieter Schirrling aus Rudolstadt brachte bei einem erneuten Besuch kürzlich in Artern – zwar nicht viel, wenngleich bislang ungekanntes Material in Form von Fotografien bzw. Postkarten mit, so eine Ansicht der östlichen Leipziger Straße und des Bismarckplatzes kurz nach 1900, eine Mehrbildkarte des Goethehauses (u. a. mit Ansicht des großen Saales – siehe unser Bild) sowie eine Gruppenaufnahme aus den 1960er Jahren, auf denen Werbeschilder der Arterner Brauerei sichtbar sind. – Vielen herzlichen Dank an die Spender. Zu gegebener Zeit wird auch dieses Material in unseren Veröffentlichungen publiziert bzw. geht in die allgemeine Forschungsarbeit oder internen Datenaustausch ein.


Dienstag, 20. September 2011

Archäoastronom und Buchautor Ralf Koneckis aus Dortmund ließ uns dieser Tage das Programm der mittlerweile 9. Sangerhäuser Tagung zur (vor)geschichtlichen Himmelskunde vom 6. bis 8. Oktober 2011 zukommen. In diesem Jahr finden die Vorträge und Referate in Questenberg und Sangerhausen statt, unterbrochen von einer Tagesreise in den Nordharz. Der Hauptinitiator verspricht wiederum interessante und verständliche Fachvorträge zu Themen, die die heimische Sagenwelt zwischen Harz, Kyffhäuser und Unstrut zum untersuchen - und zwar solche, die auf ur- und frühgeschichtliche Astronomie, Kalender- und Ortungswesen hindeuten können. Interessenten melden sich bitte in der Kreisvolkshochschule Mansfeld-Südharz in Sangerhausen via E-Mail: service@vhs-sgh.de, Telefon: 0364 / 572407 an. Der Heimatverein ARATORA ist seit Beginn der Tagungen dabei und steht in engem Kontakt mit Ralf Koneckis bzw. weiteren Forschern. An Sternenkunde, Archäologie, Mythologie, Religionsgeschichte, Regional- und Heimatkunde Interessierte sollten sich die Tagung auf keinen Fall entgehen lassen, zumal das Programm der bevorstehenden Veranstaltung hochkarätige Inhalte und sicherlich viel Diskussionsstoff verspricht. Beschränkte Mitfahrgelegenheit von Artern nach Questenberg bzw. Sangerhausen wird nach vorheriger Anmeldung unter Tel. 03466 / 320139 möglich gemacht. Bitte informieren Sie sich auf www.vhs-sgh.de. über den Veranstaltungsplan mit wiederum spannenden Themen, die Anfang Oktober zur Sprache kommen werden: Tierkreissternbilder, Questenbaum und Tierkreis, Reise durch die Milchstraße, Mondmythologie, Kultstättensysteme um Blankenburg/Harz, kosmische Schlangen als Schöpfungswesen, die älteste Sternwarte der Welt und anderes. 


Sonntag, 18. September 2011

Renaissance und Römerzeit, bürgerliche und fürstliche Baukunst sowie römisch-imperiales Fortifikationswesen – unter dieses thematischen Schwerpunkten trafen sich gestern beinahe zwanzig Freunde der Geschichtsvereine aus Artern und Einbeck zum diesjährigen Treffen in der Dreiflüssestadt Hannoversch Münden (Werra, Fulda und Weser) in Niedersachsen. Vorstandsmitglied Henning von Lindeiner-Wildau aus unserer Partnerstadt hatte ein außerordentlich abwechslungsreiches und interessantes, wenngleich auch etwas anstrengendes Tagesprogramm organisiert, das im prächtigen Rathaus, einem markanten Bauwerk der Weser-Renaissance mit festlichen Sälen, großen Wandbildern und Einzelkunstwerken, seinen Lauf nahm. Durch die herrliche Altstadt (unser Bild) mit Fachwerkbauten ab dem Jahr 1400 ging’s zum mächtigen Welfenschloss, das nach einem Brand ab 1560 gleichfalls im Stil der Weser-Renaissance errichtet wurde und heute Verwaltungen, Archiv, Bibliothek und Museum als Heimstatt dient. Noch im Original sind heute zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien erhalten, wie sie in dieser Geschlossenheit in Deutschland nicht mehr vorzeigbar sind. Nach dem Mittagessen im Brauhauskeller mit deftiger Küche fuhren die Geschichtsfreunde nach Hedemünden, wo Archäologe Michael Beuermann das seit dem Jahr 1998 mittels Geländeprospektion erforschte Gebiet eines Lagers der römischen Armee ausführlich vorstellte. Die frühgeschichtlichen Forschungen dort führten zum Nachweis des ersten in Niedersachsen gefundenen Römerlagers. Dabei handelt es sich um Überreste mit Wall- und Grabenbefestigungen, Terrassierungen sowie Steinsetzungen. Als Funde sind u. a. metallene Werkzeuge, Waffen, Münzen sowie Keramik nachweisbar. In gemütlicher Runde schloss das Vereinstreffen in Laubach aus, wo den Einbecker Freunden Exemplare der neuen ARATORA-Schrift „Wichtige Ereignisse in unserem Gemeindeleben seit 1800“ überreicht worden sind. Im nächsten Jahr wollen Einbecker und Arterner nach Halle/S. fahren, um dort die Franckeschen Stiftungen zu besuchen; dies besonders unter Hinsicht auf Heinrich Melchior Mühlenberg aus Einbeck, den Patriarchen der Lutherischen Kirche in Nordamerika, sowie dessen Schwiegersohn Johann Christoph Kunze, geboren in Artern und gleichfalls als Gottesmann in den Nordamerika tätig gewesen. – Als schönes „Nebenprodukt“ unserer Vereinsfahrt wurden schließlich noch etliche Hochwassermarken sowie ein Großgemälde mit Darstellung eines schweren historischen Hochwasserereignisses fotografisch für unser langjähriges Vereinsmitglied Dr. Mathias Deutsch aus Erfurt dokumentiert.


Freitag, 16. September 2011

Bereits zum zehnten Mal findet am kommenden Sonntag der Tag des Geotops statt, der unter Schirmherrschaft von Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, steht. Ziel dieses jährlichen Thementages ist es, auf Führungen, Exkursionen und Wanderungen erdgeschichtlich herausragenden und sehenswerten Aufschlüssen oder auch Geoparke zu besuchen und sich über geologische Sehenswürdigkeiten zu informieren. Zum diesjährigen Tag des Geotops teilte uns das Regionalmuseum Bad Frankenhausen folgendes mit: Eine Wanderung zu geologisch interessanten Punkten im Altkreis Artern führt Diplomgeologe Gunter Braniek am Sonntag, 18. September 2011. Treffpunkt ist der Schulplatz in Oldisleben, unterhalb der Johanniskirche um 10 Uhr. Von dort geht die Exkursion in Richtung der Thüringer Pforte, zuerst zum Schützenhaus und den ehemaligen Kalischächten, zum Möllendorf. Von dort geht es, vorbei an einem Buntsandsteinaufschluss, zu den Ruinen der Sachsenburgen. Beim Abstieg in den Ort Sachsenburg verlassen wir die Ausläufer der Hainleite und durchqueren das Unstruttal in Richtung Schmücke. Hier gelangen wir zum steinzeitlichen Rastplatz der Kahlen Schmücke bis zum Waldschlösschen bei Heldrungen. Über Bahnhof Heldrungen geht es durch die Unstrutaue zurück nach Oldisleben. Das Ende der Veranstaltung ist auf ca. 15 Uhr fixiert. Für die Wegstrecke wird Wanderbekleidung, festes Schuhwerk sowie Verpflegung aus dem Rucksack empfohlen. Zu diesem geologisch-heimatkundlichen Marsch wird herzlich eingeladen, wobei Gunter Braniek (vor etlichen Jahren auch ARATORA-Autor) neben vielen erdgeschichtlichen Besonderheiten auch über anderes Wissenswertes entlang des Weges zu berichten weiß. Wer sich darüber hinaus einen Überblick über die geologischen Besonderheiten der Kyffhäuserregion verschaffen möchte, dem sei die geologische Ausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen empfohlen (Mittwoch bis Sonntag 10 bis 17 Uhr).


Mittwoch, 14. September 2011

Tag des offenen Denkmals in der Arterner Veitskirche mit äußerst schweißtreibenden Temperaturen und doch etlichen Besuchern mehr als erwartet. So könnte der vergangene Sonntag – im Telegrammstil mitgeteilt – auf den Punkt gebracht werden. Sicherlich auch unsere Neuveröffentlichung der Arterner Chronik des 19. Jahrhunderts lockte mehr als 120 Interessierte dorthin (unser Bild). Eine erfreuliche „Randbegleitung“ am Denkmalstag: Sehr interessante und fruchtbare Gespräche mit Einheimischen und Auswärtigen zur Heimat- und Familiengeschichte, die etliche neuer Erkenntnisse sowie ehrenamtliche Arbeit nach sich ziehen werden. Seit Montag ist unsere Arterner Chronik auch in der Buchhandlung „Das Gute Buch“ für 15 Euro erhältlich. Etwa in den nächsten zehn Tage wird rund ein Drittel der Buchauflage unserer „Wichtigen Ereignisse in unserem Gemeindeleben seit 1800“ auf den Postweg an auswärtige Mitglieder, Interessenten, Archive, Museen, Bibliotheken und Sammlungen gehen. Nicht zuletzt sein auch Vereinsmitglied Volkmar Künne ganz herzlich gedankt, der sich am Tag des offenen Denkmals um die Ecke im Oberen Hof – trotz Badewetters – wacker um Besucher „seiner“ Ausstellung zur Geschichte der Kyffhäuserhütte mühte. – Nachdem sich unsere neueste Publikation einer zuvor ungeahnten Nachfrage erfreut, sich am Tag des offenen Denkmals außerordentlich gut verkaufte und bislang ausschließlich positive Reaktionen erlangen konnte, wird über die Fortsetzung dieser Chronik nachgedacht. Diese liegt bereits vor mit der 49teiligen Abhandlung „Artern und eine Bewohner im vorigen (19.) Jahrhundert“. Sie umfasst neben einer sehr detaillierten und aussagekräftigen historischen Einleitung die (beinahe) vollständige Auflistung von Handwerken und Handwerksmeistern, die im 19. Jahrhundert in Artern wirkten, zzgl. weiterer Informationen zu Personen und Geschäften. Viele hundert Namen und Daten umfasst diese Fleißarbeit von Otto Wagner, erstmals veröffentlicht 1929. Diese Fortsetzungsreihe aus der Arterner Zeitung als Broschüre zu publizieren könnte im nächsten Jahr geschehen. Doch dazu benötigen wir die Hilfe unserer Mitglieder und Freunde. Wie schon im soeben erschienenen Buch soll auch „Artern und eine Bewohner im vorigen (19.) Jahrhundert“ einen historischen Bildteil erhalten. Trotz umfangreichen Fotoarchivs brauchen wird dazu aber noch historische Abbildungen aus privaten Beständen, die jene alten Handwerksstätten bzw. deren Vertreter zeigen. Angesprochen sind vor allem Familien heute noch existenter alter Arterner Firmen bzw. Nachkommen ehemaliger Geschäfteleute, also Bäcker, Fleischer, Schmiede, Tischler. Benötigt werden Fotos von Gebäuden, Werkstätten, Produkten, Urkunden usw. in digitaler Form. Originale Dokumente werden dazu lediglich gescannt und finden noch am selben Tag den Weg zurück zu ihren Leihgebern. Bitte helfen Sie mit – auch Spenden zur Realisierung sind erwünscht!